Ihre Politisierung war ein langsamer, unaufhaltsamer Prozess der stark durch ihre alleinerziehende Mutter geprägt war. 

 

„Wir wohnten im Karl-Marx-Hof, einem in den 1930er Jahren entstanden Gemeindebau im 19. Wiener Bezirk, in welchem meine Mutter als Hausmeisterin tätig war. Für jüngere Leser ist die Rolle der Hausmeisterin möglicherweise schwer vorstellbar, aber neben den klassischen Aufgaben, die dieser Beruf mit sich bringt, war auch die soziale Komponente sehr wichtig. Meine Mutter mit ihrem offenen und herzlichen Wesen war daher Ansprechpartnerin für vielfältige Sorgen und Probleme aus der Nachbarschaft. Durch ihre Handlungen und ihre fürsorgliche Art prägte sie früh meine Vorstellungen von Zusammenhalt, Offenheit und Respekt. Werte, die mich seither begleiten, und Werte, die mich antrieben, zunächst als Schulsprecherin und anschließend Landesschulsprecherin tätig zu werden. Mit dem Start der Tätigkeit als Schulsprecherin erwachte mein politisches Interesse vollends“, erzählt die Soziologin.

Seit November 2020 setzt sie sich in der Wiener Fortschrittskoalition, bestehend aus SPÖ und NEOS, für eine soziale, innovative und nachhaltige Stadt ein, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. „Dabei wollen wir die außergewöhnlich hohe Lebensqualität für alle Wiener langfristig garantieren. Als Digitalisierungssprecherin liegt mein Hauptaugenmerk auf den umfassenden Digitalisierungsschritten, welche wir in Wien bis 2025 umsetzen werden. Von der digitalen Stadtverwaltung, welche den Bürgern die Behördenwege erleichtern soll, bis zu der Etablierung einer digitalen Datenstrategie, haben wir uns einiges vorgenommen.“

Gute und weniger gute Wege

Drei Qualitäten, die Max Weber definiert hat, zeichnen für Barbara Novak einen guten Politiker aus: Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß. Persönlich kann sie diesen Eigenschaften viel abgewinnen – speziell wenn damit der Politikverdrossenheit entgegengewirkt werden soll.

„Ich denke, dass man hierbei stark differenzieren muss. Einerseits gibt es ein vollkommen berechtigtes Misstrauen gegenüber Politikern, welche das Vertrauen der Bevölkerung in der Vergangenheit aufs Spiel gesetzt haben. Andererseits sehe ich in der jetzigen Corona-Pandemie ein großes Vertrauen und einen starken Zuspruch der Wiener Bevölkerung zu dem Weg, den unser Bürgermeister Michael Ludwig eingeschlagen hat. Ich denke daher, dass der Wiener Weg ein gelebtes Beispiel dafür ist, dass sich mit offener und ehrlicher Politik die besten Brücken bauen lassen und genau durch dieses Verantwortungsbewusstsein wird das Vertrauen in die Politik gestärkt“, ist Novak überzeugt.

Gleiches Recht für alle

Was steht bei der Politikerin ganz oben auf der Wunschliste? „Mein politischer Weg führte mich von der Bildungspolitik, über die Gewerkschaftsarbeit bis zu den Digitalisierungs- und Wirtschaftsagenden. Dabei durfte ich viele politische Maßnahmen diskutieren und umsetzen. Ein Überbegriff, welcher mich bei vielen dieser Maßnahmen begleitete, ist die Chancengerechtigkeit, also der gerechte und faire Zugang zu unterschiedlichen Ressourcen. Mein Wunsch ist die Umsetzung der Chancengerechtigkeit. Von gerechten Bildungschancen beim Zugang zu frühkindlicher, Schul-, Erwachsenen- und Hochschuldbildung, über gerechte Chancen zwischen den Geschlechtern, bis zum gerechten Zugang in der Gesundheitspflege."

Fotot: SPÖ Wien / Sibrawa 

Sie kommt aus einem äußerst politischen Elternhaus, daheim wurde regelmäßig am Küchentisch politisiert. Damals wurde ihr Interesse geweckt und die Faszination Politik hat sie bis heute nicht losgelassen. 

 

"Ich möchte nachhaltige Politik für die nächsten Generationen machen, bei der Reformprojekte tatsächlich umgesetzt werden. Wir tun dies in der Steiermark seit vielen Jahren. Inhaltlich stehen die Themen Forschung, Digitalisierung und grüne Transformation im Mittelpunkt meiner Arbeit“, so die Betriebswirtin und Rechtswissenschaftlerin, deren politische Karriere 2004 als Ortsleiterin der Österreichischen Frauenbewegung begann. 

Wachstumskurs ohne weitere Unterbrechung

Wichtig sei es, für die Menschen da zu sein, ihnen zuzuhören und ihre Anliegen ernst zu nehmen. Darüber hinaus gelte es, klare Entscheidungen zu treffen, zu denen man selbst stehen und die man auch erklären könne, so Eibinger-Miedl. Ehrlichkeit und transparentes Agieren würden Politikern Glaubwürdig verleihen.

