In Österreich wächst die Enttäuschung vieler Menschen über die politische Arbeit. Sabine Scheffknecht nahm das zum Anlass, politisch tätig zu werden.

 

Der soziale Zusammenhalt und das Gefühl von Gemeinschaft sind für viele Menschen in Österreich geschwächt. Wie planen Sie, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und die gesellschaftliche Spaltung, die durch politische Polarisierung entstanden ist, zu überwinden?

Spaltung entsteht dort, wo das Verständnis und die Empathie für andere Sichtweisen abhandengekommen ist. Im Zuhören nimmt man oft wahr, dass auf beiden Seiten Sorgen und Nöte da sind, die ernst genommen werden müssen. Leider findet dieses Zuhören im alten politischen System zu wenig statt, und es werden Dinge bewusst populistisch formuliert, um Macht zu erhalten oder zu stärken. Ich sehe unsere Aufgabe als Politiker:innen der neuen Generation darin, diese spalterischen Tendenzen aufzuzeigen und ihnen kraftvoll  entgegenzutreten. Mit einem offenen Ohr für alle Menschen, dem Bemühen, verbindend tätig zu sein und mit der Demut, unser Bestes für ein gutes Miteinander zu tun.

Die politische Stabilität in Österreich hat in den letzten Jahren gelitten. Welche Maßnahmen sehen Sie als notwendig an, um langfristige Stabilität und Zusammenarbeit zwischen den politischen Parteien sicherzustellen?

Ein respektvoller, ehrlicher und fairer Umgang miteinander ist das Um und Auf. Die politischen Meinungen dürfen, ja müssen dabei durchaus unterschiedlich sein. Schließlich gilt es, die unterschiedlichsten Interessen der Menschen zu berücksichtigen. Diesen echten Diskurs und das Ringen um Lösungen, die möglichst vielen Menschen nutzen und vor allem den Blick auf die nächste Generation richten, würde ich mir verstärkt wünschen.

Welche konkreten Schritte werden Sie, in Anbetracht der anhaltenden Enttäuschung vieler Bürgerinnen und Bürger über die politische Arbeit in Österreich, unternehmen, um das Vertrauen der Bevölkerung wiederherzustellen und die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern zu verbessern?

Genau aus dieser Enttäuschung heraus wurde NEOS vor 10 Jahren gegründet und habe ich mich entschieden, politisch tätig zu werden. Ich bin überzeugt davon, dass das alte politische System des Machterhalts ausgedient hat. Es ist gut, dass in den letzten Jahren immer mehr sichtbar wurde, wo Macht missbraucht und Eigeninteressen in den Vordergrund gestellt wurden. Dieser Enttäuschung - also dem „Ende der Täuschung“ - liegt eine echte Chance inne. Die Chance, dass Menschen in die Politik kommen, die eine andere Art von Politik machen wollen. Ehrlich, respektvoll im Umgang mit allen Menschen und mit dem Wunsch, die Weichen für die Zukunft unserer Kinder richtig zu stellen. Wir setzen uns ein für:

  1. Absolute Transparenz – Wie sagt man so schön: Sonnenlicht ist das beste Desinfektionsmittel! 
  2. Mehr direkte Demokratie – Die Menschen müssen vermehrt in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
  3. Lernen mit- und voneinander – Zuhören und von der Expertise vieler Menschen zu lernen, ist ebenso wichtig, wie neue Wege der Vielfalt zu gehen. Lehren wir unser Kinder Kreativität, Offenheit und eigenständiges Denken. 
  4. Selbstreflexion – Wir haben hohe Ansprüche an andere. Werden wir dem selbst auch gerecht? Wir ringen jeden Tag darum, besser zu werden.

Die Klimakrise stellt eine große Herausforderung für Österreich dar. Wie beabsichtigen Sie, umweltfreundliche und nachhaltige Lösungen zu fördern, um den ökologischen Fußabdruck in Österreich zu verringern und den Klimaschutz-Zielen gerecht zu werden? 

Im Klimaschutz gilt, wir können uns das ewige Herumdiskutieren nicht mehr leisten. Es gilt jetzt sofort das richtige zu tun. Kurzfristig mit massiven Investitionen in erneuerbare Energien und – wie ich persönlich finde - Tempo 100 auf den Autobahnen. Aber auch in einem Miteinander von Umwelt und Wirtschaft. Ohne technologische Innovationen wird die Klimawende nicht gelingen. Ohne die ehrliche Bepreisung von Umweltverschmutzung auch nicht. Wir haben bereits vor Jahren ein richtungsweisendes Konzept für eine echte CO2-Steuer vorgelegt. Man muss es nur umsetzen. Gleiches gilt für das Thema Bodenverbrauch. Höher und dichter zu bauen, darf nicht ein Lippenbekenntnis bleiben. Wir brauchen den Erhalt der Grünflächen wie die Luft zum Atmen.

Angesichts der wachsenden sozioökonomischen Ungleichheit in Österreich – welche politischen Strategien verfolgen Sie, um die Verteilung von Wohlstand und Chancen fairer zu gestalten und insbesondere benachteiligte Gruppen zu unterstützen? 

Ein starkes soziales Netz, das Menschen auffängt, die in Not sind, ist für uns ein absolutes Muss. Wir dürfen aber auch die Menschen nicht vergessen, die täglich hart arbeiten, um sich und ihren Kindern ein gutes Leben ermöglichen zu können. Sie haben angesichts der massiven Teuerung Zukunftsängste. Das darf nicht sein. Arbeiten muss sich jedenfalls lohnen. Die Steuern und Abgaben auf Arbeit in Österreich sind viel zu hoch und müssen runter – diese Maßnahmen würden sich vor allem positiv auf die Mittelschicht auswirken, die dringend entlastet gehört. Ein weiterer, wesentlicher Stellhebel ist eine qualitätvolle, kostenfreie und flexible Kinderbetreuung. Nur so kann gewährleistet werden, dass Familien – vor allem die Frauen – eine echte Wahlfreiheit haben und in dem Ausmaß erwerbstätig sein können, wie sie es möchten oder brauchen, um glücklich und gut abgesichert leben zu können.

Foto: NEOS

Sie kommt aus dem Bankenbereich, seit Dezember des Vorjahres ist sie Finanzvorständin der ERGO Versicherung. Was die Quereinsteigerin dieses Jahr geplant hat und wie sie die Branche beurteilt, lesen Sie hier. 

 

Seit mehr als einem halben Jahr sind Sie Finanzvorständin der ERGO – was schätzen Sie besonders an Ihrer Tätigkeit?

Am meisten schätze ich den Zusammenhalt innerhalb der Teams sowie die gemeinsame Erarbeitung neuer Standards und Projekte über Bereichs- und Ressortgrenzen hinweg. Die Dynamik unseres Umfelds verlangt eine permanente Weiterentwicklung und Gestaltung, und ich freue mich, Teams und KollegInnen zu haben, denen diese Herausforderung genau so große Freude bereitet wie mir.

Welche Bereiche der Versicherungsbranche haben sich in den letzten Jahren am stärksten verändert?

Die Versicherungswirtschaft ist in den letzten Jahren digitaler und transparenter geworden. Beides mit dem Ziel, effizienter und kundenfreundlicher zu werden. Immer mehr Versicherungsunternehmen setzen auf Automatisierung und Digitalisierung ihrer Prozesse und bieten ihren Kunden beispielsweise die Möglichkeit, Versicherungen online abzuschließen oder Schadenmeldungen über eine App abzugeben. Auch die Nutzung von KI und Datenanalyse u.a. zur Risikoeinschätzung, zur Preisgestaltung und Schadenprävention ist zu einem allgegenwertigen Trend in unserer Branche geworden.

Außerdem ist das regulatorische Umfeld in Europa und damit auch in Österreich deutlich herausfordernder geworden. Dazu gehören im Bereich ESG beispielsweise die 2021 in Kraft getretene Offenlegungsverordnung und die darauf aufbauende bzw. daran anschließende Taxonomie-Verordnung, welche von der Produktentwicklung und der Veranlagung über das Reporting und den Informationspflichten weitreichende Auswirkungen auf unser Geschäft hat und haben wird.

Was sind die spezifischen Herausforderungen, die Sie in Ihrer Position als Versicherungsmanagerin sehen?

Unmittelbar sehe ich für den Finanzbereich der Versicherungsbranche definitiv die Umsetzung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 17 / 9 als größte Herausforderung im aktuellen Wirtschaftsjahr. Die Art und Weise, mit der wir in diesem Jahr unsere Ergebnisse berichten, hat sich grundlegend geändert mit dem Ziel, für mehr Information zu sorgen und Transparenz zu schaffen. 

Mittelfristig steht die gesamte Finanzbranche vor der großen Aufgabe, schlanker und digitaler zu werden, und ihr Produktangebot und -ausgestaltung im globalen Wettbewerb und unter steigender Regulatorik relevant, nachhaltig und weiterhin uneingeschränkt verlässlich weiterzuentwickeln. Als Arbeitgeber attraktiv zu sein, um für diese Mammutaufgabe die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Team zu holen bzw. sie zu halten, wird für den Erfolg entscheidend sein.

Wie gehen Sie als Managerin mit der zunehmenden Digitalisierung (Stichwort KI) um? Welche Auswirkungen wird diese auf die Branche haben?

