Interviews

Die Präsidentin des Dialog Marketing Verbandes Österreich (DMVÖ) fördert jede Art von personalisierter Kommunikation – in digitaler wie in analoger Form. Und weiß, worauf es dabei ankommt.

 


In welchen Bereichen der Digitalisierung sehen Sie die größten Herausforderungen für die Kommunikations- und Marketingbranche?

Die größte Herausforderung der Digitalisierung liegt in den Prozessen. Denn diese müssen evaluiert und angepasst werden. Man kann bestehende, analoge Prozesse nicht eins zu eins in die digitale Welt transformieren. Da hilft auch die beste Marketingtechnologie nicht. Die zweitgrößte Herausforderung bei der Digitalisierung sehe ich im fehlenden Know-how. Unsere jährliche Studie zum Status Quo des Data Driven Marketings in Österreich zeigt ganz klar, dass der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen darstellt.

Die Menge an Content macht es immer schwieriger, die Aufmerksamkeit von Zielgruppen zu gewinnen. Ihr Rezept dagegen?
Relevanz ist das Zauberwort, denn relevante Inhalte bieten dem Nutzer, der Nutzerin einen Mehrwert. Und damit erreicht man nicht nur die Aufmerksamkeit der Zielgruppe, sondern kann auch in den Dialog mit der Zielgruppe treten. Um Relevanz zu erzeugen, braucht es aber nicht nur Content, sondern auch die Datenanalyse dazu. Nur so kann Content generiert und angeboten werden, der sich an den Interessen, an den Vorlieben der Kundin orientiert und somit personalisiert ist.

Personalisierte Kommunikation wird heute bereits von vielen Kunden erwartet. Welche Strategien gibt es, um ein hohes Maß an Personalisierung zu bieten, ohne aufdringlich zu wirken?
Um personalisieren zu können, braucht es eine solide Datenbasis und deren Analyse. Um diese Daten erheben und verarbeiten zu können, muss den Nutzerinnen und Kundinnen transparent gemacht werden, was mit den Daten geschieht und zu welchem Zweck. Das Vertrauen und die Zustimmung in die Datenverarbeitung ist die halbe Miete für eine erfolgreiche Personalisierung.

Die zweite Hälfte des Erfolges liegt in der richtigen Mischung aus relevanten Inhalten, bevorzugten Touchpoints und einer ausgewogenen Taktung. Alles in allem das, was Dialogmarketing schon immer gemacht hat: die Orchestrierung aller Touchpoints entlang der Customer Journey.

Stichwort „Nachhaltigkeit“: Wie wichtig ist das Thema beim Erstellen von Marketingstrategien?
Nachhaltigkeit ist für mich nicht Teil einer Marketingstrategie, sondern Teil der Unternehmensstrategie. Nachhaltigkeit darf kein Lippenbekenntnis sein, sondern muss in den Unternehmenswerten verankert sein und bei allen Initiativen mitgedacht werden. Genauso wie Datenschutz als Data Compliance im Unternehmenskern verankert sein sollte.

Was ist seitens des DMVÖ für 2024 geplant?
Der Dialog Marketing Verband wird auch in diesem Jahr mit Wissen, Service und Impulsen dafür sorgen, dass wir unseren mehr als 1.000 Mitgliedern konkrete Angebote und Hilfestellungen für die Herausforderungen des Data Driven Marketing bieten. Damit wollen wir weiterhin Ansprechpartner Nummer 1 sein, wenn es um Fragen rund um Data Driven Marketing Anwendungen geht.

Konkret bieten wir auch in diesem Jahr wieder unsere monatlichen Data Compliance Talks an, um schnell auf sich ändernde Rahmenbedingungen in Sachen Regulierung und Datenschutz reagieren zu können, sowie Live-Events mit thematischem Fokus auf den mittlerweile Dauerbrenner KI, B2B-Marketing und E-Commerce. Wir werden unsere Leitveranstaltung, den Marketing Automation Day, wiederholen und einen neuen Ableger, den CRM Day, ins Leben rufen. Ebenso werden wir unsere Socializing-Angebote ausbauen und neben unserem Sommerfest ein zweites reines Networking-Event aus der Taufe heben.

Auch die Weiterbildung mit unserer Academy sowie die Nachwuchsförderung mit unseren Marketing Natives Events bleiben ein wichtiger Bestandteil des DMVÖ-Angebots, ebenso wird es auch heuer wieder den DMVÖ Award geben. Das Voting dafür startet in Kürze und ich bin schon sehr gespannt, welches Ausnahmetalent des Dialogmarketings wir heuer ehren dürfen.

Zum DMVÖ

Der DMVÖ versteht sich als Vordenker und Wegbereiter technologischer Neuheiten, die Kommunikation für Konsumenten individueller und nützlicher macht – und die Unternehmen erlaubt, persönlicher und effizienter zu kommunizieren. Die Mitglieder teilen ihre Erfahrungen und lernen im Austausch voneinander. Dazu bietet der DMVÖ unterschiedlichste Formen von agiler Projektarbeit, Informations- und Veranstaltungsreihen. Die Einhaltung der Datenschutz- und Verbraucherrichtlinien ist dem DMVÖ dabei ebenso wichtig wie die Mitgestaltung dieser Materie, um Unternehmen und Konsumenten in diesem Bereich Sicherheit zu geben.

Foto: Joel Boyd

Als neuer General Manager des Forum Verlages Herkert will sie den Wachstums- und Digitalisierungskurs der international agierenden Unternehmensgruppe in Österreich vorantreiben und den Standort weiter auszubauen.

 

Worauf es im Marketing zunehmend ankommt, welche Vorteile die heimische Digitalwirtschaft nutzen sollte und warum eine praxisnahe Ausbildung nie schaden kann, verrät sie im ABW-Talk.

Sie sind seit September des Vorjahres General Managerin des Forum Verlages Herkert, sind Sie bisher zufrieden mit Ihrer neuen Tätigkeit?
Meine Entscheidung zur Forum Media Group, einem der größten Fachverlage Deutschlands, mit weltweiten Niederlassungen, zu wechseln wurde in jeder Hinsicht bestätigt. Diese Tätigkeit gibt mir die Chance mit Fachinformationen und aktuellen Ausbildungsthemen den österreichischen Wirtschaftsstandort zu unterstützen. Insbesondere bei aktuellen Themen wie Lehrlingsoffensive, Digitalisierung und Compliance mit Rechtsnormen braucht es konkrete Umsetzungsunterstützung. Gemeinsam mit meinem großartigen und sehr engagierten Team in Österreich, eingebettet in internationalen Erfahrungsaustausch, macht es sehr viel Spaß den Forum Verlag in Österreich zu leiten und den Wachstums- und Digitalisierungskurs voran zu treiben.
 

Was wird in einer Zeit der Digitalisierung von Marketingmanagerin gefordert?
Die Digitale Transformation ist auch für das Marketing die größte Herausforderung. Es braucht heutzutage mehr als nur ein gutes Produkt mit der richtigen Botschaft zum richtigen Preis am richtigen Ort zu platzieren. Und genau da kommt das fünfte „P“, das Personal, ins Spiel – für digitales Marketing benötigt es Spezial Know-how und veränderte Prozesse und Abläufe. Changemanagement spielt hier eine sehr hohe Rolle und der digitale Marketingmanager muss mehr denn je eine Balance zwischen Content und Performance schaffen und seinen Markt und seine Audience kennen und die relevanten Daten dafür nutzen bzw. nutzbar machen.

„Geldanlage und Investieren ist längst nicht mehr nur Männersache“, ist Pia Vejnik, Head of Communications bei ROCKETS, überzeugt.

 

Im Gespräch mit dem führenden heimischen Crowdinvesting-Anbieter wird deutlich: Der Anteil der Investorinnen steigt seit Jahren kontinuierlich an. 

Aktuelle Plattform-Statistiken zeigen, dass sich der weibliche Anteil der Crowd seit der Plattformgründung im Jahr 2013 mehr als verdoppelt hat. Mittlerweile liegt dieser bei 24 Prozent. Damit sind etwa 9.000 der mehr als 38.000 Anleger großen ROCKETS-Crowd Frauen. Betrachtet man die Neuregistrierungen der letzten beiden Jahre, sind verhältnismäßig viele Frauen unter den Neuzugängen. Das heurige Jahr stellt mit knapp 32 Prozent einen neuen Höchstwert dar. 

