Interviews

Seit Juli 2017 ist Gudrun Meierschitz Vorstandsmitglied der ACREDIA Versicherung AG und zusätzlich Vorstandsmitglied der OeKB EH Beteiligungs- und Management AG. Ein ABW-Porträt.

 

Die Ökonomin und Risikoexpertin arbeitet seit mehr als 25 Jahren für Österreichs größte Kreditversicherung. Ab April 2013 war sie als Leiterin des Bereiches Risk Underwriting für nationale und internationale Kreditentscheidungen tätig. Seit Juli 2017 ist Gudrun Meierschitz Vorstandsmitglied der ACREDIA Versicherung AG und zusätzlich Vorstandsmitglied der OeKB EH Beteiligungs- und Management AG. 

Wir sind die einzige eigenständige Kreditversicherung in Österreich, aber eingebettet in ein internationales Informationsnetz. Damit vereinen wir die Vorteile der Internationalität mit jenen der Individualität: Unsere Experten treffen unabhängige Entscheidungen anhand weltweiter Informationen und stellen dabei immer das Interesse unserer Kunden in den Vordergrund“, so Gudrun Meierschitz, die sich, trotz drohender Eintrübung der Wirtschaft, zum Ziel gesetzt hat, die Kunden von ihrer neuen Markenstrategie mit vollem persönlichen Einsatz zu überzeugen und weiterhin mutige und stabile Kreditentscheidungen zu treffen. 

Seit dem Vorjahr ist sie im Vorstand der Garanta Versicherungs-AG, sie leitet auch die Kommunikations- und Marketingabteilung. Dr. Karoline Haderer im ABW-Porträt. 

 

Die GARANTA ist Teil der NÜRNBERGER Versicherung und Dr. Karoline Haderer ist vor allem für die Themen Marketing, Kommunikation und Online Vertrieb verantwortlich. „Deshalb schlagen manchmal zwei Herzen in meiner Brust: Als Marketingleiterin und Verantwortliche für den Online Vertrieb stehen für mich der Ausbau der Online-Aktivitäten und die Positionierung der Marke NÜRNBERGER Versicherung im Vordergrund. Aber als GARANTA-Vorständin habe ich auch die Aufgabe, Kosten niedrig zu halten. Es überwiegt jedoch der Vorteil, dass ich als Teil des Konzerns einen sehr tiefen Einblick in die komplexen inneren Zusammenhänge habe, was meiner Vorstandsarbeit die richtige Perspektive gibt“, sagt Dr. Haderer, die ein Umdenken in der Branche ortet.

„Die größte Herausforderung ist es, sich stringent an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten. Das erfordert einen tiefgreifenden Kulturwandel. Die Rahmenbedingungen dafür sind aktuell alles andere als förderlich: Die Zinspolitik der EZB lässt die Renditen schmelzen, die regulatorischen Vorgaben werden immer anspruchsvoller und die Digitalisierung gewinnt zunehmend an Fahrt. Die Versicherungsbranche wird also an allen Fronten gefordert.“

Ihre größte Herausforderung sei es, die Ausrichtung des Unternehmens auf eine Kundenzentrierung voranzubringen. Dies sei eine Aufgabe, die das gesamte Unternehmen und alle Arbeitsabläufe durchdringen müsse. Es sei aber eine Herausforderung, die Jahre in Anspruch nehmen werde.

Sie verantwortet die Veranlagung von Kundengeldern in Höhe von 23 Milliarden Euro. Welche Rolle dabei eine konservative Veranlagungspolitik spielt, verrät Christine Dornaus im ABW-Interview.

 

"Aus meiner Sicht sind kontinuierliche Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung die wohl wichtigsten Aufgaben und zugleich Herausforderungen, die uns als Versicherungswirtschaft treffen. Eine Herausforderung für die Veranlagung stellt die anhaltende Niedrigzinsphase dar. Derzeit weist ein Großteil der europäischen Staatsanleihen, mit Laufzeiten bis zu zehn Jahren, negative Renditen auf. In einzelnen Fällen reichen nicht einmal mehr 30 Jahre aus, um einen positiven Ertrag zu erzielen. Selbst die berühmte 100-jährige Anleihe der Republik Österreich rentiert bei bescheidenen 0,85 Prozent“, sagt Dr. Christine Dornaus.