Die ERGO Gruppe hat das Ziel, bis 2025 digital führend in der Versicherungsbranche zu sein – sowohl in Deutschland als auch in den internationalen Kernmärkten wie beispielsweise Österreich. Dafür arbeiten wir alle gemeinsam bereits heute mit Hochdruck an der Entwicklung und Implementierung neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz, Robotics oder Process Mining.

Der kontrollierte Einsatz entlang aller Standards zur diskriminierungsfreien Verwendung, zur Transparenz und dem Datenschutz sind dabei die Basis für den Einsatz und die Nutzung sämtlicher Technologien. Die Sicherstellung dessen steht auch für den Regulator im Fokus. 

Wir sehen, dass Automatisierung und Digitalisierung nicht notwendiger Weise abnehmende „menschliche“ Begleitung in der Konzeption, Umsetzung, Wartung, Kontrolle und Weiterentwicklung benötigt. Das erforderliche Skillset sowohl der Fachkräfte als auch des Managements haben sich dahingehend jedoch verändert. In der Zusammensetzung der Teams muss sich das zukünftig widerspiegeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Entscheidend ist, die Kolleginnen und Kollegen auf diesen Weg mitzunehmen, sie am Prozess zu beteiligen und mit den entsprechenden Ressourcen auszustatten, um sicherzustellen, dass Neuem und Unbekanntem selbstbewusst begegnet werden kann.

Welche Art von Versicherungsprodukten wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen?

Nachhaltigkeit ist wie bereits erwähnt das große Thema, auch in der Produktentwicklung. Nicht nur aufgrund der zunehmenden Regulatorik in diesem Bereich, sondern insbesondere auch aufgrund der steigenden Erwartungshaltung unserer Kundinnen und Kunden werden nachhaltige Versicherungsprodukte – egal ob in der Lebensversicherung oder der Schaden- und Unfallversicherung – stark an Bedeutung gewinnen.

Wie ernst wir das Thema in der ERGO nehmen, beweist die Tatsache, dass Nachhaltigkeit bereits seit längerer Zeit fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie #Drivefor2025 ist. Dazu gehört auch, bei unserem eigenen Verhalten mit gutem Beispiel voranzugehen. Wir haben deshalb bereits begonnen, die Dienstwagenflotte der ERGO auf E-Autos umzustellen und im ERGO Center 28 Elektroladestellen implementiert.

In der Lebensversicherung kennzeichnen wir Fonds mit besonderer Nachhaltigkeitsausrichtung mit dem ERGO Responsibility Rating. Eine Veranlagung in bis zu 100% nachhaltiger Fonds ist somit möglich.

Bei unserer KFZ-Versicherung „MobilER GO!“ können interessierte Kunden in der Kasko-Versicherung ein Elektro Plus Paket miteinschließen. Dieser Baustein enthält sinnvolle Leistungen speziell für Autos mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid Antrieb. Ob Abschleppen zur nächsten Ladestation, Akku entsorgen oder Diebstahl des Ladekabels, wir springen ein.

Bei unserer Haushalt- und Eigenheimversicherung ERGO fürs Wohnen bieten wir einen Zusatzbaustein einer Versicherung der Photovoltaikanlage an. Kunden können sich so gegen Ungeschicklichkeit, Materialfehler oder Verlust der Kühlflüssigkeit versichern. 

Bitte beschreiben Sie uns kurz Ihren Führungsstil?

Respekt, Leistung und Freude an der Zusammenarbeit stehen für mich an oberster Stelle. Jede Aufgabe und Zielsetzung, die ich an meine Teams stelle, bauen darauf auf. Wichtig ist mir auch, das Potenzial in jedem Menschen zu sehen, zu fordern und zu fördern. Die große Kunst in der Führung liegt meiner Meinung nach darin, sich an Bedürfnisse und Situationen anpassen zu können.

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg bedeutet für mich das Verfolgen und im besten Fall Erreichen beruflicher Ziele und die Verantwortung, die damit einhergeht, wahrzunehmen. Erfolg ist allerdings kein Maß für Zufriedenheit oder Glück, zu diesem gibt es viele erstrebenswerte Wege, die nicht nur in der beruflichen Verwirklichung zu finden sind.

Welchen Rat würden Sie Frauen geben, die in der Versicherungsbranche Karriere machen wollen?

Meine persönliche Empfehlung für die berufliche Weiterentwicklung ist, den Mut zu haben, ins kalte Wasser zu springen und aktiv Entwicklungsmöglichkeiten zu verfolgen und einzufordern. Steigern Sie Ihre Visibilität im Unternehmen und die Fähigkeit, das "big picture" zu sehen, indem Sie insbesondere bei strategischen Projekten aufzeigen und proaktiv Verantwortung übernehmen. Sich selbst auf diesem Weg treu zu bleiben, ist dabei entscheidend.

Um im Wettbewerb der Talente relevant zu bleiben, haben meiner Meinung nach auch Arbeitgeber eine klare Positionierung und Verantwortung wahrzunehmen. Als Teil der ERGO Gruppe setzen wir uns gleichermaßen für die Gleichberechtigung von Frauen im Berufsleben und für mehr Vielfalt ein, aus Überzeugung von der Stärke und Innovationskraft diverser Teams. Wir investieren in Karriere- und Mentoringprogramme, Weiterbildungen und Netzwerke, um optimale Rahmenbedingungen für Frauen in allen Lebensphasen zu schaffen. 

Ihre beruflichen Ziele für dieses Jahr?

Mein Ziel ist es immer, mit größtmöglichem Engagement und Einsatz die besten Ergebnisse für mein Unternehmen und meine Kolleginnen und Kollegen zu erreichen. Als Quereinsteigerin in die Versicherungsbranche ist es für mich ein Jahr der ersten Male, weshalb ich jeder Aufgabe und Fragestellung mit großer Sorgfalt und Dankbarkeit für die Unterstützung meines Teams bei deren Bewältigung gegenüberstehe. 

Gleichzeitig möchte ich zeigen, was alles möglich ist, wenn man nur will und den nötigen Ehrgeiz und Lernwillen mitbringt – ob als Quereinsteigerin, junge Frau oder „frischgebackene“ Mutter – die nötige Unterstützung aus dem Team und dem privaten Umfeld immer vorausgesetzt.

Foto: Caroline Ströck

Ihr Leitspruch in der Politik: Man muss sich selbst immer treu bleiben und das ansprechen, was ist, dann wird man auch als glaubwürdig wahrgenommen.

 

Welche konkreten Schritte werden Sie, in Anbetracht der anhaltenden Enttäuschung vieler Bürgerinnen und Bürger über die politische Arbeit in Österreich, unternehmen, um das Vertrauen der Bevölkerung wiederherzustellen und die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern zu verbessern?

Man muss sich selbst immer treu bleiben und das ansprechen was ist, dann wird man auch als glaubwürdig wahrgenommen. Die populistische Politik der letzten Jahre seit Schwarzblau hat unserem Land nicht gutgetan und mit den unzähligen Skandalen dem Ansehen der Politik insgesamt geschadet. Vor allem die ÖVP ist gefordert dies aufzuarbeiten, doch ich sehe leider eher ein Zurück zu diese Politikform, als dass Lehren daraus gezogen würden.

Die politische Stabilität in Österreich hat in den letzten Jahren gelitten. Welche Maßnahmen sehen Sie als notwendig an, um langfristige Stabilität und Zusammenarbeit zwischen den politischen Parteien sicherzustellen?

Eine schonungslose Aufarbeitung dieser Gefälligkeits- und Günstlingspolitik, die ab Sebastian Kurz‘ Kanzlerschaft voll eingerissen ist, ist eine Grundvoraussetzung. Die Justiz muss frei und ohne Druck arbeiten können und es braucht als Lehre daraus noch strengere Transparenz-, Unvereinbarkeits- und Anti-Korruptionsregeln. Das Anfüttern von Medien mit Steuergeld untergräbt und gefährdet die demokratische Willensbildung. Der vielleicht sehr österreichische Weg des Weiterwurstelns kann den enormen Vertrauensverlust der Politik in der Bevölkerung jedenfalls nicht kitten, sondern nur Rechtschaffenheit der politisch Handelnden und Transparenz über ihr Tun. 

Der soziale Zusammenhalt und das Gefühl von Gemeinschaft sind für viele Menschen in Österreich geschwächt. Wie planen Sie, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und die gesellschaftliche Spaltung, die durch politische Polarisierung entstanden ist, zu überwinden?

Hier sind in erster Linie jene gefordert, die diese Spaltung durch ihre Politik heraufbeschworen haben. Die ÖVP täte gut daran wieder mehr das Wohl der Gesamtgesellschaft im Blick zu haben denn eigene Macht- und Klientelinteressen und dem Populismus eine Absage zu erteilen. Bei der FPÖ wiederum mache ich mir da keine Hoffnungen, denn diese lebt unter Kickl mehr denn je davon, die Menschen auseinanderzudividieren.

Als SPÖ stehen wir auch aus der Opposition heraus für eine Politik des sozialen Ausgleichs die niemanden zurücklässt. Die Inflation hat bis in die Mittelschichten hinein die Menschen unter enormen finanziellen Druck gebracht. Anstelle von Einmalzahlungen hätte es bei Energie und Mieten Preisbremsen gebraucht, die auch die Inflation absenken und nachhaltig wirken.  

