Interviews

Mit Sonja Sheikh übernahm im Sommer des Vorjahres erstmals eine Frau die Geschäfte des Forschungsnetzwerks ACR. Ihr Ziel: Die Sichtbarkeit und Bekanntheit der verschiedenen Institute zu erhöhen.

 

"Ich bin seit vielen Jahren im Bereich der Forschungs- und Innovati­onspolitik tätig und kenne daher die Rahmenbedingungen, unter denen die ACR-Institute arbeiten, recht gut“, erörtert Sonja Sheikh. Nun bemühe sie sich darum, diese bis zu einem gewissen Grad zu beeinflussen, im Sinne der angewandten Forschung, der ACR-Institute und nicht zuletzt der KMU.

„Nach fast einem halben Jahr als Geschäftsführerin sehe ich, dass die ACR in der Öffentlichkeit nicht den Stellenwert hat, den sie verdient. Hier gilt es, unsere gute Arbeit noch besser zu ver­kaufen. Hinzu kommt, dass die ACR der Zusammen­schluss sehr heterogener Institute und daher interne Vernetzung extrem wichtig ist. Wir sind grundsätzlich sehr gut aufgestellt, es gibt aber Potentiale, die noch besser genutzt werden können, um einen größeren Impact der Forschungsergebnisse zu erzielen.“  

Im Verband wurden dieses Jahr einige Initiativen gestartet, so wurde zum Beispiel der neue Schwerpunkt „Digitalisierung“ eingeführt und die Strategie neu aufgestellt. „Gerade im Bereich Digitalisierung tut sich sehr viel, deshalb haben wir zum Beispiel ein Coachingprogramm für Hafner, HAFNERdigital, initiiert, das nun auf weitere Branchen ausgerollt wird“, sagt die neue ACR-Geschäftsführerin. Bei den ACR Kooperationspreisen wurde ein Projekt ausgezeichnet, das große CT-Scans von Bauteilen durch eine VR-Brille „erfassbar“ macht. Sheikh sieht auch eine positive Entwicklung der Institute und ein stärkeres Commitment der Stakeholder. Auf diesen positiven Signalen werde aufgebaut.

 Kommunikationsoffensive

„Wir werden offensiver sein in der Kommunikation, um zu zeigen, dass gerade die ACR in der angewandten Forschung einen besonders großen Hebel in Richtung Impact und Verwertbarkeit von Forschungsergebnissen erzielen kann“, so Sonja Sheikh. Gleichzei­tig sollen die Dienstleistungen für die Mitglieder erhöht werden, angefangen von Unterstützung bei För­derungsanträgen, über Schulungen in Wissenschafts­kommunikation bis hin zur Optimierung der Webpräsenz. Mittelfristig soll das ACR-Netzwerk erweitert werden, um sich thematisch breiter aufstellen zu können. Sheikh: „Es wäre schön, wieder auf zwanzig Institute anzuwachsen und damit auch besser zur Erhöhung des Innovationsoutputs beizutragen, der ja in Österreich bekanntlich dem Input etwas hinterherhinkt.“

Zur Person: Sonja Sheikh kennt die ACR seit vielen Jahren, so war sie die letzten 20 Jahre beim ACR-Institut KMU Forschung Austria tätig, zuletzt als stellvertretende Direktorin. Dort beschäftigte sie sich in erster Linie mit der Evaluierung von Projekten, Programmen und Institutionen der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik sowie der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Wirtschaftspolitik. Sie kennt daher nicht nur das ACR-Netzwerk von innen, sondern ist auch bestens vertraut mit der FTI-Landschaft in Österreich. Sonja Sheikh studierte Wirtschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen in Deutschland, wo sie auch als wissenschaftliche Tutorin am Institut für Statistik und Ökonometrie tätig war und promovierte im Jahr 1999 im Bereich Volkswirtschaftstheorie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Foto: ACR/Alice Schnür-Wala

 

Univ.- Prof. Dr. Dipl.-Chem. Cornelia Kasper, Universität für Bodenkultur Wien, Department für Biotechnologie, im Gespräch mit Austrian Business Woman.

 

"Das Vorjahr war ein „bewegtes“ Jahr mit vielen erfreulichen Entwicklungen im Team und tollen wissenschaftlichen Erfolgen sowie sehr spannenden Austausch und Kontakten auf Konferenzen. Es war sicher auch anstrengend und oft schwierig allen Anforderungen und Aufgaben gerecht zu werden. Zusammenfassend war es ein sehr gutes Forschungsjahr, in dem ich vor allem auch im Bereich der Lehre neues Ausprobieren konnte und inspirierende neue Erfahrungen sammeln konnte. Insgesamt habe ich ein wirklich sehr gutes Team und ausgezeichnete Kooperationen, das macht mehr als zufrieden“, sagt Univ.- Prof. Cornelia Kasper.