Durch einen ausgewogenen und breit gestreuten Einsatz sämtlicher Produkte des Anlageuniversums sei es aber möglich, einen Großteil dieser temporären Erscheinungen am Kapitalmarkt zu kompensieren. „Die Fortführung unserer bewährten, konservativen Veranlagungspolitik durch Nutzung vielfältiger Ertragsquellen soll damit auch in Zukunft die lebenslang garantierten Leistungen an unsere Kunden sicherstellen.“ 

Vor mehr als zwanzig Jahren kam die Betriebswirtin zur Kontrollbank, seit 2014 ist sie Vorstand. Ein ABW-Interview über Herausforderungen, Entwicklungen und Frauen in Führungspositionen.

 

In welchen Bereichen sehen Sie zur Zeit die größten Herausforderungen für die Finanzbranche?
Die Herausforderung unserer Zeit ist die Digitalisierung. Geschäftsmodelle verändern sich dadurch genauso wie Kundenbedürfnisse. Für uns ist es wichtig, genau den Bedarf unserer Kunden zu treffen. Dazu gehört die Einbindung von Kunden und Stakeholdern in unsere Produktentwicklung. Für uns derzeit ein großes Thema.

Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Geschäftsjahr?
Wir sehen eine starke Entwicklung. Bisher verläuft alles nach Plan bzw. sogar darüber. Wir profitieren von der guten Wirtschaftslage der Vorjahre und den zahlreichen Aufträgen, die österreichische Unternehmen erhalten haben.

Sie kennt die Branche seit Jahrzehnten und ist ihrem Unternehmen stets treu geblieben. Ein ABW-Interview mit Mag. Silvia Emrich, CFO Zürich Versicherung, über Frauenförderung, Finanzen und Chancen im Vertrieb.

 

Bei unserem letzten Interview erzählten Sie uns, dass Sie Sponsorin des internen Frauennetzwerkes sind – wie sieht es derzeit hinsichtlich der Gleichstellung bei Zurich aus? 

Bei Zurich ist die Gleichstellung von Frauen und Männern selbstverständlich. Wir tun wirklich viel dafür, um für Frauen und Männer die gleichen Karrierechancen zu schaffen. Beispielsweise bieten wir Home Office, sorgen für Kinderbetreuung in den Ferien und unterstützen die Väterkarenz. Auch bei den Veranstaltungen unseres internen Frauennetzwerks setzen wir uns immer wieder mit Themen auseinander, die die Chancen von Frauen – und auch Männern – fördern. Als Sponsorin freue ich mich, dass wir so zum „inklusiven“ Miteinander beitragen.

Für unsere Aktivitäten wurden wir vor einiger Zeit von der unabhängigen Organisation EDGE ausgezeichnet. EDGE ist ein global anerkanntes Zertifizierungssystem für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz. Als Zurich Österreich sind wir das erste österreichische Unternehmen, das sich dem Zertifizierungsprozess unterzogen hat und haben gleich auf Anhieb die Mittelstufe erreicht. Darauf sind wir stolz.

Claudia Figl ist seit 2005 in der Bank Gutmann als Partnerin und Leiterin des Bereiches Private Clients tätig. Die Bankerin im Austrian Business Woman-Porträt. 

 

Nach 29 Jahren in der Finanzbranche gibt es wohl nicht mehr viel, auf das Claudia Figl nicht vorbereitet ist. Dennoch sieht auch sie die Digitalisierung und die steigenden Kosten im Zusammenhang mit Data Management als eine große Herausforderung für die Branche. Sie spielt auch bei ihren Tätigkeiten eine Rolle. Als Partnerin der Bank betreut sie Privatkunden.