Die Klimakrise stellt eine große Herausforderung für Österreich dar. Wie beabsichtigen Sie, umweltfreundliche und nachhaltige Lösungen zu fördern, um den ökologischen Fußabdruck in Österreich zu verringern und den Klimaschutz-Zielen gerecht zu werden?

Österreich steht hier vor einer Jahrhundertaufgabe. Diese Transparenz muss sozial ausgewogen und gestaltet werden und darf nicht jene noch mehr belasten die ohnehin wenig Einkommen und kaum Vermögen haben. Der Ausbau sämtlicher erneuerbarer Energiequellen und dadurch der Ersatz fossiler Treibstoffe ist die übergeordnete Aufgabe weltweit.

Auf Landesebene wurde ein schwarz-blaues Klimapapier im Hinterzimmer gebastelt, ohne Sozialpartner und NGOs einzubinden, also ohne einen gesellschaftlichen Konsens. Es ist eine reine Auflistung möglicher Ansatzpunkte die längst bekannt sind aber kein Umsetzungsfahrplan. Für mich ist Wasserstoff der zentrale Werkstoff, denn er ermöglicht eine saubere Industrieproduktion und hält so Jobs und Lebensstandard im Land. Deshalb muss der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur für das Industriebundesland OÖ ganz oben stehen.

Angesichts der wachsenden sozioökonomischen Ungleichheit in Österreich – welche politischen Strategien verfolgen Sie, um die Verteilung von Wohlstand und Chancen fairer zu gestalten und insbesondere benachteiligte Gruppen zu unterstützen?

Die fleißig arbeitenden Menschen dürfen nicht über Lohn- Einkommen- und Mehrwertsteuer die Hauptlast tragen, während sich etwa internationale Konzerne mit Steuerschlupflöchern nach wie vor davonstehlen, ihre Gewinne mitnehmen und so fairen Wettbewerb verhindern. Auch bei Großvermögen und hohen Erbschaften darf eine Besteuerung erst recht im Sinne des Leistungsgedankens kein Tabu sein. Dafür sollten Arbeitseinkommen entlastet werden. Teilzeitkräfte mit Steuernachteilen zu Vollzeit zu zwingen ist falsch, denn es belastet strukturell benachteiligte Gruppen wie Alleinerzieher:innen und Menschen die sich etwa um Angehörige kümmern und so wichtige Care-Arbeit leisten, zusätzlich.

Foto: Peter Kollroß

Im April 2022 übernahm sie die neu geschaffene Position Chief Sales Officer des Süßwarenunternehmens Josef Manner. Im ABW-Interview blickt sie auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

 

Sie sind seit April 2022 Manner CSO. Wie lautet Ihr bisheriges Resümee? 

Für den nationalen und internationalen Vertrieb bei einem so bekannten und vor allem beliebten Unternehmen wie Manner zu sein, macht mich sehr stolz und spornt mich jeden Tag an mein Bestes zu geben. Mit unseren Marktanteilen sind wir mehr als zufrieden, allerdings schlagen sich diese aufgrund der aktuellen Kostenstruktur nicht unbedingt im Gewinn nieder. 

Was fasziniert Sie an Ihrer Tätigkeit?  

Mit meinem herausragenden Vertriebsteam – auch gerade in herausfordernden Zeiten – am Erfolg von Traditionsmarken wie Manner, Casali, Napoli, Ildefonso oder Victor Schmidt aktiv mitzuarbeiten ist großartig. Mit diesen Marken auch im Vertrieb den Brückenschlag Tradition und Moderne zu schaffen ist für mich eine der wichtigsten Tätigkeiten. 

Welche Herausforderungen haben für Sie dieses Jahr Priorität? 

Unsere Marken im In- und Ausland – von den Klassikern bis zu den Innovationen – noch besser zu positionieren und weiterhin zu wachsen hat oberste Priorität. Gerade im Export, vor allem im wichtigsten Exportland Deutschland, sehe ich enormes Potenzial für Manner. Aber auch in Österreich gilt es im Handel die Nr. 1 Position im Waffelmarkt zu verteidigen und abseits dieses Kanals für Konsumenten neue Erlebnis-Orte für Manner zu finden, wie etwa in unseren neuen Pop-Up Stores oder am Christkindlmarkt am Rathausplatz. 

Ihre Wünsche und Ziele für 2023? 

Mein persönlicher Wunsch ist sicherlich Frieden und Unabhängigkeit für die Ukraine. Es ist schrecklich, was in diesem Land passiert. Beruflich – und das hängt auch mit dem Kriegsausbruch vom 24. Februar 2022 zusammen – wünsche ich mir eine Kehrtwende bei den enormen Preisen, denen Manner am Rohstoff-, Verpackungs-, Transport- und Energiemarkt gegenübersteht. 

Foto: Manner/Noll

Warum in Europa mehr Halbleiter und Mikrochips hergestellt werden müssen und wie Frauenförderung funktionieren kann, weiß die Vorstandsvorsitzende von Infineon Technologies Austria.

 

Was macht den Erfolg von Infineon aus?

Mit unseren Energiesparchips bieten wir essenziellen Bausteine für eine klimaneutrale und digitalisierte Welt.Erneuerbare Energien wie Wind- oder Solarstrom, die Elektromobilität, Rechenzentren und die zunehmende Bedeutung der Sicherheit in einer vernetzten Welt – all diese Themen brauchen Halbleiter. Die hohe Nachfrage unterstreicht den strategischen Wert einer regionalen Produktion wie unserer in Villach. Gleichzeitig setzen wir kontinuierlich auf Forschung und Entwicklung sowie die neuen Halbleitermaterialien Siliziumkarbid und Galliumnitrid. Sie können Energie noch effizienter wandeln und bringen einen weiteren Schub an Energieeffizienz und CO2-Einsparung. Eines hat sich bestätigt: Infineon ist strategisch gut aufgestellt und bietet Lösungen für eine nachhaltige Zukunft.

Frauenförderung ist ein wichtiges Thema für Infineon. Was tut das Unternehmen in diesem Bereich?

Diversität ist ein unbestrittener Erfolgsfaktor, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Frauen sind heute so gut ausgebildet wie nie zuvor. Es braucht daher entsprechende Rahmenbedingungen und Angebote. Wir bieten sie. Zum interessanten Job mit vielen Karrieremöglichkeiten sind bei uns Chancengleichheit, flexible Arbeitszeiten, Aus- und Weiterbildungen auch online, Homeoffice und Teilzeit-Möglichkeiten, Kinderbetreuung genauso selbstverständlich wie Gesundheitsförderprogramme und die Unterstützung bei der Ansiedelung. Es geht uns aber auch um das Aktivieren und Begeistern für Technik. Das tun wir beim „Girls Day“ für junge Mädchen bis hin zum „Frauen-Förderpreis für Digitalisierung und Innovation“. Wir haben ihn 2022 erstmalig gemeinsam mit dem ORF gestartet, um die Leistungen von Frauen aus unterschiedlichsten MINT Anwendungsbereichen vor den Vorhang zu holen. Die Resonanz war sehr groß und zeigt das Potenzial von Frauen in der Technik. 

Viele Mikrochips kommen aus dem asiatischen Raum, entsprechend groß ist die Abhängigkeit von den Herstellern. Wie kann diese einseitige Abhängigkeit abgebaut werden?

Halbleiter und Mikrochips sind strategische Schlüsseltechnologien für viele Anwendungen und Industrien. Mit dem Chips Act hat Europa die Chance, souveräner und handlungsfähiger zu werden. Europa befindet sich in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht in einem globalen Wettbewerb. Der Chips-Act ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um in Europa ein Halbleiterökosystem auf globalem Spitzenniveau zu schaffen und einseitige Abhängigkeiten abzubauen. Jetzt gilt es, rasch umzusetzen. Die USA investieren 52 Milliarden Dollar, China 150 Milliarden Euro. Und Europa 43 Milliarden.

Ein Großteil soll aus nationalen Mitteln kommen, was besonders für kleine EU Mitgliedsländer schwierig ist. Umso wichtiger es, dass die Mitgliedsländer nicht nur im Eigeninteresse agieren. Bei den inhaltlichen Schwerpunkten braucht es die Förderung der gesamten Innovationskette, von der Forschung über das Chipdesign, Software, Produktion als auch die europäischen Abnehmermärkte. Europa ist dann erfolgreich, wenn wir auf Innovation, Forschung und Technologie setzen. Und es braucht die nötigen Fachkräfte.  

Ihre Wünsche für 2023?

Dass wir den Klimawandel, die Energiewende und die Veränderung unserer Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit aktiv angehen. Ich wünsche mir, dass wir als Einzelne und noch viel mehr als Gesellschaft wieder die Zuversicht entwickeln und stärken, die Aufgaben unserer Zeit gut bewältigen zu können. Es geht mir um die „Can do“ Haltung als Gegenbewegung zu der weitverbreiteten negativen Sicht auf die Welt. Wir hatten noch nie so viel Wissen und technologisches Know-how wie heute. Technologie und Innovation leisten ganz zentrale Beiträge. Wir können auch diese große Aufgabe gut lösen, wenn wir sie gemeinsam und fokussiert angehen. Bei Infineon geben wir täglich ein Beispiel dafür, mit unseren Produkten, Technologien und unserem Verhalten, mit dem wir zu einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft beitragen. Es geht also um das konkrete positive Tun.