"Ein weiterer Schlüssel ist aus meiner Sicht, mit den politischen Mitbewerbern einen Umgang zu pflegen, der von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt geprägt ist“, meint die Bundesparteiobmann-Stellvertreterin der ÖVP, die hofft, dass der wirtschaftliche Wachstumskurs, der in den vergangenen Monaten eingeschlagen wurde, fortsetzt werden kann und es zu keinen weiteren massiven Einschränkungen des Lebens durch Corona kommt. 

Foto: Teresa Rothwangl

Endlich wieder die Anker lichten: Die Geschäftsführerin von Brandner Schifffahrt über eine Sommer-Saison in Corona-Zeiten.

 

Bitte beschreiben Sie uns die aktuelle Situation Ihres Unternehmens?

Die BRANDNER Schiffahrt startete ihre diesjährigen Wachauschifffahrten am Pfingstwochenende. Die MS Austria fährt zu Saisonbeginn 2021 einen kompakten Fahrplan mit fünf Fahrtagen, nämlich jeweils Donnerstag bis inklusive Montag mit jeweils zwei unterschiedlich langen Runden: Große Wachaurundfahrt mit 5 ½ Stunden und kleine Wachaurundfahrt mit 2 ¼ Stunden.

Der vorsichtige Start ist der aktuellen Situation geschuldet und der vor allem in der Schifffahrt stimmigen Haltung des „Fahrens auf Sicht”. Die Ausflugsschifffahrt, so wie wir sie leben, gehört zu den durch Corona massiv betroffenen Bereichen. Die diesjährige Schifffahrtssaison ist erneut um nahezu zwei Monate kürzer als übliche Saisonen. Dies stellt natürlich große Herausforderungen an das Ressourcenmanagement eines grundsätzlich saisonal strukturierten Unternehmens.

Sie ist Chief Marketing Officer der APA-Gruppe und Präsidentin der Österreichischen Marketing Gesellschaft (ÖMG). Ein ABW-Gespräch mit Barbara Rauchwarter über die Stimmungslage in der Branche.

 

Welche Businessstrategien verfolgen Sie in diesen herausfordernden Zeiten?

Wir unterstützen unsere Kunden bei ihren Informations- und Kommunikationsaufgaben sowohl inhaltlich als auch technologisch. Und wir treiben die Digitalisierung weiter und bieten entsprechende Lösungen an, wie sonst auch.

Wie gelingt es Ihnen in Corona-Zeiten, Kunden von der Sinnhaftigkeit der APA Lösungen und Produkte zu überzeugen?

Ich glaube, Produkte und Lösungen müssen grundsätzlich sinnvoll für Kundinnen und Kunden sein, eine ihrer Herausforderung lösen, vor allem im B2B-Geschäft. Ansonsten performen sie nicht, unabhängig davon, ob wir eine Pandemie oder sonstige Krisen haben. Insofern gelingt uns das derzeit mit ähnlichen Methoden wie sonst auch. Abgesehen davon, dass die generelle Kundenkommunikation natürlich zum größten Teil digital erfolgt – wie in sehr vielen Bereichen.

Die Niederösterreich Bahnen-Geschäftsführerin Barbara Komarek spricht im ABW-Interview über das Geschäftsjahr 2020, Highlights des Sommers und warum Mut in Zeiten wie diesen besonders wichtig ist.

 

Wir alle sind in sämtlichen Lebensbereichen mit einer völlig neuen und bis März 2020 unvorstellbaren Situation konfrontiert worden“, sagt Barbara Komarek. Rasches, überlegtes und agiles Handeln sei das Gebot der Stunde gewesen – im beruflichen wie im privaten Bereich. Die Managerin weiß: Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in die Werte des Unternehmens und der gesamten Belegschaft ist Garant für das sichere Navigieren in diesen unsicheren Zeiten.

Urlaub in der Region boomte

Die Corona Kurzarbeit habe es dem Unternehmen ermöglicht, das Geschäftsjahr 2020 aus heutiger Sicht und in der Branche – Eisenbahn/Seilbahn/Tourismus – mit einem „blauen Auge“ zu überstehen. Und das, obwohl die Rückgänge schmerzlich waren: „Als kritische Infrastruktur Eisenbahn waren wir auch während des Lockdowns im öffentlichen Verkehr unterwegs. Die Fahrgastrückgänge in den Monaten März bis Mai betrugen in diesem Bereich bis zu 90 Prozent. Bei den touristischen Bahnen war der Saisonstart mit 4. Juli natürlich verspätet und der Totalausfall des Frühjahrs nicht mehr aufzuholen. Mit den Fahrgastzahlen im Sommer und Herbst sind wir angesichts der Platzkontingentierungen in unseren Zügen aber trotzdem zufrieden. Bei den Seilbahnen haben wir im Sommer einen regelrechten Ansturm erlebt: Der Urlaub zuhause in der Region und das Erlebnis vor der eigenen Haustüre waren besonders nachgefragt“, so Komarek

Ihre Schiffe stehen im Hafen, die Mitarbeiter sind im Kurzarbeit-Modus – dennoch muss es weitergehen. Was sie sich von der Zukunft erhofft, erzählt Barbara Brandner im ABW-Interview. 

