Interviews

Wiesenthal ist ein Autohaus mit Tradition und einer bewegten Geschichte: Aus einem Familienunternehmen ist über die Jahrzehnte ein Konzern mit rund 2.000 Mitarbeiterinnen entstanden. Eine davon ist Susanne Dworschak.

 

Susanne Dworschak studierte zuerst an der Wirtschaftsuniversität Wien und absolvierte dann an der IMC Fachhochschule Krems den Studienzweig Unternehmensführung & Electronic Business Management. Vor zehn Jahren, also ein Jahr nachdem sie ihre Studium abgeschlossen und in das „richtige“ Berufsleben eingestiegen war, verantwortete sie als Produktmanagerin das Lesermarketing für drei Entertainment-Titel und ein Lifestyle-Magazin der Verlagsgruppe News.

2010 wechselte sie zu Wiesenthal ins Marketing bzw. Projektmanagement und durchlief mehrere Stationen im Unternehmen. Nach ihrer Karenz wurde Susanne Dworschak die Verantwortung für Marketing bzw. Projektmanagement übertragen. Später übernahm sie die Online-Marketing-Agenden.

 

Susanne Dworschak, Marketing & Online-Marketing Wiesenthal

 

Viele Highlights

Ein einzelnes berufliches Highlight kann sie, so Dworschak, nur schwer ausmachen, „da es immer wieder Momente gibt, die ich in meiner beruflichen Laufbahn als Besonders empfinde und auf die ich stolz bin, wie zum Beispiel erfolgreich geführte Verhandlungen, der Wiedereinstieg nach der Karenz, gelungene Veranstaltungen mit glücklichen Kunden, meinen ersten Blog-Beitrag, gut performende Kampagnen die maßgeblich & nachweislich zum Verkaufserfolg beitrugen und die Erreichung meiner gesetzen Ziele in meinem Arbeitsbereich. Das wohl jüngste „Highlight“ war die Übernahme eines für mich neuen Bereichs, dem Online Marketing der Firma Wiesenthal und der Steigerung erfolgsmessender Kennzahlen sowie die Optimierung einzelner Prozesse in dieser Abteilung im letzten Jahr.

Viel Abwechslung

Susanne Dworschak gefällt besonders die Abwechslung, die ihr Job bietet und mit sich bringt: „Einerseits der vielseitige Online-Bereich: Neben den klassischen Aufgaben, wie der Befüllung der Website mit Content und der Planung von Online-Kampagnen verlangt dieser Beruf vor allem auch Kreativität, lösungs- und erfolgsorientiertes Arbeiten, ein über den Tellerrand blicken und vernetztes Denken, Analysefähigkeit und Ideenreichtum. Spannend machen meine Arbeit letztendlich auch die Aufgaben im Offline-Bereich, wie der Kampagnen- und Mediaplanung oder das Projektmanagement.“ Wiesenthal ist derzeit mit 33 Standorten in Europa vertreten und beschäftigt insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter. Aus einem ehemaligen familiären Unternehmen ist über die Jahrzehnte ein weltweiter Konzern entstanden.

Drei Fragen an Susanne Dworschak:

Wie lief das Vorjahr?

Veränderungen bringen immer (auch) etwas Positives – so auch für mich im letzten Jahr. Ich bekam die einmalige Möglichkeit, nachdem ich zuvor sechs Jahre für Projekte im Offline-Bereich und klassische Marketing-Agenden zuständig war, den Bereich Online-Marketing zur Gänze zu übernehmen und zu verantworten, mir neues Wissen anzueignen, einen Fuß in diese interessante Branche zu setzen, neue Kontakte zu schließen und letztendlich eine positive Performance zu verzeichnen.

Welche Ziele/Pläne haben Sie für 2018?

Berufliche Ziele für das kommende Jahr sind die weitere Performance-Steigerung im Online Bereich, eine optimierte Erfolgsmessung, der Einsatz innovativer Lösungen bei unseren Online-Kampagnen und für mich persönlich die stetige Weiterbildung in diesem Bereich.

Was muss man mitbringen, um in Ihrer Branche erfolgreich zu sein?