Foto: Infineon Austria

Was dieses Jahr im Bereich der Vermarktung geplant ist, erzählt Sabine Toifl, Marketing-Expertin bei der Wiener Städtischen Versicherung, im ABW-Interview.

 

Zwei Pandemiejahre haben zahlreiche Branchen hart getroffen und für viel Verunsicherung gesorgt – welche Versicherungssparten zählen zu den Krisengewinnern?

Die Pandemie hat vielen Menschen vor Augen geführt, wie schnell sich das Leben verändern kann, und sie für Vorsorge und Prävention sensibilisiert. Die Nachfrage nach einer privaten Gesundheitsvorsorge steigt seit Krisenbeginn besonders stark – ihr kommen wir mit flexiblen und innovativen Services und Produktlösungen für jeden Geldbeutel nach.

Digital, TV, Hörfunk, Print – über welche Kanäle erfolgen heuer vorrangig die Vermarktungsschwerpunkte der Wiener Städtischen Versicherung?

Heute stehen weniger einzelne Medien im Vordergrund, sondern große, crossmediale Plattform-Gedanken. So können wir einzelne Elemente im Rahmen einer integrierten Kampagne zu einem großen, stimmigen Ganzen verzahnen.

Wird die einprägsame Imagekampagne #einesorgeweniger auch 2022 fortgesetzt? In welcher Form?

#einesorgeweniger ist ein gutes Beispiel für die genannte Plattform. Wir wollen auf diesem starken Gedanken definitiv aufbauen und befinden uns aktuell in intensiven Vorbereitungen unseres nächsten Auftritts. Man darf gespannt sein! 

Welche Versicherungsbereiche stehen dieses Jahr im Fokus der Vermarktung?

2022 rückt die Wiener Städtische die Frauenvorsorge in den Fokus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Alters- und Gesundheitsvorsorge, da Frauen in diesen Bereichen den größten Vorsorgebedarf haben. Unter der Dachmarke Women’s Selection schaffen wir Bewusstsein für private Vorsorge und bieten unterschiedliche Lösungen im Service- und Produktbereich, die sich speziell an Frauen richten. Denn damit sie auch im Alter einen gesunden und finanziell abgesicherten Lebensstil genießen können, gibt es nur einen Weg: #frausorgtvor!

Im Vorjahr wurden Sie als Finance Marketer of the year ausgezeichnet – bitte verraten Sie unseren Leserinnen Ihr Erfolgsrezept für gelungene Werbung?

Ich fürchte, das absolute Erfolgsrezept ist noch nicht erfunden worden. Aber gerade das macht die Aufgabe auch so spannend. Man muss ständig am Puls der Zeit bleiben und sich in die Menschen hineinversetzen: Welche Sorgen beschäftigen sie? Wie können wir uns als Lebenspartner auf Augenhöhe positionieren? All diese Gedanken fließen zusammen und münden am Ende in eine Kampagnenidee.

Foto: Ulrich Zinell

Im Juli des Vorjahres hat sie die Geschäftsführung des Fachverbandes Metalltechnische Industrie (FMTI) übernommen. ABW im Gespräch mit der Juristin.

 

Der FMTI zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich. Die 1200 Mitgliedsunternehmen sind überwiegend mittelständisch strukturiert und kommen aus ganz unterschiedlichen Industriezweigen: Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren, Gießerei – und genauso vielfältig sind auch ihre Bedürfnisse.

„Meine Aufgabe ist es, gemeinsam mit meinem großartigen Team unsere Mitgliedsunternehmen bestmöglich darin zu unterstützen, am und vom Standort Österreich aus erfolgreich zu sein. Dazu gehören die richtigen Rahmenbedingungen in den verschiedensten Politikbereichen, z.B. Arbeitsmarkt, Aus- und Weiterbildung, Forschung/Entwicklung/Digitalisierung oder das Megathema Umwelt- und Energie. Hier gemeinsam Ziele und Initiativen zu entwickeln und koordiniert umzusetzen, ist eine meiner Hauptaufgaben – und auch die, die mir mit am meisten Spaß macht“, sagt Sabine Hesse.

Besonders reizt sie das Potential, das in diesem Job steckt. Die Vielfalt der Themenbereiche, in denen etwas bewegt werden kann. Die Möglichkeit, gemeinsam Neues zu schaffen - mit ganz unterschiedlichen Menschen. „85 Prozent unserer Mitglieder sind Familienunternehmen, die seit Generationen in den Regionen verwurzelt sind. Und gleichzeitig sind viele von ihnen Weltmarktführer in einem der High Tech Bereiche der Industrie. Das sind absolut beeindruckende Persönlichkeiten. Mit diesen an (Zukunfts-)Themen zu arbeiten, das macht einfach Spaß“, so die Juristin. 

Raum für Ideen

Österreich müsse als Industriestandort erhalten und gestärkt werden, davon ist Hesse überzeugt. Eine starke Industrie schaffe Wohlstand und Sicherheit – und sie habe die technologischen Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft. Wer, wenn nicht die Industrie, solle so – im wahrsten Sinne des Wortes - brennende Themen wie die Energie- und Klimapolitik wirklich umsetzen?

„Ziele festsetzen ist das eine, sie umzusetzen ist die wirkliche Mammutaufgabe. Dafür braucht es technologische Lösungen und dafür brauchen wir die besten Leute, kreative Köpfe jeden Alters, die uns helfen, das umzusetzen. Wir brauchen Raum für Ideen, gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte und politische Rahmenbedingungen, die es uns erlauben, die genannten Potentiale voll auszuschöpfen“, sagt die Geschäftsführern, die sich für das kommende Jahr vor allem eines wünscht: Eine epidemiologische Situation, die keine mehr ist.  

Foto: FMTI

Rekordergebnisse trotz Pandemie, innovative Energiespar-Konzepte und der Start einer neuen Chipfabrik in Villach – die Managerin blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2021 zurück.

 

Ihr Résumé des Geschäftsjahres 2021?

Es war ein besonderes Jahr, in jeder Hinsicht - die Pandemie, die voranschreitende Digitalisierung, die dadurch starke weltweite Nachfrage nach Mikrochips, als auch die Verwerfungen in den Lieferketten. Der Infineon Konzern hat agil, flexibel und pragmatisch gehandelt und unter all diesen Herausforderungen ein Rekordergebnis erzielt.

Ein Highlight war sicher die die Eröffnung unserer neuen Hightech Chipfabrik in Villach mit der gleichzeitigen Stärkung der Forschung und Entwicklung. Wir schaffen damit hochqualifizierte Arbeitsplätze und zeigen, dass auch in der globalen und wettbewerbsintensiven Mikroelektronik Branche Produktion und Forschung aus Österreich und aus Europa heraus machbar ist. Eines hat sich bestätigt: Infineon ist strategisch gut aufgestellt und bietet Lösungen für eine digitale und nachhaltige Zukunft.

Stichwort „Nachhaltigkeit“: Was tut Infineon in diesem Bereich?

Durch unsere Energiesparchips als auch durch unser verantwortungsvolles Wirtschaften leisten wir einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur Energiewende. Kern unserer Tätigkeit in Österreich ist es, sogenannte Energiesparchips zu entwickeln und herzustellen. Sie ermöglichen es, den Strom intelligent und verlustarm zu erzeugen, zu transportieren und den Stromverbrauch in den Anwendungen zu reduzieren – sei es im Smartphone, bei der LED-Beleuchtung, im Auto, bei Industrierobotern oder in Haushaltsgeräten. Effizienz ist die größte Energieressource um Energie zu sparen und den CO2 Ausstoß zu verringern. Wir geben damit konkrete und vor allem signifikante Antworten auf die Klimakrise. 

Dabei nutzen wir auch selbst digitale Technologien, Stichwort „Industrie 4.0“, um Energie zu sparen, effizienter und auch ressourcenschonender zu sein. Wir konnten damit bislang bereits rund 52 GWh an Energie einsparen, umgerechnet sind das 12.000 Tonnen CO2 durch Energieeffizienz. Im Sinne einer intelligenten Kreislaufwirtschaft arbeiten wir beispielsweise daran, grünen Wasserstoff vor Ort herzustellen und nach dem Einsatz in der Mikrochip-Produktion für den Antrieb des öffentlichen Verkehrs bereitzustellen.

Damit schließt sich der Kreis: Vom nachhaltigen Strom zur nachhaltigen Mobilität. Zudem haben wir mit dem betrieblichen Programm „Green Way“ eine interne Initiative, die umweltgerechte Mobilität und nachhaltiges Handeln aufzeigt und auch fördert. Gerade unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten dazu mit ihrem Engagement, der Bereitschaft zu Innovation und Weiterentwicklung einen besonderen Beitrag. Denn gelebte Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch Zukunftsfähigkeit – in jeder Hinsicht.

Fachkräftemangel ist auch in Ihrer Branche ein Thema – was kann man dagegen tun?