„Das sind Schritte in die richtige Richtung. Aber es gibt noch Luft nach oben“, so Vejnik, die sich im Hinblick auf finanzielle Veranlagung mehr Selbstbewusstsein und -sicherheit auf Frauenseite wünscht. Stellt sich die Frage, wo die Hürden liegen.

Wissenslücken schließen und Unsicherheiten ausräumen

„Frauen steht oftmals deutlich weniger Kapital zur Verfügung als Männern“, sagt Vejnik. So liegt laut freiwilliger Profil-Angaben das durchschnittliche Finanzanlagevermögen von Frauen bei rund 23.000, jenes von Männern bei etwa 269.000 Euro.

„Hinzu kommt, dass Frauen tendenziell vorsichtiger agieren und weniger risikobereit sind. Darüber hinaus spielt bei vielen auch eine große Unsicherheit mit. Sie schätzen ihr Finanzwissen selbst als zu gering ein“, erklärt Vejnik weiter. Eine 2021 erfolgte Studie der OECD zur finanziellen Bildung in Österreich kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen ein geringeres Finanzwissen haben als Männer. Daher setzt ROCKETS vermehrt auf Financial Education. „Wir wollen die vielen bestehenden Wissenslücken und damit einhergehenden Unsicherheiten ausräumen. Es braucht Aufklärarbeit und eine verständlichere Kommunikation, damit auch Frauen selbstbewusst und souverän veranlagen können“, so Vejnik. 

Nachhaltige Investitionen bei Frauen besonders gefragt

Zudem gelte es, die Bedürfnisse von Frauen stärker zu berücksichtigen. In einer aktuellen Befragung von J.P Morgan unter 4.000 Frauen in zehn europäischen Ländern gaben 77 Prozent der Befragten an, dass eine nachhaltige Geldanlage für sie einen Unterschied mache. 

Auch in der ROCKETS-Auswertung zeigt sich, dass Frauen überwiegend in nachhaltige und soziale Projekte investieren – und das über einen längeren Zeitraum hinweg. „Umweltbewusstsein, Klimaschutz und soziale Verantwortung stehen für Frauen an vorderster Stelle“, so Vejnik. 

Mehr als 82 Prozent des von Investorinnen angelegten Kapitals wurde bislang in zukunftsorientierte Projekte investiert. „Frauen nehmen für mehr sozialen und ökologischen Impact sogar weniger Rendite in Kauf“, sagt Vejnik mit Blick auf die Umfrageergebnisse.

Frauenpower auch im ROCKETS-Team 

Auch innerhalb des ROCKETS-Teams wird Frauenpower hochgehalten: Die Hälfte der 35 Mitarbeiter sind Frauen. „Wir unterscheiden nicht zwischen Männern und Frauen. Letztendlich geht es um die Leistung eines jeden Einzelnen bzw. einer jeden Einzelnen. Nichtsdestotrotz sind wir sehr stolz auf den hohen Frauenanteil in unserem Unternehmen und die Ausgeglichenheit im Team“, so Vejnik. „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass es bei Finanzthemen ebenso zahlreiche Expertinnen gibt, die hier mit sehr viel Know-how und Fingerspitzengefühl agieren.“

Foto: Rockets

Es war am 8. Juni 2015, als Gerhild Vanis das Gummistiefelhaus in der Strozzigasse/Ecke Lerchenfelderstraße eröffnete. Damit erblickte in Wien der erste Fachstore für Regenbekleidung weltweit das Licht der Modewelt.

 

„Es hatte gefühlte 30 Grad“, erinnert sich Gerhild Vanis an den 8. Juni 2015, jenen Tag, an dem sie das Gummistiefelhaus in der der Strozzigasse/Ecke Lerchenfelderstraße in Wien eröffnete. „Mein Team und ich arbeiteten den ganzen Tag in Stiefeln aus Naturkautschuk. Das war ein wirklicher Härtetest“, lacht Gerhild Vanis. Seither hat sich viel getan: Hier in Wien hat sich das Gummistiefelhaus mittlerweile als fixe Mode-Institution etabliert und einen Namen gemacht. „Es kommen auch immer wieder Touristen aus regenreichen Gebieten wie Norddeutschland, Holland, Skandinavien oder Irland zu uns und wundern sich, dass es bei ihnen zu Hause ein derartiges Fachgeschäft nicht gibt“, zeigt sich Vanis bestätigt, was das Potenzial ihrer Geschäftsidee angeht.

Die Regenmodekollektion 2018 mit einer enormen Auswahl an superschicken Mänteln und Jacken von Marken wie Blaest, Danefae, Didriksons, Hunter, Rains oder Tom Joule, die sich nun auf der 250 m² großen Verkaufsfläche neben den Echtgummistiefeln tummeln, kann sich sehen lassen. „Regenfeste Materialien machen nicht nur bei nassem Wetter Spaß, sondern geben der Trägerin jederzeit ein ganz eigenes Gefühl von urbaner Coolness“, meint die Gummistiefelhaus-Gründerin, die nun in ihrer Fachboutique mehr Regenmode bietet denn je. Das Sortiment des Gummistiefelhauses kann ausschließlich im Geschäftslokal erworben werden. Denn Gerhild Vanis ist eine glühende Verfechterin des stationären Handels: „Wie sähe Wien wohl aus, wenn es nur noch Internet-Händler oder Online-Shops gäbe?"

Über das Gummistiefelhaus

Das Gummistiefelhaus wurde im Frühsommer 2015 von Gerhild Vanis gegründet. Der Shop für Gummistiefel aller Art, Regenbekleidung und Regenaccessoires in der Strozzigasse 1 im 8. Wiener Gemeindebezirk bietet für jeden Fuß den passenden Stiefel (Größen 19 bis 50) – auch Kautschuk-High-Heels oder modische Regenkleidung und Accessoires gehören zum Sortiment des Gummistiefelhauses, dem weltweit ersten Fachgeschäft seiner Art. Zu den angebotenen Marken zählen unter anderem Viking, Ilse Jacobsen Hornbæk, nat-2, Skellerup sowie Tretorn und jetzt eben auch Blaest, Danefae, Didriksons, Hunter, Rains oder Tom Joule. Das rund 250 Quadratmeter große Verkaufslokal bietet neben den bekannten Größen auch immer wieder Platz für frische, junge Labels. Schließlich wurde das Gummistiefelhaus von der Jury des Unternehmerinnen Awards 2017 mit dem 2. Platz in der Kategorie „Start-ups“ ausgezeichnet.

Foto: Hubert Rinnhofer

Dr. Ines Vancata ist  ins Managementteam des Pharmagiganten Roche aufgestiegen. Sie schätzt ihre spannenden Aufgaben und wünscht sich mehr Kolleginnen in Führungspositionen.

 

Vor sechs Monaten hat Dr. Ines Vancata die Position als Market Access Director bei Roche Austria übernommen. Damit verbunden war ein Aufstieg ins Managementteam, das sie nun als zweite Frau verstärkt. Zuvor war Vancata Leiterin des Regional Health Care Managements. In ihrer Führungsposition verantwortet Vancata nun sämtliche Maßnahmen, um den Zugang zu modernen Therapien für Patienten nachhaltig zu gewährleisten. Einen hohen Stellenwert in ihrem Aufgabengebiet stellen auch der partnerschaftliche Dialog und die Zusammenarbeit mit Gesundheitseinrichtungen dar. 

Ihre Karriere bei Roche startete die Veterinärmedizinerin 2004 in der Forschung, wo sie klinische Studien entwickelte und betreute. Nach langjährigen Führungsrollen in medizinischen und kommerziellen Unternehmensbereichen wurden ihr 2014 der Aufbau und die Entwicklung des regionalen Health Care Managements übertragen. Mit ihrem Team verantwortete sie wesentliche Schlüsselbereiche, wie beispielsweise die Markteintrittsstrategien für Produkte und Services sowie die Konzeption und Einführung völlig neuer, individueller Preismodelle auf regionaler und nationaler Ebene.

Seit 2014 ist sie Abgeordnete im Europäischen Parlament. Als erneute Kandidatin der Grünen ist sie sich sicher: Egal ob mit oder ohne Mandat, sie werde immer ein politischer Mensch sein.

 

Wer die EU retten will, muss sie verändern. Die EU ist mehr als ein Binnenmarkt und eine Wirtschafts- und Währungsunion. Ich kämpfe als überzeugte Europäerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament für eine Sozialunion und aktive Gleichstellungspolitik.“ Monika Vana ist seit 2014 Abgeordnete im EU-Parlament und gehört vier Ausschüssen zu Regionaler Entwicklung, Haushalt, Beschäftigung und soziale Angelegenheiten sowie Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter an. 