 

Welche Folgen hat der Lockdown für die Brandner Schifffahrt? 

Der geplante Saisonstart für die BRANDNER Schiffahrt wäre der 4. April 2020 gewesen. Der tatsächliche Saisonstart wird nun der 30. Mai sein – fast zwei Monate später. Wir bieten schwerpunktmäßig tägliche Ausflugsschifffahrt im Weltkulturerbe Wachau an. Ein nennenswerter Teil der Passagiere kommt normalerweise aus Deutschland oder anderen europäischen Ländern sowie aus Nord- und Südamerika und Asien. Eine Schifffahrt durch die Wachau ist ein beliebter Angebotsbestandteil internationaler Reisebüros und österreichischer Incomer.

Aufgrund der Reisebeschränkungen wurden viele internationale Touren storniert und somit ist auch die Schifffahrt „ins Wasser gefallen.“  Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld ist die Charterschifffahrt: Hochzeiten, private Feierlichkeiten, Firmenevents etc. Dieser Bereich ist extrem eingebrochen. Normalerweise sind die Monate Mai bis August „die Hochzeitsmonate“. An vielen Samstagen in diesen Monaten wird an Bord unserer „ms austria princes“s Hochzeit gefeiert und vor der Kulisse Dürnsteins „Ja“ gesagt. Heuer ist es ganz anders. Wir betreiben auch ein kleines, feines Weingut in Rossatz am rechten Ufer der Donau und „Die Flößerei“, ein Restaurant mit Blick auf Dürnstein – vor zwei Jahren fanden dort die ORF-Sommergespräche moderiert von Hans Bürger und Nadja Bernhard statt. Auch hier hat der COVID-19 bedingte Lockdown seine Wirkungen gezeigt.

Barbara Rauchwarter, Chief Marketing Officer der Austria Presse Agentur (APA), im Austrian Business Woman-Talk über Trends, Entwicklungen und die Wichtigkeit von Weiterbildung. 

 

Sie sind seit mehr als 25 Berufsjahren mit der APA verbunden, was hält diese Beziehung frisch?

In 25 Jahre ist das mein vierter Job in der APA, ich komm ja aus der Redaktion, ging dann noch über Produktmanagement und Unternehmenskommunikation. Allein das ist schon sehr abwechslungsreich. Aber hauptsächlich hält die Volatilität der Branche und die innovative Diversifizierung der APA diese Beziehung frisch. Ich liebe, was ich tue, und da wird es weder langweilig noch eingefahren.

Wie geht es der Marketing-Branche, was ist Ihr Eindruck?

Marketer sind permanent gefordert, mit den neuesten Technologien Schritt zu halten, ihre Marktkommunikation an neue Kanäle anzupassen, dem geänderten Verhalten neuer und alter Zielgruppen Rechnung zu tragen. Das Tempo geben die großen Plattformen wie Google, Facebook, Amazon, YouTube und Co vor. War gestern noch die Reichweite das Maß aller Dinge, ist heute das Engagement der scheinbar einzige KPI.

Schlagworte wie Purpose Marketing erscheinen in den Medien wie Schwammerl nach dem Regen. Produkt- und Servicequalität reichen kaum mehr zur Differenzierung, die Frage nach der Haltung eines Unternehmens, nach seinem Trachten, die Welt zum Guten zu verändern, treibt den Konsumenten. Das ist der Status derzeit. Morgen kann das alles Schnee von gestern sein. Und das halte ich für eine der größten Herausforderungen: In der Fülle an Trends, Technologien, Kanälen und Plattformen auf jene zu setzen, die für das eigene Unternehmen relevant sind. Nicht jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf zu treiben, aber trotzdem keine wichtigen Trends verschlafen. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist die Kunst, und für jede Firma ist der Weizen etwas Individuelles.

Seit einem Jahr ist sie Geschäftsführerin der Niederösterreich Bahnen (NÖVOG). Ihre Ziele: Die blau-gelben Bahnen und Sesselbahnen sollen noch attraktiver und kundenorientierter werden. Eine Zwischenbilanz.

 

Das Geschäftsjahr 2019 ist das erste, das ich als Geschäftsführerin der Niederösterreich Bahnen verantworten durfte. Umso größer ist die Freude bei meinem großartigen Team und bei mir, dass wir das fahrgaststärkste Jahr in der zehnjährigen Geschichte der Niederösterreich Bahnen vermelden können. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere über 1,1 Millionen Fahrgäste auf den sechs Bahnen und zwei Sesselbahnen“, sagt Barbara Komarek, für die der öffentliche Verkehr seit jeher ein Herzensthema ist.