Ich denke, um erfolgreich zu sein – und damit meine ich in erster Linie nicht die erklimmte Höhe der Karriereleiter, sondern die eigene Zufriedenheit und jene des Vorgesetzen mit der geleisteten Arbeit, die gefühlte Wertschätzung dafür (Standing, Gehalt, Freiheiten) –  sind ein gewisser Biss und ein vorhandenes Selbstbewusstsein sehr wichtig. „Zeige Hunger und stehe zu deinen Taten!“

Foto: Wiesenthal/Marko Zlousic

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1906 begann der Gastwirt Josef Starzinger mit der Abfüllung von Getränken und legte damit den Grundstein für ein solide wachsendes Familienunternehmen. 

 

Heute füllen 250 Mitarbeiter an sechs österreichischen Standorten mit vier PET-Abfüllanlagen, drei Glas-Abfüllanlagen und drei Dosenanlagen etwa 180.000 Einheiten pro Stunde ab. Geleitet wird das Unternehmen heute in vierter Generation von Ludmilla Starzinger. Austrian Business Woman sprach mit der studierten Psychologin über ihren Führungsstil, Lieblingsprodukte und die Besonderheiten des Jahres 2017.

Ihr Familienunternehmen gibt es nun bereits seit 111 Jahren – was macht den Erfolg aus?

Die Generationsübergabe hat immer gut geklappt. Mein Vater hat das Unternehmen bereits zu einer beachtlichen Größe aufgebaut. Ich bin in seine Fußstapfen gestiegen und mein Sohn ist auch bereits im Betrieb tätig. Ein weiterer, wesentlicher Erfolgsfaktor ist das „Private Labelling“, das es in dieser Form nur bei uns gibt. Wir haben damit bereits vor rund zwanzig Jahren begonnen, konkret handelt es sich um Lohnabfüllung für Kunden rund um den Globus. Wir haben uns damit international einen äußerst guten Namen gemacht. Außerdem haben wir unsere Gewinne immer sofort ins Unternehmen einfließen lassen und für Investitionen genutzt. Wir sind daher produktionstechnisch am neuesten Stand, haben auch die höchste Zertifizierung. 

Wie funktioniert Privat Labelling?

Theoretisch können Sie mit einer Idee zu uns kommen. Wir beraten Sie dann über alle Möglichkeiten, vermitteln Kontakte zu den jeweils nötigen Lieferanten – ein Rundum-Service. Außerdem können wir, im Gegensatz zu anderen Unternehmen, Kleinstmengen anbieten und helfen auch bei den Bewilligungen im Ausland, bei der Logistik und dem Transport.

Petra Gruber ist seit kurzem Mitglied der dm-Geschäftsführung. Das Unternehmen kennt sie allerdings schon viel länger. 2008 startete sie ihre Karriere bei dm, aber bereits als Studentin lernte sie die Drogeriemarkt-Kette besser kennen.

 

Petra Gruber schloss 2005 die Fachhochschule Internationales Logistikmanagement in Steyr ab, verfasste ihre Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit dem dm Verteilzentrum Enns und absolvierte im Rahmen ihres Studiums ein viermonatiges Praktikum ebendort. Danach sammelte sie Erfahrungen in der Markenartikelindustrie. „Vor zehn Jahren hatte ich gerade meinen zweiten Job nach dem Studium bei einem Markenartikelhersteller. Ich war damals auf der Suche nach einem Aufgabengebiet, in dem ich mich verwirklichen und meine Talente bestmöglich einbringen konnte.

Eines war mir immer klar: Ich brauche eine Tätigkeit, bei der ich gemeinsam mit Menschen etwas Sinnvolles gestalten kann und an der ich wirklich Freude im täglichen Tun verspüre. Ich hatte damals keine Führungsverantwortung und wenig Freiraum bei meiner Tätigkeit. Ich war beruflich noch nicht angekommen und dabei, herauszufinden, was für mich das wirklich Richtige ist. Kurz danach hat mich mein Weg zu dm drogerie markt geführt“, erzählt Gruber. 

Seit dem Studium bei dm

Konkret startete Petra Gruber ihre Karriere bei dm im März 2008 als Sortimentsassistentin, im November 2008 wurde sie zur Sortimentsmanagerin befördert. 2011 übernahm sie für sechs Monate zusätzlich die Verantwortung als Gebietsmanagerin, um Vertriebserfahrung zu sammeln und damit die Zusammenarbeit zwischen Ressort und Region noch besser gestalten zu können.