Ein ABW-Gespräch mit Dipl. Ing. Sigrid Oblak, seit zehn Jahren Geschäftsführerin der Wien Holding, über Geschäftshighlights, ihre Erwartungen an die Politik und Pläne für dieses Jahr.

 

Sind Sie zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2019 gewesen?

Wir sind sehr zufrieden. Wir gehen davon aus, unser Rekordergebnis vom letzten Jahr nicht nur zu halten, sondern weiter steigern zu können. Im Jahr 2018 konnten wir ja das beste Ergebnis unserer Unternehmens­geschichte vorlegen mit rund 552 Millionen Euro Umsatz im Gesamtkonzern, einer Bilanzsumme von rund einer Milliarde Euro und einem Gesamt-Konzernergebnis von 64,6 Millionen Euro. 

Welche Projekt Highlights gab es?

Besonders gefreut hat mich, dass wir 2019 wieder zahlreiche Projekte im Immobilien- und Medienbereich erfolgreich abschließen konnten. Die WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH, die für uns im Auftrag der Stadt Wien Schulerweiterungs- und -neubauten realisiert, konnte gleich mehrere Schulen fertigstellen, in Neu Leopoldau wurden die ersten 220 Wohnungen fertig und Anfang November konnten die ersten Mieterinnen und Mieter den ersten „Gemeindebau NEU“ in der Fontanastraße beziehen. Bei so vielen erfolgreichen Projektabschlüssen habe ich keinen Grund zur Klage.

Anfang 2019 hat Sabine Radl, Geschäftsführerin von Sanofi Österreich, die globale Rolle des Commercial Head Established Products Mature Marketsübernommen. ABW sprach mit der Powerfrau.

 

Sie sind seit  einem Jahr in ihrer „neuen“ Funktion tätig – was hat sich seither getan?

Es ist überaus spannend – noch mehr als bisher – innerhalb eines internationalen Pharmakonzerns auf globaler Ebene mit Länder und Kulturen übergreifenden Teams zusammenzuarbeiten, insbesondere angesichts der stark variierenden Marktbedingungen in Europa, den USA und der JAPAC-Region (Japan, Südkorea, Australien). Mein Fokus lag in den letzten Monaten auf der Entwicklung und Umsetzung disruptiver Businessideen: in enger Zusammenarbeit mit cross-funktionalen Teams und mit Fokus auf die sich rapide veränderten Rahmenbedingungen.

Ein Beispiel hierfür ist der Aufbau digitaler Kommunikationskanäle. Denn die Art und Weise, wie wir mit Experten kommunizieren und wie Wissen vermittelt und damit die State-of-the-Art Behandlung Betroffener sichergestellt wird, verändert sich radikal. Wissenschaftliche Informationen, wie etwa neueste Studienergebnisse, Behandlungs-Guidelines etc. werden zunehmend über digitale Kanäle, wie e-Kongresse und Webcasts mit lokalen Experten, vermittelt.

Ein weiterer wichtiger Fokus lag in der Strategieentwicklung für das sogenannte Standard-of-Care-Business Segment, konkret in der Vorbereitung innovativer Launches von Single-Pill-Kombinationen, die mehrere Moleküle in einem Präparat vereinen, etwa in den Bereichen der großen Volkskrankheiten, wie Cholesterin oder kardiovaskuläre Erkrankungen. Diese bieten für alle Seiten Vorteile: für Betroffene kann die Anzahl der täglichen Medikamente reduziert werden, was ein signifikanter Vorteil für die individuelle Lebensqualität ist, für die Gesundheitssysteme bedeuten derartige ebenso effiziente wie kostengünstige Therapieoptionen zudem eine finanzielle Entlastung.

Mag. Sabine Radl, Geschäftsführerin von Sanofi Österreich

Nicola Dietrich ist Mitglied der Geschäftsleitung bei styria digital one sowie Head of Content Strategy beim zugehörigen Magazinverlag und der Content-Marketing-Agentur Styria Content Creation.

 

Worauf sind Sie besonders stolz?

Unsere angestrebte Strategie, sich vom reinen Vermarkter in Richtung Beratungsunternehmen weiterzuentwickeln, wurde wahr. Neben unserem Kernthema Content Marketing werden wir von Kunden eingeladen, sie in der Strategie, der Priorisierung von digitalen Aktivitäten, Gestaltung und Ausführung von digitalen Kommunikationsmaßnahmen und vor allem auch der effizienten Prozessgestaltung zu unterstützen. Außerdem werden unsere Mitarbeiter für Vorträge und Coaching Sessions gebucht. Mehr Wertschätzung geht nicht! So eng mit Kunden zusammenzuarbeiten und von der Strategie bis zur Umsetzung gestalten zu dürfen, macht uns stolz!

Vor welchen Herausforderungen steht die Branche?