„Meine größte Freude war es, zu entdecken, dass ich mit dieser Leidenschaft keineswegs alleine bin. Die große Begeisterung der 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Eisenbahn- und Bergbahnbetrieb ist jeden Tag spürbar und überzeugt auch unsere Kundinnen und Kunden“, so Komarek, die Chefin desgrößten Mobilitätsanbieters für Alltag und Freizeit des Landes Niederösterreich und gleichzeitig das zweitgrößte Eisenbahnunternehmen Österreichs ist.

Komarek: „Das ist Auftrag und Ansporn zugleich. Für uns gilt, stets am Puls der Zeit zu bleiben, neue Märkte zu erschließen und dabei sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner in den Regionen, als auch für unsere Gäste aus nah und fern attraktive, sichere und nachhaltige Angebote im öffentlichen und touristischen Verkehr zu schaffen.“ 

Im Jahr 2020 jährt sich die Übernahme der Bahnen durch das Land Niederösterreich zum zehnten Mal. „Wir begehen dieses Jubiläum mit monatlichen Überraschungen – von nicht alltäglichen Events und Publikationen rund um unsere Bahnen bis zum Sonderpostamt mit Tag der offenen Tür in unserer neuen Zentrale am Alpenbahnhof in St. Pölten. Und für unsere Kunden haben wir neue spannende Erlebnistage im Angebot. Wir haben also viel vor.“  

In den kommenden Jahren will die Bahn-Chefin den erfolgreich eingeschlagenen Weg der Niederösterreich Bahnen gemeinsam mit den engagierten Mitarbeitern vorantreiben und am Puls der Zeit bleiben, entsprechend dem Leitsatz: „Alles was wir tun, tun wir für unsere Kundinnen und Kunden“.  

Zur Person: Mag. Barbara Komarek studierte Handelswissenschaften an der Universität Wien. Von 1994 bis 2018 war sie im Amt der Niederösterreichischen Landesregierung und als Büroleiterin mehrerer Landesräte und von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop tätig. Im Frühjahr 2018 wurde sie Prokuristin der NÖVAG Infrastruktur GmbH, im Oktober Geschäftsführerin.

Foto: Dürr

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Die promovierte Juristin war Sozialarbeiterin, Familienberaterin und Lehrende. Seit 2015 ist sie Rektorin der FH-Campus Wien – und freut sich über ein überaus erfolgreiches Studienjahr.

 

Das Studienjahr war sehr erfolgreich! Wir konnten unsere Forschungsleistungen markant steigern. Zudem hatten wir mit 1. September 2019 zum ersten Mal über 7.000 Studierende. Die viele Vorarbeit dafür haben die Kollegen im Laufe dieses Jahres geleistet. Dabei geht es mir weniger um eine Zahl im Sinne von Wachstum, sondern darum, dass es über 7.000 Menschen waren, die uns als Hochschule gewählt haben und uns für ihre Aus- und Weiterbildung das Vertrauen schenken. Darauf sind wir sehr stolz, sind uns aber auch der großen Verantwortung bewusst, die wir den Studierenden gegenüber eingehen“, resümiert Dr. Bittner, die sich auch darüber freut, dass auf ihrer FH bereits seit zehn Jahren Ausbildungen im Pflegebereich angeboten werden.

„2008 waren wir die ersten in Österreich und damit Vorreiterin eines entsprechenden Bachelorstudiums der Gesundheits- und Krankenpflege mit Berufsberechtigung. Aufgrund des demografischen Wandels bietet dieses Berufsfeld exzellente Möglichkeiten für unsere Absolventen – sie haben vielfältige Möglichkeiten und sehr gute Aufstiegschancen als Experten der Gesundheits- und Krankenpflege. Auch in der Forschung hat sich dieses Feld an unserer Fachhochschule sehr positiv entwickelt. Heuer haben wir ein Kompetenzzentrum für Angewandte Pflegeforschung eröffnet. Es war schön zu sehen, wie gut sich dieser Bereich entwickelt hat und wieviel für die Gesellschaft relevante Forschung da mittlerweile passiert.“

Sie ist seit 2007 Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung von Österreichs E-Wirtschaft. In ABW erklärt Sie, wie Klima- und Energieziele zu erreichen sind.

 

Als Interessenvertretung ist die Arbeit von Oesterreichs Energie stark von den politischen Rahmenbedingungen abhängig. Anfang des Vorjahres wurde als Ziel definiert möglichst gute Rahmenbedingungen für die E-Wirtschaft in einem großen geplanten Gesetzespaket (Anm.: Erneuerbaren Ausbau Gesetz) zu bekommen. Durch Argumente und gut aufbereitete Daten und Fakten. „Dieses Gesetzespaket hätte vor dem Sommer als Begutachtungsentwurf veröffentlicht werden sollen – stattdessen wurde ein Video (Anm.: Ibiza-Video) veröffentlicht – mit bekannten Folgen“, so Dr. Schmidt.  