Standardisierte Beratung und Verwaltung findet bereits heute über unterschiedliche digitale Kanäle statt. Im Private Banking ist es wichtig, die Digitalisierung unterstützend zu nutzen, die persönliche Beratung wird diese über kurz oder lang nicht gänzlich ersetzen.“ Denn das Finden individueller Lösungen für die finanziellen Bedürfnisse der Kunden steht hier im Fokus. „Für uns als Privatbank stehen die Kunden nach wie vor im Zentrum unseres Wirkens und der persönliche Kontakt ist essentiell um eine nachhaltige Kundenbindung aufzubauen und zu halten“, so Figl. „Das Spezialservice des Gutmann Kompass bietet unseren Kunden Hilfe bei der Vermögensstrukturierung, Nachfolgeplanung und Risikoabsicherung.“

Mag. Veronika Haslinger ist Direktorin der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien. Seit 18 Jahren ist sie im Unternehmen tätig. Ein ABW-Gespräch über Kundenbedürfnisse, Frauen im Finanzsektor und eine gute Ausbildung.

 

Welche sind zur Zeit die größten Herausforderungen für die Finanzbranche?

Es sind – nach wie vor – „die drei Klassiker“: anhaltendes Niedrigzinsumfeld, zunehmende regulatorische Anforderungen und Digitalisierung. 

Die Finanzbranche ist unter diesen Bedingungen stark gefordert und steht vor immer neuen Herausforderungen – auch Kosten, wenn man an die Regulatorik denkt. Im Bankenbereich stellen neue Anbieter die Interessen und Gewohnheiten der Kunden oft ganz anders in den Mittelpunkt, als diese es lange gewohnt waren. Die Kundenbedürfnisse ändern sich im Finanzdienstleistungssektor rasant. Nie waren die Angebote vergleichbarer und ein Wechsel gegebenenfalls einfacher. 

Deswegen geht es darum, die Balance zwischen Mensch und Digitalisierung zu finden und letztendlich auch klar zu machen, dass die Digitalisierung dem Menschen dient – und nicht umgekehrt. 

Mag. (FH) Melanie Wallner ist seit Anfang Juli 2019 Leiterin der Marketingabteilung bei STIHL Österreich. Ihre Pläne: Neuausrichtung der Kommunikationsstrategie und Ausbau des Online Bereichs. 

Der international tätige Motorsägen- und Motorgerätehersteller STIHL blickt auf mehr als 50 erfolgreiche Jahre in Österreich zurück und betreut aktuell rund 800 nationale Fachhändler. Mag. (FH) Melanie Wallner (34) verantwortete die Presse- und Medienarbeit von STIHL Österreich agenturseitig als PR-Expertin bereits seit dem Jahr 2014. Nun folgte der Wechsel ins Unternehmen. Mit dem Neueinstieg von Wallner sichert sich das Traditionsunternehmen langjährige Expertise im PR-, Marketing- und TV-Bereich.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung und auch darauf, ab sofort für eine Marke mein gesamtes Know-how und 100 Prozent Leistung zu geben“, sagt Wallner. Auch Mag. Alexander Hembach, Geschäftsführer STIHL Österreich, blickt motiviert in die Zukunft: „Mit Melanie Wallner kommt frischer Wind in unser Marketing. Sie wird auch die digitalen Themen in unserem Haus vorantreiben und ausbauen.“


Breit gefächerte Expertise in der Medienbranche
Die gebürtige Wienerin begann ihre Erfolgsgeschichte als Redakteurin für bekannte TV-Formate. 2014 wechselte sie in die PR-Branche, in der sie zuletzt als Gesellschafterin einer Kommunikationsagentur tätig war. Bereits vor dem Einstieg bei STIHL Österreich war Wallner mitverantwortlich für die Konzeption des aktuellen Online Video-Magazins „STIHL Insight“, das sich an Profis und Händler richtet, und über den unternehmenseigenen YouTube Kanal ausgestrahlt wird.

„Bewegtbild hat mich im wahrsten Sinne des Wortes schon immer „bewegt“. Dank meiner jahrelangen Erfahrung in der TV- als auch Agenturbranche habe ich mich schon früh mit Trends auseinandergesetzt und konnte meine Expertise und Kompetenzen vielfältig ausbauen. Diese werde ich nun auch in der neuen Position gekonnt zum Einsatz bringen“, so Wallner. 