Im digitalen Mediengeschäft sind wir in allen Bereichen bereits mitten in einer großen Transformation gelandet. Es entwickeln sich tagtäglich neue Technologien, die einen Einfluss auf das Geschäftsmodell von Verlagshäusern haben. Digitale Verlage setzen vermehrt auf Paid-Content-Strategien, gleichzeitig aber auch auf höhere Werbeerlöse. Gerade bei Letzterem ändert sich der Markt rasant: neue Technologien zur Automatisierung von Prozessen sind bereits durchgehend etabliert und haben durch die Steuerung von internationalen Organisationen einen großen Einfluss auf unser Erlösmodell.

Die Geschäftsführerin der IMC Fachhochschule Krems blickt deshalb auf ein erfolgreiches Jahr zurück und sprach mit ABW darüber, wie Österreich als Innovationstreiber gestärkt werden könne und warum Absolventen rasch Karriere machen.

 

2019 war für die IMC FH Krems ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr vor allem in den Bereichen Lehre und Forschung. Der neue englischsprachige Bachelorstudiengang Informatics begann mit Studierenden aus aller Welt. Es konnten neue Forschungsprojekte zu den Themen Aggregation und Visualisierung von Gesundheitsdaten, Digitaler Innovation, Blockchain und Brustkrebstherapie mit einer gesamt Fördersumme von fast 2,5 Millionen Euro eingeworben werden. Uzbekistan ergänzt als neuer internationaler Sitz unsere bestehenden Standorte in Vietnam, China und Azerbaijan. An ausgewählten Partneruniversitäten werden Studiengänge nach Kremser Vorbild angeboten“, erzählt Mag. Prommer.

Es gäbe fast 1.000 neue Absolventen in den Disziplinen Business, Health Sciences und Life Sciences, die von Krems aus neue Arbeitsmärkte erobern. Die hohe Beschäftigungsquote der Absolventen zeige, dass mit den Studiengängen die Bedürfnisse des Marktes erfüllt werden. „Nur mit fachlich qualifizierten Personen kann man innovative Wege in die Zukunft finden und neue Arbeitsmodelle entwickeln“, ist die Geschäftsführerin überzeugt. „Zu unserem 25-jährigen Firmenjubiläum werden 25 Projekte umgesetzt die zum Gemeinwohl in der Region aber auch international beitragen. Weniger freuen mich Bürokratie, neue Hürden und lange Wege, die neue, einfallsreiche Ideen daran hindern erfolgreich zu sein.“ 

Dr. Birgit Pareiss wurde jüngst einstimmig zur dritten Vize-Präsidentin des Österreichischen Generikaverbands (OeGV) bestellt. Sie verstärkt damit den nunmehr sechsköpfigen Vorstand des OeGV. 

 

Dr. Birgit Pareiss ist Geschäftsführerin von Aristo Pharma Österreich. Das Unternehmen ist seit zwei Jahren Mitglied des Österreichischen Generikaverbandes. Dr. Pareiss kann auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Positionen in der bio-pharmazeutischen Industrie zurückblicken. Nach Abschluss ihres Medizinstudiums begann sie zunächst in Sales Positionen als Clinical Sales Representative und Key Account Manager bei namhaften Pharmaunternehmen wie Pharmacia und Pfizer. Später übernahm sie den Sales und Marketing Bereich als Business Unit Director bei Genzyme, um als General Manager die Unternehmen Exeltis Austria und zuletzt Aristo Pharma in Österreich zu gründen.

Dr. Pareiss absolvierte zu ihrem medizinischen Hintergrund einen MBA in Biotech- und Pharmaceutical Management. Ihre Schwerpunkte liegen in der Definition, Entwicklung und Umsetzung von Länder-Geschäftsstrategien sowie der Maximierung von Umsatzwachstum und Marktanteilen. 

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Dr. Birgit Pareiss. Brigit Pareiss hat viel Erfahrung in den Bereichen der bio-pharmazeutischen und der Generika-Industrie. Sie wird den Österreichischen Generikaverband mit ihrer Expertise in allen Bereichen unterstützen.“ so Dr. Wolfgang Andiel, Präsident des OeGV. 

Über den Österreichischen Generikaverband:
Der Österreichische Generikaverband ist ein Zusammenschluss von 10 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel des Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten. Für ein leistbares Gesundheitssystem und die Sicherung eines breiten Patientenzugangs zu hochwertigen Arzneimitteln.

Foto: PicturePeople

Edeltraud Hanappi-Egger ist bereits seit 2015 Rektorin der WU. Am 1. Oktober 2019 hat ihre zweite Amtsperiode begonnen. ABW sprach mit der Uni-Managerin.

