Business-News

Studie: Einnahmen der Banken werden 2020 um 20 Prozent sinken

Neues Jahrzehnt, neue Krise. Zu diesem Schluss kommt das „Retail Banking Radar 2020“ der globalen Unternehmensberatung Kearney. Die COVID-19-Pandemie drückt jede achte Bank in die Verlustzone. Und auch der Ertrag pro Kunden sinkt um 60 Prozent. Übrigbleiben könnte ein sattes Minus von 20 Prozent bei den Einnahmen. Österreichische Banken bleiben nicht verschont. Diese verdienen am Kunden immer weniger.

Wien, 5. Mai 2020. Seit 11 Jahren analysiert die globale Unternehmensberatung Kearney die Performance europäischer Filialbanken und deckt mögliche Stärken und Schwächen der Bankenszene auf. Für das aktuelle „Retail Banking Radar 2020“ wurden die Daten von fast 92 Privatkundenbanken und Bankengruppen in 22 europäischen Ländern - davon 50 Banken in Westeuropa und 42 Banken in Osteuropa - hinsichtlich der Kriterien Ertrag pro Kunden und Mitarbeiter, Gewinn pro Kunden, Cost-Income-Ratio und Kreditrisikovorsorgequote untersucht. Den Schwerpunkt legten die Analysten auf COVID-19 und die Auswirkungen auf die Gewinne der Geldinstitute. Ergebnis: Die Experten gehen davon aus, dass 2020 die Einnahmen der Banken um durchschnittlich 20 Prozent sinken werden. Diese ersten Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass sogar jede achte Bank in die Verlustzone rutschen wird. Und auch der Ertrag pro Kunden stürzt um 60 Prozent ab. 

Daniela Chikova, Partner Financial Services bei A.T. Kearney Österreich und Autorin der Studie, kommentiert: „Durch die Krise stehen die Banken vor enormen und bis dato beispiellosen Herausforderungen: Kredite müssen gestundet und Angebote wie zinslose Überziehungskredite, die für die krisengebeutelten Verbraucher überlebenswichtig sind, gemacht werden. Da aber die Einnahmen der Banken bei gleichbleibenden Betriebskosten sinken, wird die ganze Branche durch diese Entwicklung geschwächt.“

Konsumenten fahren auf Sparflamme

Schwache Zahlen weist der Bericht auch in Sachen Konsum auf. Obwohl manche Sektoren, wie z.B. der Lebensmittelhandel, Streaming-Dienste oder der Online-Einzelhandel florieren, fahren die Konsumenten in anderen Bereichen ihre Ausgaben drastisch zurück und nehmen eine „abwartende“ Haltung ein. Diese neue Zurückhaltung trifft auch die Kreditvergabe. Chikova: „Die Zahl der Anträge auf neue Kredite oder Hypotheken bewegt sich auf einem niedrigen Niveau und könnte zu einem Rückgang der Einnahmen um durchschnittlich 20 Prozent führen.“ Die Experten von Kearney gehen in ihrem Basisszenario von einer teilweisen Erholung gegen Ende des Jahres aus. Sollte es nicht zu einer Eindämmung des Virus kommen, könnten die Erlöse auch um 35-40 Prozent zurückgehen.

Um diesen Abwärtstrend zu stoppen, bauen einige Institute ihre digitalen Dienstleistungen zur Unterstützung der Kunden weiter aus. So stellt z.B. die Lloyds Bank ihren älteren Kunden Tablets zur Verfügung. Die Analyse zeigt aber auch, dass durch solche zusätzlichen Ausgaben die durchschnittliche Kosten-Ertrags-Relation um durchschnittlich 80% Prozent steigen wird. „Wenn man in die Zukunft blickt, werden diejenigen überleben, die sich mit ihren digitalen Dienstleistungen diversifiziert haben. Das Kundenvertrauen ist die eigentliche Bewährungsprobe. Banken, die ihre Kunden aktiv bei der Bekämpfung der Krise unterstützen, werden mit erhöhter Loyalität belohnt, während diejenigen, die dies nicht tun, unweigerlich am meisten leiden werden“, so Chikova.

Österreichische Banken verdienen am Kunden immer weniger 

In Österreich besteht die Gefahr, dass der Gewinn pro Kunden von durchschnittlich etwas mehr als 200 Euro in den letzten drei Jahren auf weniger als 100 Euro pro Kunden sinkt. Die Kosten-Ertrags-Relation könnte auf die historischen Höchststände von über 70 Prozent zurückspringen.

Foto: Shutterstock/NAR Studio

Corona erfordert außergewöhnliche Maßnahme: dm bietet digitale Beratung für Mitarbeiter

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Viele Menschen erleben die derzeitige Situation als belastend und sind verunsichert – beruflich wie privat. Um Mitarbeiter bestmöglich in dieser herausfordernden Lebenslage zu unterstützen, bietet dm jetzt ein erweitertes Beratungsangebot: 45 externe Berater aus ganz Österreich (vom Psychotherapeuten bis zum Sozialberater) stehen den dm Mitarbeitern ab sofort auch via Telefon, Skype, WhatsApp und Co. für kostenlose persönliche Coachings zur Verfügung. 