Petra Grubers erster Kontakt zu dm drogerie markt liegt schon deutlich länger zurück als zehn Jahre, es begann bereits während des Studiums: „Ich wollte so viel wie möglich von meinem theoretischen Wissen im Bereich der Logistik mit Erfahrungen aus der Praxis anreichern. Ich wurde während meiner Diplomarbeit und eines Praktikums dort von Anfang an kompetent betreut und konnte die Freude spüren, mit denen die Mitarbeiter hier ihrem Aufgabengebiet nachkamen. Als Frau kann ich mich natürlich besonders gut mit dem verbinden, was dm ausmacht.“

Nur ein einzelnes berufliches Highlight der vergangenen zehn Jahre herauszupicken – das fällt Petra Gruber schwer, es gab mehrere. Sicherlich aber gehören zu den Höhepunkten „jene Momente, in denen die eigene Begeisterung auch andere ansteckt und dadurch tolle Teamleistungen entstehen. Ich konnte im Bereich der Organisationsentwicklung in den letzten Jahren gemeinsam mit meinen Kolleginnen viel bewegen.

Wir haben auch mutige, neue Wege eingeschlagen und uns von Altem gelöst. Wenn allen klar ist, wohin die Reise geht, dann können auch neue Verhaltens- und Arbeitsweisen im Unternehmen etabliert werden. Stolz bin ich immer dann, wenn mein Engagement und meine Ideen zu Verbesserungen oder positiven Veränderungen im Arbeitsalltag anderer Menschen führen. Sei es, weil die Tätigkeit dadurch mehr Spaß macht, der Prozess zu Arbeitserleichterungen führt oder der eigene Beitrag zum Ganzen für den einzelnen Mensch nachvollziehbarer geworden ist. Darüber freue ich mich – das ist mein Antrieb!“

Am meisten schätzt Petra Gruber an dm die Kultur des Zutrauens und Vertrauens in die individuellen Fähigkeiten und Talente jedes Einzelnen. „In jeder meiner bisherigen Funktionen konnte ich mich durch dieses Zutrauen fachlich und persönlich weiterentwickeln. Bei dm gehört man vom ersten Tag an zum Team. Erst die Freiheit in der Gestaltung des eigenen Arbeitsumfeldes ermöglicht selbstverantwortliches Handeln. Dies ist so wichtig, weil man hier die Auswirkungen seines täglichen Tuns unmittelbar erlebt. So erkennt man rasch, welche Dinge verbessert werden müssen.

Ein großer Fokus wird bei uns auch auf Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen gelegt. Dabei geht es nicht nur um fachliche Themen, sondern vor allem um Weiterentwicklung der persönlichen Kompetenzen. Als Wirtschaftsgemeinschaft stellen wir den fairen und partnerschaftliche Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern an erste Stelle.“

Kein Rezept ist ein Rezept

Ein sogenanntes Erfolgsrezept hat Petra Gruber keines, denn „ein Rezept würde bedeuten, dass man immer die gleichen Zutaten wählt, um das selbe Produkt zu erhalten. Die Arbeit mit so vielen unterschiedlichen Menschen erfordert aktives Zuhören, die Bedürfnisse verstehen wollen und gemeinsam an einer Vision zu arbeiten. Da braucht es unterschiedliche Kompetenzen und Herangehensweisen.

Ich denke, flexibles Handeln – angepasst an die Situation – ist ein Weg zum Erfolg. Entscheidend ist auch, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht den Weg eines anderen – nur dann kann man mit Überzeugung und Selbstbewusstsein Erfolge erzielen. Authentisch und selbstkritisch zu bleiben halte ich daher für wichtig. Und dazu gehört natürlich auch, zu seinen eigenen Fehlern stehen zu können und daraus zu lernen.“

Petra Grubers nächste beruflichen Ziele sind teamorieniert – die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen so zu gestalten, dass diese eigenverantwortlich handeln können und somit die Kundenbedürfnisse noch besser erfüllt werden. „Ein offener Dialog und echtes Interesse sind dafür Grundbedingung. Ich freue mich auf interessante Gespräche, sei es mit den Mitarbeiterinnen in den Filialen meiner Vertriebsregion oder in der Zentrale. Da ich erst seit Kurzem in der neuen Funktion als Geschäftsführerin bin, brauche ich die Unterstützung meines Teams, um die wichtigen Themen tiefgründig zu verstehen und gemeinsam voranbringen zu können“, so Gruber.