Der Digitalisierungsschub und die weltweite Chipknappheit haben gezeigt, wie wichtig die Mikroelektronik insgesamt ist. Kompetenzen in diesem Bereich sind für Europa daher strategisch bedeutend, um zukünftig „ungesunde“ Abhängigkeiten zu vermeiden. Dazu braucht es intelligente Instrumente auf sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene, um Forschung, Technologie, Innovation und vor allem auch die Bildung zu stärken. 

Denn der Mangel an technischen Fachkräften hat sich in der Krise verschärft und wird zum limitierenden Faktor. Wir sind seit langem aktiv, um im globalen Wettbewerb die besten Köpfe für uns zu gewinnen. Und wir engagieren uns, wenn es darum geht die Begeisterung und das Interesse junger Menschen - vor allem auch Mädchen und Frauen - an Technik so früh wie möglich zu fördern.

Technik und Naturwissenschaften bieten hochattraktive Chancen, um an Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen für die Zukunft unseres Planeten zu arbeiten. Deshalb ist es so wichtig, dass die Politik ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot schafft, das mit neuen Formaten, Praxisnähe und Vielfalt optimal auf die Arbeitswelt vorbereitet. Investitionen in Bildung sind Zukunftsinvestitionen genauso wie Forschung, Entwicklung und die digitale Infrastruktur.

Im September 2021 wurde die Chipfabrik in Villach eröffnet – welche langfristigen Ziele werden damit verfolgt?

Der Produktionsstart des 1,6 Milliarden Euro Investitionsprojektes war eine echte Punktlandung. Durch eine starke Teamleistung haben wir gezeigt, dass wir trotz einer globalen Pandemie und der weltweit starken Nachfrage nach Leistungshalbleitern liefern können – sogar drei Monate früher als geplant.

Die jetzt in Villach produzierten Halbleiter kommen in zahlreichen Anwendungen wie in Elektroautos, Rechenzentren, Solar- und Windenergie zum Einsatz. Angesichts der beschleunigten Elektrifizierung und Digitalisierung erwarten wir, dass der Bedarf nach energieeffizienten Technologien in den kommenden Jahren weiter zunimmt. Durch die Erweiterung unserer Fertigung als auch unserer Forschungs- und Entwicklung sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und können unseren Beitrag zum Green Deal und zur Energiewende leisten. 

Ihre Wünsche und Ziele für 2022? 

Allen voran gilt es jetzt unsere neue high-tech Chipfabrik sukzessive hochzufahren als auch unsere Forschung- und Entwicklung weiter zu stärken. Dazu bieten wir hochattraktive Chancen für qualifizierte technische Fachkräfte – aktuell haben wir über 230 Jobs ausgeschrieben, Tendenz steigend. Als Infineon Team wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um mit Know-how, Innovation und intelligenten Technologien echte Lösungen für die so wichtigen Umwelt-, Energie- und Nachhaltigkeitsthemen zu liefern. Heute – morgen und darüber hinaus. 

Foto: Infineon Austria

Die Friseurmeisterin war schon früh politisch interessiert. Familie und Berufsausbildung führten dazu, dass sie 2009 aktiv in die Politik einstieg.

 

„Meine Themenbereiche sind Frauen, Familien und Kinderbetreuung. Frauen sollen im Pensionssystem nicht benachteiligt werden, wenn sie Kindererziehung oder Pflege übernehmen. Sonst bekommen wir die Altersarmut bei Frauen nie in den Griff. Heimische Familien müssen viel mehr gestärkt werden, denn sie sind der Grundpfeiler unserer Gesellschaft“, fordert Sabine Binder, für die ein guter Politiker seine Arbeit mit Leidenschaft macht und dabei nie die Verantwortung gegenüber der Bevölkerung vergisst.

Dazu gehöre auch viel Einfühlungsvermögen. Man müsse auch die Fähigkeit besitzen, sich selbst und seine Rolle infrage stellen zu können. „Mir ist wichtig, keine leeren Wahlversprechen abzugeben, sondern immer ehrlich zu sein. Außerdem hat besonders die Politik eine besondere Vorbildwirkung, die in jeder Situation wahrzunehmen ist“, sagt Binder, die sich weniger parteipolitisches Denken und gemeinsames Arbeiten an Lösungen für Probleme wünscht.

Foto: FPÖ Klub

Die Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG,DI Dr. Sabine Herlitschka, MBA, blickt zuversichtlich in die Zukunft, denn energieeffiziente Chips sind speziell in Krisenzeiten systemrelevant.

 

Wie verlief das Geschäftsjahr für Infineon bisher?

2020 ist durch die Corona-Pandemie eine Belastungsprobe für uns alle. Infineon ist bislang gut zurechtgekommen und gleichzeitig entwickeln wir unser Unternehmen für die Zukunft weiter – auch wenn die Lage herausfordernd bleibt. Die Kurzarbeit in der Fertigung konnten wir vorzeitig beenden, um die Zeit der schwächeren Auslastung für Schulungen und Anpassungen zu nutzen.

Der Bau unserer Chipfabrik in Villach läuft planmäßig, unter Einhaltung aller Abstands- und Sicherheitsmaßnahmen. Der Produktionsstart ist nach wie vor für Ende 2021 vorgesehen. Auch die Erweiterungen an unseren Entwicklungsstandorten hatten nur geringe Verzögerungen. Die neuen Forschungsgebäude in Linz, Villach und Graz sind fertiggestellt und schaffen Kapazität für 860 Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung in Österreich. Unsere Technologien für Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität und das sichere Agieren in einer vernetzten Welt bleiben hochrelevant.

Sind Sie zufrieden mit den Hilfsmaßnahmen der Regierung?

Die akute Hilfe für Menschen und Unternehmen, ist wichtig und richtig, es müssen aber auch die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Investitionskontrollmechanismen, die EU-weit und auch in Österreich eingeführt werden, wirken strategisch. Die Investitionsprämie bietet einen fokussierten Anreiz um Investitionen vorzuziehen und die Wirtschaft zu beleben.

Parallel sind Maßnahmen und Initiativen für Ausbildung und Qualifizierung besonders bedeutsam. Wir haben gesehen, das jene Menschen, die nur einen Pflichtschulabschluss haben als erstes arbeitslos wurden. Gleichzeitig haben wir noch immer einen Fachkräftemangel, speziell die Unternehmen im technischen Bereich. Das müssen wir angehen.

Anfang 2019 hat Sabine Radl, Geschäftsführerin von Sanofi Österreich, die globale Rolle des Commercial Head Established Products Mature Marketsübernommen. ABW sprach mit der Powerfrau.

 

Sie sind seit  einem Jahr in ihrer „neuen“ Funktion tätig – was hat sich seither getan?

Es ist überaus spannend – noch mehr als bisher – innerhalb eines internationalen Pharmakonzerns auf globaler Ebene mit Länder und Kulturen übergreifenden Teams zusammenzuarbeiten, insbesondere angesichts der stark variierenden Marktbedingungen in Europa, den USA und der JAPAC-Region (Japan, Südkorea, Australien). Mein Fokus lag in den letzten Monaten auf der Entwicklung und Umsetzung disruptiver Businessideen: in enger Zusammenarbeit mit cross-funktionalen Teams und mit Fokus auf die sich rapide veränderten Rahmenbedingungen.

Ein Beispiel hierfür ist der Aufbau digitaler Kommunikationskanäle. Denn die Art und Weise, wie wir mit Experten kommunizieren und wie Wissen vermittelt und damit die State-of-the-Art Behandlung Betroffener sichergestellt wird, verändert sich radikal. Wissenschaftliche Informationen, wie etwa neueste Studienergebnisse, Behandlungs-Guidelines etc. werden zunehmend über digitale Kanäle, wie e-Kongresse und Webcasts mit lokalen Experten, vermittelt.

Ein weiterer wichtiger Fokus lag in der Strategieentwicklung für das sogenannte Standard-of-Care-Business Segment, konkret in der Vorbereitung innovativer Launches von Single-Pill-Kombinationen, die mehrere Moleküle in einem Präparat vereinen, etwa in den Bereichen der großen Volkskrankheiten, wie Cholesterin oder kardiovaskuläre Erkrankungen. Diese bieten für alle Seiten Vorteile: für Betroffene kann die Anzahl der täglichen Medikamente reduziert werden, was ein signifikanter Vorteil für die individuelle Lebensqualität ist, für die Gesundheitssysteme bedeuten derartige ebenso effiziente wie kostengünstige Therapieoptionen zudem eine finanzielle Entlastung.

Mag. Sabine Radl, Geschäftsführerin von Sanofi Österreich

Die Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG musste dieses Jahr zahlreiche Herausforderungen meistern. Vor allem gewaltige Industrieinvestition, die der Konzern gerade umsetzt.

 

Bitte fassen Sie das Geschäftsjahr 2019 kurz zusammen?

Die See wird spürbar rauer, wir haben uns trotzdem sehr große und anspruchsvolle Projekte vorgenommen. Das nennt man „Herausforderung“. Es hat viel Einsatz gebraucht, hier Kurs zu halten, aber wir haben das gut geschafft.

Was die Höhepunkte dieses Jahres? Was hat Sie weniger gefreut?

Wir setzen gerade die größte Industrieinvestition um, die Österreich bisher gesehen hat. Das ist komplex und anspruchsvoll, aber auch etwas, das uns begeistert und stolz macht. Die Halbleiterindustrie beobachtet weltweit aufmerksam, was wir hier tun. Von den vielen Dingen, die wir darüber hinaus umgesetzt haben, möchte ich zwei erwähnen, die man nicht gleich auf den ersten Blick mit einem Industrieunternehmen verbindet.