Die Balance zwischen Berufs- und Privatleben zu halten, stellt für viele arbeitende Menschen eine tägliche Herausforderung dar. Gerade in Anbetracht der Corona-Krise wird nun vermehrt über die eigenen Grenzen gegangen, um allen Erwartungen gerecht zu werden – manchmal auch auf Kosten des seelischen Wohlbefindens. dm bietet seinen Mitarbeitern bereits seit 2011 die Möglichkeit, sich bei privaten oder beruflichen Problemen von externen Experten coachen zu lassen.

Diese Initiative wurde jetzt erweitert: Ab sofort können dm Mitarbeiter die kostenlose psychologische Beratung auch in digitaler Form nutzen. „Es war uns ein großes Anliegen, unser Beratungsangebot für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Da persönliche Termine derzeit nicht möglich sind, haben wir gemeinsam mit rund 45 externen Beratern aus ganz Österreich Alternativen gesucht und gefunden. Ob via Telefon, Skye, Zoom, Teams, Facetime oder WhatsApp – wer Hilfe benötigt, wird sie auch in Zeiten wie diesen erhalten. Denn die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter*innen haben für uns oberste Priorität“, erklärt dm Geschäftsführerin Petra Mathi-Kogelnik, verantwortlich für das Ressort Mitarbeiter.

Foto: Shutterstock/fizkes



 

Starke Zuwächse: Kotányi verzeichnet neuen Umsatzrekord

Der österreichische Gewürzmarktführer Kotányi konnte 2019 das Geschäft um 3% steigern und mit 170 Millionen Euro Gesamtumsatz einen neuen Topwert markieren.

Treiber des Erfolgs waren der Ausbau bestehender Märkte, allen voran Russland, und die Erschließung neuer Märkte. Und einmal mehr sind es die Innovationskraft und die hohen Qualitätsstandards, die dem Unternehmen stetig weitere Türen öffnen.

Marktführer in Russland, das ist wohl eine Position, die wenigen Unternehmen aus dem Ausland beschieden ist. Der österreichische Gewürzhersteller Kotányi ist eines von ihnen, und es konnte seine Position im Vorjahr sogar noch einmal kräftig ausbauen. Weitere 8% Umsatzplus machten es möglich, dass Kotányi dort mittlerweile einen Anteil von knapp 20% hält. Tendenz weiter steigend.

Es sind Pionierleistungen wie diese, die den Erfolg von Kotányi ausmachen.Beherzt in neue Länder zu gehen, den Wahrscheinlichkeiten und Erwartungen zu trotzen und auch dort zu reüssieren, wo eigentlich die Heimat der Gewürze liegt: Asien. Ein ungemein wichtiger Erfolgsfaktor dabei: die Einweg-Gewürzmühle. Sie ist wegen ihrer einfachen Anwendung und der Haltbarkeit von Frische und Geschmack aus den heimischen Küchen und somit dem Lebensmittelhandel nicht mehr wegzudenken, sie ist aber auch ein verlässlicher Türöffner in neue Märkte.

„Wenn die Mühle einmal auf dem Tisch steht, interessiert sich jeder dafür. Sie ist für uns ein ganz wichtiger Markenbotschafter“, so Erwin Kotányi. Sukzessive hat das Unternehmen seine Marktposition mit dieser Einweg-Mühle in China, Taiwan, Südkorea und Indonesien verstärkt und gerade zum Jahreswechsel „eine Zusammenarbeit mit Singapurs größter Handelskette Fair Price fixiert. Auch Alibabas terrestrische Handelskette Hema wird uns weiteres Wachstum in China ermöglichen“, erklärt Erwin Kotányi die Expansionserfolge des Familienunternehmens. Auch südamerikanische Märkte wie Brasilien und Chile, mit einer Listung bei der Handelskette Walmart, entwickeln sich sehr erfreulich. Insgesamt ist das Familienunternehmen heute bereits in 32 Ländern vertreten und macht über 70% seines Geschäfts im Export.

Ein stetig wachsendes Segment ist auch die Gastronomie. In Österreich ist Kotányi unbestrittener Marktführer, in Kroatien und Slowenien konnte die Position stark ausgebaut werden, und auch in Rumänien und Russland sind nun weitere Schritte geplant.

