Business-News

Frauen bleiben weiterhin die Ausnahme in Österreichs Chefetagen

Frauen bleiben Ausnahme in Österreichs Chefetagen – Anteil der weiblichen Aufsichtsratsmitglieder steigt hingegen weiter.

Die Anzahl weiblicher Vorstandsmitglieder in Österreichs börsennotierten Unternehmen (Stichtag 1. August 2020) ist im Vergleich zum Jahresende (Stichtag 1. Dezember 2019) stagniert und bei 14 geblieben. Somit stehen in den im Wiener Börse Index notierten heimischen Unternehmen immer noch 14 weibliche Vorstandsmitglieder 177 männlichen gegenüber. Im Vergleich zum Jahresbeginn gab es sogar einen leichten prozentuellen Rückgang von 7,7 auf 7,3 Prozent – bei gleichbleibender Anzahl weiblicher Vorstandsmitglieder wurden neun zusätzliche männliche Vorstandsmitglieder in die Chefetagen aufgenommen.

Bereits mehr als jedes vierte Aufsichtsratsmitglied der österreichischen WBI-Unternehmen ist aktuell eine Frau: Seit Jahresbeginn ist damit in den Aufsichtsräten der österreichischen WBI-Unternehmen insgesamt die Anzahl der Frauen von 26,2 auf 27,2 Prozent gestiegen. In den Aufsichtsgremien sind damit 145 Frauen (27,2%) und 389 Männer (72,8%) vertreten. 

Das sind einige der Ergebnisse des Mixed Leadership Barometers der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Dafür werden regelmäßig die Strukturen von Vorständen und Aufsichtsräten der im Wiener Börse Index gelisteten österreichischen Unternehmen analysiert.

„Der Frauenanteil bei Vorstandsmitgliedern der österreichischen börsennotierten Unternehmen stagnierte im letzten halben Jahr erneut – es sind weiterhin 14 Frauen, sodass nur rund jedes 14. Vorstandsmitglied weiblich ist. Dieses eindeutige Missverhältnis zeigt, dass der Aufstieg für Frauen in die Vorstandsetagen weiterhin sehr schwierig ist und die Unterstützung von Politik, Unternehmen und auch vom persönlichen Umfeld teilweise fehlt. Wenn die Zahl der Frauen weiter im Tempo der letzten Jahre von unter einem Prozentpunkt steigt, wird es bis zum Jahr 2073 dauern, bis in den Vorstandsgremien 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer sitzen“, kommentiert Helen Pelzmann, Partnerin (EY Law) und Verantwortliche für die Initiative „Women. Fast Forward“ bei EY Österreich, die Ergebnisse.

Der schleppende Anstieg über die letzten Jahre sei aus Sicht von Pelzmann auf folgendes zurückzuführen: „Obwohl Unternehmen immer mehr den Wert und die Notwendigkeit von vielfältig zusammengestellten Teams erkennen und auch wissen, dass sie im ‚War for Talents‘ nicht auf Frauen verzichten können, scheuen sie diesen Veränderungsprozess noch in den obersten Leitungsfunktionen und verkennen so auch die hohe Symbolkraft weiblicher Führungskräfte. Dies gilt nicht nur in Hinblick auf junge weibliche Nachwuchskräfte, sondern für die junge Generation insgesamt, der Diversität sehr wichtig ist. Keine Frauen in den Vorstandsetagen sind ein starkes Indiz, dass es sehr wohl Aufstiegshindernisse gibt und Tradition anstatt Wandel, Aufbruch und Fortschritt gelebt wird. Es braucht jedenfalls gemeinsame Anstrengungen, um zu verhindern, dass die zarten Entwicklungen der letzten Jahre durch die Coronakrise zunichte gemacht werden“, so Pelzmann.

„Wie unterschiedliche Studien zeigen, hat die Corona-Pandemie zu einer verstärkten Rückkehr traditioneller und überholter Geschlechterstereotypen geführt. Um den Haushalt und Homeschooling haben sich vermehrt die Frauen in der Familie gekümmert, auch weil sie öfter in Teilzeitstellen arbeiten. Hier sind die Unternehmen gefordert, durch ein flexibles Arbeitsumfeld und die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten, eine gute Grundlage zu schaffen, um beiden Geschlechtern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern und dadurch die Gleichstellung der Frauen voranzutreiben“, sagt Pelzmann. 

Die meisten Frauen sind momentan in den Chefetagen in der Konsumgüterbranche anzutreffen, wo ihr Anteil bei 19 Prozent liegt. An zweiter Stelle folgt die IT-Branche (12,5%) und an dritter Stelle die Finanzbranche (7,7%). Keine einzige Vorständin gibt es in fünf Branchen: Automobil, Immobilien, Rohstoffe, Telekommunikation und Transport.

Gut jedes vierte Aufsichtsratsmitglied in WBI-Unternehmen ist weiblich
Der Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder ist weiter gestiegen: Seitdem mit 1. Jänner 2018 die gesetzliche Genderquote von 30 Prozent in Kraft getreten ist, erhöhte sich der Frauenanteil in den Kontrollgremien der österreichischen WBI-notierten Unternehmen deutlich von 18,8 auf 27,2 Prozent. Dies ist darauf zurückzuführen, dass jene österreichischen im WBI notierten Unternehmen, die die Quote erfüllen müssen, mehr Frauen in den Aufsichtsräten haben. Gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt ist die Zahl der Frauen in den Aufsichtsräten der österreichischen WBI-Unternehmen von 26,3 auf 27,2 Prozent gestiegen. Von den derzeit 534 Aufsichtsratsmitgliedern der im WBI notierten österreichischen Unternehmen sind 145 Frauen. Der Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder ist damit bereits das siebte Halbjahr in Folge gestiegen. In 66 Prozent der gelisteten österreichischen Unternehmen sind inzwischen mindestens zwei Aufsichtsräte Frauen, bei 81 Prozent gibt es zumindest ein weibliches Gremiumsmitglied.

„Bei der Einführung der Quotenregelung für Aufsichtsräte gab es viele Bedenken und Diskussionen. Auch wenn Quoten sicher kein Allheilmittel sind, sehen wir in diesem Fall einen ganz klaren Effekt. Seit der Einführung vor zweieinhalb Jahren ist der Frauenanteil in den Kontrollgremien deutlich gestiegen. Die Quote hat die Themen Diversität und Gleichstellung deutlich nach oben an die Spitze der Unternehmens-Agenda gehievt. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass gemischte Teams besser arbeiten und auch die wirtschaftliche Performance des Unternehmens positiv beeinflussen“, so Pelzmann.

Aufholbedarf trotz Fortschritt: Fast jeder vierte Aufsichtsrat, der der Quotenregelung unterliegt, erfüllt die Quote noch nicht
Trotz deutlicher Fortschritte bei der ausgewogenen Besetzung von Aufsichtsräten gäbe es immer noch Aufholbedarf, so Pelzmann: „Die Genderquote zeigt Wirkung, es gibt 44 weibliche Aufsichtsratsmitglieder mehr als zum Zeitpunkt des Inkrafttretens. Dieser Zuwachs ist zu einem überwiegenden Teil darauf zurückzuführen, dass jene österreichischen im WBI notierten Unternehmen, die die Quote erfüllen müssen, mehr Aufsichtsratsposten an Frauen vergeben haben. Allerdings ist das Ziel noch nicht erreicht. Fast jedes vierte verpflichtete österreichische Unternehmen erfüllt die Genderquote im Aufsichtsrat noch nicht“. 

„Dass es im letzten halben Jahr wenig Veränderungen gab, ist auch auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurückzuführen. Manche Unternehmen haben ihre planmäßige Hauptversammlung und damit auch die Neubestellung des Aufsichtsrats in den Herbst verschoben. In den nächsten Monaten werden wir wieder deutlich mehr Bewegung sehen“, so Pelzmann.

Am höchsten ist der Anteil weiblicher Aufsichtsratsmitglieder wie im Vorjahr in der Energiebranche (35,5%), wo jedes dritte Aufsichtsratsmitglied eine Frau ist. Ähnlich hoch ist der Anteil in der Finanz- (33,1%), Transport- (29,6%) und Telekommunikationsbranche (26,7%).

Fast jedes 13. Vorstandsmitglied in Österreich ist eine Frau
Nach wie vor ist in 45 von 58 österreichischen börsennotierten Unternehmen noch keine Frau im Vorstand vertreten. Immerhin drei der insgesamt 14 Frauen in Vorstandsetagen leiten das Unternehmen als CEO: Herta Stockbauer bei der BKS Bank, Karin Trimmel beim Kräuterlikörhersteller Gurktaler und Elisabeth Stadler bei der Vienna Insurance Group. Sechs Frauen stehen dem Finanz-Ressort vor.

In eigener Sache: Frauenanteil bei EY
Mit Stichtag 1. August 2020 waren von den 38 Partnern von EY Österreich acht Frauen – das entspricht einem Anteil von 21,05 Prozent. Auf Management-Ebene liegt der Frauenanteil aktuell bei 45,01 Prozent. EY möchte den Frauenanteil auf Führungsebene weiter systematisch vergrößern und baut dabei auf Programme, die teilweise bereits seit mehreren Jahren schon bei der Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ansetzen. Der Frauenanteil in der gesamten Belegschaft von EY Österreich liegt momentan bei 56,21 Prozent.