Zuletzt beschäftigte sich die stellvertretende Vorsitzende der Grünen/EFA Fraktion mit der Richtlinie „Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in Europa“, welche auch Regelungen bezüglich EU-Mindeststandards für Väterkarenz und „Papa-Monat“ vorsieht.  „Ich liebe die parlamentarische Arbeit, das Europaparlament ist tatsächlich ein Arbeitsparlament. Diese Arbeit ist sehr wichtig. Darüber hinaus engagiere ich mich seit vielen Jahren in der europaweiten Vernetzung der Grünen Kommunalpolitiker*innen, da der Austausch von Best Practise Beispielen und das Lernen voneinander im gemeinsamen Europa unerlässlich ist.“ 

Bei ihrer Arbeit als Bloggerin hat die Österreicherin Sylvie Utudjian von uberchique.com von einem Moment auf den anderen feststellen müssen, dass ihre Welt durch die Covid-Krise plötzlich Kopf steht. 

 

Nichts ist mehr so wie es war. Internationale Fashion Shows, Events und Lifestyle-Reisen sind abgesagt und finden bis auf weiteres gar nicht oder in völlig neuer Art und Weise – zumeist online – statt. Wir alle stehen aktuell vor jeder Menge coronabedingten Herausforderungen. Dabei ist der heimische Handel, ebenso wie der Kulturbetrieb, die Gastronomie oder die Reisebranche von den Einschränkungen besonders stark betroffen.

Für Influencerin Sylvie Utudjian, die auf ihrem Instagram Account @uberchique deutlich über 60.000 Follower vereint, Anlass genug kreativ zu werden und eine Strategie zu entwickeln, wie sie ihre Kraft und Wirkung als Influencerin zu Gunsten heimischer Betriebe einsetzen kann. Das Ergebnis ist die Initiative #uberchiquelocal, mit der Sylvie Utudjian unmittelbar unterstützend tätig ist. Bleibt zu hoffe, dass sie damit Vorbildwirkung entfaltet und engagierte Nachahmer in der Influencer- und Blogger-Szene findet. 

Auch wenn Aktivitäten außerhalb der Grenzen Österreichs derzeit nicht –oder nur online – möglich sind, hat die seit 20 Jahren in Wien lebende Bloggerin Sylvie Utudjian einen straff durchorganisierten Zeitplan. Seit einiger Zeit steht allerdings regelmäßig ein neuer Punkt auf ihrer Agenda, nämlich die Erkundung ihrer lokalen Umgebung – oder wie man in Wien sagt: Streifzüge durch ihr Grätzel.

Sylvie Utudjian ist nämlich aktuell dabei, ihre Heimatstadt ganz neu zu entdecken und stärkt dabei ihre Verbindungen mit ihren Lieblingsorten und -geschäften, während sie die Stadt gleichzeitig nach Geheimtipps und Besonderheiten erkundet. Ganz insgesamt setzt sich die findige Wienerin verstärkt für die zielgerichtete Unterstützung heimischer Marken, Unternehmen und des Wiener Kulturbetriebs, sowie für die Zusammenarbeit mit lokalen Geschäften und Designern ein.

Im Rahmen ihrer Initiative sind unter dem Hashtag #uberchiquelocal Tipps für lokale Angebote aus den Bereichen Mode, Lifestyle und Kultur zusammengefasst. Dabei präsentiert sie ihrer internationalen Community ausgewählte Angebote aus Wiener Shops, um so potenzielle neue Online-Kundinnen und Kunden zu begeistern und anzuziehen.

#uberchiquelocal: Unterstützung lokaler Betriebe im Fokus – Zusammenhalten als Gebot der Stunde

„Gerade in der aktuellen Situation sehe ich engagierte Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung als Gebot der Stunde. Es ist derzeit besonders wichtig, den Gedanken des Zusammenhaltens wirklich zu leben und einen Fokus auf lokale Kooperationen zu setzen. Dafür bringe ich die Reichweite meines Instagram Accounts ein und setze dort mit dem Hashtag #uberchiquelocal konkrete Impulse zum Thema „local support“. Es ist mir ein Anliegen, damit auch zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung beizutragen“, erklärt Sylvie Utudjian, Gründerin von uberchique, enthusiastisch. 

Für ihren Instagram-Account fotografiert und inszeniert Sylvie Utudjian saisonale Fashion-Must-haves lokaler Geschäfte wie Ina Schulz (www.instagram.com/p/CH7YAYXgLGX/?igshid=10fnfu5nwrj8h) oder macht auf Pop-up Angebote wie z.B. von Petar Petrov (www.instagram.com/p/CBNPXVwA-tQ/?igshid=1rifkn3z9j0cc) aufmerksam. Auch themenbezogene Highlights wie die Dorotheum-Auktion „Vintage Mode- und Accessoires“, die „Zeitreise-Auktion“ des Auktionshauses im Kinsky oder die Vienna Contemporary Art Fair werden von Sylvie Utudjian gefeatured. Ebenso liegt ihr die hart getroffene Kulturszene am Herzen, deshalb präsentiert die umtriebige Influencerin auch Specials des Wiener Theater-Betriebs, der Staatsoper oder des Burg-Kinos.

Das kann jeder von uns beitragen: 6 Prinzipien als Handlungsanleitung 

Um Bewusstsein dafür zu schaffen, was jede und jeder Einzelne für seine „Lieblingsbetriebe“ und seine „Local Heroes“ leisten kann, präsentiert die Influencerin einen 6-Punkte-Plan als Handlungsempfehlung für die Unterstützung lokaler Händler und Betriebe. 

„Denn: Nicht nur Influencer haben Einfluss, sondern jeder von uns kann Einfluss nehmen. Diese Kraft gilt es zu nutzen und damit gerade jetzt aktiv einen hilfreichen Beitrag zu leisten“, ist Sylvie Utudjian überzeugt. 

Von ihrer Community gibt es für diese Initiative viel Applaus. Die 6 Prinzipien im Überblick: 

    1. #shoplocal: Support Locals durch bewusstes lokales Shoppen – online mit Postversand oder via Click & Collect, ebenso wie auch persönlich vor Ort in den Geschäften.
    2. Share your Experience: Durch Posten von positiven Einkaufserlebnissen next door, Posten von Lieblings-Stücken und das Aufmerksam-Machen auf die Shops mit Stories & Co., ebenso wie durch das Setzen von Tag und Links. 
    3. Intensivierung des Social Media Dialogs: Denn jeder Kommentar und jeder Share steigert die Sichtbarkeit und stärkt die Präsenz sowie die Aufmerksamkeit auf den Online Kanälen.
    4. Recommend your Heroes: Empfehlungen und positive Bewertungen für die persönlichen „Heroes“ abgeben. 
    5. Gutscheine, Voucher & Online-Services nutzen: Shopping- und Ticket-Gutscheine für besondere Anlässe wie Valentinstag, Ostern, Muttertag & Co. sowie für Kulturbetriebe besorgen und online-Streaming-Angebote nutzen. 
    6. Verschieben statt absagen: Konkrete Vorhaben, die derzeit nicht stattfinden können, keinesfalls entfallen lassen oder absagen, sondern verschieben und zu einem späteren Zeitpunkt verlässlich nachholen. 

Um die Auswirkungen des dritten Lockdowns zu verkraften, kommt es in den nächsten Wochen und Monaten im lokalen Handel tatsächlich auf jeden einzelnen Einkauf an. Dies gilt besonders auch für die Kunst- und Kulturszene, deren Lage aufgrund der geltenden Restriktionen weiterhin überaus prekär ist. Somit ist es entscheidend, die Angebote und Services intensiv zu nutzen – und genau das ist der Gedanke hinter der Initiative #uberchiquelocal.

Das Beste aus beiden Welten: Onlinekanäle & Einkaufserlebnis im Geschäft in perfekter Ergänzung 

Ihre Expertise und ihre internationalen Insights bringt Sylvie Utudjian aktuell auch verstärkt in der Beratung hinsichtlich „missed opportunities“ in der Online-Präsenz und bei der Digitalisierung von Wiener Unternehmen ein. Dabei geht es ihr darum, Defizite im Online-Auftritt und bei digitalen Vertriebskanälen auszugleichen und damit fitter für das Online-Shopping-Erlebnis zu werden. 