Wir haben mit vier HTLs in Kärnten „Smart Learning-Pilotklassen“ gestartet. Dabei arbeiten wir an neuen Lern- und Arbeitsformen durch Digitalisierung in der Didaktik. Und zwar ganz praktisch – mit engagierten, begeisterten Lehrern und Schülern, die aktiv an der Umsetzung neuer Konzepte mitarbeiten. Und dann ist es uns heuer gelungen, gemeinsam mit allen wichtigen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung die weltweit renommierte Fraunhofer-Gesellschaft mit einem Innovationszentrum für künstliche Intelligenz nach Kärnten zu holen. 

Die Infineon Technologies Austria-Gruppe (Infineon Austria) ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 dynamisch gewachsen.  Die Österreich-Tochter des deutschen Halbleiterkonzerns erzielte einen Rekordumsatz.

 

An der Spitze des Unternehmens steht seit 2014 eine Frau – DI Dr. Sabine Herlitschka.

„Im Geschäftsjahr 2017 ist unsere Strategie mit Fokus auf Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit erneut voll aufgegangen. Die Infineon Austria-Gruppe hat heuer den Meilenstein von 2,5 Milliarden Euro Umsatz überschritten, ein Umsatzanstieg um rund 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wir haben uns in wichtigen Wachstumsmärkten mit weltweit führenden Kompetenzen für Elektromobilität, automatisierte Fahrzeuge, erneuer­bare Energie und digitale Sicherheit ausgezeichnet positioniert“, so DI Dr. Sabine Herlitschka zum Geschäftsjahr 2017. Im Sommer gab der Infineon-Konzern bekannt, die strategische Investition von 35 Millionen Euro in den Ausbau der Entwicklungs- und Fertigungsaktivitäten für Energiesparchips aus dem neuen Halbleitermaterial Siliziumkarbid in Villach zu tätigen. Mit rund 3800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat Infineon Austria so viele Beschäftigte wie nie zuvor und zählt mit einem Forschungsaufwand von 428 Millionen Euro zu den forschungsstärksten Unternehmen Österreichs. 

Mehr Raum für Innovationen 

Die positive Marktentwicklung treibt auch die F&E-Aktivitäten von Infineon Austria. „Um dem Mangel an Forschungs- und Entwicklungsräumlichkeiten entgegenzuwirken und die Infrastruktur für das prognostizierte Wachstum der kommenden Jahre bereitzustellen, schaffen wir noch mehr Raum für Innovation“, sagt Herlitschka. Die räumlichen Kapazitäten in Graz, Linz und Villach werden bis 2020 um zusätzlich 860 F&E-Arbeitsplätze erweitert. Die Bauarbeiten dafür beginnen im kommenden Jahr. Am Produktionsstandort Villach startet nach Abschluss unserer Großinvestition zum „Pilotraum Industrie 4.0“ die nächste Stufe der Digitalisierung. Entwicklung und Fertigung werden noch stärker miteinander vernetzt und ganz konkret die neuen Profile der „Arbeitswelt 4.0“ gestaltet. 

Für 2018 hat Dr. Herlitschka klare Ziele vor Augen: „Ich möchte weiterhin unternehmerischen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln verbinden: Mit intelligenter Technologie zur Lösung der großen gesellschaftlichen Fragen beitragen. Und neue Themen wie die Digitalisierung offensiv positiv gestalten.“

Foto: Infineon

Als Chief Insurance Officer der BAWAG Versicherung kennt sie sich nicht nur mit Zahlen aus, sondern weiß auch, warum Diversity, Chancengleichheit und Inklusion ein Innovations- und Wettbewerbsvorteil sind. 

 

Roswitha Hönigspergers Mission ist klar: Sie will gemeinsam das Geschäftsmodell der Bankenversicherung für die Kunden und Eigentümer der Generali und BAWAG mit tragfähigen Produktlösungen und effizienten Prozessen zukunftssicher weiterentwickeln. Und sie ist stolz darauf, Teil eines starken Teams zu sein, mit dem sie sich auch großen Herausforderungen stellt. Zum Beispiel das makroökonomische Umfeld.

„Dieses ist geprägt von steigenden Zinsen, Kaufkraftverlusten und hoher Inflation. Der Absatz von Risikolebensversicherungen korrespondiert im Wesentlichen mit dem Kreditgeschäft der BAWAG Bank - sowohl bei Konsum- als auch bei Wohnbaukrediten. Das Zinsumfeld sowie neue Kreditvergaberichtlinien erschweren den Absatz von Krediten. Diesem Umfeld begegnen wir mit bedarfsgerechten Produktlösungen, die wir genau auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden abstimmen“, so Hönigsperger.  So wurde 2023 die Produktpalette in der Risikolebensversicherung und der fondsgebundenen Lebensversicherung erweitert.

„Die Tarife unserer innovativen PremiumSelection Vorsorge zeichnen sich durch besondere Flexibilität aus. Unsere Kundinnen und Kunden können zwischen ausgewählten nachhaltigen Best-in-Class-Fonds sowie exklusiv für sie entwickelten Dachfondslösungen wählen“, so die Vorstandsdirektorin.

Prozesse werden vereinfacht

Die Strategie der BAWAG Versicherung baut auf jener der Generali Group „Lifetime Partner 24: Driving Growth“ auf. „Gleichzeitig ist sie entsprechend den strategischen Anforderungen unserer Vertriebspartnerin, der BAWAG Bank, ausgerichtet. Im Sinne einer lebenslangen Partnerschaft setzen wir auf ein erstklassiges Kundenerlebnis, eine starke finanzielle Performance sowie eine positive soziale und ökologische Wirkung. All dies erreichen wir dank unserer engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Profitables Wachstum, Kundenorientierung und Innovation sind die drei Säulen unserer Strategie. Wir sind ein starker, verlässlicher, krisenfester und zukunftsorientierter Lifetime Partner für unsere Stakeholder“.

Prozesse werden vereinfacht, um die Kundenorientierung weiter zu verbessern. Dies geschieht auch mit Hilfe von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Automatisierung, die in allen Unternehmensbereichen der BAWAG Versicherung verstärkt zum Einsatz kommen. Ein wesentlicher Treiber ist das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. „Wir denken und handeln langfristig“, so Hönigsperger.

Um eine bedarfsorientierte Kundenberatung zu gewährleisten, wird auf die Digitalisierung mittels geführter Antragsstrecken gesetzt. Damit wird sowohl den Kundinnen und Kunden als auch den Vermittlerinnen und Vermittlern eine optimale Unterstützung geboten. Zusätzlich können Kundinnen und Kunden digitale Services über das BAWAG Insurance Kundenportal nutzen.

Mögliche Risiken werden im Blick behalten

Das Risikomanagement der BAWAG Versicherung ist in das konzernweit organisierte Risikomanagement der Generali eingebettet. Grundsätze, Ziele und wesentliche Vorgaben sind in entsprechenden Leit- und Richtlinien festgelegt. Die Governance-Funktionen berichten regelmäßig an den Gesamtvorstand und den Aufsichtsrat. Mögliche Risiken werden laufend beobachtet, identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Das Kontrollsystem entspricht dem Prinzip der „Three Lines Of Defense“ und damit höchsten Compliance-Standards.  

Hohe Umwelt- und Sozialstandards

Die Generali Group, zu der auch die BAWAG Versicherung gehört, integriert Nachhaltigkeit in alle ihre Aktivitäten. Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie „Lifetime Partner 24: Driving Growth“. „Als verantwortungsbewusstes Versicherungsunternehmen und attraktive Arbeitgeberin setzen wir uns für eine widerstandsfähigere und gerechtere Gesellschaft ein.“

Corporate Social Responsibility wird durch zahlreiche Initiativen in den Bereichen Ökonomie, soziales und gesellschaftliches Engagement sowie Ökologie gelebt. „Unser Verhaltenskodex stellt sicher, dass die Grundwerte der Generali Group im operativen Geschäft und im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Kunden, Aktionären, Auftragnehmern und anderen Stakeholdern respektiert und umfassend umgesetzt werden. Alle Unternehmen der Generali Group sind verpflichtet, die hohen Umwelt- und Sozialstandards zu erfüllen und den Verhaltenskodex sowie wesentliche nationale und internationale Standards einzuhalten“, so die Managerin.

Frauenförderung & Weiterbildung

Diversität, Gleichstellung und Inklusion sind ebenfalls wichtig. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder Mensch wertgeschätzt fühlt. Hönigsperger: Wir fördern Initiativen wie generationenübergreifendes Mentoring oder interkulturelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, stehen Talentmanagement-Programme im Fokus.