Foto: EY

 

 

Welcher Staubsaugertyp sind Sie – mitmachen und gewinnen!

Mit oder ohne Beutel, Kabel oder Akku? Prüfen Sie, welcher Staubsaugertyp Sie sind und gewinnen Sie einen Grundig Staubsauger.

Der Bewährte – der Staubsauger mit Beutel

Die meisten kennen ihn aus der Kindheit: Den Staubsauger mit Beutel. Für all jene, die auf bewährte Technologien setzen, werden mit ihm glücklich. Denn die Beuteltechnik ist seit Jahrzehnten bewährt, sodass man sich beim Kauf auf die Funktion verlassen kann. Die Modelle mit Beutel verfügen meist über eine hohe Saugkraft und bieten damit ein perfekt sauberes Ergebnis. Sobald der Staubbeutel voll ist, lässt er sich nahezu staubfrei entfernen, ein Mehrwert für Allergiker. Durch den regelmäßigen Nachkauf von Staubsaugerbeuteln entstehen fortlaufende Kosten und Müll.

Grundig hat eine Vielzahl der klassischen Beutelstaubsauger, wie den VCC 3850 A im Sortiment. Dieses Modell überzeugt durch eine stufenlose Saugkraftregulierung und ein Staubaufnahmevolumen von 2,1 Litern. Mit umfangreichem Zubehör inklusive einer schmalen Fugendüse, einer Polsterdüse sowie einem Pinselaufsatz, ist der VCC 3850 A nicht nur für die Reinigung des Fußbodens die passende Wahl. 

Der Klassiker – der Kabelstaubsauger                                               

Auch er ist – wie der Sauger mit Beutel – ein Bekannter aus der Kindheit: Der Kabelstaubsauger. Für jene, die es gerne klassisch haben, ist er genau der Richtige. Zum Staubsaugen wird das Kabel in die Steckdose gesteckt und dann kann es losgehen. Am Ende der Reinigung wird der Stecker gezogen, das Kabel aufgerollt und das Gerät kann verstaut werden. Ein Kabelstaubsauger ist sehr kraftvoll und reinigt mit gleichbleibender, hoher Intensität. Das Kabel schränkt, gerade bei größeren Flächen oft den Aktionsradius ein, sodass ein Umstecken erforderlich ist – aber das stört den richtigen Kabelstaubsauger nicht.

Die meisten klassischen Bodenstaubsauger verfügen über ein Teleskopsaugrohr, das sich auf verschiedene Körpergrößen einstellen lässt. Auch schwer erreichbare Stellen, zum Beispiel unter der Couch, können durch Verlängerung des Rohrs leichter erreicht werden. Über ein individuell einstellbares Teleskoprohr verfügt auch der Bodenstaubsauger VCC 5850 A von Grundig. Dank seiner vier Liter Staubaufnahmevolumen und dem Aktionsradius von guten neun Metern stellen für ihn auch größere Räume kein Problem dar. Nach der Reinigung lässt sich der VCC 5850 A dank des horizontalen und vertikalen Parksystems sowie des Tragegriffs einfach verstauen.

VCC 3850 A, der kraftvolle Beutelstaubsauger von Grundig

 

Der Flexible – der Akkustaubsauger

Handlich und flexibel – das ist der Akku-Staubsauger. Störungsfrei kann man von Raum zu Raum wandern, er ist sofort einsatzbereit und reinigt auch große Flächen, ohne dass eine Steckdose gesucht werden muss und ein Kabel beim Saugen im Weg ist. Mit ihm gibt es kein Hängenbleiben bei Sesseln oder Möbelstücken. Und er ist ganz schnell einsatzbereit, wenn nach dem Essen wieder mal viel am Boden gelandet ist. Je nach Betriebslaufzeit schafft er die Reinigung des ganzen Hauses in einem Zug. Sobald der Akku leer ist, muss das Gerät meist über mehrere Stunden in der Ladestation wieder aufgeladen werden.

Aber dafür genießt man mit ihm die volle Flexibilität. Viele Akku-Modelle gibt es in einer 2-in-1 Variante als Stiel- und Handstaubsauger, neben dem Boden können damit auch Oberflächen wie Tische und Sofas gereinigt werden. So auch mit dem Modell VCH 9932 von Grundig. Mit einer kabellosen Betriebszeit von 75 Minuten sowie einem 21,6 Volt Li-Ion Akku ist der VCH 9932 ein echtes Kraftpaket für den Hausputz. Nach dem Säubern lässt er sich, dank eines abklappbaren Griffs ganz einfach verstauen.

Wer auch das letzte Staubfussel unterm Sofa erreichen möchte, ist mit dem 2-in-1 Akku-Stielstaubsauger VCP 8931 von Grundig gut beraten. Denn das Rohr des Staubsaugers lässt sich mithilfe eines Knopfes einfach abknicken und reinigt so in einem besonders flachen Winkel. Mithilfe eines Winkelaufsatzes sind auch die Oberflächen von Schränken kein Problem. Eine praktische LED-Anzeige gibt während des Saugens Auskunft über den Akkustand des 28,8 Volt Li-Ion Akku. Nach der Verwendung lässt sich das Modell platzsparend in einer Wandaufhängung verstauen.

Der Innovative – der beutellose Staubsauger

Im Vergleich zu den Beutelstaubsaugern ist die beutellose Technologie noch recht jung. Der Vorteil dieser Modelle: Sie zeichnen sich, dank Zyklon-Technik, durch eine konstant hohe Saugkraft aus. Für all jene, die innovative Technologien bevorzugen und nicht auf Altbewährtes setzen, ist dieser Sauger genau richtig. Da sie keinen Beutel benötigen, produzieren sie darüber hinaus weder fortlaufende Kosten noch Müll. Die Anschaffungskosten sind vergleichsweise hoch. Beutellose Staubsauger sind oft etwas lauter als jene mit Beutel.

Auch für Allergiker sind beutellose Modelle nur bedingt geeignet. Beutellose Modelle findet man sowohl unter den Akku- als auch unter den Bodenstaubsaugern, so auch bei Grundig. Der 2-in-1 Akku- und Handstaubsauger VCH 9931 entfernt Schmutz mit einem effizientem Filtersystem auf Basis der Zyklon-Technologie und eines HEPA-10-Filters. Er verfügt über eine Betriebszeit von bis zu 60 Minuten sowie einem Staubbehälter mit einer Kapazität von 0,5 Litern. Auch der Bodenstaubsauger VCC 3870 A von Grundig ist mit Zyklon-Technologie ausgestattet. Der Staubbehälter fasst 1,8 Liter und lässt sich einfach und hygienisch entnehmen und entleeren. Die DustSeal ® Technologie sorgt dafür, dass kein Staub entweichen kann.

Gewinnspiel

Mitmachen und einen Akku-Stielstaubsauger- oder Beutelstaubsauger von Grundig gewinnen. Mail bis 31. August 2020 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.Kennwort: Staubsauger. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Fotos: Grundig

 

                                               – Promotion –

 

 

Stefanie Birtel neue Geschäftsführerin der Davidoff of Geneva Germany & Austria

Die Oettinger Davidoff AG übergibt Frau Stefanie Birtel die Verantwortung als VP und Geschäftsführerin der Tochtergesellschaften Davidoff of Geneva Germany und Davidoff of Geneva Austria. 

 

Stefanie Birtel bringt über zehn Jahre Erfahrung auf dem deutschen Tabakmarkt mit, verfügt über eine ausgezeichnete Erfolgsbilanz und konnte dank ihres strategischen Denkens und ihrer Fähigkeiten im Change Management erfolgreiche Unternehmenstransformationen bewirken. Zusammen mit ihrem starken Team wird sie dafür verantwortlich sein, das profitable Wachstum des Geschäfts in Deutschland, einem der wichtigsten Märkte für die Oettinger Davidoff AG, und in Österreich voranzutreiben.

"Mit großer Freude nehme ich meine Ernennung zur Geschäftsführerin von Davidoff of Geneva Germany und Austria an," sagt Stefanie Birtel. "Ich werde auf den positiven Ergebnissen aufbauen, die das Team seit der Gründung der Davidoff of Geneva Germany im Jahr 2017 erreicht hat und freue mich darauf, diesen Markt weiter zu entwickeln sowie den Erfolg des herausragenden Markenportfolios voranzutreiben."

Jim Young, SVP Chief Commercial Officer der Oettinger Davidoff AG kommentiert: "Ich bin überzeugt, dass wir durch die Kombination aus Stefanie Birtels Führungstil, ihrem zukunftsorientierten Denken und ihrer langjährigen Erfahrung in der Tabakindustrie ein spannendes neues Kapitel für unsere Kunden in Deutschland und Österreich aufschlagen können."