„Immer wieder kommt es vor, dass einer meiner Follower, z.B. aus New York, nach einem Posting auf meinem Instagram Account nachfragt, wo ein bestimmtes Fashion-Piece zu haben ist. Wenn dann kein Online-Shop mit internationalem Versand verfügbar ist, tut es mir um jede dieser verpassten Einkaufsgelegenheiten enorm leid. Umso mehr freue ich mich, wenn ich meiner Community immer auch gleich mitteilen kann, wo sie die Mode, die Accessoires und die Designer-Stücke kaufen können“, stellt Sylvie Utudjian fest. 

In dieser Hinsicht sieht die österreichische Influencerin Sylvie Utudjian die derzeitige Situation als große Chance für heimische Unternehmen, sich zukunftsfit zu machen und ihre digitale Präsenz somit auf ein völlig neues Niveau zu heben. Wenn das gelingt, sind trotz aller Konsequenzen und Herausforderungen, welche die Corona-Krise mit sich bringt, die Weichen für die Nutzung von zusätzlichem Umsatz-Potenzial gestellt, indem neue Verkaufskanäle zur Verfügung stehen, die bislang geschlossen waren. 

Die in der Corona-Krise entstandene Idee für #uberchiquelocal bringt Sylvie Utudjian in Kontakt mit einigen lokalen Geschäften, die entweder noch keine professionelle Online-Präsenz hatten oder deren bestehende Kanäle wie z.B. Instagram noch nicht an einen Webshop angebunden sind. Oft zeigt sich für Sylvie Utudjian auch, dass wertvolles Potenzial brach liegt, um bestehende Kundinnen und Kunden sowie neues Publikum mit dem direkten Ziel des Verkaufens anzusprechen.

Klar ist: In diesem Bereich besteht noch deutlicher Handlungsbedarf, um neue Chancen auch wirklich nutzen zu können. Dabei ist Sylvie Utudjian beratend aktiv und bringt ihre Expertise mit Begeisterung ein. Denn sie weiß: Ihre Wirkung – und somit wirtschaftliche Effekte – entfalten Impulse aus der Online-Welt aber nur dann in vollem Umfang, wenn der Online-Handel mit dem Offline-Handel – also dem physischen Einkaufserlebnis im Geschäft vor Ort – verzahnt ist.

Foto: Sylvie Utudjian / uberchique

Die stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke und Mutter von zwei Kindern hat klare Zukunftsprioritäten: Mobilitätswende, Klimaneutralität und Digitalisierung.

 

Sie sind seit Jahresbeginn stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke. Welche Erfahrungen aus Ihrer bisherigen Karriere haben Sie auf Ihre neue Rolle besonders vorbereitet?

Andere können das sicher besser beurteilen als ich, ich versuche es anhand einiger Beispiele. Ich bin vor allem im Bereich der Mobilität eine ausgewiesene Expertin – und somit auch im Bereich der Bahn bzw. Schiene. Ich konnte in verschiedenen Führungspositionen wertvolle Erfahrungen sammeln, die mir jetzt in meiner Rolle als stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke zugutekommen.

Besonders prägend war meine Zeit als Geschäftsführerin der Wiener Lokalbahnen, wo ich gelernt habe, komplexe Verkehrs- und Transportlösungen zu managen und die Bedürfnisse eines breiten Kundenspektrums im öffentlichen Verkehr zu verstehen.

Was ist Ihnen in Ihrer neuen Funktion besonders wichtig?

In konzentriere mich auf drei zentrale Punkte: Mobilitätswende, Klimaneutralität und Digitalisierung. Unser Ziel ist, Wien bis 2040 klimafit zu machen, dafür investieren wir massiv in Infrastruktur – von dem Bau der U2/U5 über die Dekarbonisierung unserer Busflotte hin zu unserer Wasserstoffstrategie. Wir setzen auf innovative Lösungen und bewährte Konzepte.

KI hilft uns, Prozesse effizienter zu gestalten, personalisierte Services anzubieten und das Mobilitätsverhalten unserer Kundinnen und Kunden besser zu verstehen. Gemeinsam mit den Wiener Linien arbeiten wir daran, die digitale Transformation aktiv voranzutreiben und neue, zukunftsorientierte Technologien wie Logwien als „digitalen Generalschlüssel“ zu etablieren mit dem Ziel, dass alle Wienerinnen und Wiener unkompliziert zu all unseren Leistungen Zugang erhalten.

Welche Herausforderungen und Chancen sehen Sie in der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke?

Unsere Tochterunternehmen bringen durch ihre unterschiedlichen Geschäftsfelder eine Vielfalt an Kompetenzen ein, die uns helfen, Innovationen schneller und gezielter umzusetzen. Eine der großen Chancen liegt in der Zusammenarbeit und im Wissenstransfer – gerade bei technologischen Themen wie der KI-gestützten City-Logistik und datenbasierten Services.

Gleichzeitig bedeutet die Vielfalt der Geschäftsbereiche, dass wir eine offene Innovationskultur leben müssen, das gelingt uns auch gut, vor allem im Bereich der Lehrlingsausbildung können wir hier durch gebündeltes Know-How unseren Lehrlingen eine top-Ausbildung anbieten. Ich setze auf eine enge Vernetzung und regelmäßigen Austausch zwischen den Tochterunternehmen, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln, die einen echten Mehrwert für die Stadt und unsere Kundinnen und Kunden schaffen.

Welche Technologien werden in den nächsten Jahren bei den Wiener Stadtwerke eine Schlüsselrolle spielen?

Die Wiener Stadtwerke gestalten aktiv die Digitalisierung in Wien mit. In Zukunft wird kein Weg zum Kunden ohne eine moderne, leistungsstarke IT und digitale Services führen. KI und Datenanalyse – natürlich im Einklang mit Datenschutz und Datensicherheit – sind hierbei entscheidend, um unsere Services optimal auszurichten und auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Ein konkretes Beispiel ist die Mobilitätsanalyse durch KI, die uns hilft, den öffentlichen Verkehr auf Basis von Echtzeitdaten optimal zu steuern und individuelle Mobilitätslösungen wie den „WienMobil Hüpfer“ bedarfsgerecht einzusetzen. 

Was sind die größten Herausforderungen für Wien in Bezug auf städtische Dienstleistungen und Infrastruktur?

Die größte Herausforderung in der öffentlichen Mobilität ist wahrscheinlich die berühmte „letzte Meile“, also der Weg von der Station nach Hause oder zum Arbeitsplatz. Hierfür verbreitern wir unser Angebot seitens der Wiener Linien und bieten auf unseren WienMobil-Stationen multimodale Angebote; Neben Fahrrädern auch Elektroautos zum Mieten an oder die Angebote unserer „Hüpfer“, also eine Mitfahrgelegenheit auf Abruf. Wir haben bereits 100 Wien-Mobil-Stationen in Wien etabliert und bauen diese Services weiter aus. 

Ganz allgemein ergibt sich durch den Umstieg auf Elektromobilität natürlich ein stark erhöhter Bedarf an Strom – hier ist einerseits der Netzausbau gefragt, gleichzeitig natürlich der Ausbau an Erneuerbaren, denn klar ist, dass der Bedarf steigen wird. 

Was waren für Sie als Frau in einer Führungsposition im technischen Bereich die größten Hürden auf Ihrem Karriereweg?

Technische und strategische Führungspositionen sind immer noch oft männerdominiert. Ich habe gelernt, mir ein starkes Netzwerk aufzubauen, auf meine Kompetenzen zu vertrauen und gezielt Unterstützung beizuziehen. Heute ist es mir wichtig, im Unternehmen eine Kultur zu fördern, in der alle Kolleginnen und Kollegen – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft – ihre Ideen und Fähigkeiten einbringen können. Gerade in einem technischen Bereich profitieren wir von einer vielfältigen Denkweise, die neue und kreative Ansätze ermöglicht. 

Über Monika Unterholzner

Monika Unterholzner ist seit 1. Jänner 2024 stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke und verantwortet die Bereiche Mobilität, Bestattung, Friedhöfe, IT und Innovation. Sie studierte Handelswissenschaften an der WU Wien. Ihre Karriere startete sie Anfang der 1990er als Trainee in der Europäischen Kommission.

Von 1995 bis 2010 war Unterholzner in mehreren Funktionen in der Wirtschaftsagentur Wien tätig, u.a. als Leiterin des Brüsseler Büros und als Geschäftsführerin einiger Tochtergesellschaften. 2010 wechselte Unterholzner als Prokuristin zum Hafen Wien. 2013 schließlich trat sie in den Wiener Stadtwerke-Konzern ein, wo sie vier Jahre lang die kaufmännischen Geschicke der WIPARK Garagen GmbH verantwortete. Von 2017 bis 2023 führte die Managerin die Wiener Lokalbahnen GmbH inklusive der Gesellschaften Wiener Lokalbahnen Cargo und Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste. 