Familie und Freunde

Abseits ihres Berufes sind Petra Gruber Familie und Freunde sehr wichtig: „Ein gutes Abendessen, ein Kurzurlaub, Laufen gehen oder einen gemütlichen Nachmittagsplausch mit meinen Freundinnen – diese kleinen Auszeiten nehme ich mir bewusst um abzuschalten. Seit einiger Zeit habe ich auch sehr viel Freude mit meinem Patenkind und genieße es, diesen kleinen Menschen beim Aufwachsen begleiten zu dürfen.“ μ

3 Fragen an Petra Gruber

Was muss man mitbringen, um in Ihrer Branche erfolgreich zu sein?

An erster Stelle würde ich sagen: Neugierig bleiben, was Trends und Kundenbedürfnisse betrifft. Das heißt in weiterer Folge, am Puls der Zeit zu sein und Mut zu haben, Neues auszuprobieren. Selbstverständlich gehört die Fähigkeit dazu, die Balance zwischen Stabilität und Dynamik zu finden und entsprechend zu gestalten. Ebenso wichtig ist die Freude am Umgang mit Menschen und echtes Interesse am Gegenüber. Mir persönlich sind Zuverlässigkeit und Fairness besonders wichtig. Dann gibt es selbstverständlich Grundfähigkeiten, die gute Entscheidungen erst möglich machen: Analytisch-strategisches Denken, das Verstehen und das Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, Flexibilität und Umsetzungsstärke. 

Worauf legen Sie bei einem Drogeriemarkt wert?

Das ist einfach: Ein drogistisches Kernsortiment für alle Dinge des täglichen Bedarfs und eine kompetente Beratung durch ausgebildete Drogistinnen – für beides stehen wir bei dm. Im Bereich der Schönheit lasse ich mich gerne von neuen Trends im Bereich der Dekorativen Kosmetik inspirieren. Ein hochwertiges Sortiment in den Bereichen Gesundheit und Ernährung gehört ebenso zu einem Drogeriemarkt – wir sehen darin die Weiterentwicklung der Reformhaus Idee. 

Was schätzen Sie an Ihrem Job?

Ich liebe die vielfältigen Aufgaben und immer wieder wechselnden Herausforderungen. Und das gemeinsame Entwickeln dafür nötiger Konzepte und Lösungen. Wenn unsere Kundinnen dies vor Ort in unseren Filialen positiv erleben oder die Mitarbeiterinnen durch effizientere Prozesse unterstützt werden – dann macht mich das besonders stolz

Foto: Marco Riebl

Mit 1. September hat Lydia Gepp die Geschäftsführung von Ankerbrot übernommen. Sie ist die erste Frau an der Spitze des Unternehmens. Gepp ist auf die Restrukturierung und Neuausrichtung von Unternehmen spezialisiert. 

 

Ich bin sehr glücklich, die letzten zehn Jahre auf einige außergewöhnliche Highlights zurückblicken zu dürfen“, sagt Gepp und weiter: „Etwas Besonderes wird für mich immer die Neuausrichtung von Österreichs ältestem und damals noch größtem Weingut „Stift Klosterneuburg“ sein. In der mehr als 900-jährigen Geschichte des Stiftes bin ich bis dato die einzige Frau, die ein Weingut der Chorherren führen durfte.“ 2008 bis 2012 agierte sie privat als Sportmanager im Spitzensport in der Disziplin Biathlon.

„Gemeinsam mit meinem Partner betreuten wir herangehende Biathleten aus sehr vielen unterschiedlichen Nationen welche sich in dieser Disziplin im IBU Cup, und in weiterer Folge Weltcup, etablieren wollten. „2010 ist es mir gelungen, meinen Partner als Nationaltrainer der finnischen Biathlon Nationalmannschaft zu platzieren. Wir feierten mit der Finnin Kaisa Mäkäräinen den Gesamtweltcup-Sieg in dieser Saison und den Weltmeistertitel“, erzählt die Managerin.