Foto: Oettinger Davidoff AG

Technische Berufe: Karrierestart für 119 Lehrlinge bei Siemens

Ab September bietet Siemens in Österreich dieses Jahr 119 jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Karriere zu starten und sich eine fundierte Ausbildung zu sichern.

Ein Großteil der Auszubildenden hat sich für einen technischen Lehrberuf in den Bereichen Elektrotechnik beziehungsweise Mechatronik entschieden. Siemens bildet in Wien, der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg Fachkräfte aus. Die meisten Lehrlinge starten ihre Ausbildung im Siemens Mobility Werk in Wien. Bei Siemens Mobility haben erstmalig fünf Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen im Rahmen des Diversity-Programms ihren Einstieg in das Berufsleben. Anlässlich ihres ersten Arbeitstages fanden für alle neuen Siemens-Lehrlinge am 1. September Begrüßungsveranstaltungen – unter Berücksichtigung der Corona-Regelungen – an den Ausbildungsstandorten statt.

Gerhard Zummer, Leitung Siemens Professional Education: „Uns war es dieses Jahr besonders wichtig, trotz Krise unverändert auf die Fachkräfte von morgen zu setzen. Wir nehmen dieses Jahr sogar mehr Lehrlinge als in den letzten Jahren auf. Und auch wenn sich den letzten Monaten so einiges verändert hat, ist eines in der Ausbildung gleich geblieben: Unser Antrieb, innovative Technologien zu entwickeln, die das Leben der Menschen verbessern, Dinge zum Laufen zu bringen, die andere für unmöglich halten, und zu verwirklichen, worauf es ankommt.“

Siemens bietet verschiedene Ausbildungsmodelle an: von einer klassischen Lehre über die speziell für Maturanten konzipierte Duale Akademie in Linz bis zu dem österreichweit einzigartigen Dualem ausbildungsbegleitenden Studium, bei dem gleichzeitig Studienabschluss und Berufsabschluss erworben werden. Mit neuen Inhalten, innovativen Ausbildungskonzepten und unterschiedlichen Ausbildungsmodellen können die künftigen Fachkräfte den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere legen. Besonders Augenmerk legt Siemens auf die Förderung von Frauen in der Technik. Durch Initiativen wie beispielsweise dem Töchtertag/Girls‘ Day soll das Interesse junger Frauen für technische Berufe geweckt werden.

Erfahrung in der Lehrlingsausbildung hat das Unternehmen seit 99 Jahren: Siemens Österreich bildet seit 1921 technisch-gewerbliche und seit 1953 kaufmännische Lehrlinge aus. In dieser Zeit schlossen mehr als 6.500 technisch-gewerbliche Lehrlinge und rund 1.600 kaufmännische Lehrlinge ihre Ausbildung ab.

Foto: Siemens

 

 

Geschäftsführerwechsel bei der University of Salzburg Business School

Ab dem 1. August 2020 übernimmt Mag. Stephanie Lichtenberg, MBA die Geschäftsführung der Business School der Universität Salzburg. Stephanie Lichtenberg tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Gerhard Aumayr an, der sich nach 20 erfolgreichen Jahren als Gründer und Geschäftsführer vom Unternehmen verabschiedet. 

Stephanie Lichtenberg ist Diplompädagogin und MBA. Nach ihrem Studium der Pädagogik in Graz und Roskilde (DK), begann sie ihren beruflichen Werdegang im Jahr 2007 bei einer norddeutschen Unternehmensberatung. Parallel dazu absolvierte sie ein berufsbegleitendes MBA-Studium an der Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship in Herrenberg bei Stuttgart. Nach erfolgreichen Jahren der Selbstständigkeit in der Beratungs-, sowie Aus- und Weiterbildungsbranche stieg sie 2013 als Investorin und Head of Operations bei einem Start-up in der Nahrungsmittelbranche ein und baute dieses erfolgreich auf. Stephanie Lichtenberg entschied sich vor eineinhalb Jahren ihren Lebensmittelpunkt wieder zurück nach Salzburg zu verlegen. Sie ist seit November 2018 als Programm-Managerin an der SMBS tätig und übernimmt nun die Geschäftsführung der Business School. 

Wesentliches Ziel der neuen Geschäftsführung ist es, die SMBS im dynamischen Feld der postgradualen Weiterbildung nachhaltig und stabil aufzustellen. Hauptaugenmerk dabei sind die Verbindungen von regionaler Wirtschaft und Wissenschaft zu stärken sowie die Angebote noch intensiver auf den Bedarf des Markts zu fokussieren. „Als 100%iges Tochterunternehmen der Universität Salzburg ist uns besonders wichtig, noch stärker im akademischen Weiterbildungsbereich wahrgenommen zu werden. Ich freue mich sehr mit meinem Team der SMBS die neuen Herausforderungen, die mitunter durch die aktuelle Situation rund um Covid-19 verstärkt wurden, erfolgreich zu bewältigen“, betont Stephanie Lichtenberg.

Foto: Siegrid Cain

Sabine Treibenreif neue Marketingleiterin bei Immobilienentwickler Winegg

Sabine Treibenreif übernimmt die neu geschaffene Position als Marketing Managerin und wird als zentrale Anlaufstelle die Bereiche Corporate Communications und Marketing verantworten.

Mit Sabine Treibenreif begrüßt das Wiener Immobilienunternehmen einen vielseitigen Marketingprofi im Team. Die gebürtige Burgenländerin verfügt über eine langjährige Erfahrung im Immobilien-Marketing und hat in den letzten Jahren auf Agenturseite eine Vielzahl von Projekten im Großraum Wien mitbegleitet. Als Marketing- und Projektmanagerin verantwortete sie hierbei On- und Offline Umsetzungen rund um die Verwertung von Immobilien. Zudem bringt sie zusätzliche Kompetenzen im Bereich Finance aus früheren Tätigkeiten im Beteiligungs-Bereich mit.

„Mit Sabine Treibenreif haben wir eine sehr erfahrene Marketingspezialistin mit einem fundierten Immobilien Know-how an Bord geholt, die unser Team optimal ergänzt“, freut sich WINEGG-Prokurist DI Hannes Speiser über den Neuzugang. „Gemeinsam mit ihr werden wir unsere Präsenz und vor allem die Kommunikation rund um unsere Projekte weiter entscheidend verbessern.“

Foto: Stefan Gergely

Marianne Neumüller-Klapper übernimmt Nachhaltigkeits-Agenden bei Nespresso Österreich

Customer Care & Service Director Marianne Neumüller-Klapper verantwortet ab sofort auch die Bereiche Nachhaltigkeit und Recycling bei Nespresso Österreich. 

Nach sieben Jahren bei Nespresso Österreich, seit einem Jahr als Customer Care & Service Director, erhält Marianne Neumüller-Klapper (49) nun einen weiteren Verantwortungsbereich: Seit Juli ist sie auch für die Themen Nachhaltigkeit und Recycling von Nespresso Österreich, sowohl für B2C als auch für den Professional Bereich, direkt verantwortlich. Schon zuvor waren diese Themen in ihrem Team angesiedelt. Mit dem Abschied von Sustainability Manager Richard Paulus, der das Unternehmen nach zwölf Jahren verlässt, hebt Nespresso die Nachhaltigkeits-Agenden somit in die höchste Management-Ebene.

Nachhaltigkeits-Agenden bei Nespresso an oberster Stelle

Kaffeegenuss und Nachhaltigkeit sind für Nespresso untrennbar miteinander verbunden. Daher hat Nespresso sich von Anfang an der Nachhaltigkeit verschrieben und ein eigenes Nachhaltigkeitsprogramm für seinen Kaffee etabliert. Richard Paulus trug wesentlich zur Erreichung der darin festgehaltenen Ziele, wie beispielsweise die Erhöhung der Recyclingrate, in Österreich bei. Dies gelang durch Partnerschaften mit 15 österreichischen Gemeinden sowie mit ARAplus und dem Entsorgungsfachbetrieb Höppberger. Mittlerweile wird bereits ein Drittel (31 %) der gebrauchten NespressoKapseln zurückgegeben und wiederverwertet. „Wir bedanken uns herzlich bei Richard Paulus, der viele wichtige Meilensteine hinsichtlich Nachhaltigkeit bei NespressoÖsterreich gesetzt hat. Unter anderem hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Nespresso Kapseln heute nicht nur in über 1.900 Sammelstellen zurückgegeben, sondern zudem auch über die öffentliche Wertstoffsammlung in 15 Regionen in ganz Österreich recycelt werden können“, unterstreicht Alessandro Piccinini, Geschäftsführer von Nespresso Österreich. 

Neumüller-Klappers ausgesprochenes Ziel ist es, die CO2 Neutralität bei NespressoÖsterreich stärker voranzutreiben und die Kreislaufwirtschaft noch mehr in den Fokus zu rücken. Mit weiteren strategischen Partnerschaften soll die Recyclingquote zudem weiterhin nachhaltig gesteigert und weitere Schritte zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens gesetzt werden. „Marianne Neumüller-Klapper kennt das Unternehmen bestens und weiß, welch hohen Stellenwert das Thema Nachhaltigkeit für uns hat. Ich bin überzeugt davon, dass sie die Bereiche Nachhaltigkeit und Recycling zukunftsorientiert weiterentwickeln wird“, so Piccini weiter. 