Foto: Wiener Stadtwerke/Ehm

 

The Deputy General Director of Wiener Stadtwerke and mother of two has clear priorities for the future: a turnaround in mobility, climate neutrality and digitalization.

You have been Deputy General Director of Wiener Stadtwerke since the beginning of the year. What experiences from your previous career have particularly prepared you for your new role?

Others can certainly judge this better than I can, but I will try to do so with a few examples. Above all, I am a proven expert in the field of mobility – and thus also in the field of rail. I have been able to gain valuable experience in various management positions, which now stand me in good stead in my role as Deputy Director General of Wiener Stadtwerke. My time as managing director of Wiener Lokalbahnen was particularly formative. There, I learned how to manage complex traffic and transportation solutions and understand the needs of a broad range of public transportation customers.

What is especially important to you in your new role?

I am focusing on three key points: a mobility transition, climate neutrality and digitalization. Our goal is to make Vienna climate-fit by 2040, and to achieve this we are investing heavily in infrastructure – from the construction of the U2/U5 underground lines and the decarbonization of our bus fleet to our hydrogen strategy. We are committed to innovative solutions and proven concepts. AI helps us to make processes more efficient, offer personalized services and better understand the mobility behavior of our customers. Together with Wiener Linien, we are working to actively drive digital transformation and establish new, future-oriented technologies such as Logwien as a “digital master key” with the aim of giving all Viennese easy access to all our services.

What challenges and opportunities do you see in working with the various subsidiaries of Wiener Stadtwerke?

Our subsidiaries contribute a wide range of skills through their different business areas, which help us to implement innovations faster and in a more targeted manner. One of the great opportunities lies in collaboration and knowledge transfer – especially in technological areas such as AI-supported city logistics and data-based services. At the same time, the diversity of our business areas means that we have to embrace an open culture of innovation. We are doing well in this regard, especially in the area of apprentice training, where we are able to offer our apprentices top-notch training thanks to our combined expertise. I am committed to close networking and regular exchange between the subsidiaries in order to develop joint solutions that create real added value for the city and our customers.

Which technologies will play a key role at Wiener Stadtwerke in the coming years?

Wiener Stadtwerke is actively shaping digitalization in Vienna. In the future, there will be no way to reach customers without modern, high-performance IT and digital services. AI and data analysis – of course in compliance with data protection and data security – are crucial to optimally aligning our services and responding to individual needs. One specific example is mobility analysis using AI, which helps us to optimally control public transport based on real-time data and to use individual mobility solutions such as “WienMobil Hüpfer” as needed.

What are the biggest challenges for Vienna in terms of urban services and infrastructure?

The biggest challenge in public mobility is probably the famous “last mile”, i.e. the journey from the station to your home or workplace. To this end, we are expanding our services on the part of Wiener Linien and offering multimodal services at our WienMobil stations; in addition to bicycles, we also offer electric cars for hire or our “Hüpfer” services, which provide on-demand carpooling. We have already established 100 Wien Mobil stations in Vienna and are continuing to expand these services.

Generally speaking, the switch to electric mobility naturally results in a significant increase in demand for electricity. On the one hand, this calls for grid expansion, and at the same time, of course, an increase in the use of renewables, because it is clear that demand will rise.

As a woman in a management position in a technical field, what were the biggest hurdles in your career?

Technical and strategic management positions are still often dominated by men. I have learned to build a strong network, to trust in my abilities and to seek targeted support. Today, it is important to me to promote a culture in the company in which all colleagues – regardless of gender or origin – can contribute their ideas and skills. Especially in a technical field, we benefit from a diverse way of thinking that enables new and creative approaches.

About Monika Unterholzner

Monika Unterholzner has been Deputy General Director of Wiener Stadtwerke since January 1, 2024 and is responsible for the areas of mobility, funeral services, cemeteries, IT and innovation. She studied commercial science at the Vienna University of Economics and Business. She began her career as a trainee in the European Commission in the early 1990s. From 1995 to 2010, Unterholzner held several positions at the Vienna Business Agency, including head of the agency's Brussels office and managing director of several subsidiaries. In 2010, Unterholzner joined the Vienna Port Authority as an authorized signatory. In 2013, she joined the Wiener Stadtwerke Group, where she was responsible for the commercial affairs of WIPARK Garagen GmbH for four years. From 2017 to 2023, the manager was in charge of Wiener Lokalbahnen GmbH, including the companies Wiener Lokalbahnen Cargo and Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste.

Photo: Wiener Stadtwerke/Ehm

Vor knapp drei Monaten ist die Tochter von harry’s home Gründer Harald „Harry“ Ultsch offiziell in den Familienbetrieb eingestiegen.

 

Neben seinen Söhnen Florian und Fabian, hält nun auch Valentina Ultsch eine wichtige Unternehmensposition inne: Mit gerade einmal 26 Jahren übernimmt die BWL-Absolventin die Leitung im Bereich Human Resources der gesamten Harry’s Home Holding AG. 

Nach Ihrem BWL-Studium in Wien sind Sie vor wenigen Wochen in leitender Funktion in den Familienbetrieb eingestiegen – mit gerade einmal 26 Jahren. Welche Position haben Sie übernommen? 

Ich habe die Leitung Human Resources sowohl bei den harry’s home hotels & apartments als auch bei den Innsbrucker Häusern ADLERS Lifestyle-Hotel und Hotel Schwarzer Adler übernommen. Das betrifft aktuell insgesamt 250 Mitarbeiter der gesamten Harry’s Home Holding AG, nächstes Jahr werden es 300 sein. Ich bin übrigens nicht unmittelbar nach dem Studium in unseren Familienbetrieb eingestiegen. 

Was haben Sie stattdessen gemacht und wieso haben Sie sich für einen späteren Einstieg entschieden? 

Direkt nach dem Studium wäre es einfach zu früh gewesen. Ich wollte lieber noch ein bisschen Praxiserfahrung in anderen Firmen sammeln, um zu sehen, wie es anderswo läuft. Das habe ich schließlich knapp drei Jahre lang in Graz gemacht. Zuerst war ich dort bei Iventa – The Human Management Group, dann bei epunkt tätig – jeweils in der Personalberatung. 

Warum der Bereich Human Resources? 

Mein Interesse dafür habe ich während eines Management Trainees in unserem Betrieb entdeckt. Ich durfte dabei mehrere Positionen durchlaufen und alle Abteilungen kennenlernen. Zu der Zeit hatten wir eine tolle Mitarbeiterin im Bereich Human Resources, die mir gezeigt hat, wie kreativ das Gebiet sein kann, z. B. hinsichtlich Employer Branding oder Recruiting. Die Abwechslung und der permanente Austausch mit Menschen macht mir sehr viel Spaß. 

Was sind Ihre langfristigen Ziele? 

In unserem Betrieb leben wir das Motto „We all are family“, das direkt aus unserer Familie hervorgeht. Mein Ziel ist es, diesen Slogan auch wirklich zu verinnerlichen – egal wie groß wir als Unternehmen sind. Das soll nicht nur eine schöne Maske nach außen sein, sondern innendrin auch richtig gelebt werden. Das ist mir extrem wichtig. 

Haben Sie schon vor Ihrem offiziellen Einstieg ins Unternehmen mitentscheiden dürfen oder lag das bisher eher beim Rest der Familie? 

Also mitgeredet habe ich immer. In unserer Familie herrscht eine sehr offene Gesprächskultur. Es wird natürlich auch im privaten Umfeld viel über das Geschäft gesprochen und gerade größere, strategische Entscheidungen untereinander besprochen. Meine Eltern legen großen Wert darauf, die Meinung aller einzuholen und gleich abzuwägen. Bei ein paar externen Terminen, etwa in Wien, wo wir viele Partner haben, durfte ich zuletzt schon dabei sein und z. B. mitentscheiden, wie die künftigen Designgenerationen in unseren Hotels aussehen werden. 

Sie sind die Jüngste in der Familie, die aktiv in den Betrieb eingestiegen ist. Haben Sie das Gefühl, dass es Nachteile mit sich bringt als letzte dabei zu sein? 