„Positiv war jedoch, dass das Thema Klimaschutz und Energieversorgung ganz oben auf der politischen Agenda angekommen ist. Noch kein Wahlkampf war so vom notwendigen Umbau des Energiesystems dominiert wie die heurigen Wahlkämpfe zum Europaparlament und der Nationalratswahl.“

Die Brandner Schiffahrt ist ein Familienbetrieb und wurde mit dem Erwerb der MS Austria im Jahre 1995 gegründet. Eine Erfolgsgeschichte.

 

Die Brandner Schiffahrt ist ein Familienbetrieb und wurde mit dem Erwerb der MS Austria im Jahre 1995 gegründet. Davor transportierte man über Generationen Holz und Steine auf riesigen Holzflößen bis Wien und Budapest. Später erwarb man „schwarze“ Schiffe und beförderte Mineralöle und Trockengüter. Ab den 1970er Jahren konzentrierte man sich bis zum Jahr 2012 auf den Wasserbau auf der Donau. Eine Erfolgsgeschichte.

Nach ganz neuen Maßstäben wurde sie 1995 für den Einsatz in der Wachau umgebaut, die MS Austria. Ziel war es, ein völlig neues Gefühl der Ausflugsschifffahrt in der Wachau zu schaffen. Seit 23 Jahren ist die Eigentümergeführte Brandner Schiffahrt nun ein Leitbetrieb in Sachen Personenschifffahrt. Sauberkeit, große Fenster, lichtdurchflutete Innenräume, eine freundliche Crew und vor allem Sicherheit für die Passagiere stehen bei Brandner Schiffahrt an erster Stelle.

Die IT-Unternehmerin ist Tirols Spitzenkandidatin für die EU Wahl. Besondere Anliegen sind ihr Lösungen für die Transitproblematik und die Förderung Europas als Digitalisierungs- und Innovationsmotor.

 

Jeder einzelne der 12 Sterne auf der Europaflagge steht für sie nicht nur für einen Gründungsstaat, sondern für Zusammenhalt und Frieden. Aktuell würden alle über den Brexit reden. Doch dabei dürften nicht die Herausforderungen der Zukunft aus den Augen verloren werden. „Für Tirol ist das sicherlich die Belastung des internationalen Transits.

Jährlich fahren 2,5 Millionen LKWs über den Brenner, aneinandergereiht wäre das ein Stau rund um den Äquator. Die EU forciert die Reduktion des Schwerverkehrs auf der Straße, deshalb setzte ich mich für eine Verlagerung auf die Schiene und die notwendigen Maßnahmen, wie die Zulaufstrecken für den Brennerbasistunnel auf bayrischer und italienischer Seite, ein. In meinem Programm für ein erfolgreiches Europa geht es aber auch um Chancengleichheit, Steuer- und Standortgerechtigkeit, einem starken Binnenmarkt und Investitionen in die digitale Infrastruktur“, sagt die Stellvertreterin von Landeshauptmann Günther Platter.

Die ehemalige Stadt Wien-Marketing-Chefin hat gemeinsam mit Wolfgang Hanreich die Geschäftsführungsagenden der DDSG übernommen.

 

Rund 16 Jahre lang leitete Mag. Barbara Forsthuber die Geschäfte der stadt wien marketing gmbh. 2017 wechselte sie in den Immobilienbranche. Seit 15. Jänner 2019 ist sie mit an Bord der DDSG Blue Danube Schiffahrt GmbH. Gemeinsam mit Wolfgang Hanreich, der bereits seit 2012 am Steuer des Unternehmens steht, führt sie künftig die Geschäfte des Schifffahrtsunternehmens. 

Barbara Forsthuber studierte Publizistik- und Politikwissenschaften und war als freie Journalistin für die Tageszeitung Kurier sowie für die Bild und Arbeiterzeitung tätig. Ab 1995 wirkte sie als Mediensprecherin von Vizebürgermeisterin Grete Laska im Wiener Rathaus und erweiterte ihre Erfahrungen in Werbung und im Eventbereich bei den Agenturen Compress und The Agency.

2002, zunächst für die Agenden Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, in der Folge Prokuristin und Geschäftsführerin – übernahm sie die Agenden in der stadt wien marketing gmbh. Mit Barbara Forsthuber gehört nun ein absoluter Business-Profi, der Großveranstaltungen organisierte und Partner- und Sponsorengelder lukrierte, zum Team der DDSG Blue Danube Schiffahrt GmbH.

Foto: Stadt Wien Marketing

 

Barbara Rauchwarter ist bereits seit 24 Jahren Mitarbeiterin der APA, seit dem Vorjahr Chief Marketing Officer. Ein ABW-Porträt über kreatives Chaos und die Dynamik des Marketings.