 


Das Uni Jahr 2019 war für öffentliche Universitäten allgemein ein sehr einschneidendes Jahr. Zum einen kam die neue Universitätsfinanzierung zum Tragen. Diese nimmt erstmals Rücksicht auf Studierendenzahlen und auf vorhandenes wissenschaftliches Personal. Zum anderen konnte die Wirtschaftsuniversität Wien in den alle drei Jahre stattfindenden Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ein Budgetzuwachs von 17 Prozent erreichen. Die zusätzlichen Mittel fließen vor allem in die Aufstockung des wissenschaftlichen Personals. Damit ist ein erster Schritt in Richtung Anpassung der Betreuungsrelationen an internationale Verhältnisse getan“, fasst Univ.-Prof. Dr. Hanappi-Egger zusammen und freut sich, dass im Oktober 2019 das neue Rektorat seine Arbeit aufgenommen und damit ihre zweite Amtsperiode als Rektorin der WU begonnen hat. 

Als großen Erfolg wertet sie, dass die Nachfrage nach einem Bachelorstudium an der WU ungebremst hoch ist und dass der englischsprachige Master in International Management (MIM) 2019 zwei ausgezeichnete Top-10 Platzierungen in internationalen Rankings erreichen konnten. In jenem der Zeitschrift Economist belegte das MIM-Studium Platz 5 von 40 gereihten Programmen und im Financial Times Ranking Platz 9 von 100.

„Nachdem universitäre Rankings und das Abschneiden der Universitäten in Österreich stets kritisch beurteilt werden, zeigt die WU mit diesen Erfolgen, dass es durchaus möglich ist, Österreich positiv zu vertreten“, sagt die Rektorin. Weniger erfreut zeigt sich Hanappi-Egger darüber, dass es 2019 nach wie vor das hartnäckige Gerücht gäbe, an der WU würde die „Atomuhr“ entscheiden, ob man einen Platz in einer Lehrveranstaltung erhalte oder nicht.

Herausforderung Digitalisierung

Die kommenden Jahre in Lehre und Forschung stehen an der WU ganz im Zeichen von Digital Economy. Dazu wird unter anderm ein neues Masterstudium entwickelt, das sich mit den strategischen, den Design- und Umsetzungsperspektiven sowie den sozialen und juristischen Herausforderungen zunehmend digitaler Unternehmen auseinandersetzen wird. 

Außerdem, so Hanappi-Egger, war die Umstellung auf die neue Universitätsfinanzierung ein großer Meilenstein, der die Universitäten auch in den kommenden Jahren stark beschäftigen wird. Die Auswirkungen der neuen Finanzierung seien nach der ersten Laufzeit sicherlich zu evaluieren. Im kommenden Jahr wird die WU neue Professuren und Tenure Track Stellen besetzen. Der Schwerpunkt Digital Economy wird dabei schon mitgedacht.

„Und schließlich müssen sich Universitäten selbst mit den Herausforderungen der Digitalisierung für die eigene Organisation beschäftigen. Einzelne IT-Maßnahmen reichen dabei nicht aus, um diese voranzutreiben, daher wird die WU eine universitätsweite Gesamtdigitalisierungsstrategie und entsprechende Innovationsprogramme aufsetzen.“ 

Mehr internationale Studenten
Universitäten tragen einen wesentlichen Teil zur Bildung der Bevölkerung bei, erbringen gleichzeitig wichtige Forschungsleistungen, die für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik ebenso relevant sind wie für die Standortentwicklung, schaffen öffentlich zugängliches Fachwissen und fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs.

„Von den verantwortlichen politischen Stellen würde ich mir daher wünschen, dass diese umfassende Bedeutung der Universitäten stärker wahrgenommen wird, dass es ein stärkeres Commitment zur ausreichenden Finanzierung dieser gibt und dass wissenschaftliche Empfehlungen ernst genommen werden und sie in politische Entscheidungen einfließen. Da ist in Österreich sicher noch Luft nach oben“, so Dr. Hanappi-Egger, die die WU als Vorreiterin in Sachen Digital Economy und als Responsible University im In- und Ausland positionieren möchte.

„Als Rektorin werde ich die WU Interessen auch weiterhin im politischen Diskurs vertreten und bei allen relevanten Netzwerken präsent sein, um die WU in der internationalen Community weiter zu verankern. Ein großes Ziel ist außerdem die Umsetzung einer internationalen Marketingstrategie, denn ich möchte die Anzahl der internationalen Studierenden und auch der Faculty steigern. Die WU ist mit über 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine große und attraktive Arbeitgeberin, die unterschiedliche Karrieremodelle anbietet. Das soll in Zukunft verstärkt wahrgenommen werden. 

Foto: Klaus Vyhnalek

 

Wie digitale Werbeträger und echte Emotionen die ÖBB nach vorne bringen, erfährt ABW im Gespräch mit ÖBB Werbung Geschäftsführerin Karin Seywald-Czihak.    

 

Frau Seywald-Czihak, wie zufrieden sind Sie mit dem vergangenen Geschäftsjahr?

2019 war ein spannendes Jahr für uns. Wir sind bei zwei großen Themen von der Planung in die Umsetzung gegangen. Der Schritt vom fertigen Konzept in die Realisierung ist so ein klassischer „Moment of Truth“, den ich sehr schätze.