Seit 2013 bei Nespresso Österreich

Neumüller-Klapper ist bereits seit 2013 für Nespresso Österreich tätig und agiert seit 2015 als Prokuristin für das Unternehmen. Vor ihrer Bestellung zum Customer Care & Service Director war sie über drei Jahre lang erfolgreich als Operations Director und zweieinhalb Jahre als Supply Chain & Procurement Director bei NespressoÖsterreich tätig.

Foto: Nespresso

 

Weber & Co. berät Central European University

Die österreichische Anwaltssozietät Weber & Co. berät Central European University (CEU) beim Abschluss des Baurechtsvertrages für ihren neuen Standort in Wien. CEU wird das historische Otto-Wagner-Areal auf Basis eines Baurechtes für 100 Jahre von der Stadt Wien übernehmen und damit den Universitätsstandort Wien nachhaltig bereichern.

CEU ist eine in den USA und in Österreich akkreditierte Privatuniversität, deren Bachelor-, Master- und Doktoratsstudenten aus über 120 Nationen stammen. Grundsatz der Universität ist die Vermittlung der Werte einer offenen Gesellschaft nach den Prinzipien der freien Wissenschaften, der freien Politik und freier Institutionen.

CEU und Wirtschaftsagentur Wien verhandelten rund drei Jahre die rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Bedingungen des Baurechtsvertrags für die künftige Nutzung des Otto-Wagner-Areals durch CEU. Im Rahmen eines festlichen Unterzeichnungsaktes am 27. Juli 2020 im Wiener Rathaus wurden die Verträge unterfertigt und damit die Zukunft des Universitätsstandorts der CEU in Wien durch CEU und Stadt Wien eingeleitet. Wien positioniert sich einmal mehr als moderne, weltoffene und internationale Stadt.

Wirtschaftsagentur Wien räumte CEU mit dem Baurechtsvertrag ein langfristiges Nutzungsrecht an der Kernzone des Otto-Wagner-Areals ein. Sichergestellt wurde, dass das historische Stadtgebiet der Öffentlichkeit erhalten bleibt und alle Wiener und Wienerinnen freien Zugang zum Universitätsareal erhalten. CEU wird die für die Universität bestimmten Gebäude in den nächsten 5 Jahren sanieren und für einen modernen internationalen Universitätsbetrieb revitalisieren. Sämtliche Planungen werden in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt vorgenommen.

Daniela Witt-Dörring MRICS, Partnerin von Weber & Co., die CEU federführend bei der Transaktion beriet: „Wir freuen uns sehr, dass wir CEU bei dieser für sie und die Stadt Wien so bedeutsamen und zukunftsweisenden Ansiedlung rechtlich begleiten durften. Die rechtlichen Möglichkeiten, die das Instrument des 100-jährigen Baurechts für großvolumige Projektentwicklungen bietet, konnten im kooperativen Dialog mit der Wirtschaftsagentur Wien und der Stadt zu einem angemessenen Interessensausgleich genutzt werden. Dieser ist für eine langfristige Vertragsbeziehung unbedingt erforderlich. Wir gratulieren den Partien und freuen uns mit ihnen, dass diese stimmige Standortentscheidung, die dem geschichtsträchtigen Otto Wagner-Areal am Steinhof neues Leben einhaucht, umgesetzt werden konnte.“

Fotos: Weber & Co., PID/David Bohmann

Wiener Städtische: Verlässlicher Arbeitgeber für Lehrlinge

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen trifft Jugendliche besonders stark. Die Johannes-Kepler-Universität prognostiziert rund 80.000 arbeitslose Jugendliche in Österreich, da tausende Lehrstellen fehlen werden. Vor diesem Hintergrund ist die Wiener Städtische nicht nur Sicherheitspartner Nummer eins, sondern auch ein verlässlicher Arbeitgeber – insbesondere für Lehrlinge. Das Unternehmen ist weiterhin auf der Suche nach jungen Menschen, die im Herbst die Lehre im Versicherungsvertrieb starten.

„Die Nachwuchsförderung hatte in der Wiener Städtischen schon immer ganz besonderen Stellenwert. Gerade jetzt ist es uns wichtig, jungen Menschen eine Perspektive zu geben und ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen“, so Generaldirektor Robert Lasshofer. Für Jugendliche, die im Berufsleben noch nicht Fuß gefasst haben, ist diese Zeit besonders schwer. In diesem Alter sollten sie eigentlich den Grundstein für ihre Zukunft legen, doch zahlreiche Lehrstellen fehlen.“ 

Gesucht werden kommunikative, engagierte und sozialkompetente Jugendliche im Alter von 17 bis 20. Insgesamt gibt es 100 Lehrstellen in ganz Österreich. Die Lehre startet im Herbst, Bewerbungen sind ab sofort möglich. Um die Gesundheit der Bewerber und Mitarbeiter zu schützen, laufen der Recruiting-Prozess und die Einstellung aktuell digital unterstützt ab.

Umfassende Ausbildung mittels Video

Die Wiener Städtische zählt zu den größten Lehrlingsausbildnern in der Versicherungsbranche. Aktuell absolvieren rund 160 junge Menschen ihre Lehre – und damit genauso viele wie vor der Corona-Krise. Die Lehre ist dual konzipiert: Neben der Berufsschule arbeiten die Lehrlinge durch das bewährte Mentoren-System mitten im Geschehen und lernen das Versicherungsgeschäft so in sämtlichen Facetten kennen. Aufgrund der weitreichenden Sicherheitsvorkehrungen werden die Inhalte der Lehrausbildung derzeit im Rahmen von Skype-Schulungen vermittelt. Auch die Vorbereitungen auf den Lehrabschluss finden auf diese Weise statt, sodass einer erfolgreichen Prüfung nichts im Weg steht. 

„Nach absolvierter Lehre erwartet die Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, bei entsprechender Leistung und Engagement, eine vielversprechende Karriere in der Versicherungswirtschaft“, so Lasshofer. „Die Themen Sicherheit und Vorsorge sind auch in herausfordernden Zeiten relevant, was den Beruf der Versicherungsberaterin bzw. des Versicherungsberaters krisenfest macht. Auch nach Corona werden sich die Menschen umfassend abgesichert wissen wollen!“ Im Herbst wird die Ausbildung in virtuellen Klassenräumen fortgesetzt und vor allem bei fachlichen Themen eingesetzt. Verkaufsspezifische Inhalte werden, abhängig von den geltenden Maßnahmen, im Präsenztraining vermittelt.

Foto: Shutterstock/4 PM production

Manon Mélin neuer Head of Bonding bei Coface

Manon Mélin (32) ist seit 1. Juni 2020 neuer Head of Bonding bei Coface in Österreich. Sie ist damit Teil des lokalen Management-Teams des global tätigen Kreditversicherers.

Mélin ist eine ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet und schaut auf eine 10-jährige internationale Karriere zurück. Zuletzt leitete sie die Bonding-Abteilung der Coface im Headquarters in Paris. „Ich möchte gemeinsam mit meinem Team das Bonding-Angebot der Coface Österreich weiter ausbauen, Prozesse optimieren und eine neue Strategie entwickeln“, erklärt Mélin und erläutert: „Der Fokus liegt auf der intensiven Zusammenarbeit mit Maklern und Partnern.“ Mélin ist es für ihre Aufgabe besonders wichtig, „möglichst nahe beim Kunden zu sein, die Bedürfnisse des Marktes gut zu kennen und damit das perfekte Angebot bieten zu können.“

Mélin hat an der Paris Business School und an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin studiert. Sie startete ihre Karriere bei Coface als Risk Underwriter, wechselte nach eineinhalb Jahren innerhalb der Branche und kehrte 2015 zu Coface zurück, wo sie steil die Karriereleiter hinaufkletterte.

Manon Mélin wurde 1987 in Nordostfrankreich geboren und ist in ihrer Freizeit eine leidenschaftliche Seglerin und eine eine begeisterte Tennis- und Squash-Spielerin.

Foto: Coface

 

 

Die Bedeutung der Elektro- und Elektronikindustrie für Österreich steigt weiter

Die Corona-Krise hat gezeigt, welche Bedeutung die Elektro- und Elektronikindustrie für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in Krisensituationen hat und welches Potential in ihr steckt, wenn es um die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich geht. Die Digitalisierung all unserer Lebensbereiche macht sie zur Schlüsselbranche – sie bietet die technologischen Lösungen, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu bewältigen.

Die Corona-Krise hat die heimische Wirtschaft hart getroffen und aktuell ist noch nicht genau absehbar, wie sich diese Pandemie auf die Elektro- und Elektronikindustrie auswirken wird. „Die von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen waren wesentlich, um den Wirtschaftskreislauf zu stärken und die Industrieproduktion als Grundlage der Versorgungssicherheit und des wirtschaftlichen Aufschwungs Österreichs zu erhalten“ betonten Wolfgang Hesoun, Obmann des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie und Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie in der heutigen Pressekonferenz.