Ich hatte anfangs schon die Befürchtung, dass ich im Nachteil sein könnte, denn der Altersunterschied zu meinen beiden älteren Brüdern ist relativ groß. Mittlerweile glaube ich, dass das sogar ein Vorteil ist. Bei uns gibt’s keinen Konkurrenzkampf aber natürlich kann es auch mal krachen, das gehört dazu. Mit meinen neun Jahren Unterschied zu Florian zählt dieser nämlich schon zu einer anderen Generation, da kann man schon mal anderer Meinung sein. Genau das ist aber auch das Schöne: Unser Vater ist sehr offen und möchte immer wissen wie unterschiedliche Altersgruppen denken und unsere Mutter legt großen Wert darauf, dass wir miteinander reden und gemeinsam Spaß haben. Am Ende finden wir stets einen Konsens, mit dem alle innerhalb der Familie zufrieden sind. 

Foto: Harry’s Home Holding AG/Aria Sadr-Salek

Erst kürzlich ist die Tochter von harry’s home Gründer Harald Ultsch offiziell in den Familienbetrieb eingestiegen. Neben seinen Söhnen Florian und Fabian, hält nun auch Valentina Ultsch eine wichtige Unternehmensposition inne.

 

Mit gerade einmal 26 Jahren übernahm die BWL-Absolventin die Leitung im Bereich Human Resources der gesamten Harry’s Home Holding AG.

Nach Ihrem BWL-Studium in Wien sind Sie erst kürzlich in leitender Funktion in den Familienbetrieb eingestiegen – mit gerade einmal 26 Jahren. Welche Position haben Sie übernommen? 

Ich habe die Leitung Human Resources sowohl bei den harry’s home hotels & apartments als auch bei den Innsbrucker Häusern ADLERS Lifestyle-Hotel und Hotel Schwarzer Adler übernommen. Das betrifft insgesamt 250 Mitarbeiter der gesamten Harry’s Home Holding AG, dieses Jahr werden es 300 sein. Ich bin übrigens nicht unmittelbar nach dem Studium in unseren Familienbetrieb eingestiegen. 

Was haben Sie stattdessen gemacht und wieso haben Sie sich für einen späteren Einstieg entschieden? 

Direkt nach dem Studium wäre es einfach zu früh gewesen. Ich wollte lieber noch ein bisschen Praxiserfahrung in anderen Firmen sammeln, um zu sehen, wie es anderswo läuft. Das habe ich schließlich knapp drei Jahre lang in Graz gemacht. Zuerst war ich dort bei Iventa – The Human Management Group, dann bei epunkt tätig – jeweils in der Personalberatung. 

Warum der Bereich Human Resources? 

Mein Interesse dafür habe ich während eines Management Trainees in unserem Betrieb entdeckt. Ich durfte dabei mehrere Positionen durchlaufen und alle Abteilungen kennenlernen. Zu der Zeit hatten wir eine tolle Mitarbeiterin im Bereich Human Resources, die mir gezeigt hat, wie kreativ das Gebiet sein kann, z. B. hinsichtlich Employer Branding oder Recruiting. Die Abwechslung und der permanente Austausch mit Menschen macht mir sehr viel Spaß. 

Was sind Ihre langfristigen Ziele? 

In unserem Betrieb leben wir das Motto „We all are family“, das direkt aus unserer Familie hervorgeht. Mein Ziel ist es, diesen Slogan auch wirklich zu verinnerlichen – egal wie groß wir als Unternehmen sind. Das soll nicht nur eine schöne Maske nach außen sein, sondern innendrin auch richtig gelebt werden. Das ist mir extrem wichtig. 

Haben Sie schon vor Ihrem offiziellen Einstieg ins Unternehmen mitentscheiden dürfen oder lag das bisher eher beim Rest der Familie? 

Also mitgeredet habe ich immer. In unserer Familie herrscht eine sehr offene Gesprächskultur. Es wird natürlich auch im privaten Umfeld viel über das Geschäft gesprochen und gerade größere, strategische Entscheidungen untereinander besprochen. Meine Eltern legen großen Wert darauf, die Meinung aller einzuholen und gleich abzuwägen. Bei ein paar externen Terminen, etwa in Wien, wo wir viele Partner haben, durfte ich zuletzt schon dabei sein und z. B. mitentscheiden, wie die künftigen Designgenerationen in unseren Hotels aussehen werden. 

Sie sind die Jüngste in der Familie, die aktiv in den Betrieb eingestiegen ist. Haben Sie das Gefühl, dass es Nachteile mit sich bringt als letzte dabei zu sein? 

Ich hatte anfangs schon die Befürchtung, dass ich im Nachteil sein könnte, denn der Altersunterschied zu meinen beiden älteren Brüdern ist relativ groß. Mittlerweile glaube ich, dass das sogar ein Vorteil ist. Bei uns gibt’s keinen Konkurrenzkampf aber natürlich kann es auch mal krachen, das gehört dazu. Mit meinen neun Jahren Unterschied zu Florian zählt dieser nämlich schon zu einer anderen Generation, da kann man schon mal anderer Meinung sein. Genau das ist aber auch das Schöne: Unser Vater ist sehr offen und möchte immer wissen wie unterschiedliche Altersgruppen denken und unsere Mutter legt großen Wert darauf, dass wir miteinander reden und gemeinsam Spaß haben. Am Ende finden wir stets einen Konsens, mit dem alle innerhalb der Familie zufrieden sind. 

Foto: Harry’s Home Holding AG/Aria Sadr-Salek

Dr. Johanna Ullrich ist Senior Researcher bei SBA Research.Dort beschäftigt Sie sich mit Fragen rund um die Sicherheit in Kommunikationsnetzwerken wie zum Beispiel dem Internet. 

 

Zentrale Fragen dabei sind: Wie kann man das System angreifen? Welche Angriffe sind möglich? Wie kann man sich dagegen schützen?

„Computer waren bei mir zu Hause allgegenwärtig“, sagt Dr. Ullrich, dadurch konnte ich meine in der Grafiksoftware Paint gemalten Werke speichern, bevor ich den Befehl „Datei speichern“ überhaupt lesen konnte. Binär rechnen lernte ich mit acht oder neun Jahren. Mein Vater hat mir das mit Straßen-Malkreiden vor unserem Haus beigebracht. Ich fand es komisch, dass Mitschüler die Computer ihrer Eltern reparieren mussten. Konnten die das denn nicht selbst? Eltern konnten ja sonst auch alles. Dass es dann Elektrotechnik statt Informatik wurde, ist als Akt pubertärer Rebellion zu werten“, erzählt Dr. Johanna Ullrich, für die das Internet ein Experiment ist, das dem Labor entkommen ist. 

Nini Tsiklauri wurde in Georgien geboren. In den 26 Jahren ihres Lebens hat sie bereits Kriege miterlebt und Fluchterfahrungen gesammelt. Bei der EU-Wahl kandidiert sie für die NEOS.

 

Zwei Mal musste sie mit ihrer Familie aus Georgien flüchten. Diese Erlebnisse haben sie geprägt und durch sie wisse sie auch, was in Europa auf dem Spiel steht. Für sie bedeutet die Europäische Union vor allem eines: Frieden. Und dafür möchte sie selbst kämpfen. Allerdings sei das aktuelle System der EU nicht geeignet, um Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Migration und Sicherheit zu lösen.

Zunächst müsse man „eine gemeinsame, vom Einstimmigkeitszwang befreite Außen- und Steuerpolitik, eine europäische Sicherheitsdoktrin mit einer europäischen Armee zur Friedenssicherung und einen klar definierten Schutz der Außengrenzen mit einer europäischen Migrationspolitik schaffen“. Um diese Herausforderungen zu bewältigen sei Zusammenarbeit wichtig. „Ich möchte Europäer und Europäerinnen darauf aufmerksam machen, dass wir nun alle gemeinsam an einem Strang ziehen und die EU neu gründen müssen, um Europa überhaupt die Möglichkeit zu geben sich diesen globalen Herausforderungen stellen zu können. Ich möchte die Europäerinnen und Europäer mit voller Leidenschaft vertreten und ihnen Mut machen, dass wir das durchaus schaffen können. Es ist eine Sache des Wollens.“

Politik war für sie immer ein Thema, geschuldet mit großer Wahrscheinlichkeit ihren Großeltern, die ihr viel Historisches erzählten und das auch mit der Politik in Verbindung brachten.

 

Bald wurde ihr klar, wie wichtig es ist gesellschaftspolitisch mitzugestalten und für die Anliegen der Menschen da zu sein. 