Sie ermöglichen eine gezielte Nachfolgeplanung. Regelmäßige Frauen-Netzwerktreffen stärken die Vernetzung untereinander. Wir verstehen Diversity, Chancengleichheit und Inklusion als echten Innovations- und Wettbewerbsvorteil und als Investition in eine erfolgreiche und nachhaltige Zukunft. Die Förderung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. Durch kontinuierliche Weiterbildungsangebote stellen wir sicher, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem herausfordernden Marktumfeld voller Veränderungen wettbewerbsfähig bleiben. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur.“

Lernen von jungen Mitarbeitern

Und was hat sich die Versicherungsmathematikerin für dieses Jahr vorgenommen? „Ich möchte gemeinsam mit meinem Team der BAWAG Versicherung das herausfordernde Marktumfeld erfolgreich meistern, damit wir weiterhin eine verlässliche Partnerin für unsere Kundinnen und Kunden sind und so unseren Beitrag für eine sichere Zukunft leisten können. Ich freue mich auch sehr, dass ich 2024 im Rahmen unserer Diversity, Equity & Inclusion Initiativen aktiv an einigen Aktivitäten teilnehmen und dabei viel von unseren jungen Kolleginnen und Kollegen lernen kann. Es ist mir sehr wichtig, auch in diesem Bereich meinen persönlichen Beitrag zu leisten.“

Foto: Lukas Lorenz

Ronja Leistner, MA. Die Human Resources Managerin bei Transgourmet Österreich, spricht über ihren Weg ins HR, die Bedeutung von Employer Branding und warum erfolgreiches Personalmanagement immer Herz und Haltung braucht.

 

Schon während ihres Studiums der Sozialökonomie an der Universität Hamburg vor rund 15 Jahren entdeckte Ronja Leistner ihre Leidenschaft für Human Resources. „Mich hat die Kombination aus wirtschaftlichen Zusammenhängen und der Arbeit mit Menschen begeistert. Für mich war schnell klar, dass ich im HR-Bereich tätig sein möchte.“ Fasziniert zeigt sie sich bis heute von der Vielfalt in ihrem Arbeitsfeld: jahrelange Erfahrung im Recruiting, spannende Projekte und tiefe Einblicke in Personalentwicklung prägen ihren Werdegang. Was sie besonders motiviert, ist, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, die ihre Stärken fördern und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglichen. Aktuell verantwortet sie bei Transgourmet Österreich den Bereich Employer Branding und Projekte wie die Auszeichnung „Beruf & Familie“, die diese Themen sichtbar und erlebbar machen.

Schnelllebige Branche mit speziellen Herausforderungen

Gerade in einer Branche wie dem Großhandel, in der Tempo, Verlässlichkeit und starke Teams gefragt sind, stellt die HR-Arbeit besondere Anforderungen. „Unsere Branche ist schnelllebig und stark teamorientiert. Das bedeutet für HR, Prozesse und Strukturen so zu gestalten, dass sie im Alltag praktisch umsetzbar sind und die Teams handlungsfähig bleiben – auch in stressigen Phasen.“ Gleichzeitig gelte es, flexibel auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und Führungskräfte aktiv zu unterstützen. Die enge Nähe zu den Standorten österreichweit sei dafür ein entscheidender Vorteil, um HR praxisnah und wirksam zu gestalten.

 

„Wir setzen stark auf Employer Branding, um zu zeigen, wie vielfältig und lebendig die Arbeitswelt bei Transgourmet ist.“

 

Eigenständiges Arbeiten ist gewünscht

Was HR bei Transgourmet für sie besonders macht? „Wir haben alle einen großen Gestaltungsspielraum. Unsere Chefin vertraut uns, eigene Ideen einzubringen – das finde ich total wichtig und super.“ Im Employer Branding könne sie Themen sichtbar machen, neue Schwerpunkte erarbeiten und die Ergebnisse ihrer Arbeit direkt miterleben. Besonders stolz ist sie etwa auf die im Zuge der Auszeichnung „Beruf & Familie“ entwickelten Maßnahmen wie das Karenzmanagement, für das ein eigener Karenzleitfaden erstellt wurde.

Zufriedene Mitarbeiter sind die besten Botschafter

Angesichts des Fachkräftemangels setzt Transgourmet stark auf eine klare Positionierung als Arbeitgeber. „Wir zeigen, wie vielfältig und lebendig unsere Arbeitswelt ist – etwa durch authentische Einblicke in unsere Standorte über Social Media.“ Auch Messeauftritte, Investitionen in Ausbildung, Kooperationen mit Schulen und Weiterbildungsangebote für bestehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spielen eine wichtige Rolle. Ergänzt wird dies durch Maßnahmen wie einen Weiterempfehlungsbonus oder zusätzliche Urlaubswoche nach einer gewissen Betriebszugehörigkeit. „Zufriedene Mitarbeiter sind unsere besten Botschafter – dadurch können wir neue Talente gezielt gewinnen.“

 

„Für mich ist HR eines der Herzstücke von Unternehmen. Wir sind dafür verantwortlich, dass wir nicht nur Unternehmensziele erreichen, sondern auch den sozialen Zusammenhalt fördern.“

 

HR muss auch im Alltag spürbar sein

Erfolgreiches HR bedeutet für Leistner weit mehr als das Erreichen von Unternehmenszielen. „Für mich ist HR eines der Herzstücke eines Unternehmens. Wir sind dafür verantwortlich, dass wir nicht nur Ziele erreichen, sondern auch den sozialen Zusammenhalt fördern.“ Erfolgreich sei HR dann, wenn Maßnahmen im Alltag spürbar werden – sei es beim reibungslosen Wiedereinstieg nach einer Karenz, durch die Weiterentwicklung von Teams oder wenn Bewerber erzählen, dass sie über das Employer Branding auf Transgourmet aufmerksam geworden sind. Entscheidend sei, Unternehmensziele, Mitarbeiterbedürfnisse und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen.

Authentisch bleiben und eigene Wege gehen

Besonders am Herzen liegt ihr die Förderung junger Frauen im Personalbereich. Ihr Rat: „Seid aktiv, bringt euch ein und zeigt, was ihr könnt. Im HR-Bereich geht es nicht nur darum, Menschen zu verstehen, sondern auch darum, offen anzusprechen, was wichtig ist, und Ideen einzubringen.“ Eine fundierte Ausbildung sei dafür das Fundament, ergänzt durch frühe Praxiserfahrung, Neugier und ein starkes Netzwerk. Auch vermeintlich unpassende Einstiegsjobs könnten wertvolle Chancen bieten. „Gerade für junge Frauen ist es entscheidend, authentisch zu bleiben und den eigenen Weg zu gehen – die Vielfalt an Perspektiven ist es, die HR stark macht.“

Foto: Privat

Sie hat als Verkaufsleiterin Tirol bei Zurich Österreich Karriere gemacht. Was sie an ihrem Job besonders schätzt und warum Frauen im Vertrieb so wichtig sind, verrät sie im ABW-Interview.

 

Bitte schildern Sie uns kurz, wie, wann und warum Sie in die Versicherungsbranche eingestiegen sind.

Im Jahr 1993 suchte ich nach einer beruflichen Veränderung und landete über die Empfehlung einer Freundin zufällig bei Zurich Österreich. Ich habe die Branche damals nicht bewusst gewählt. Mir war zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht klar, wie interessant und umfassend das Thema Versicherung ist. Ich wollte damals einfach einen sicheren Arbeitgeber für mich. Schon beim Bewerbungsgespräch hatte ich das Gefühl, dass dieses Unternehmens sehr gut zu mir passt. Nun über 30 Jahre später kann ich sagen: Alles richtig gemacht!

Was schätzen Sie besonders an Ihrer Tätigkeit im Vertrieb bei Zurich?

Ich liebe meinen Beruf und bin mit großer Freude und Leidenschaft dabei. Es macht mir Freude, mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammenzuarbeiten und sie in der täglichen Arbeit zu begleiten. Dabei ist es mir wichtig, dass wir ein sehr gutes Klima haben. Gegenseitiges Vertrauen macht Bestleistungen möglich. So sind wir gemeinsam sehr erfolgreich – und das ist meine größte Belohnung, darauf bin ich stolz.

Es ist schön zu sehen, wie die Kolleginnen – und auch die Kollegen - wachsen und gedeihen. Letztes Jahr lag der Frauenanteil bei den Neueinstellungen im Vertrieb bei 30 Prozent. Wir tun viel dafür, um für Frauen attraktiv zu sein. Wir haben sogar unsere Bildsprache und die Stellenausschreibungen an die weiblichen Bedürfnisse angepasst. 

Welche Fähigkeiten sind wichtig, um in ihrem Bereich erfolgreich zu sein?

Tu was du gerne tust, dann bleibt der Erfolg nicht aus. Abgesehen von der fachlichen Qualifikation muss man Menschen mögen. Es braucht selbstverständlich eine Portion Selbstvertrauen, ein gut aufgebautes Netzwerk, Kommunikationsfähigkeit, auch ein gesunder Umgang mit Rückschlägen ist für die persönliche Entwicklung immens wichtig. Die LifeBalance rückt mehr in den Mittelpunkt und das ist gut so! 

Erhalten Sie bei Zurich eine spezielle Aus- und Weiterbildung im Vertriebsbereich?

Zurich hat mich auf meinem Entwicklungsweg immer unterstützt. So konnte ich in verschiedenen Positionen und Abteilungen meine Kompetenzen erweitern. Ich war in der Betreuung unserer Vertriebspartner tätig, später konnte ich im Innendienst erste Erfahrungen in der Mitarbeiterführung erwerben.  Meine nächste Station war Life Spezialistin. Das war der erste Schritt in den Exklusivvertrieb und in die direkte Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im angestellten Außendienst. Im Jahr 2005 wurde für Tirol ein Verkaufsleiter gesucht.