Fokus auf Schlüsseltechnologien und Schutz von Innovationen und Investitionen
Um Österreich jetzt auch wieder zukunftsfit zu machen, ist es dringend notwendig die vorhandenen Stärken noch weiter auszubauen. „Wir müssen uns auf unsere Schlüsseltechnologien, wie die Mikroelektronik, KI, sichere Kommunikation und 5G konzentrieren, damit wir nicht nur im Krisenfall, sondern auch im internationalen Wettbewerb unabhängig und stark agieren können. Dazu müssen wir unsere Unternehmen und ihre Innovationen besser schützen, damit diese, auch wenn sie in Krisenzeiten geschwächt sind, nicht so leicht übernommen werden können oder mit ihrer Produktion aus Österreich abwandern müssen“, so Lothar Roitner. „Es freut uns außerordentlich, dass die Bundesregierung sich für Projekte wie IPCEI (Important Projects of Common European Interest) einsetzt und diese ermöglicht. IPCEI ist als strategiepolitisches Instrument absolut wesentlich, um wichtige Wertschöpfungsketten innerhalb Europas aufzubauen und die Produktion von für die Gesellschaft wichtigen Technologien in Österreich und Europa zu erhalten.“

Moderne Energietechnik zum Klimaschutz und als Exportchance
Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie hat nicht nur das Potenzial Österreich aus der Krise herauszuführen, sondern bietet auch die technologischen Lösungen, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu bewältigen. „Österreich nimmt als Wirtschaftsstandort eine Vorreiterrolle in der Automatisierung und Digitalisierung des Produktionsbereiches ein. Wir haben – verglichen mit den USA und China – schon vor mehr als 20 Jahren mit der Automatisierung begonnen. Wir haben früh verstanden, dass wir wegen vergleichsweiser hoher Personalkosten unsere Produktion effizienter gestalten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. So haben wir heute Lösungen im Einsatz, von denen andere Länder noch weit entfernt sind. Österreich hat daher auch eine robuste und zukunftsgerichtete industrielle Basis, die uns gerade jetzt in der Corona Krise vor einem viel stärkeren Abflachen der Wirtschaftskennzahlen bewahrt hat“, zeigt sich Hesoun überzeugt. Hesoun misst der Digitalisierung in der internationalen Positionierung eines Landes eine große Rolle bei.

Gerade jetzt ist daher die öffentliche Hand gefordert, Investitionen zu tätigen bzw. diese vorzuziehen. Nur so kann es gelingen, die Wirtschaft zu stimulieren.“ Möglichkeiten gebe es zur Genüge – von der Digitalisierung der Stromnetze, der Integration von erneuerbaren Energieträgern in Energiesysteme (Speichertechnologien und Smart Grids), über den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität oder aber intelligente Verkehrssteuersysteme bis hin zum raschen Ausbau der Bahninfrastruktur. Auch sieht Hesoun die Digitalisierung im Bereich der Energietechnik als Grundlage für einen echten Klimaschutz, denn „nur mit modernen Technologien können wir die Energiewende auch schaffen“. Eine wichtige Maßnahmen in diesem Bereich sind etwa auch Gebäudesanierungen. Hier gibt es ein enormes Potential, mit gezielten technischen Sanierungsmaßnahmen wie intelligenter Gebäudesteuerung, den Co2-Ausstoß zu verringern.

Intensivierung von Forschung und Entwicklung als Sicherheits- und Stabilitätsfaktor 
Rückgrat für Innovationen am Standort Österreich sind Forschung und Entwicklung. Nur wenn genügend in Forschung investiert wird, können all die Technologien entwickelt und produziert werden, die für Klimaschutzlösungen, kritische Infrastruktur, Energieversorgung und Steuersysteme notwendig sind. „Wenn wir all diese wichtigen Maßnahmen wie IPCEI oder auch direkte Forschungsförderungs-instrumente forcieren, sind wir gut gerüstet mit den Technologien der Elektro- und Elektronikindustrie die Herausforderungen der Zukunft mit einem starken Wirtschaftsstandort Österreich und Europa zu bewältigen“, so Lothar Roitner abschließend. 

Foto: FEEI / Hans Leitner

Staatspreis Unternehmensqualität: Einreichfrist bis 1. Juli verlängert

Der Staatspreis Unternehmensqualität wird in diesem Jahr bereits zum 25. Mal verliehen. Im Zuge der Covid-19-bedingten Terminverschiebung der Staatspreis-Prämierung auf September wurde nun auch die Einreichfrist für Unternehmen bis 1. Juli verlängert. Der Preis ist die höchste nationale Auszeichnung für ganzheitliche Spitzenleistungen und wird vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) in Kooperation mit der Quality Austria in fünf Kategorien vergeben. Geehrt werden die Sieger am 16. September in Wien.

Ziel des bereits seit 1996 stattfindenden Wettbewerbs ist die Förderung der heimischen Wirtschaft durch die Verbesserung der Unternehmensqualität. Vergeben wird der Staatspreis Unternehmensqualität durch das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort in Kooperation mit der Quality Austria. Die diesjährige Preisverleihung zum 25-jährigen Jubiläum erfolgt aufgrund der mittlerweile gelockerten Einschränkungen durch Covid-19 nun am 16. September 2020 im Studio 44 in Wien. 

Potenziale im eigenen Unternehmen erkennen

Mitmachen können kleine, mittlere und große Unternehmen sowie Non-Profit Organisationen und Organisationen, die vorwiegend im öffentlichen Eigentum stehen. Eine unabhängige Jury aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ermittelt unter allen Einreichungen bis zu drei Finalisten pro Kategorie. Aus den jeweiligen Kategorie-Siegern wird schließlich die beste Organisation gewählt, die den Staatspreis Unternehmensqualität gewinnt. Die Einreichfrist läuft noch bis einschließlich 1. Juli 2020. „Die Assessments im Zuge der Teilnahme am Staatspreis Unternehmensqualität tragen dazu bei besondere Stärken im eigenen Unternehmen zu identifizieren und Potenziale aufzudecken. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann das enorm wertvoll sein“, erklärt Franz Peter Walder, Member of the Board der Quality Austria. 

Alle Informationen zum Anmeldeprozess gibt es unter: www.staatspreis.co

Foto: Anna Rauchenberger

Neue Direktorin: Führungswechsel an der VIS

Der Aufsichtsrat der Vienna International School (VIS) hat Lisa Biasillo zur neuen Direktorin ernannt. Am 1. August 2020 trat sie die Nachfolge von Direktor Peter M. J. Murphy an, der die Schule nach zehn Jahren erfolgreicher und bemerkenswerter Führung verließ.

Biasillo hat umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet der internationalen Bildung gesammelt und kann auf ihre Expertise als Lehrerin und Direktorin an internationalen Schulen in Kambodscha sowie in Ruanda zurückgreifen. Sie leitete die Green Hills Academy, die einzige internationale Schule in Ruanda mit internationalem Baccalaureate Abschluss, deren Lehrauftrag sie grundlegend weiterentwickelt hat und die Schule somit in der internationalen Bildungslandschaft erfolgreich positionieren konnte. Lisa Biasillo hat einen M.Ed. in Grundschulausbildung vom College New Jersey sowie einen M.Sc. in Entwicklungsmanagement von der Universität Birmingham.
In den vergangenen Monaten konnte durch die enge Zusammenarbeit zwischen Direktor Murphy und LisaBiasillo, aufgrund der COVID-19 Situation – online, eine erfolgreiche Übergabe der Schulleitung garantiert werden.

Foto: Pacifique Himbaza



 

AmCham Talks: Mut zur Digitalisierung ist gefordert – und noch nicht überall da

Magenta-Telekom-CCO Maria Zesch spricht beim digitalen Business Breakfast der US-Handelskammer über den Digitalisierungsschub durch COVID-19 und mangelnde Innovationsfreudigkeit des Mittelstands.

Auf Einladung der American Chamber of Commerce in Austria und Präsident Martin Winkler (Oracle) diskutiert Magenta-Telekom-Geschäftsführungsmitglied Maria Zesch mit den Mitgliedern der US-Handelskammer im Zoom-Live-Talk die Auswirkungen von COVID-19 auf die Digitalisierung in Österreich. Trotz allseits gepriesenem Digitalisierungsschub sieht Zesch hierzulande auch Mankos. „Die Innovationsfreudigkeit hat im Mittelstand durch die Unsicherheit der Pandemie abgenommen“, beobachtet Zesch.