„Politik ist für die Menschen da. Es gibt genügend offene Ansatzpunkte in vielen Bereichen, in denen es um soziale Gerechtigkeit für Menschen jedes Alters geht. Einerseits sind mir die Angelegenheiten des Konsumentenschutzes, des Tierschutzes und der Volksgruppen wichtig. Andererseits alle Frauen-Themen und die Einführung eines Mindestlohnes. Wir müssen das Abrutschen der Frauen in die Altersarmut verhindern. Es geht dabei um soziale Gerechtigkeit und das jeder Mensch, egal welchen Alters, von seinem Einkommen leben kann“, sagt die im Krankenhaus Oberpullendorf tätige Radiologie-Technologin.

Nachhaltige Arbeit für die Bevölkerung

„Eine Politikerin ist dann gut, wenn sie für die Menschen und für ihre Anliegen da ist, ihnen zuhört und sich für sie einsetzt. Es ist wichtig sich von schwierigen Entscheidungen und von Kritik nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen zu lassen. Als Politikerin muss man bei den Leuten sein. Der Beruf der Politikerin ist eine nachhaltige Arbeit zum Wohle der Bevölkerung“, so Elisabeth Trummer.

Das Vertrauen der Menschen in die Politik zurückzugewinnen, heiße gegebene Versprechen umzusetzen. Versprechen dürften nicht nur vor einer Wahl und mit der Hoffnung auf Stimmen gegeben werden. Die politischen Handlungen müssten für die Gesellschaft Verbesserungen bringen und diese müssten sichtbar und vor allem spürbar sein. Denn in der Politik komme es nicht darauf an, was man verspreche, sondern was man umsetze.

Politik ohne bitteren Beigeschmack

„Als Frau in der Politik hat man oft den Eindruck anders wahrgenommen zu werden als die männlichen Kollegen“, merkt Elisabeth Trummer an. „Ich wünsche mir so be(tr)achtet zu werden, wie man es bei einem Politiker tut – einfach auf sachlicher Ebene und auf Augenhöhe. Das alleine würde genügen, um uns Frauen den Weg in die Politik – ohne Beigeschmack – zu erleichtern. Wir Politikerinnen haben möglicherweise einen anderen Zugang und eine andere Sichtweise zu gewissen Themen. Aber genau deshalb wollen wir, dass unsere Anliegen genauso ernst genommen werden und genauso rasch Gehör finden, wie bei jedem anderen Politiker. Denn unsere Ziele sind doch die gleichen. Für die Menschen da zu sein. Stärker denn je.“

Foto: Tatjana Pfneiszl - SPÖ Landtagsklub

Austrian Business Woman im Gespräch mit Kelly Marketing Director Petra Trimmel über die Untersuchung des heimischen Snackverhalten und sensationelle Knabberzahlen.

 

Es gibt wieder viele Innovationen 2022 auf die sich die Konsumenten freuen können. Unter anderem wird die „My special way“ Range erweitert und die Marke Soletti darf sich über einen Design Relaunch freuen“, sagt Mag. Petra Trimmel, die ganz genau weiß, was sich Konsumenten im Snackbereich wünschen.

Studie analysiert Snackverhalten der Österreicher

Im Herbst des Vorjahres wurde von Kelly eine Studie in Auftrag gegeben, die das Snackverhalten der Österreicher seit der COVID-Krise durchleuchtete. Drei wesentliche Trends wurden erkannt: Die Snack-Gelegenheiten haben sich geändert: Man snackt weniger auf der Couch, sondern mehr „on the go“. Es wird immer bewusster und aktiver geknabbert, Snackprodukte werden immer mehr auch als Jause eingesetzt.

Gleichzeitig ist der Wunsch nach Belohnung und Verwöhnung in der Coronakrise gestiegen. So ist es für 17 Prozent der Befragten wichtiger geworden, sich mit Snacks zu belohnen – und das empfinden viele mit Knabbereien verantwortbarer als mit Süßigkeiten. Dank der reduzierten Fett- und Salzzufuhr werden Kelly’s Snacks als durchaus wertvoller Genuss, den man sich bewusst gönnt, angesehen. Sie unterhalten, trösten, verwöhnen und machen das Leben ein bisschen leichter.

Der dritte und größte Trend ist das allgemeine Bewusstsein zur Regionalität, das seit Corona stark gestiegen ist. Wie und woraus die Produkte hergestellt werden und woher sie kommen, spielt eine noch wesentlichere Rolle. Heimische Kartoffel, ausgezeichnete Gewürze und österreichisches Getreide sind als hochwertige Snack-Inhaltsstoffe kaufentscheidend, wodurch das gesamte Kelly-Sortiment extrem positiv besetzt ist. Die Tendenz zu pflanzlich orientierter Nahrung wächst generell.

Dynamische Entwicklung

„Kelly startet mit Zuversicht und voller Elan in das neue Jahr 2022. Immerhin konnte Kelly den Marktanteil innerhalb des Segments Knabbergebäck 2021 auf 29,7 Prozent weiter ausbauen und ist somit erneut der größte Markenanbieter von Knabbergebäck. Der Gesamtmarkt inklusive Hofer und Lidl ist im Vergleich zum Jahr 2020 auf ähnlich hohem Niveau geblieben und erwirtschaftet einen Umsatz von 391 Millionen Euro“, so Mag. Trimmel. Die Snackkategorie habe sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt, besonders 2020 – im ersten Jahr der COVID-Krise – habe sich der Markt vergrößert.

„Dass sich die Kelly Produkt-Range innerhalb der Kategorie auf bereits hohem Niveau noch intensivieren konnte, freut uns besonders. Der Pro-Kopf-Verbrauch von salzigen Snacks liegt bei 4,82 kg damit befindet sich Österreich im europäischen Vergleich im Mittelfeld“, sagt die Marketing-Expertin und definiert auch gleich die Werbeschwerpunkte für dieses Jahr: „Diese ergeben sich Kampagnen- und Zielgruppenspezifisch, der Hauptfokus liegt auf TV und Digital.“

Foto: Kelly

Während viele Unternehmen von der Krise schwer getroffen wurden, konnte Snackhersteller Kelly seine Umsätze im Coronajahr steigern.

 

Austrian Business Woman hat mit Marketing Director Petra Trimmel über die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte von Kelly gesprochen.

Coronazeit ist Knabberzeit – die Menschen verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher und greifen, nicht schwer zu erraten, vermehrt zu Chips und Co. Mag. Petra Trimmel, ihres Zeichens Marketingverantwortliche beim Snackhersteller Kelly, kann das bestätigen: „Der Konsum vieler Knabberprodukte ist seit dem März des Vorjahres deutlich gestiegen. Die Zahlen zeigen es ganz deutlich, speziell der Snackbereich ist zweistellig gewachsen.“ Ohnehin entwickle sich dieser Markt äußerst dynamisch, „aber im Endeffekt“, so Trimmel, „konnten wir im Vorjahr ein Wachstum von 13 Prozent verzeichnen, deutlich mehr, als in den Jahren zuvor.“

Unvergessen bleibt der Managerin der erste Lockdown im März des Vorjahres, als es zu Hamsterkäufen kam. „Die Regale in den Supermärkten waren leergeräumt, auch unsere Produkte waren in vielen Filialen nicht mehr zu haben.“ Das änderte sich schnell. Die Top-Seller wurden öfter produziert – in Tag- und Nachtschichten und auch an so manchen Wochenenden. Die Out of Stock-Situation war so nach kürzester Zeit wieder beendet. 

Am 18. März 2024 hat Tatiana Tousi die Rolle der General Managerin von GSK Österreich übernommen. Sie tritt damit die Nachfolge von Neil Davidson an, der zwei Jahre lang GSK Österreich geleitet hat.