 

Barbara Rauchwarters Laufbahn in der APA begann 1994, sie durchlief verschiedene redaktionellen Funktionen, 2004 wurde sie Leiterin Marketing & Kommunikation und übernahm mit 2009 zusätzlich die Rolle der Unternehmenssprecherin seit 2017 ist sie Chief Marketing Officer. Zuvor sammelte sie Berufserfahrung bei diversen Wochenmagazinen und dem ORF.

Rauchwarter ist Mitglied im Vorstand der Österreichischen Marketinggesellschaft und Gastvortragende an der FH Campus02 in Graz. Sie ist Co-Initiatorin der Veranstaltungsreihe „Digital Business Trends“ (DBT), die zu den führenden Networking-Communitys Österreichs gehört. 

Barbara Haas ist seit 2014 Chefredakteurin der Wienerin. Die Top-Blattmacherin ist eine selbstbewusste und moderne Frau – wie die Zielgruppe, die das Lifestyle-Magazin ansprechen will.

 

Ein ABW-Talk über das Business, gewolltes Chaos und Karriere im Journalismus.

Sie sind seit bald vier Jahren CR der Wienerin – was schätzen Sie an Ihrer Tätigkeit? 

Was ich bei der WIENERIN wirklich am meisten schätze, ist mein Team. Es gibt de facto keine cooleren und kreativeren Menschen, als jene, die bei uns arbeiten. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen abgehoben, aber es stimmt. Sowohl inhaltlich, als auch ästhetisch und egal, ob es um ein Geschichten-Brainstorming, ein Event, um große Shootings oder einfach eine witzige Insta-Story geht.

Ich merke hier so viel Engagement, so viel köstliche Ironie und dabei so große Ernsthaftigkeit, dass es mich immer wieder neu überrascht. Also meine Tätigkeit ist deshalb so toll, weil ich diesem Team helfen kann, so zu arbeiten, wie es möchte.  

Austrian Business Woman sprach mit der studierten Juristin über die Zukunft der E-Wirtschaft, Digitalisierung und den Trend E-Mobilität.

 

Sie sind nun seit zehn Jahren Generalsekretärin von Oesterreichs Energie – was sind die größten Veränderungen in dieser Zeit gewesen?

Vor zehn Jahren war die E-Wirtschaft noch damit beschäftigt, sich im liberalisierten Markt neu zu ordnen. Heute sind unterschiedlichste Geschäftsmodelle und Wettbewerb selbstverständlich. Große Veränderungen erleben wir durch die Megatrends Dekarbonisierung, Dezentralisierung und vor allem Digitalisierung. Niemand stellt heute mehr in Frage, dass die Zukunft der Energie erneuerbar sein muss. Zudem haben wir unsere Interessenvertretung modernisiert, aus dem Verband der Elektrizitätsunternehmen wurde Oesterreichs Energie.

Was fasziniert Sie an der E-Wirtschaft?

Die E-Wirtschaft ist eine starke Branche und sie stellt eine der wesentlichen Infrastrukturen dar, ohne Strom geht heute gar nichts und die Bedeutung wird zunehmen. Meine Funktion bietet mir also die Möglichkeit, unser Land ein klein wenig mitzugestalten in Richtung klimafreundliche Energieversorgung und das macht große Freude.

Die international erfahrene Ingenieurin und Managerin wurde von Silicon Austria Labs (SAL) jüngst zur neuen Leiterin der SAL MicroFab in Villach ernannt.

 

Ziel ist es, die Herstellung von Prototypen und die Kleinserienfertigung im Bereich der elektronikbasierten Systeme zu beschleunigen. Wir haben mit der Expertin für Mikroelektronik über ihre neue Aufgabe gesprochen.

Bitte beschreiben Sie uns kurz Ihre neue Tätigkeit.

Gemeinsam mit meinem Team baue ich die SAL MicroFab bei Silicon Austria Labs in Villach auf. Die SAL MicroFab ist mit 1.400 m² der größte Forschungsreinraum in Österreich. Die Anlage ist für 200-mm-Wafer (Anm.: dünne Scheibe aus Halbleiter-Material, meist Silizium, welche als Basis für die Herstellung integrierter Schaltkreise dient) ausgelegt und kann bis zu 25 Wafer in einer Charge verarbeiten.

Im Oktober 2023 haben wir den neuen Anbau eröffnet. Der neue Reinraum wird in den nächsten Jahren mit Geräten ausgestattet, die über den Stand der Technik hinausgehen. Das bedeutet, dass wir unsere Infrastruktur, unser Team und unser Partnernetz kontinuierlich ausbauen werden. 

Was fasziniert Sie an Verfahrenstechnik?

Für mich war die Verfahrenstechnik schon immer das interessanteste Rätsel, das es zu lösen gilt. Verfahrenstechnik bringt die Rädchen im Gehirn zum Laufen, während man gleichzeitig auf dem Boden der Tatsachen bleibt und praktische Lösungen findet. Als Techniker sind wir oft mit der Lösung komplexer Projekte im Zusammenhang mit der effizienten Produktion von Waren und Dienstleistungen betraut.