Die COVID-19-Pandemie hat klar gezeigt, wo die größten Schwachpunkte liegen. Mängel verortet Zesch unter anderem bei Cloud-Lösungen und der Interaktion mit Kunden über digitale Plattformen. Bei ultraschnellen Breitbanddiensten hat Österreich noch Aufholbedarf. In Sachen Konnektivität belegt Österreich den 16. Platz in der Europäischen Union. Nur sieben Prozent der Österreicher nutzen laut DESI-Index ultraschnelle Breitbandanbindungen. Dabei muss es nicht immer eine kabelgebundene Anbindung sein, denn die Anbindung jedes Bauernhofs über das Glasfasernetz ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Stattdessen ist 5G eine kosteneffiziente Alternative zum Kabel. Bei 5G wird Glasfaser über die Luft transportiert. Mit dem massiven 5G-Ausbau werden insbesondere auch rurale Gebiete erschlossen. Durch 5G erreicht das Internet der Dinge (IOT) eine neue Stufe: Durch kürzere Latenzzeiten und Echtzeitkommunikation werden Dienste wie automatisiertes Fahren möglich – und somit weitere intelligente Dienste für eine digitale Zukunft.

Bei der Integration von Digitaltechnik in den betrieblichen Systemen belegt Österreich nur den 19. Platz. Bei Humankapital und Ausbildung liegt die Alpenrepublik auf dem achten Platz und hat damit eine optimale Basis, um die digitale Entwicklung zu stärken.

Nutzung digitaler Dienste ist durch COVID-10-Maßnahmen gestiegen

Ein Blick auf die Zahlen von Magenta Telekom zeigt, wie Österreich die Angebote des Telekommunikationsanbieters genutzt hat: Gaming hat um 300 Prozent zugenommen, Sprachtelefonie um 40 Prozent, Internettelefonie um 225 Prozent, gesicherte Unternehmenskommunikation um 76 Prozent, Messaging um 48 Prozent und E-Mails um 30 Prozent.

Dass die Menschen ihren Alltag zunehmend von zuhause aus bewältigen, zeigt sich auch im deutlichen Anstieg der Anrufe in den Callcentern, die sich nahezu verdoppelt haben und die Ressourcen der Unternehmen vor allem im Finanz- und Telekommunikationssektor auf die Probe stellen.

 

Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben

„Das Homeoffice ist die größte digitale Errungenschaft, die uns COVID-19 gebracht hat. Es bringt Vorteile für Anwender und Firmen wie hohe Produktivität, einfache Kollaboration, effiziente Kommunikation und erhöht die Attraktivität des Arbeitgebers“, so Zesch.

Jetzt geht es darum, das Experiment Homeoffice in ein permanentes Erfolgsmodell auszubauen. Dafür braucht es die richtigen Devices, performante Konnektivität und sichere Applikationen. Es wird zu klären sein, wie die Kostenaufteilung zwischen Mitarbeitern und Unternehmen zu lösen ist. Zesch vermisst eine einheitliche Lösung des Finanzministeriums, um diese Investitionen in die Zukunft der Arbeitswelt zu fördern. Auch arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen müssen sich entlang der digitalen Transformation entwickeln. Das Changemanagement muss sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Führungskräften ansetzen. Vertrauen und Eigenverantwortung rücken in den Vordergrund.

Große Unterschiede sieht Zesch bei den Comeback-Plänen der Unternehmen. Bei Magenta Telekom setzt man weiterhin auf getrennte Teams. Aktuell sind nur 25 Prozent der Mitarbeiter im T-Center physisch präsent.

Die wirtschaftlichen Probleme kommen erst

Aktuell beobachtet Zesch noch eine gute Zahlungsmoral bei den heimischen Firmen. Ende des dritten bis Anfang des vierten Quartals erwartet der Kreditschutzverband von 1870 jedoch zunehmend Probleme.

Über Maria Zesch

Maria Zesch, geboren 1973, ist CCO Business & Digitalization und verantwortet das Geschäftskundensegment als auch die Digitalisierungsagenden von Magenta Telekom. Zesch ist seit 2003 im Deutsche-Telekom-Konzern tätig und seit 2008 in unterschiedlichen Geschäftsführungs-Funktionen von T-Mobile Austria als auch der Schwestergesellschaft T-Mobile Hrvatski. Die Absolventin der WU Wien ist eine ausgewiesene Marketing-, Sales- und Service-Führungspersönlichkeit und bringt über 20 Jahre Erfahrung in Top-Management-Funktionen mit, unter anderem bei der international tätigen Strategieberatung Kearney und dem ORF. Zesch ist weiters Aufsichtsrätin im Energiebereich als auch im Telco-Umfeld. Weitere Informationen auf https://www.magenta.at/unternehmen.

Foto: Magenta Telekom

Unternehmen in Kurzarbeit – drei Regeln, die Führungskräfte beachten sollten

Bedingt durch die Corona-Krise müssen nun in vielen Unternehmen Mitarbeiter mittel- oder sogar langfristig ihre Arbeitszeit verkürzen und zum Teil ganz zu Hause bleiben. Für die Mitarbeiter gehen damit nicht nur schmerzhafte Lohneinbußen einher, sondern die mangelnde Aufgabe, Einbindung und Beschäftigung schlagen auch auf das Gemüt. Tipps von Unternehmensberaterin Evelyn Oberleiter.

Worauf müssen Führungskräfte in Unternehmen jetzt besonders achten, um den Schaden für die Einzelnen wie für das ganze Unternehmen möglichst gering zu halten?

Dass es besonders in Krisenzeiten auf gute Kommunikation ankommt, das zeigen uns momentan die Politiker: Wer es schafft, offen, transparent und fair zu wirken, gewinnt derzeit trotz schwieriger Gesamtsituation enorm an Beliebtheitswerten. Analog dazu können auch die Führungskräfte in Unternehmen durch gute Kommunikation bewirken, dass trotz der großen Schwierigkeiten die Loyalität zum Unternehmen wächst und die Motivation, das Vertrauen und die Hoffnung in eine positive Entwicklung hoch bleiben. Wo aber jetzt große Fehler in der Kommunikation gemacht werden, bekommt die Unternehmenskultur Risse: Anschuldigungen, Misstrauen, Verachtung und Wut richtigen sich dann auf das Unternehmen und seine Führung und schwächen die Erfolgsaussichten für eine positive Wiederaufnahme und Wende.

Was sind also die drei wichtigsten Regeln, die Führungskräfte nun in ihrer Kommunikation und Führung unbedingt beachten sollten?

1.) Direkte Kommunikation: Keine Emails zur Vermittlung schwieriger Inhalte und Botschaften
Auch wenn durch die Corona-Pandemie die physische Nähe und Kommunikation eingeschränkt und zum Teil gar nicht mehr möglich ist, so ist es umso wichtiger, dass die Führungskräfte in der Übermittlung schwieriger Botschaften wie Lohnausgleich bzw. Kurzarbeit nicht das E-Mail als Medium nutzen. Webkonferenz in kleinen Gruppen, die einen unmittelbaren und direkten Austausch ermöglichen, in denen man sich auch sehen kann sind dafür schon viel besser geeignet. Es gilt nun „seinen Mann bzw. ihre Frau zu stehen“ und sich mutig den möglichen heftigen Reaktionen auf die schwierigen Botschaften zu stellen. Das gilt den Empfängern das Gefühl, nicht allein zu sein.

2.) Ungleichheiten erklären: Keine Mitarbeiter 1. und 2. Klasse
Gerade in diesen Situationen reagieren Mitarbeiter auf Unterschiede besonders sensibel: Wer darf bleiben? Wer muss wieviel Arbeitszeit reduzieren? Wer bekommt wieviel bezahlt? Gibt es schon in „Normalzeiten“ in Unternehmen oftmals Mitarbeiter die sich weniger wichtig genommen als andere fühlen, weil sie in einem niedriger bezahltem Bereich arbeiten, in einer scheinbar oder tatsächlich weniger beachteten Filiale beschäftigt sind oder vielleicht in einem weniger erfolgreichen Geschäftszweig, so ist die Gefahr nun besonders groß, dass sich manche Beschäftigte als Mitarbeiter zweiter Klasse erleben.

Hier können sich Gräben auftun, die auch lange nach der Überwindung der Krise nicht mehr gekittet werden können, weshalb hier vonseiten der Führungskräfte besondere Sensibilität gefragt ist: Sprechen Sie Unterschiede zeitnahe und mit völliger Transparenz an und argumentieren Sie, weshalb diese gemacht werden und weshalb diese für den Fortbestand des Unternehmen ganz wichtig sind. Das Verstehen der Argumente ist die Basis dafür, das Mitarbeiter innerlich den Weg eines Unternehmens bejahen.

3.) Regelmäßigen Kontakt und Austausch aufrecht erhalten
Auch Mitarbeiter in Lohnausgleich bleiben Mitarbeiter. Damit diese, obwohl Sie zuhause sind und de facto nicht mehr arbeiten, dennoch innerlich mit dem Unternehmen in Kontakt bleiben und Zugehörigkeit sowie eine positive Haltung und Interesse weiter bestehen, brauchen Sie regelmäßigen Kontakt. Laden Sie Ihre Mitarbeiter 1 Mal wöchentlich zu einem kurzen Web-Meeting ein. Lassen Sie dabei jeden Einzelnen kurz zu Wort kommen und darüber sprechen, wie es ihm/ihr geht.