Mission Zukunft in der Kommunikationsarbeit
Die Erweiterung eines ganzheitlichen Marketingkonzepts für den B2B- als auch B2C-Markt, kombiniert mit erfolgsversprechender Pressearbeit und dem Einsatz von digitalen Medien, stehen im Fokus der neuen Marketingleiterin. Durch die Erarbeitung von Kernstrategie-Themen wird sie gemeinsam mit ihrem Team die Neuausrichtung der Kommunikationsarbeit umsetzen. Dabei werden neben den Profi-Produkten wie der STIHL Motorsäge, für die das Unternehmen weltweite Bekanntheit erlangt hat, speziell Gartengeräte, wie Akku-Produkte, in den Fokus der Arbeit rücken.

„Wir sind in der glücklichen Lage, auf eine hohe Markenbekanntheit und -relevanz aufbauen zu können. Doch unsere Zielgruppen werden immer differenzierter. Als Traditionsunternehmen können wir Sicherheit und Qualität garantieren, aber nun gilt es auch aufzuzeigen, dass wir flexibel und zukunftsorientiert handeln – und das sowohl in unserem Produktportfolio, als auch in der Marketingarbeit“, erklärt Hembach und Wallner ergänzt: „Die Branche verändert sich immer rascher, speziell durch den Online Handel findet ein großer Wandel im Kauf von Gartengeräten statt. Wir müssen hinsehen und unsere Zielgruppen noch besser kennenlernen, um zu wissen, wo ihr Bedarf in der Gartenarbeit liegt.“ 

Foto: Stihl Österreich

Angela Drescher ist mit Anfang August Teil der Marketing-Abteilung der Wiener Werbeagentur epmedia.

 

Seit dem 1. August unterstützt Angela Drescher als Senior Marketing Consultant in Sachen Marketing Strategie und Kundenberatung nun die epmedia Werbeagentur, die ausschließlich Kunden aus dem Real Estate Bereich betreut. Mit der Immobilienbranche kennt sich Angela Drescher durch ihre konzeptionell-strategische Arbeit als Marketing Managerin bei CPI Immobilien bestens aus und passt somit optimal in das Unternehmen. 

Die kunst- und designaffine studierte Betriebswirtschaftlerin und Marketing-Allrounderin kann auf über fünfzehn Jahre Erfahrung, unter anderem bei der internationalen Uzin Utz Group, der Wienerberger Tochter Semmelrock, Verbund und Energiecomfort (100% Wien Energie), zurückblicken. Durch ihre Kreativität und ihrem strategischem „out-of-the-box“ Denken wird sie nun der Full-Service-Agentur epmedia zur Seite stehen.

Foto: epmedia/Mona Heiß

Mit Sonja Sheikh übernimmt erstmals eine Frau die Geschäfte des Forschungsnetzwerks ACR.

 

Sie kennt daher nicht nur das ACR-Netzwerk von innen, sondern ist auch bestens vertraut mit der FTI-Landschaft in Österreich. Sonja Sheikh studierte Wirtschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen in Deutschland, wo sie auch als wissenschaftliche Tutorin am Institut für Statistik und Ökonometrie tätig war und promovierte im Jahr 1999 im Bereich Volkswirtschaftstheorie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Von der zweiten in die erste Reihe

Nach über 20 Jahren bei der KMU Forschung Austria entschied Sonja Sheikh im Sommer 2018, sich beruflich zu verändern und von der zweiten in die erste Reihe zu wechseln. „Reizvoll war dabei für mich die Möglichkeit, meine bisher erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen über das österreichische FTI-System optimal in meine neue Tätigkeit einbringen zu können und damit – gemeinsam mit einem tollen Team – zur zukünftigen Gestaltung der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten von 18 ACR-Instituten mit insgesamt knapp 800 Mitarbeitenden beizutragen“, sagt Sheikh.

Die 47-jährige Unternehmensberaterin wird künftig die Interessen der rund 60.000 Wiener EPU noch stärker vertreten.