Dabei kann es sich um die Optimierung bestehender Prozesse oder den Entwurf völlig neuer Systeme handeln – jede Aufgabe ist also mit einzigartigen Herausforderungen verbunden. In der Mikroelektronik und in vielen anderen Bereichen geht es vor allem darum, die Effizienz zu steigern, Abfall zu reduzieren und die Umweltbelastung zu minimieren.

Es ist spannend, kreative Ideen und innovative Ansätze zu entwickeln, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Es ist auch großartig zu sehen, dass unsere Arbeit reale Auswirkungen auf die Gesellschaft hat und die Produkte, die wir verwenden, und die Art und Weise, wie die Industrie arbeitet, direkt beeinflussen kann.

Welche Visionen und langfristigen Ziele haben Sie für die SAL MicroFab?

Mein Hauptziel ist es, in dem, was wir tun, exzellent zu werden. Das gelingt, wenn man ein klares Ziel hat und einen gut durchdachten Plan, wie man dorthin kommt. Mit der SAL MicroFab wollen wir ein One-Stop-Shop für die Industrie werden. Wir wollen schnelles Prototyping, Kleinserienfertigung und nahtlosen Transfer von Prozessen in den industriellen Maßstab ermöglichen.

Das wird auch für Unternehmen nützlich sein, die nicht über die nötige Forschungsinfrastruktur verfügen oder nur eine Kleinserie benötigen. Das können wir bieten. Langfristig wollen wir ein führender Player in der europäischen Halbleiterwelt werden.

Ihr Rat für junge Frauen, die sich für den MINT-Bereich begeistern können?

Ich bin in Israel aufgewachsen und habe dort die Erfahrung gemacht, dass es völlig gleichgültig ist, welches Geschlecht man hat. So bin ich meinen Interessen nachgegangen, ohne zu wissen, dass die Gesellschaft möglicherweise eine andere Agenda hat. Erst viele Jahre später begann ich zu begreifen, dass die Welt anders ist als das, womit ich aufgewachsen bin.

Leider ist das bei vielen jungen Mädchen und Frauen nicht der Fall, und deshalb möchte ich folgenden Rat geben: Innovation funktioniert am besten, wenn Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Interessen und Kenntnissen zusammenkommen. Je vielfältiger ein Team ist, desto besser können wir bahnbrechende Forschung betreiben.

Wenn du dich für die Wissenschaft interessierst, dann beschäftige dich mit verschiedenen Disziplinen und Forschungsbereichen, um herauszufinden, was dich wirklich begeistert. Wenn du Unterstützung brauchst, suche nach erfolgreichen Frauen in der MINT-Branche, die dich inspirieren können. Wenn du für Forschung brennst und die Welt verbessern möchtest -- mit einer Innovation nach der anderen - dann verfolge deinen Traum und lass dich nicht von Stereotypen oder gesellschaftlichen Erwartungen unterkriegen.

Foto: SAL

Astrid Salmhofer, Chief Communications Officer der Wiener Stadtwerke-Gruppe, über den digitale Plattformen, KI und warum Frauen in der Kommunikation selbstbewusster auftreten sollten.

 

Mit der Kampagne „Unser Antrieb. Eure Stadt.“ positionieren die Wiener Stadtwerke ihre Leistungen als unsichtbares Rückgrat des urbanen Alltags. Für Astrid Salmhofer ist klar: „Als Wiener Stadtwerke sorgen wir dafür, dass Wien rund um die Uhr läuft – wir sind der Puls der Stadt. Ob Stromversorgung oder öffentlicher Verkehr, wir garantieren einen reibungslosen Ablauf im Alltag – Tag für Tag, Stunde für Stunde. Genau das drücken wir mit unserem Slogan und dem Symbol des Pulses aus – er steht für unseren Antrieb, unsere Verantwortung und unser tägliches Engagement für Wien.“

Konzernweiter Newsroom und neue Plattform

Digitale Kommunikationsplattformen sieht Salmhofer als strategisches Werkzeug. Nach dem erfolgreichen Newsroom bei Wien Energie wurde auch im Konzern ein ähnliches Modell eingeführt. „Wir haben bei den Wiener Stadtwerken einen Newsroom eingerichtet und gleichzeitig eine neue Public Affairs-Abteilung aufgebaut und konzernweit integriert. So stellen wir sicher, dass aktuelle Themen aus allen Unternehmensbereichen gebündelt und strategisch kommuniziert werden – schnell, transparent und aktuell.“

Mit der Plattform positionen.wienerstadtwerke.at bietet die Unternehmensgruppe zudem Expertinnen und Experten aus den Bereichen Mobilität und Energie eine Bühne: „Wir öffnen den Dialog und geben Stimmen Raum, die die Stadt bewegen.“

 

„Glaubwürdigkeit entsteht durch Offenheit. Wer ehrlich informiert und konsequent dranbleibt, kann verlorenes Vertrauen wieder aufbauen.“