Austrian Business Woman im Gespräch mit Dr. Christine Catasta, Leiterin Unternehmensberatung PwC Österreich.

 

Blick über die Grenzen

„Ich habe schon immer gerne gelernt“, sagt Dr. Christine Catasta. „Aber ich hatte nicht vor, Karriere zu machen.“ Catasta lächelt, das Business-Outfit sitzt perfekt. Dazu edles Halstuch, dezenter Schmuck. „Bereits während des Studiums an der Wirtschaftsakademie hat es mich in die weite Welt hinaus gezogen. Es war ein Hinausbewegen aus der Komfortzone.“ Erinnerungen an die USA, Südamerika, Frankreich und Italien. Erste Kontakte mit großen Konzernen. Siemens, VOEST und Bank of America.

„Ich war fasziniert, vor allem vom wirtschaftlichen Bereich.“ Fremdsprachen werden erlernt. Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch. „Mein Vater war sehr leistungsorientiert, meine Mutter empfahl mir Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Verdiene dein eigenes Geld.“ Ein kurzes Lächeln. Gedanken an die Anfänge. PwC, damals ein kleines Team in Österreich. 12 Mitarbeiter, heute mehr als 800. Start in der Wirtschaftsprüfung. Die Heirat in jungen Jahren, die Geburt der Kinder. Jahrelange Ausbildung zur Wirtschaftsprüferin. Familie, Job, Zusatzausbildung – Dreifachbelastung. Nahezu tägliches Lernen bis in die frühen Morgenstunden. Eine anstrengende Zeit.

„Im Freundeskreis habe ich meine Arbeitsleistung heruntergespielt damit ich nicht als Rabenmutter gelte.“ Der Job macht Freude, Spaß. Jeden Tag. Der Ehemann übernimmt die Kinderbetreuung. Catasta geht zu PwC nach London und Paris. Die große weite Welt. Aufbau des Bereichs Unternehmensberatung. Eine Erfolgsgeschichte, bis heute, dank Wissen, Weitblick und Freundschaften. Vor fünf Jahren wird in diesem Bereich der Bankensektor geschaffen. Auf Initiative von Catasta. „Ich wollte, dass Deutschland und Österreich enger zusammenarbeiten.“ Gemischte Teams sind im Einsatz, eine Win-Win-Partnerschaft.

Auf die Leistung kommt es an

Dr. Christine Catasta ist allem Neuen aufgeschlossen. Das war gestern und ist auch heute noch so. Frauenförderung ist ihr wichtig. Flexible Arbeitszeiten für Mütter. Aber die Leistung muss stimmen. Bei weiblichen und männlichen Mitarbeitern. Es geht nicht um Bürostunden, es geht um Projekte. Diese müssen organisiert und erledigt werden.

„Manchmal laufen bei uns sogar Kinder durch die Gänge, mich stört das nicht.“ Rückblick. Die eigenen Schwierigkeiten Familie und Beruf zu vereinbaren. „Unsere Mitarbeiterinnen sollen es diesbezüglich leichter haben.“ Zauberwort Flexibilität: „Frauen, die Kind und Karriere kombinieren können, bleiben bei PwC. Sie tragen zum Erfolg des Unternehmens bei.“ Die weiblichen Stärken: Kaum Ellenbogentechnik, Förderung der Harmonie, Belastbarkeit.

Fit dank Sport

Ihre eigenen Kinder sind längst selbst beruflich erfolgreich. Die Tochter im Online-Marketing. „Sie ist eine typische Unternehmerin.“ Der Sohn, nach der UniCredit, nun bei Novomatic. Im Strategiebereich. „Meine Kinder sind erwachsen. Ich muss heute nicht mehr auf die Uhr schauen, kann so lange arbeiten, wie ich will. Sehr angenehm.“ Catasta greift zum Glas Wasser, trinkt einen kleinen Schluck. Mehr als fünf bis sechs Stunden Schlaf braucht sie nicht. Auch im Flugzeug kann sie abschalten und entspannen um fit zu sein für das nächste Meeting. Oder beim Sport. Golf, Skifahren, Langlaufen, Eislaufen, Tennis, Squash. Ruhe, Stillstand. Nicht ihre Sache.