 

„Als Sprachrohr der Wiener EPU in der Wirtschaftskammer werde ich eine neue Kultur der Zusammenarbeit aufbauen. Es genügt nicht, Missstände nur aufzuzeigen und Beschwerden und Anliegen zu sammeln. Ich möchte gemeinsam mit allen zuständigen Stellen und den betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmern Lösungen erarbeiten und dann umsetzen“, gibt Greco, die selber EPU ist, die Linie vor.

Konkret setzt Greco auf drei Säulen: Interessenvertretung, Service und Netzwerken. So soll etwa der Arbeitsplatz im Wohnungsverband künftig steuerlich begünstigt werden. „Da der Arbeitsplatz bzw. das Büro von Ein-Personen-Unternehmern häufig im Wohnbereich liegen, soll die steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein Arbeitszimmer im Wohnungsverband erleichtert werden“, so Greco. Darüber hinaus braucht es mehr Rechtssicherheit bei Werk- und Dienstverträgen: „Die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen brauchen noch mehr Flexibilität und Eigenverantwortung. Der Wechsel zwischen Angestellten - und selbstständigem Status wird künftig noch häufiger. Hier muss eine Vereinfachung gefunden werden, die auch rechtssicher ist.“

Parallel wird Greco den Ausbau der Qualifizierungsangebote und Netzwerkveranstaltungen im EPU Center forcieren. Dazu gehören neue Workshops zur Unternehmensentwicklung und Digitalisierung ebenso wie ein regelmäßiger EPU-Talk in den Bezirken.

„Die WK Wien ist bei der Betreuung der Wiener EPU spitze. Allein die Leistungen unseres EPU Centers werden pro Jahr von 17.000 Kleinstunternehmern in Anspruch genommen. Das ist erfreulich, aber gleichzeitig auch Auftrag, unser Angebot für die 60.000 EPU weiter auszubauen. Mit der Ernennung von Kasia Greco gehen wir den nächsten Schritt und geben den EPU eine zusätzliche starke Stimme“, so Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

Foto: WK Wien/Florian Wieser

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Die Brandner Schiffahrt ist ein Familienbetrieb und wurde mit dem Erwerb der MS Austria im Jahre 1995 gegründet. Eine Erfolgsgeschichte.

 

Die Brandner Schiffahrt ist ein Familienbetrieb und wurde mit dem Erwerb der MS Austria im Jahre 1995 gegründet. Davor transportierte man über Generationen Holz und Steine auf riesigen Holzflößen bis Wien und Budapest. Später erwarb man „schwarze“ Schiffe und beförderte Mineralöle und Trockengüter. Ab den 1970er Jahren konzentrierte man sich bis zum Jahr 2012 auf den Wasserbau auf der Donau. Eine Erfolgsgeschichte.

Nach ganz neuen Maßstäben wurde sie 1995 für den Einsatz in der Wachau umgebaut, die MS Austria. Ziel war es, ein völlig neues Gefühl der Ausflugsschifffahrt in der Wachau zu schaffen. Seit 23 Jahren ist die Eigentümergeführte Brandner Schiffahrt nun ein Leitbetrieb in Sachen Personenschifffahrt. Sauberkeit, große Fenster, lichtdurchflutete Innenräume, eine freundliche Crew und vor allem Sicherheit für die Passagiere stehen bei Brandner Schiffahrt an erster Stelle.

Sie ist berufstätig, verheiratet und zahlt einen Wohnungskredit ab. Als eine Frau aus dem ‚normalen Leben‘ will Julia Reichenhauser Europa wieder in die Herzen der Menschen tragen. 