 

Klarheit und Tempo in der Krise

Krisenkommunikation gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen ihres Berufs. Für Salmhofer ist dabei eines zentral: Glaubwürdigkeit. „Krisen sind nicht nur Herausforderungen – sie bieten auch Chancen. Jede Krise bringt erhöhte mediale Aufmerksamkeit mit sich. Umso wichtiger ist es, rasch zu reagieren, den Sachverhalt zu klären, Fakten verständlich aufzubereiten und transparent zu kommunizieren – von Beginn an. Glaubwürdigkeit entsteht durch Offenheit. Wer ehrlich informiert und konsequent dranbleibt, kann verlorenes Vertrauen wieder aufbauen. Wer aktiv zuhört, Fragen ernst nimmt und offen diskutiert, kann gestärkt aus der Krise hervorgehen – und das Vertrauen in die Marke nachhaltig festigen.“

Kommunikation über Konzern-Grenzen hinweg

In ihrer Funktion verantwortet Salmhofer nicht nur die zentrale Kommunikation, sondern auch die strategische Steuerung der Kommunikationsagenden der Tochterunternehmen. Ihr Ansatz: Koordination statt Kontrolle. „Wir haben verschiedene Austauschformate, um uns konzernweit laufend abzustimmen – besonders wichtig ist, im Dialog zu bleiben. Dabei geht es nicht darum, dass der Konzern vorgibt, was zu tun ist. Sondern wir schaffen einen Rahmen, in dem sich alle Konzernunternehmen – wie Wiener Linien, Wien Energie oder Wiener Netze – aktiv einbringen können. Nur wenn Kommunikation integriert gedacht und gelebt wird, kann sie ihre volle Wirkung zeigen.“

 

„Als Wiener Stadtwerke sorgen wir dafür, dass Wien rund um die Uhr läuft.“

 

KI als Chance – von Tonalität bis Übersetzung

Die Integration von Künstlicher Intelligenz schreitet auch in der Kommunikationsarbeit der Wiener Stadtwerke voran. „Wir haben im Februar ein eigenes Competence Center gegründet, das konkrete Use Cases aus den Konzernunternehmen prüft und umsetzt.“ Erste Anwendungen laufen bereits in der Praxis: „In unseren Kommunikationsabteilungen arbeiten wir mit Large Language Models, denen wir die exakte Tonalität unserer Unternehmen antrainiert haben – das erleichtert die tägliche Arbeit enorm.“ Auch in der Pressespiegel-Analyse und im Social-Media-Monitoring soll KI künftig unterstützen. Besonders innovativ: „Im Kundenservice führen wir ein Tool ein, das Fremdsprachen in Echtzeit übersetzt – direkt in der Beratungssituation. Das verbessert nicht nur die Servicequalität, sondern senkt auch die Gesprächsdauer und damit die Kosten.“

Unternehmen als eigene Medienhäuser

Durch ihre Erfahrungen – von der Europäischen Zentralbank bis zur Präsidentschaftskanzlei – hat Salmhofer einen klaren Blick auf kommende Entwicklungen. „Ich sehe einen klaren Trend hin zu unternehmenseigenen Medienhäusern. Jedes Unternehmen braucht heute einen eigenständigen Auftritt mit starken, vielseitigen Kanälen, um faktenbasiert zu kommunizieren und sichtbar zu bleiben – gerade auch im öffentlichen Sektor.“

Doch mit der gestiegenen digitalen Präsenz wächst auch die Herausforderung durch Falschinformationen. „Fake News verbreiten sich besonders auf Social Media rasend schnell. Was früher Qualitätsanspruch war, ist heute oft nur noch Reichweite. Das eröffnet aber auch eine Chance: Klassische Medien und professionelle Kommunikationsabteilungen gewinnen wieder an Bedeutung – durch fundiertes Themen-Setting, faktenbasierte Inhalte und hohe Qualität.“

 

„Trotz aller Fähigkeiten sind viele Frauen zu zurückhaltend, wenn es darum geht, Chancen zu ergreifen.“

 

Frauen in der Kommunikation: „Ein klares JA“

Zum Abschluss gibt Salmhofer einen persönlichen Rat an Frauen, die in der Kommunikationsbranche Karriere machen wollen: „Sich vernetzen, neugierig bleiben und einander stärken – das ist entscheidend. Netzwerke aktiv aufbauen, bewusst pflegen und zum gemeinsamen Vorteil nutzen.“ Frauen hätten oft ein gutes Gespür für ihr Umfeld und eigneten sich neue Kompetenzen rasch an – doch beim Thema Selbstvertrauen sieht sie Nachholbedarf: „Trotz aller Fähigkeiten sind viele Frauen zu zurückhaltend, wenn es darum geht, Chancen zu ergreifen. Die Frage ‚Kann ich das überhaupt?‘ sollte öfter mit einem klaren ‚JA‘ beantwortet werden.“

Foto: Wiener Stadtwerke

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