Worauf lag der Fokus 2019, was ist für 2020 geplant?

Bei der ÖBB Werbung sind wir zweigleisig unterwegs: Als Vermarkter der Werbeflächen auf Bahnhöfen und in Zügen auf der einen Seite und als Inhouse Agentur und kreativer Dienstleister für den ganzen ÖBB Konzern auf der anderen Seite.

Wir haben heuer ein komplett neues digitales Werbenetzwerk auf Österreichs Bahnhöfen aufgebaut. Unsere 75“ Stelen mit 4K Auflösung, Touchscreens, Kameras und Bondrucker stehen inzwischen auf 64 Bahnhöfen und erlauben neue Möglichkeiten der Kundenansprache. Mit Beginn 2020 schließen wir die erste Ausbaustufe ab, dann gilt es Österreichs Werbewirtschaft für diese neue Werbeform zu begeistern.

In der Inhouse Agentur müssen wir nach der Investition in Kreativität noch stärker in digitale Skills und Content investieren. Bewegtbild wird bei uns immer wichtiger und da haben wir uns auch schon neu aufgestellt.

Birgit Stöber ist Geschäftsführerin für Finanzen sowie Vorstandsmitglied in der GoodMills Group (GMG). Ihr Aufgabenbereich umfasst zudem das Controlling und das Corporate Development mit Mergers & Acquisitions. 

 

"In den letzten zehn Jahren habe ich unsere Unternehmensgruppe bereits aus vielen Perspektiven kennengelernt. Seit Anfang Oktober bin ich nunmehr Teil der Geschäftsführung mit der Ressortverantwortung für Finanzen – eine schöne Aufgabe, die es bislang in dieser Form nicht gab. Ich schätze daran insbesondere den Gestaltungsspielraum, den ich durch das Vertrauen meiner Eigentümer und Geschäftsführungskollegen habe, um eine starke Finanzorganisation zu formen.

Ich hatte bereits in den letzten Monaten die Gelegenheit, mich umfassend einzuarbeiten sowie wesentliche organisatorische und personelle Entscheidungen zu treffen“, so Dr. Stöber, der die Haltung als Business Partner, aber im Commodity Business auch Fokussierung auf Effizienz und Kostenbewusstsein wichtig ist. Jeder in der Finanzorganisation könne zum Ergebnis beitragen. „Wir leben in einem dauernden Spannungsfeld zwischen Wachstum, Innovation und Effizienz. Das macht meinem Job sehr spannend und herausfordernd.“

Mag. Dr. Susanne Baumann-Söllner ist seit sieben Jahren Vorstand IAKW-AG und wartet alle Jahre wieder mit eindrucksvollen Erfolgsbilanzen auf – auch 2019. 

 

Mit dem Rückenwind von drei Rekordjahre in Folge sind wir heuer in unser erstes Umbaujahr gegangen - mit dem donauSEGEL setzen wir das größte Modernisierungsprojekt der Unternehmensgeschichte um. Dies passiert bei laufendem Betrieb, daher war uns klar, dass durch den Umbau die Veranstaltungszeiten etwas eingeschränkt werden. Trotz Umbaus blieb und bleibt die Nachfrage nach unserem Haus sehr groß, daher wird es auch heuer wieder ein stärkeres Jahr als ursprünglich erwartet“, erzählt Susanne Baumann-Söllner.

Der Umbau bei laufendem Betrieb sei natürlich eine große Herausforderung, daher freue es sie besonders, wie toll das Team diese Aufgabe meistert. Dabei liege man voll im Kosten- und Zeitplan. Die Arbeiten seien bereits sehr weit fortgeschritten: Die Überdachung des Vorplatzes des Austria Center Vienna wird schon im Winter fertiggestellt sein, damit im März der erste Kongress unter dem donauSEGEL stattfinden kann.

Seit einem Jahr ist sie Geschäftsführerin der Niederösterreich Bahnen (NÖVOG). Ihre Ziele: Die blau-gelben Bahnen und Sesselbahnen sollen noch attraktiver und kundenorientierter werden. Eine Zwischenbilanz.

 

Das Geschäftsjahr 2019 ist das erste, das ich als Geschäftsführerin der Niederösterreich Bahnen verantworten durfte. Umso größer ist die Freude bei meinem großartigen Team und bei mir, dass wir das fahrgaststärkste Jahr in der zehnjährigen Geschichte der Niederösterreich Bahnen vermelden können. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere über 1,1 Millionen Fahrgäste auf den sechs Bahnen und zwei Sesselbahnen“, sagt Barbara Komarek, für die der öffentliche Verkehr seit jeher ein Herzensthema ist.