 

Als neue General Managerin ist Tatiana Tousi für das gesamte Pharmageschäft von GSK Österreich verantwortlich, einschließlich Impfstoffen und HIV. Tatiana über ihre neue Rolle:

„Ich freue mich darauf, die Innovationen von GSK in den Bereichen Prävention und Behandlung österreichischen Patienten so schnell wie möglich zugänglich zu machen. Die Stärke unseres Unternehmens in den Bereichen Atemwegserkrankungen, Immunologie und Infektionskrankheiten gibt uns die Möglichkeit und die Pflicht, einen wesentlichen Beitrag zu einem gut funktionierenden Gesundheitssystem zu leisten und das Leben von Millionen von Menschen in Österreich zu verbessern. Vorbeugung und lebenslange Impfungen sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit unserem engagierten Team bei GSK sowie mit Angehörigen der Gesundheitsberufe und externen Partnern, um die Bevölkerung über die Bedeutung und den Wert der Prävention aufzuklären und den Zugang zu wichtigen Impfstoffen zu verbessern.“

„GSK kann auf eine solide Erfahrungen zurückgreifen, wenn es darum geht, Patient*innen zu helfen, und wir werden dies auch weiterhin tun - sowohl mit unseren grundlegenden Arzneimitteln als auch im Bereich der Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf, wie z. B. Myelofibrose und Krebserkrankungen bei Frauen, sowie bei immunbedingten Krankheiten und HIV.“

Tatiana Tousi ist seit 20 Jahren in der Pharmabranche in den USA, Griechenland und Großbritannien tätig. Sie ist seit 5 Jahren bei GSK, wo sie die Position des Senior Vice President für Strategie, Global Insights & Analytics, Preisgestaltung & Marktzugang und Global Commercial Practices & Capabilities innehatte. Davor war sie 11 Jahre lang bei AstraZeneca in verschiedenen Funktionen tätig, u. a. in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Vertrieb und Marketing für Onkologie, globales Marketing für Atemwegserkrankungen und Portfoliostrategie.

Tatiana hat einen BA in Wirtschaftswissenschaften von der Princeton University und einen MBA in Finance & Healthcare Management von der Wharton University of Pennsylvania. Sie freut sich nun darauf, nach Wien zu ziehen und ihre neue Herausforderung anzunehmen.

Foto: Elena Tondi

Politisch interessiert und engagiert war die Pädagogin und studierte Juristin schon in jungen Jahren. Ihre Motivation: Sich für Kollegen und Schüler einzusetzen und Abläufe im Bildungsbereich zu optimieren. 

 

Sie fand Gefallen an gestalterischen Prozessen, durfte sich entfalten und wurde 2019 als Abgeordnete zum Nationalrat gewählt. Daneben ist Agnes Totter geschäftsführende Obfrau des Lehrerbundes Steiermark, Vorstandsmitglied des ÖAAB in ihrem Heimatbezirk Südoststeiermark und Mitglied des Landesvorstandes der Österreichischen Frauenbewegung.

„Mir liegen insbesondere zwei Bereiche am Herzen: die Bildung und die Stärkung des ländlichen Raums. Ich setze mich mit aller Kraft dafür ein, dass unsere Kinder die beste Bildung vor Ort erhalten. Bedingt durch die Corona-Krise, wo zeitweise nur Lernen auf Distanz möglich war, waren einige mit der Situation überfordert. Diese Entwicklung zeigte uns aber eines ganz deutlich: Wir erkannten, wie wichtig die Lehrperson im Lernprozess ist und es wurde klarer und sichtbarer, dass erfolgreiches Lernen über eine gute und wertschätzende Beziehung geht und nur so gelingen kann. Und da leisten unsere Lehrer gemeinsam mit den Schulleitungen eine hervorragende Arbeit“, sagt die gebürtige Rumänin.

Beste Versorgung vor Ort 

Wichtig ist ihr weites, den lebens- und liebenswerten ländlichen Raum als Lebens- und Wirtschaftsraum zu stärken und nachhaltig zu gestalten. Moderne Bildung vor Ort, hochwertige Arbeitsplätze, zukunftsfähige Infrastruktur, verlässliche Gesundheitsversorgung aber auch Möglichkeiten für kulturelle Begegnungen seien die Voraussetzung dafür, dass Menschen in ländlichen Gebieten ihre Zukunft weiter am Land sehen können. An diesen Themen arbeite sie täglich für die Menschen in der Südoststeiermark.

„Als Politikerin bin ich besonders stolz darauf, dass wir in unserer Region sehr gut ausgebildete Frauen haben. Wir müssen aber dafür sorgen, dass diese im ländlichen Raum entsprechende Jobs vorfinden. Gerade durch das Vorantreiben der Digitalisierung – der Bund investiert hier 1,4 Milliarden Euro – können wir es möglich machen, dass Frauen mit höherer Ausbildung auch im ländlichen Raum einer Arbeit nachgehen können, die ihrer Qualifikation entspricht.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist sehr viel besser als früher – Kindergarten oder Hort bieten in fast allen Gemeinden Öffnungszeiten an, welche die Arbeitszeit durchaus abdecken. Diese positive Entwicklung versuche ich weiter voranzutreiben“, so Totter, die gute politische Arbeit klar definiert: „Leidenschaft für eine Sache, die meiner Meinung nach auch sachliche Kompetenz voraussetzt, Verantwortungsgefühl sowie auch die Bereitschaft, für getroffene Entscheidungen die Verantwortung zu übernehmen, eine große Portion Empathie und die Fähigkeit zur Selbstreflexion.“

Um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, brauche es Zeit und viel Überzeugungskraft. „Es ist sehr wichtig, den Menschen zu zeigen, dass man für sie da ist. Gerade in Zeiten der Krise muss den Menschen vermittelt werden, dass man jederzeit ein offenes Ohr für sie hat und sich nach bestem Wissen und Gewissen einsetzt und engagiert.“

Sie selbst lebe nach dem Motto „Nichts ist unmöglich“. Ihr größter Erfolg: Wenn sie einer betroffenen Person mitteilen darf, dass ihr Problem einer Lösung zugeführt werden konnte. Ihr dringlichster Wunsch: Parteiübergreifende Verhandlungen ohne persönliche Befindlichkeiten um konstruktive Diskussionen mit Gehalt zu führen. „Mit handfesten Argumenten und Gegenargumenten lassen sich nämlich die besten Lösungswege finden – das fehlt mir momentan etwas.“

Foto: Sabine Klimpt/ÖVP-Klub

Was dieses Jahr im Bereich der Vermarktung geplant ist, erzählt Sabine Toifl, Marketing-Expertin bei der Wiener Städtischen Versicherung, im ABW-Interview.

 

Zwei Pandemiejahre haben zahlreiche Branchen hart getroffen und für viel Verunsicherung gesorgt – welche Versicherungssparten zählen zu den Krisengewinnern?

Die Pandemie hat vielen Menschen vor Augen geführt, wie schnell sich das Leben verändern kann, und sie für Vorsorge und Prävention sensibilisiert. Die Nachfrage nach einer privaten Gesundheitsvorsorge steigt seit Krisenbeginn besonders stark – ihr kommen wir mit flexiblen und innovativen Services und Produktlösungen für jeden Geldbeutel nach.

Digital, TV, Hörfunk, Print – über welche Kanäle erfolgen heuer vorrangig die Vermarktungsschwerpunkte der Wiener Städtischen Versicherung?

Heute stehen weniger einzelne Medien im Vordergrund, sondern große, crossmediale Plattform-Gedanken. So können wir einzelne Elemente im Rahmen einer integrierten Kampagne zu einem großen, stimmigen Ganzen verzahnen.

Wird die einprägsame Imagekampagne #einesorgeweniger auch 2022 fortgesetzt? In welcher Form?

#einesorgeweniger ist ein gutes Beispiel für die genannte Plattform. Wir wollen auf diesem starken Gedanken definitiv aufbauen und befinden uns aktuell in intensiven Vorbereitungen unseres nächsten Auftritts. Man darf gespannt sein! 

Welche Versicherungsbereiche stehen dieses Jahr im Fokus der Vermarktung?

2022 rückt die Wiener Städtische die Frauenvorsorge in den Fokus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Alters- und Gesundheitsvorsorge, da Frauen in diesen Bereichen den größten Vorsorgebedarf haben. Unter der Dachmarke Women’s Selection schaffen wir Bewusstsein für private Vorsorge und bieten unterschiedliche Lösungen im Service- und Produktbereich, die sich speziell an Frauen richten. Denn damit sie auch im Alter einen gesunden und finanziell abgesicherten Lebensstil genießen können, gibt es nur einen Weg: #frausorgtvor!

Im Vorjahr wurden Sie als Finance Marketer of the year ausgezeichnet – bitte verraten Sie unseren Leserinnen Ihr Erfolgsrezept für gelungene Werbung?

Ich fürchte, das absolute Erfolgsrezept ist noch nicht erfunden worden. Aber gerade das macht die Aufgabe auch so spannend. Man muss ständig am Puls der Zeit bleiben und sich in die Menschen hineinversetzen: Welche Sorgen beschäftigen sie? Wie können wir uns als Lebenspartner auf Augenhöhe positionieren? All diese Gedanken fließen zusammen und münden am Ende in eine Kampagnenidee.

Foto: Ulrich Zinell

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