 

Bei mehr als 50 Prozent der Stimmen für NEOS würde sie selbst ins EU-Parlament rücken. „Sollte der Fall nicht eintreten, trage ich auch mit meiner Arbeit für NEOS dazu bei, dass die Bürgerinnen und Bürger informiert werden und mehr über die Europäische Union erfahren.“  So begegne die gebürtige Steirerin Julia Reichenhauser tagtäglich vielen interessierten Wählern, denen sie die Philosophie ihrer Partei näherbringen könne. „Ich freue mich immer besonders, wenn die Leute unsere Ideen teilen.“

Zudem gibt sie an, nichts unversucht zu lassen, um Europa wieder in die Herzen der Menschen zu tragen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, warum die EU überlebensnotwendig für uns ist. „Ich bin berufstätig, verheiratet, und zahle unseren Wohnungskredit ab. Ich bin also ein normaler Mensch aus dem normalen Leben, den dieselben Dinge ärgern und der dieselben Probleme hat wie die meisten Bürgerinnen und Bürger.“ Die Anliegen der Bürger nehme sie deshalb sehr ernst und sei stets bemüht Lösungen dafür zu finden. 

Nini Tsiklauri wurde in Georgien geboren. In den 26 Jahren ihres Lebens hat sie bereits Kriege miterlebt und Fluchterfahrungen gesammelt. Bei der EU-Wahl kandidiert sie für die NEOS.

 

Zwei Mal musste sie mit ihrer Familie aus Georgien flüchten. Diese Erlebnisse haben sie geprägt und durch sie wisse sie auch, was in Europa auf dem Spiel steht. Für sie bedeutet die Europäische Union vor allem eines: Frieden. Und dafür möchte sie selbst kämpfen. Allerdings sei das aktuelle System der EU nicht geeignet, um Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Migration und Sicherheit zu lösen.

Zunächst müsse man „eine gemeinsame, vom Einstimmigkeitszwang befreite Außen- und Steuerpolitik, eine europäische Sicherheitsdoktrin mit einer europäischen Armee zur Friedenssicherung und einen klar definierten Schutz der Außengrenzen mit einer europäischen Migrationspolitik schaffen“. Um diese Herausforderungen zu bewältigen sei Zusammenarbeit wichtig. „Ich möchte Europäer und Europäerinnen darauf aufmerksam machen, dass wir nun alle gemeinsam an einem Strang ziehen und die EU neu gründen müssen, um Europa überhaupt die Möglichkeit zu geben sich diesen globalen Herausforderungen stellen zu können. Ich möchte die Europäerinnen und Europäer mit voller Leidenschaft vertreten und ihnen Mut machen, dass wir das durchaus schaffen können. Es ist eine Sache des Wollens.“

Teresa Reiter war Journalistin. Heute ist sie Fachreferentin für Außenpolitik, EU, Landesverteidigung, Migration und Entwicklungszusammenarbeit im NEOS-Parlamentsklub. 

 

Teresa Reiter spricht sich sehr offen für die Europäische Union aus: „Die Europäische Union ist die beste Idee, die wir je hatten. Ich kandidiere, weil ich der Meinung bin, dass es fahrlässig wäre, in Zeiten, in denen Populisten mit voller Absicht das Vertrauen in die Europäische Union zu zerstören, nicht für Europa aufzustehen. Wir Pro-Europäerinnen haben eine Verantwortung, uns für das gute Leben in Europa einzusetzen und das kann es nur mit der EU geben.“

In diesem Sinne sieht sie die niederschwellige Vermittlung von Europapolitik an Bürger und Bürgerinnen als eine der größten Herausforderungen für die EU. „Ich beschäftige mich viel mit der verständlichen Aufbereitung unserer Inhalte und mir sind Dinge in der Politik oft zu hochgestochen oder dampfplauderisch formuliert. Je komplizierter wir über die EU reden, desto mehr werden wir von politischen Unholden ausgebremst, die banal und ohne Rücksicht auf Verluste bei der Sachlichkeit kommunizieren. Das muss aufhören.“

Die Biobäuerin und Kandidatin der Grünen aus Kärnten lebt tagtäglich ihre Grundsätze und will diese künftig auch im EU-Parlament einbringen.

 

Die EU alserfolgreichstes Friedensprojekt ist für Olga Voglauer, als Angehörige einer Minderheit, eine „Lebensversicherung“. Sie sieht die Europäische Union als gemeinsames Dach der pluralistischen Gesellschaft Europas und verurteilt den aufkeimenden Nationalismus und dramatischen Rechtsruck. Auch das wachsende Bedürfnis der Bevölkerung nach Antworten und Lösungen für die brennendsten ökologischen und sozialen Fragen und die „Vogel-Strauß-Politik“ der agierenden politischen Kräfte beschäftigen sie. Voglauer möchte das Gemeinsame vor das Trennende stellen und mit Solidarität und den vier Freiheiten der EU den wachsenden Nationalismus in die Schranken weisen.