Halten Sie auch die schwierigsten Kommentare aus, stellen Sie sich den Emotionen, denn schon diese „Entladung“ allein führt zu einer Verbesserung der Gesamtatmosphäre. Wenn Sie in diesen Meetings offen und ruhig bleiben, wird das Vertrauen in Sie als Führungskraft wachsen. Geben Sie den „nicht aktiven“ Mitarbeitern auch laufend Informationen darüber, wie es im Betrieb läuft, was sich tut, an Erfreulichem wie an Misserfreundlichem. Diese Einbindung erhält die Verbindung. Dieser regelmäßige Kontakt ist auch und besonders bei langfristigem Lohnausgleich extrem wichtig und verlangt von Ihnen als Führungskraft viel Sensibilität, Kraft und Disziplin. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, werden Sie aber als Dankeschön auf diese Mitarbeiter wieder zählen können.

Foto: Terra Institute

Dr. Shirley Gil Parrado ist Geschäftsführerin von Novartis Pharma Österreich

Dr. Shirley Gil Parrado hat mit 1. August 2020 die Geschäftsführung der Novartis Pharma GmbH in Wien übernommen. 

 

Die gebürtige Kubanerin Shirley Gil Parrado begann ihre Karriere bei Novartis im Jahr 2004 als Forscherin am Novartis Institutes for BioMedical Research (NIBR) in Basel. 2010 wechselte sie nach Spanien, wo sie zuerst die Medizinische Abteilung für Immunologie & Dermatologie leitete; später den Geschäftsbereich Asthma & cystische Fibrose. Es folgten ab 2015 Stationen als Geschäftsbereichsleiterin Respiratory für die LACan-Region von Miami (USA) aus; ab 2017 war Shirley Gil Parrado Worldwide Brand Director für ein innovatives Launchprodukt von Novartis. 2018 wechselte sie als Geschäftsbereichsleiterin Neuroscience zu Novartis Deutschland. 

Zu ihrer neuen Rolle in Österreich sagt sie: Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit meinem Team zu unserem Committment für Patientinnen und Patienten in Österreich beizutragen: "Wir wollen das Leben der Menschen verlängern und verbessern. Deshalb werde ich mich besonders dafür einsetzen, den Zugang zu unseren hochinnovativen Therapien für Patientinnen und Patienten in Österreich weiter zu beschleunigen. Durch das innovative Medikamentenportfolio von Novartis gewinnen österreichische Patientinnen und Patienten pro Jahr 15.000 zusätzliche gesunde Lebensjahre". Besonders stolz macht mich, dass viele dieser Medikamente ‚Made in Austria‘ sind – sie werden an unserem Campus Kundl/Schaftenau in Tirol produziert“, ergänzt Gil Parrado.

Foto: Daniel Karmann

 

 

Green Energy Lab: Geballte Frauenpower für nachhaltige Energielösungen

Green Energy Lab ist eine Forschungsinitiative für nachhaltige Energielösungen und Teil der österreichischen Innovationsoffensive „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds. Im Vorstand sind gleich zwei starke Frauen zu finden. Ein ABW-Interview über Forschung in Zeiten der Krise und Energielösungen der Zukunft mit MMag. Raphaela Reinfeld-Spadt, MBA und DI Dr. Andrea Edelmann.

Glauben Sie, dass die Corona-Krise zu einem gesellschaftlichen Umdenken – auch hinsichtlich künftiger umweltpolitischer Maßnahmen – führen wird?

Raphaela Reinfeld-Spadt: „Ich denke, dass durch die aktuelle Krisensituation durchaus auch ein ‚Mehr‘ an Raum für gesellschaftliches Umdenken geschaffen wurde. Die aktuelle Krisensituation hat – etwa was den Arbeitsort betrifft – gezeigt, dass es durchaus möglich ist, bestehende Muster über Bord zu werfen. Hier hoffe ich auf ein Umdenken auch in Bezug auf umweltpolitische Belange. Ein Neustart und Wiederaufbau kann meines Erachtens nur ein ‚grüner‘ sein.“ 

Andrea Edelmann: „Die Pandemie hat unser Land bzw. den gesamten Planeten sprichwörtlich auf den Kopf gestellt und gezeigt wie fragil unser gesellschaftlich-politisches und wirtschaftliches Umfeld ist. Viele Gesellschaften und Industrien blicken derzeit unsicher auf den weltweiten wirtschaftlichen ‚Shutdown‘. Meines Erachtens ist es daher derzeit noch sehr schwierig zu sagen, ob sich die Befürworter des umweltpolitischen Wegs, so auch in Österreich, durchsetzen werden. Das werden die politischen Entscheidungen der nächsten Wochen und Monate zeigen.“

Welche Beeinträchtigungen im Bereich der Forschung bemerken Sie aufgrund der aktuellen Krisensituation?

Raphaela Reinfeld-Spadt: „Die Forschungsbranche blickt aktuell wie so viele andere Branchen verunsichert auf die zukünftigen, wirtschaftlichen Entwicklungen – vor allem was die Finanzierung und Leistbarkeit neuer Projekte betrifft. Forschungsvorhaben und -entwicklungen kosten schließlich. Eine Klima- und Umweltkrise hätte womöglich aber noch viel weitreichendere Folgen. Investitionen in Forschung und Entwicklung sind daher weiterhin wichtiger und notwendiger denn je.“

Andrea Edelmann: „Vieles, das noch vor ein paar Wochen undenkbar schien, ist nun Realität. Wir arbeiten virtuell, sowohl an unseren täglichen Unternehmensagenden, als auch an unserer industrieübergreifenden F&E-Tätigkeiten. Unsere Forschung geht – bis auf physische Tests – dank der Digitalisierung auf Hochtouren weiter. Wir sehen die Situation auch als Chance, neue Methoden zu entwickeln bzw. zu erproben, etwa um Tests auch digital durchzuführen.“

Wann erwachte Ihr Interesse für den Energie-/Nachhaltigkeitsbereich?

Raphaela Reinfeld-Spadt: „In meiner Schulzeit hätte ich mir nicht träumen lassen, später im Energiesektor tätig zu sein. Nach meinem ersten Studium begann ich allerdings in der Wissenschafts- und Forschungskommunikation zu arbeiten und hatte immer öfter mit den Themenfeldern ‚Energie‘ und ‚Nachhaltigkeit‘ zu tun. Schon damals fiel es mir leicht, mich einzuarbeiten und diese völlig neuen Gebiete für mich – und somit auch für meinen weiteren Berufsweg – zu erschließen.“

Andrea Edelmann: „Ich bin auf einer Landwirtschaft in einem Weingut aufgewachsen und habe von klein auf in der Natur mitgeholfen. Der wertschätzende Umgang mit der Natur war mir somit von jeher wichtig. Während meines gesamten Studiums der technischen Chemie, habe ich in der Vorgängerorganisation des AITs als Werksstudentin im Bereich Umweltschutz gearbeitet. Ein spannendes Projekt war damals die Suche nach einem Endlager für den radioaktiven Abfall in Österreich. Das war sehr prägend für mich und meinen weiteren Werdegang.“

Wie ist die Resonanz auf Green Energy Lab in der Forschergemeinde und der Wirtschaft?

Raphaela Reinfeld-Spadt: „Das Interesse am Green Energy Lab ist groß – auch international. Alleine im vergangenen, unserem ersten operativen Jahr, konnte sich unsere Forschungsinitiative auf aktuell 200 Partner verdoppeln. Regen Zuspruch haben wir etwa auch bei unserem ‚Stakeholder Circle‘ – strategischer Thinktank mit hochrangigen TeilnehmerInnen auf nationaler und internationaler Ebene, die wir gerade aufbauen. Wir sind im besten Sinne des Wortes unter ‚genauer Beobachtung‘ und bekommen täglich einige Kooperationsanfragen. 

Andrea Edelmann: „Wir erhalten sehr gute Resonanz. Green Energy Lab ist aus meiner Sicht ein starker Treiber für die österreichische Wirtschaft. 2019 hat die Initiative mit insgesamt 15 Projekten bereits ein Forschungsvolumen von 40 Mio. EUR auf den Weg gebracht. Bis 2025 sollen 150 Mio. Euro in innovative Projekte und ein gesamtheitliches erneuerbares Energiesystem investiert werden – da lässt sich schon einiges bewegen.“

Auf welche nachhaltigen Energielösungen wird in den kommenden Jahren verstärkt gesetzt?