„Meine größte Freude war es, zu entdecken, dass ich mit dieser Leidenschaft keineswegs alleine bin. Die große Begeisterung der 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Eisenbahn- und Bergbahnbetrieb ist jeden Tag spürbar und überzeugt auch unsere Kundinnen und Kunden“, so Komarek, die Chefin desgrößten Mobilitätsanbieters für Alltag und Freizeit des Landes Niederösterreich und gleichzeitig das zweitgrößte Eisenbahnunternehmen Österreichs ist.

Sparkassen-Vorständin Gabriele Semmelrock-Werzer wurde in der Aufsichtsratssitzung am 13. Dezember 2019 als neues Vorstandsmitglied der FH Kärnten bestellt. Ihre Funktionsperiode beginnt mit Januar 2020.

 

Anstelle von Univ.-Doz. Mag. Dr. Werner Mussnig, der auf eigenen Wunsch ausscheidet, wurde vom Aufsichtsrat der FH Kärnten Gabriele Semmelrock-Werzer, Vorstandsdirektorin und Sprecherin des Vorstandes der Kärntner Sparkasse AG, zum neuen Vorstandsmitglied bestellt. Sie folgt damit dem selbstständigen Unternehmensberater Werner Mussnig nach, der von 2015 bis 2019 im Vorstand als stellvertretender Vorstandsvorsitzender tätig war und die positive Entwicklung der FH Kärnten aktiv mitgestaltete.

Als Nachfolgerin von Werner Mussnig komplettiert Gabriele Semmelrock-Werzer den dreiköpfigen Stiftungsvorstand und freut sich mit Spannung auf ihre neue Herausforderung: „Gemeinsam mit den beiden Vorständen möchte ich die regionale Verwurzelung und internationale Ausrichtung der FH Kärnten stärken und dabei unterstützen, das Studienangebot der Hochschule weiterzuentwickeln.“

Seit 1989 ist die gebürtige Kärntnerin bereits in der Bankenbranche tätig. Ihre Karriere begann sie in der Chase Manhatten Bank AG in Wien, danach war sie als Assistant Managerin im Private Banking Department der Crèdit Lyonnais AG Wien tätig, bis sie 1995 in die Erste Group Bank AG wechselte. Seit 2011 ist sie Vorstandsdirektorin und Sprecherin des Vorstandes der Kärntner Sparkasse AG. Gabriele Semmelrock-Werzer studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien Handelswissenschaften und belegte ein Studium am Institut für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung. Sie spricht fließend Englisch, Französisch sowie Italienisch und als Sprachentalent hat sie auch Spanisch gelernt.

Der Stiftungsvorstand der FH Kärnten setzt sich aus drei Personen zusammen. Zwei ehrenamtliche Vorstände als Vertreter der Wirtschaft, Gabriele Semmelrock-Werzer und Reinhard Iro sowie Siegfried Spanz als geschäftsführender Vorstand verantworten die Organisation und den Betrieb der Fachhochschule Kärnten. Das geschäftsführende Vorstandsmitglied führt in Abstimmung mit den beiden anderen Vorstandsmitgliedern die operativen Geschäfte der FH Kärnten.

Siegfried Spanz bedankt sich herzlich bei Werner Mussnig für seine ehrenamtliche Arbeit als stellvertretender Vorstandsvorsitzender. „Werner Mussnig hat die Entwicklung der FH Kärnten in den letzten fünf Jahren prägend und nachhaltig mitgestaltet. Mit seiner konstruktiven Arbeitsweise war er eine wichtige Säule im Stiftungsvorstand. Mit Gabriele Semmelrock-Werzer gewinnen wir wieder eine Führungspersönlichkeit, die diese produktive Arbeit fortsetzen und auch wichtige neue Impulse in die Hochschule einbringen wird,“ so Siegfried Spanz weiter.

Foto: Kärntner Sparkasse/HORST Bernhard STUDIOHORST

Die promovierte Juristin war Sozialarbeiterin, Familienberaterin und Lehrende. Seit 2015 ist sie Rektorin der FH-Campus Wien – und freut sich über ein überaus erfolgreiches Studienjahr.

 

Das Studienjahr war sehr erfolgreich! Wir konnten unsere Forschungsleistungen markant steigern. Zudem hatten wir mit 1. September 2019 zum ersten Mal über 7.000 Studierende. Die viele Vorarbeit dafür haben die Kollegen im Laufe dieses Jahres geleistet. Dabei geht es mir weniger um eine Zahl im Sinne von Wachstum, sondern darum, dass es über 7.000 Menschen waren, die uns als Hochschule gewählt haben und uns für ihre Aus- und Weiterbildung das Vertrauen schenken. Darauf sind wir sehr stolz, sind uns aber auch der großen Verantwortung bewusst, die wir den Studierenden gegenüber eingehen“, resümiert Dr. Bittner, die sich auch darüber freut, dass auf ihrer FH bereits seit zehn Jahren Ausbildungen im Pflegebereich angeboten werden.