Nach kurzer Überlegung habe ich mich beworben. Ich wollte die Chance nutzen und in die direkte Führung einsteigen. Es gab Hearings mit dem damaligen CEO, Vertriebsvorstand und mit HR-Verantwortlichen. Die Situation, dass sich eine Frau für diese Position beworben hat, war für alle neu. Nichtsdestotrotz bekam ich die Chance mich zu beweisen. Man glaubte an mich. Eine völlig neue Herausforderung plötzlich direkte Führungsverantwortung zu übernehmen. Für all diese neuen Aufgaben habe ich seitens Zurich Unterstützung in Form von Seminaren, Coaching und Training on the Job erhalten.

Welche beruflichen Ambitionen und Ziele haben Sie?

In den nächsten Jahren verabschieden sich einige langjährige Kollegen in die Pension. Hier ist eine meiner wichtigsten Ziele, Nachfolgerinnen oder Nachfolger zu finden und damit sicherzustellen, dass unsere Kunden in gewohnt hervorragender Qualität weiterbetreut werden. Das Thema Digitalisierung ist für die Zukunft auch sehr wichtig. Wir alle müssen in dem Bereich fit sein, um am Markt mit modernsten Mitteln Kundenerlebnisse zu schaffen.  

Welchen Rat geben Sie Frauen, die im Versicherungsvertrieb bei Zurich Karriere machen möchten?

Sei mutig und wage den Schritt! Ich würde mir wünschen, dass mehr Frauen sich für den Vertrieb entscheiden. Es ist eine Tätigkeit, die für Frauen perfekt passt. Die Arbeitszeiten sind flexibel, damit lässt sich die Arbeit gut mit Familie und Privatleben vereinbaren. Auch der Ort kann frei gewählt werden – Home Office ist bei uns im Alltag angekommen. Es gibt tolle Entwicklungsmöglichkeiten. Was mir besonders wichtig ist: Es gibt beim Verdienst keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die Einkommensmöglichkeiten sind für alle Geschlechter sehr attraktiv. Besondere Vorkenntnisse sind übrigens nicht unbedingt erforderlich und daher ist eine Tätigkeit auch für Quereinsteigerinnen eine großartige Chance. Wir sorgen für eine gute Ausbildung, für Unterstützung vor Ort, und zu guter Letzt dürfen wir uns dann gemeinsam darüber freuen, wenn sich Erfolge einstellen und die Kolleginnen Spaß an ihrer Tätigkeit haben. Wir gehen den Weg gemeinsam.

Mir ist noch folgender Appell wichtig: Ich bin davon überzeugt, dass es in vielen Familien so ist, dass Frauen auch die finanziellen Managerinnen sind. Soziale Verantwortung ist oft in Frauenhand und da bestens aufgehoben. Wer, wenn nicht wir Frauen, soll Familien über die soziale Absicherung aufklären? Wer soll Frauen darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, dass sie finanziell abgesichert sind und nicht in die Altersarmut fallen? Es ist Teil unserer Verantwortung im Vertrieb, in Kundengesprächen auf existenziell bedrohende Risiken hinzuweisen - von Frau zu Frau.

Foto: Zurich Peskoller

Der Karriereweg von Mag. Renate Niklas ist eindrucksvoll. Seit zwei Jahren ist sie Geschäftsführerin der Friedhöfe Wien GmbH und liebt ihren Job – nicht nur, weil sie gerne Schwarz trägt. 

 

Die Büros der Friedhöfe Wien GmbH befinden sich vis a vis des altehrwürdigen Zentralfriedhofes in einem modernen Gebäude, dessen Erscheinungsbild von einer statischen, aber äußerst sehenswerten Fassade geprägt ist. In der weitläufigen Eingangshalle befindet sich der Kundenbereich mit großzügigen Beratungsschaltern, sowie Ausstellungsbereiche für Grabsteine, Urnen und Särge. Düstere Gedanken kommen dennoch nicht auf, denn Oblichtdecken sorgen dafür, dass genügend Tageslicht seinen Weg in die Räumlichkeiten findet.

Hier, wo sich alles ausschließlich um die letzte Ruhestätte dreht, ist das Reich von Mag. Renate Niklas. Sie ist seit zwei Jahren bei den Friedhöfen Wien tätig. Als Geschäftsführerin obliegt ihr die Verwaltungshoheit über 46 Friedhöfe mit insgesamt rund fünf Millionen Quadratmeter Fläche sowie die Verantwortung für rund 400 Mitarbeiter. Für Renate Niklas ein Betrieb überschaubarer Größe, war sie als Leiterin der Human Relations bei den Wiener Linien doch für immerhin 8.000 Mitarbeiter zuständig. 

Mag. Renate Niklas, Geschäftsführerin der Friedhöfe Wien GmbH

Renate Forte hat Pegasus Incoming von Beginn an aufgebaut – und ist rund 27 Jahre später immer noch sehr erfolgreich und stolz darauf, dass sie ein großes Netzwerk rund um den Globus hat.

Vor rund 37 wurde die Pegasus Reisen AG als voll lizenzierter Reiseveranstalter aus der Taufe gehoben, gegründet wurde auch eine Incoming Abteilung, die von Renate Forte geführt wird. Ihre ersten Schritte in die Brache setzte Renate Forte quasi schon als Teenager: „Schon während meiner Schulzeit half ich in Ybbs an der Donau bei einem lokalen Busbetrieb als Reiseleiterin für Tagesausflüge aus und habe so in den Beruf hineingeschnuppert. Als ich dann zum Studium nach Wien ging, arbeitete ich nebenbei beim Verkehrsbüro als Reiseleiterin für Städteflüge. So lernte zu die meisten europäischen Hauptstädte gut kennen und erweiterte meine Sprachkenntnisse.“

1980 erhielt sie bei Pegasus Reisen das Angebot, als Chefreiseleiterin die neuen Kolleginnen und Kollegen zu schulen und ein Jahr später die Möglichkeit, die Incomingabteilung aufzubauen und zu leiten. 1990 gründete sie ihre eigene Firma, Pegasus Incoming. „Seither widme mich ganz und mit Begeisterung dem Incomingtourismus.“

Auszeichnungen und Expansion

Von 1991 bis 1993 wurde das Unternehmen von einem führenden Wirtschaftsmagazin unter den TOP-100 neu gegründeten Unternehmen in Österreich ausgezeichnet. Es folgte erfolgreiche Jahre – für das Unternehmen und für Renate Forte selbst.

Zum einen wurde kräftig expandiert, zum anderen wurde Renate Forte als die beste Young Business Woman des Jahres in Österreich gewählt und Pegasus war die einzige Tourismusfirma, die in der TOP-100 aufschien. Die österreichische Handelskammer zeichnete Pegasus mit dem „Exportpreis 2004“ aus und ehrte damit die herausragenden und vorbildlichen Bemühungen und Erfolge des Unternehmens auf ausländischen Märkten. 2009 starte man eine Geschäftspartnerschaft mit Raiffeisen Reisen Österreich und erweiterte das Geschäft in CEE. 2011 ging Renate Forte eine Partnerschaft mit Columbus Travel ein.

Erfolgreich

Rund 27 nach der Gründung ist Renate Forte – sie beschäftigt sich neben ihren allgemeinen Aufgaben vorwiegend mit Verkauf, Marketing und Projektkoordination – mit dem Unternehmens immer noch sehr erfolgreich.

„Wir bearbeiten des Öfteren Märkte, die von anderen Firmen noch nicht aktiv beworben werden und suchen dort unsere Nischen“, sagt Forte. Aber nicht nur das zeichne Pegasus aus: „Mit der Produktauswahl gehen wir auf unsere Partner ein und stimmen die Angebote auf die unterschiedlichen Zielgruppen ab. Besonders freue ich mich, dass wir Geschäftspartner haben, die teilweise seit Jahrzenten mit uns arbeiten und in unserem kleinen feinen Team auch zwei Mitarbeiterinnen bereits mehr als 25 Jahre bei Pegasus tätig sind.“

Das Jahr 2016 lief „durchwachsen, einige Märkte wie Spanien zum Beispiel sind besser gelaufen als in den Vorjahren, bei den USA und Australien hatten wir einen leichten Rückgang. Unser Ziel für 2017 ist, den Anteil in den traditionellen Herkunftsmärkten zu halten und bei unseren Hoffnungsmärkten Asien einen Zuwachs zu erreichen“, sagt Renate Forte.

Menschenkenntnis

Die Tätigkeit der Reiseleitung zu Beginn ihrer Karriere möchte Renate Forte auch heute nicht missen: „Sie hat mich viel Praktisches gelehrt: Menschenkenntnis, Empathie zu entwickeln und auch in schwierigen Situationen die Ruhe zu bewahren und praktikable Lösungen zu finden. Aber auch mit diversen Mentalitäten und Befindlichkeiten umzugehen und auf sie einzugehen. Ich besuche mit Begeisterung Fachseminare und Branchenmessen um am Puls der Zeit zu bleiben und ständig weiterzulernen. Heute bin ich stolz, dass ich ein großes Netzwerk von Geschäftsfreunden und Geschäftspartnern habe, die auf der ganzen Welt verteilt sind.“

Foto: Archiv/Pegasus Incoming

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