Als Bio-Bäuerin in einer Grenzregion kenne ich die Sorgen und Probleme der Menschen. Ich spreche vier Sprachen und möchte daher Sprachrohr der vielen Menschen in den ländlichen Regionen sein“, sagt die Mutter zweier Kinder, die mit einer „Roadshow“ durch ganz Kärnten tourt. Mit Gesprächsabenden, Diskussionsrunden und Vorträgen wird vor allem auch in die Peripherie des Landes gegangen. Dort sei es besonders wichtig, zuzuhören. Natürlich ist auch Social Media ein großes Thema für die EU-Kandidatin der Grünen. 

Seit 2014 ist sie Abgeordnete im Europäischen Parlament. Als erneute Kandidatin der Grünen ist sie sich sicher: Egal ob mit oder ohne Mandat, sie werde immer ein politischer Mensch sein.

 

Wer die EU retten will, muss sie verändern. Die EU ist mehr als ein Binnenmarkt und eine Wirtschafts- und Währungsunion. Ich kämpfe als überzeugte Europäerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament für eine Sozialunion und aktive Gleichstellungspolitik.“ Monika Vana ist seit 2014 Abgeordnete im EU-Parlament und gehört vier Ausschüssen zu Regionaler Entwicklung, Haushalt, Beschäftigung und soziale Angelegenheiten sowie Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter an. 

Zuletzt beschäftigte sich die stellvertretende Vorsitzende der Grünen/EFA Fraktion mit der Richtlinie „Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in Europa“, welche auch Regelungen bezüglich EU-Mindeststandards für Väterkarenz und „Papa-Monat“ vorsieht.  „Ich liebe die parlamentarische Arbeit, das Europaparlament ist tatsächlich ein Arbeitsparlament. Diese Arbeit ist sehr wichtig. Darüber hinaus engagiere ich mich seit vielen Jahren in der europaweiten Vernetzung der Grünen Kommunalpolitiker*innen, da der Austausch von Best Practise Beispielen und das Lernen voneinander im gemeinsamen Europa unerlässlich ist.“ 

Sie gründete ein internationales Unternehmen in England und erlebt mit Schrecken den Brexit. Die überzeugte Europäerin will ihr Wissen und ihre Erfahrungen nun in die Politik einbringen. 

 

Die Europäische Union ist die beste Idee, die wir jemals hatten. Wer Bürgerinnen und Bürgern etwas anderes einreden möchte, täuscht sie und belügt sie. Nur ein geeintes, starkes und selbstbewusstes Europa wird sich im globalen Wettbewerb seinen Platz erkämpfen können. Als einzelner Staat sind wir in der Welt völlig irrelevant und machtlos. Europa ist meine Heimat, so habe ich das immer empfunden, auch als ich noch in Großbritannien gelebt habe. Der Brexit war eine schmerzvolle Erfahrung für mich, weil mir damit ein Teil dieser Heimat entgleitet. Europa bedeutet für mich, Chancen zu haben und Freiheit.

Als Unternehmerin weiß ich, was der Binnenmarkt für die Wirtschaft bedeutet, als Mutter einer Tochter möchte ich, dass mein Kind sich in unserer Heimat frei bewegen kann und einmal studieren, arbeiten und leben kann, wo es möchte. Außerdem dürfen wir niemals unterschätzen, wie wertvoll der Frieden ist, den die Union uns gebracht hat. Meine Großmutter war 15 Jahre alt, als der 2. Weltkrieg endete und ihre Erzählungen von der Angst, Zerrissenheit und vom Hunger waren Teil meiner Kindheit. Die Europäische Union ist und bleibt das größte Friedensprojekt der Weltgeschichte. Das aufzugeben, wäre Wahnsinn“, sagt NEOS EU-Kandidatin Karin Feldinger. 

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