„2008 waren wir die ersten in Österreich und damit Vorreiterin eines entsprechenden Bachelorstudiums der Gesundheits- und Krankenpflege mit Berufsberechtigung. Aufgrund des demografischen Wandels bietet dieses Berufsfeld exzellente Möglichkeiten für unsere Absolventen – sie haben vielfältige Möglichkeiten und sehr gute Aufstiegschancen als Experten der Gesundheits- und Krankenpflege. Auch in der Forschung hat sich dieses Feld an unserer Fachhochschule sehr positiv entwickelt. Heuer haben wir ein Kompetenzzentrum für Angewandte Pflegeforschung eröffnet. Es war schön zu sehen, wie gut sich dieser Bereich entwickelt hat und wieviel für die Gesellschaft relevante Forschung da mittlerweile passiert.“

Die Österreichische Forschungsgemeinschaft soll der Wissenschaftsförderung und der Wissenschaftspolitik neue Impulse geben. Anfang 2019 wurde Katharina Koch-Trappel Generalsekretärin.

 

Getragen von Bund und Ländern, ist es das Ziel der ÖFG, den interdisziplinären und standortübergreifenden Dialog zu wissenschaftlich und gesellschaftlich relevanten Themen zu fördern und entsprechende Forschungen anzuregen, bildungs- und hochschulpolitische Themen fundiert aufzubereiten sowie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beizutragen.

„UnserTätigkeitsbereich umfasst dabei die Förderung des interdisziplinären Dialogs und Austausches zu wissenschaftlich und gesellschaftlich relevanten Themen durch den Wissenschaftstag und spezifische Kolloquia, die Behandlung von bildungs- und wissenschaftspolitischen Fragestellungen in Form von Workshops und die Erstellung entsprechender Positionspapiere dazu. Ein weiteres Tätigkeitsfeld der ÖFG ist das Initiieren von Vernetzung und interdisziplinären Forschungsaktivitäten im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften und die Förderung von jungen Wissenschaftlern durch die Vergabe von Fördermitteln. Hinzu kommt die Auszeichnung hervorragender wissenschaftlicher Leistungen durch den Wissenschaftspreis der ÖFG. Diese Vielfältigkeit alleine macht meine Arbeit als Generalsekretärin sehr spannend. Ein ganz besonderes Highlight war der diesjährige Österreichische Wissenschaftstag. Er setzte sich heuer mit dem Themenkomplex „Wissenschaft und Aberglaube“ auseinander“, sagt die neue Generalsekretärin.

Verleihung des Wissenschaftspreises

Mit dem Geschäftsjahr 2019 ist Koch-Trappel sehr zufrieden: So konnten mit dem Förderprogramm „Internationale Kommunikation“ bisher 225 Jungforscher u.a. dabei unterstützt werden, ihre Forschungsergebnisse auf internationalen Tagungen und Kongressen zu präsentieren sowie kurze Forschungsaufenthalte zu realisieren.

„Mit unseren Druckkostenzuschüssen konnten wir die Drucklegung von 14 wissenschaftlichen Werken unterstützen. Zusammen mit dem wissenschaftlichen Beirat der ÖFG und den Arbeitsgemeinschaften haben wir rund zehn Veranstaltungen organisiert und durchgeführt sowie 574 Gäste begrüßt. Außerdem haben wir zum Positionspaper „Bildung der Zukunft braucht auch ökonomische Forschung“, das auf dem Workshop „Wieviel Ökonomie braucht die Bildung?“ in Baden basierte, eine Reihe positiver Rückmeldungen erhalten.“ 

Das kommende Jahr wird, neben dem nächsten Wissenschaftstag und der Badener Tagung, die sich Studierenden und deren Studienabschluss widmen wird, wieder im Zeichen des Österreichischen Wissenschaftspreises stehen, der von der ÖFG alle zwei Jahre verliehen wird. 

Foto: ÖFG

 

Dipl. Ing. Jaroslava Haid-Jarkova (48) ist seit 1. Jänner General Manager für die Wasch- und Reinigungsmittelsparte Österreich der Henkel CEE.

 

Sie leitet damit sowohl die Marketing-Aktivitäten als auch den Vertrieb von Marken wie Persil, Somat, Silan, Pril, Fewa oder Blue Star. Jaroslava Haid-Jarkova folgt Mag. Georg Grassl nach, der das Geschäft die vergangenen sieben Jahre sehr erfolgreich geführt hat. Henkel ist in Österreich Marktführer im Geschäft für Waschen/Putzen/Reinigen.