Gemeinsam mit ihrem Mann, er arbeitet bei der Erste Bank, geht sie gerne auf Berge. „Ich bin viel unterwegs, aber Österreich hat mit Abstand die höchste Lebensqualität von allen Ländern die ich kenne.“ Am Wochenende steht sie früh auf. Dann wird der Haushalt erledigt. Im Haus am Semmering, an der alten Donau oder in der Berghütte auf der Gerlitzen.

„Ich mache die Arbeit gerne und ich habe es gerne schön.“ Als Kind hat sie nähen gelernt, greift bis heute zu Nadel und Faden. Speziell wenn es um die Innenraumdekoration geht. Zurücklehnen kann sich Christine Catasta, wenn es um das leibliche Wohl geht: „Mein Mann liebt es zu kochen. Er bereitet für uns die köstlichsten Speisen zu.“ Auch ihr Sohn schwingt leidenschaftlich gerne den Kochlöffel. Zuvor werden zumeist am Wiener Naschmarkt frische Zutaten gekauft. Da trifft es sich gut, dass auch bei PwC auf gute Verköstigung der Mitarbeiter Wert gelegt. Die Kantine wird von einem Koch geleitet, der sein Handwerk bei Toni Mörwald gelernt hat. 

Zur Person

Christine Catasta ist bereits seit mehr als 25 Jahren bei PwC und verfügt über umfassende Erfahrung auf dem Gebiet der Wirtschaftsprüfung von international tätigen Konzernen und in der Anwendung von IFRS und US Rechnungslegungsgrundsätzen. Seit 10 Jahren leitet und baut sie die Beratungsabteilung bei PwC auf. Sie hat große Erfahrung in den Bereichen Unternehmensbewertung, Mergers und Acquisition, Due Diligence Work und Performance Improvement, Restrukturierung und der Untersuchung von betrügerischen Handlungen.

Christine Catasta ist unter anderem Mitglied des Instituts Österreichischer Wirtschaftsprüfer, sowie Mitglied der Ethics Working Party der Fédération des Experts Comptables Européens. Sie hat ihr Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien mit Spezialgebiet Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung absolviert und ist beeideter österreichischer Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Sie spricht fließend Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

Fakten zum Unternehmen

PwC Österreich verfügt über sieben Standorte in den wichtigsten Wirtschaftsräumen Österreichs. Die lokale Nähe sichert eine optimale Zusammenarbeit mit kurzen Kommunikationswegen, das globale Netzwerk von PwC Zugang zu einem internationalen Pool an Spezialisten. Damit sind etwa Kunden bei länderübergreifenden Transaktionen ebenso gut beraten wie Klein- und Mittelbetriebe in den Bundesländern. Vertrauen in der Gesellschaft aufbauen und wichtige Probleme lösen – das sieht PwC als seine Aufgabe. PwC ist ein Netzwerk von Mitgliedsunternehmen in 157 Ländern. Mehr als 208.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbringen weltweit qualitativ hochwertige Leistungen im Bereich Unternehmensprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung. 

Foto: PwC Österreich

WKÖ-Generalsekretärin Mag. Anna Maria Hochhauser im Interview mit Austrian Business Woman über Herausforderungen, die Frauenquote und den Wirtschaftsstandort Österreich.

 

Was waren 2016 die größten Herausforderungen für die WKÖ?

In den Augen unserer Mitgliedsbetriebe – das ergab eine großangelegte digitale Befragung – war die wichtigste Aufgabenstellung für die Wirtschaftskammer, Maßnahmen zur Überwindung der anhaltenden Investitionsschwäche der österreichischen Wirtschaft durchzusetzen. Hier ist uns einiges gelungen. Ende Oktober hat die Regierung ein Wirtschaftspaket mit Fokus Klein- und Mittelbetriebe auf den Weg gebracht, in dem die von der WKÖ geforderte Investitionszuwachsprämie und weitere Anreize zur Stärkung des Investitionsstandorts Österreich enthalten sind. Und auch die bereits von der Regierung beschlossene Startup-Förderung wie auch die massive Reduktion der Bankenabgabe wird positive Auswirkungen auf die Unternehmen, auf die Versorgung mit Investitionsmitteln haben. 

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