Raphaela Reinfeld-Spadt: „Hinter der Energiewende stehen hohe Zahlen und Herausforderungen. Windkraft und Photovoltaik etwa – bisher erfolgreich etabliert – werden sicherlich weiterhin stark ausgebaut. Generell wird der Erfolg wohl im Mix verschiedener Energielösungen liegen – darunter wahrscheinlich auch einige, die wir heute noch gar nicht kennen. Beim Green Energy Lab haben wir genau deshalb die Markttauglichkeit und Anwendbarkeit unserer Projektlösungen stark im Fokus.“

Andrea Edelmann: „Das Thema ‘Versorgungssicherheit‘ rückt derzeit wieder verstärkt in den Fokus. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss Hand in Hand mit der Versorgungssicherheit gehen. Dazu gibt es verschiedene Puzzle-Teile, die zur Lösung beitragen können: Speichermöglichkeiten, Kopplung verschiedener Sektoren, wie etwa Energie und Mobilität sowie Maßnahmen auf der Kundenseite, bei denen auch die Verbraucher bzw. dezentralen Erzeuger stärker eingebunden werden.“

Fotos: Green Energy Lab

Leitfaden zum Hochfahren: So gelingt das „New Normal“ in der Industrie

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen befreien Unternehmen aus dem behördlich verordneten Dornröschenschlaf. Welche Maßnahmen jetzt gesetzt werden müssen, damit der Weg in „New Normal“ nicht in einer Sackgasse endet und wie sich die Fertigungsindustrie jetzt gegen eine „Zweite Welle“ wappnen muss, erklären die Strategen der globalen Unternehmensberatung Kearney in ihrem Leitfaden „Post COVID 19 – Back to the Future”. 

So schnell und geordnet der Lockdown über die Bühne ging, so komplex und gespickt mit Fallstricken gestaltet sich jetzt das Hochfahren. Am Beispiel der Fertigungsindustrie zeigen die Strategen der globalen Unternehmensberatung Kearney, wo die Chancen und Stolpersteine in den Bereichen Lieferketten, Produktion, Logistik und Absatzmärkte liegen. Beim Aufsetzen der passenden Strategie lohnt sich ein Blick nach Fernost. Da sich dort die Industrie schon vor Wochen auf die Produktion in Post-Corona-Zeiten umstellen musste, verfügt sie über einen großen Erfahrungsschatz, den es zu nützen gilt. Ein eigener War Room koordiniert dabei die passenden Maßnahmen Schritt für Schritt:  

Schritt 1: Set-up der Lieferketten - Lieferketten kürzen, Bullwhip (Peitscheneffekt) vermeiden  

In einer Welt der multilokalen Märkte lohnt sich eine Prüfung, wie die Lieferkette kürzer gehalten werden kann. Doch für all diese Maßnahmen braucht es vor allem eines: die völlige Transparenz über die eigene Supply Chain, auch um dort frühzeitig Insolvenzen, Warenüberkapazitäten und -engpässe zu erkennen und beispielsweise zu erwartenden Bullwhip-Effekten entgegensteuern zu können. Wer noch immer nicht in täglichem Austausch mit seinen wichtigsten Lieferanten steht oder sie nicht als integrierten Bestandteil seines Erfolgs betrachtet, der sollte spätestens jetzt damit beginnen.

Die Ende-zu-Ende-Optimierung ist hier das Zauberwort. Sie bietet analytische Entscheidungsunterstützung auf strategischer, taktischer und operativer Ebene. Robert Kromoser, Partner und Experte von Kearney für Einkauf, Digitalisierung und Risikomanagement: „Das Ende-zu-Ende-Konzept integriert die gesamte Wertschöpfungskette in ein mathematisches Modell und gleicht Freiheitsgrade in der Planung mit den Anforderungen des Unternehmens ab. So können Kosten eingespart, Planungssicherheit erreicht und Nachhaltigkeitsziele eingehalten werden. Einsparungen von 5 bis 15 Prozent, sowie eine robustere Wertschöpfungskette sind damit möglich.“

Schritt 2: Advanced Technologie - Die KI und der Digital Twin als Schutzschild vor der „zweiten Welle“ 

Die sinkenden Infektionszahlen sind trügerisch. Virologen warnen bereits vor einer „zweiten Welle“ im Herbst. Vieles lässt sich via „Remote Work“ bewerkstelligen.  Doch was ist mit Bereichen, die normalerweise die Anwesenheit vor Ort voraussetzen? Wie kann sichergestellt werden, dass Maschinen und Co. ohne Probleme weiterlaufen? Dass Lieferketten und Produktionsprozesse nicht unterbrochen werden – und zwar remote gesteuert? Die Industrie 4.0 hat da einige Antworten parat, denn sowohl die Überwachung als auch die Steuerung müssen nicht mehr zwingend vor Ort erledigt werden. So können Anlagenfahrer Maschinen via Tablet vom gesamten Werksgelände aus bedienen und müssen dank Künstlicher Intelligenz (KI) weniger Zeit im Kontrollraum verbringen, um die Anlage manuell zu steuern. „Die KI optimiert automatisch.

In Zeiten von Social Distancing wohl einer der besten Kollegen. Erkrankt ein Mitarbeiter, können durch Cloud-Lösungen sogar Kollegen aus anderen Standorten die Vertretung übernehmen. Durch ein einheitliches Steuerungskonzept können diese Lösungen helfen, Arbeitszeiten zu flexibilisieren“, erklärt Kromoser. Eine weitere Errungenschaft der Industrie 4.0, die in der Corona-Krise produzierende Unternehmen unterstützt, ist der sogenannte „Digital Twin“. Dieses digitale Abbild der Anlage erlaubt es, diese virtuell zu bedienen. Das kann genutzt werden, um neue Mitarbeiter zu trainieren, auch wenn eine Anlage stillsteht – vergleichbar mit einem Flugsimulator für Piloten. Ein Digital Twin bietet sich aber auch dafür an, verschiedene Szenarien zu testen. Wie läuft es ab, wenn ich meine Anlage stilllege? Wie fahre ich meine Anlage, die vielleicht coronabedingt heruntergefahren war, wieder an? „In einem Digital Twin lassen sich ein Ausfall von Anlagen und die Wahrscheinlichkeiten hierzu simulieren. So können auch Reparaturen besser geplant und reduziert werden und zukünftige Pandemien verlieren etwas von ihren Schrecken“, so Kromoser. 

Schritt 3: Betriebsmodell - Safety First

Wenn es in Fabriken heißt „Sicherheit geht vor!“, dann ist damit heute etwas völlig anderes gemeint als noch vor drei Monaten. Innerhalb kürzester Zeit müssen Hygienemaßnahmen gesteigert werden, Abstandsregeln in die Prozesse eingeplant und wiederverwertbarer Mundschutz aus Nachhaltigkeits- und Kostengründen organsiert werden. Oftmals werden hier pragmatische Lösungen vor Ort angestrebt, indem regionale Unternehmen der Textilindustrie angesprochen werden, um die Lieferkette möglichst kurz zu halten und die Qualität sicherzustellen. Immer öfter wird auch mit Fiebermessungen „on the fly“ die Gesundheit der Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter überprüft. Klimaanlagen werden einem regelmäßigen Check unterzogen, isolierte Büroeinheiten geschaffen und Homeoffice angeordnet, wo immer dies möglich ist.

Social Distancing wird nicht nur für die Produktionsweise zur Regel, sondern wirkt sich auch auf Pausen- und Kantinenkultur aus, Kantinenbesuche werden für die Mitarbeiter auf ein Minimum reduziert. Stattdessen wird Essen an die Arbeitsplätze geliefert oder durch zusätzliche Zelte mehr Platz geschaffen, um die Abstandsregeln auch in den Pausen einzuhalten. Dazu zählen auch Änderungen im Schichtsystem und Übergaben finden vermehrt virtuell statt oder gar als Podcast. Dabei gilt es durch versetzte Schichtzeiten größere Menschenmengen zu verhindern, und zwar auf dem Weg zu und vom Arbeitsplatz, im Unternehmen und auch in den sozialen Einrichtungen wie den Umkleideräumen oder den bereits erwähnten Kantinen. Werksbegehungen sind entweder ausgesetzt oder werden durch Virtual-Reality-Lösungen ersetzt.

Schritt 4: Wettbewerbsumfeld analysieren, Portfolio bereinigen, Kundengruppen differenzieren

In Zeiten von Corona scheint nichts „in Stein gemeißelt“. Wer gestärkt aus der Krise kommen will, muss zuerst das eigene Produkt-Portfolio hinsichtlich seines Kosten-Nutzen auf den Prüfstein legen. Das Gleiche gilt auch für den Kundenstamm. Mit Hilfe des „Customer Value Mapping“ kann zwischen werterzeugenden und verlustbringenden Kundengruppen differenziert werden. Letztendlich wird das gesamte Geschäftsfeld auf strategische und finanzielle Relevanz bewertet.

Auf eine neue Ebene kann auch die Beziehung zu den Lieferanten gestellt werden. Viele Unternehmen unterstützen diese durch Verlängerung der Zahlungsbedingungen und Unterstützungsprogramme. Dieses Entgegenkommen vertieft die Geschäftsbeziehungen, sorgt für Versorgungssicherheit und kräftigt die Lieferkette. Allerdings werden nicht alle Lieferanten COVID-19 überleben, viele stehen vor massiven Herausforderungen. Das können Unternehmen auch für Übernahmen nützen. Für Unternehmen bietet das die Gelegenheit ihre vertikale Integration entlang der Wertschöpfungskette zu erhöhen und damit eine bessere Kontrolle über wichtige Glieder in der Lieferkette zu erlangen. Darüber hinaus lohnt sich auch eine Analyse der horizontalen Integrationen, um neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Foto: Shutterstock

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.