Die Absolventin der Wirtschaftsuniversität Prag startete ihre Henkel-Karriere vor 23 Jahren im Marketing im Bereich Wasch-/Reinigungsmittel in der tschechischen Hauptstadt. Nach Job-Stationen beispielsweise als Präsidentin Henkel Tschechien und zuletzt als für das weltweite WC-Hygiene-Business verantwortliche Direktorin in der Konzernzentrale Düsseldorf übernimmt Jaroslava Haid-Jarkova nunmehr als General Manager das Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft von Henkel in Österreich. Im Rahmen ihrer neuen Aufgabe nennt die Henkel-Managerin „weiteres profitables Wachstum“ als Ziel für den von ihr geleiteten Geschäftsbereich: „Wir wollen durch Innovationen Erfolg haben und damit gleichzeitig auch einen Mehrwert für unsere Kunden und Konsumenten erzielen.“ Jaroslava Haid-Jarkova ist mit einem Österreicher verheiratet, Mutter einer Tochter und hat seit 20 Jahren Wien als Lebensmittelpunkt.

Georg Grassl, der in über 30 Jahren bei Henkel in vielen verschiedenen Positionen in Marketing, Vertrieb und Supply Chain, in Spanien, Ungarn, Serbien und zuletzt in Österreich als General Manager tätig war: „Ich freue mich, ein starkes Team, starke Marken und damit ein äußerst starkes Geschäft zu übergeben. Nach so vielen erfolgreichen Jahren bei Henkel im Business, freue ich mich auf neue berufliche Herausforderungen.“

Foto: Henkel

Kerstin Neumayer wird Marketingleiterin der Wiener Traditionsbrauerei Ottakringer. Bis Anfang 2019 war sie Vorstandsvorsitzende der MERKUR Warenhandels AG , davor 20 Jahre Billa Marketingleiterin.

 

Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: "Ich bin davon überzeugt, dass wir mit ihr die Marke Ottakringer auf ein neues Level heben werden. Sie passt perfekt zu uns und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“

Kerstin Neumayer: „Ich freue mich sehr darüber, Teil eines innovativen, österreichischen Traditionsunternehmens zu werden und meine langjährigen Erfahrungen im Bereich Management und Markenführung einbringen zu können. Meine Aufgabe ist es, Ottakringer als Marke für die Menschen erlebbar zu machen. Ich mag das Bier, ich mag die Marke und ich freue mich darauf, die Zukunft maßgeblich mitzugestalten.“

Über die Ottakringer Brauerei: Die Ottakringer Brauerei gibt es seit 1837. Sie ist die letzte große Wiener Brauerei und gleichzeitig eine der letzten großen unabhängigen Brauereien Österreichs. Als mittelständischer Familienbetrieb ist diese Unabhängigkeit besonders wichtig. Markenzeichen sind der kompromisslos hohe Qualitätsanspruch, die reiche Bier-Vielfalt von mehr als 15 verschiedene Biersorten und die urbane Lebensfreude. Die Ottakringer Brauerei beschäftigt rund 180 Mitarbeiter, braut jährlich 490.000 Hektoliter Bier und erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro. Dank der einmaligen Eventlocations am Brauereigelände ist sie auch ein fester und nicht mehr wegzudenkender Teil des Wiener Stadtlebens.

Kerstin Neumayer begann ihre berufliche Laufbahn 1993 bei der Billa AG im Bereich Vertrieb. Bereits ein Jahr später übernahm sie die Leitung des Marketings, im Jahr 2000 wurde ihr die Prokura übertragen. In ihrer Funktion als Marketingleiterin zeichnete sie für die strategische Markenführung, die gesamte Werbekampagne, sämtliche Kundenbindungsprogramme, New Media und E-Commerce verantwortlich. 2014 wechselte sie in den Merkur-Vorstand, 2016 wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden der Merkur Warenhandels AG ernannt und war im Wesentlichen für Strategie, Business Development, Marketing, Einkauf, Category Management, Human Resources und Controlling verantwortlich.

Foto: Rewe

Sie ist seit 2007 Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung von Österreichs E-Wirtschaft. In ABW erklärt Sie, wie Klima- und Energieziele zu erreichen sind.

 

Als Interessenvertretung ist die Arbeit von Oesterreichs Energie stark von den politischen Rahmenbedingungen abhängig. Anfang des Vorjahres wurde als Ziel definiert möglichst gute Rahmenbedingungen für die E-Wirtschaft in einem großen geplanten Gesetzespaket (Anm.: Erneuerbaren Ausbau Gesetz) zu bekommen. Durch Argumente und gut aufbereitete Daten und Fakten. „Dieses Gesetzespaket hätte vor dem Sommer als Begutachtungsentwurf veröffentlicht werden sollen – stattdessen wurde ein Video (Anm.: Ibiza-Video) veröffentlicht – mit bekannten Folgen“, so Dr. Schmidt.  

„Positiv war jedoch, dass das Thema Klimaschutz und Energieversorgung ganz oben auf der politischen Agenda angekommen ist. Noch kein Wahlkampf war so vom notwendigen Umbau des Energiesystems dominiert wie die heurigen Wahlkämpfe zum Europaparlament und der Nationalratswahl.“

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