Um dieses Wachstum zu ermöglichen, wurde kräftig investiert, wie Firmenchef Erwin Kotányi berichtet: „Wir haben im Vorjahr über 3 Millionen Euro in den Ausbau unserer Büroräumlichkeiten und in eine zusätzliche Mühlenabpackanlage gesteckt. Von unserem Standort in Wolkersdorf aus beliefern wir die ganze Welt.“

Stetige Erweiterung des Produktportfolios

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist auch das stetig wachsende Produktportfolio. Über viele Jahre konnte das Traditionsunternehmen Produktneuheiten entwickeln. Im vergangenen Jahr begegnete Kotányi dem anhaltenden Gesundheitstrend mit zwei Sorten der Natural Snacks, das sind Apfelchips mit Beigaben wie Zimt oder Paprika, sowie einer Auswahl aus drei raffinierten Sorten Curcuma. Das erfolgreiche Mühlensortiment wurde um Varianten wie Zimt-Zucker und Karamell-Vanille erweitert und erobert auch die Backstuben, und für 2020 stehen schon weitere spannende Projekte auf dem Plan, unter anderem: Mühlen zur aromatischen Verfeinerung des Kaffeegenusses. Sorten wie Chai Moment, Cacao Kiss und Salted Caramel versüßen künftig den Kaffee. Auch in der Grillsaison darf wieder kräftig gewürzt werden: Mit jeweils drei speziellen Gewürzmischungen für Kartoffelgerichte und Salate kommt Beilagen eine Hauptrolle zu.

Höchster Qualitätsanspruch

Für die edlen Gewürze bezieht Kotányi Rohstoffe aus aller Welt. Die hohen Ansprüche der Qualitätssicherung werden daher ebenso an ein großes Netz an HändlerInnen und LieferantInnen gestellt. Die Prüfung beginnt oftmals bereits vor Ort, wo gemeinsam mit den jeweiligen PartnerInnen wiederkehrend Audits mit Fokus auf die Produktionsbedingungen, unter denen die Gewürze angebaut, geerntet und verarbeitet werden, durchgeführt werden. Darüber hinaus werden auch im Unternehmen selbst fortwährend Proben gezogen und auf ihre Qualität, den Aromagehalt und die Optik geprüft. Das Auge isst bekanntlich auch mit.

Foto: Kotányi GmbH/Huger

 

 

Neukunden im Internet: Jeder Zweite will nach Corona weiter online einkaufen

Eine neue Konsumentenbefragung der globalen Unternehmensberatung Kearney zeigt, wie Corona das Einkaufsverhalten verändern wird. Auf die Frage, ob sie nach Beendigung der Maßnahmen weiterhin mehr online einkaufen wollen als vor dem Ausbruch, antworteten 52 Prozent mit „ja“. Ein Drittel dieser digitalen Kunden sind Online-Erstkäufer. Die höchste Zuwachszahl verzeichnet dabei der Lebensmittelhandel. Hier stiegen die Anfragen um das 25-fache!

Neuer Online-Boom im Handel. „Die Corona-Krise treibt neue Kunden ins Internet. In manchen Branchen steigt die Nachfrage über digitale Kanäle bis zu 300 Prozent“, sagt Sebastian Schoemann, Partner und Digitalexperte bei der Managementberatung Kearney. „Unsere repräsentative Konsumentenbefragung zeigt, dass Kunden, die vorher nicht oder weniger im Internet gekauft haben, auch nach Corona weiter im Internet einkaufen wollen. Dadurch ergeben sich große Chancen, auf digitalen Kanälen neue Kundengruppen zu erschließen und zu halten.“

Anstieg um das 25-fache bei Lebensmitteln 

Die Digitalexperten von Kearney haben analysiert, wie sich die Google-Suchanfragen durch die Corona-Restriktionen verändert haben, und eine für Deutschland repräsentative Konsumentenbefragung zum Einkaufsverhalten durchgeführt. Für Österreich wurden keine Zahlen erhoben. Der Markt ist aber durchaus mit Deutschland vergleichbar.

Die Google-Analyse zeigt, dass die Anfragen bei Lebensmitteln um das 25-fache angestiegen sind, bei Baumärkten und beim Online-Lernen immerhin noch um das Fünffache. In der Umfrage gaben 700 Kunden eine Woche nach Einführung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus Auskünfte zu ihren neuen Präferenzen und Gewohnheiten beim Einkaufen.

Aus der Konsumentenbefragung ist abzulesen, dass mehr als die Hälfte derjenigen, die jetzt verstärkt über den digitalen Kanal einkaufen, dieses Verhalten auch nach der Corona-Krise beibehalten wollen: Auf die Frage, ob sie nach Beendigung der Maßnahmen weiterhin mehr online einkaufen wollen als vor dem Ausbruch antworteten 52 Prozent mit „Ja“.

Ein Drittel dieser neuen, digitalen Kunden sind Erstkäufer, die zuvor nichts im Internet erworben haben. Der verhältnismäßig größte Anteil an Erstkäufern findet sich bei Drogerieartikeln (45,9 Prozent), bei Heimwerkerartikeln (37 Prozent) und bei Medikamenten (33,1 Prozent). 24 Prozent geben darüber hinaus an, seit Corona mehr Bereitschaft zu haben, Produkte online zu kaufen, ohne sie offline gesehen zu haben.

„Der Online-Handel erlebt einen massiven Wachstumsschub mit der Erschließung neuer Kundengruppen. Unternehmen müssen rasch lernen, die neugewonnenen Kunden zu halten und an sich zu binden“, so Conrad Heider, Principal bei Kearney. „Wenn die digitalen Kanäle richtig bedient werden, können der Kundenstamm und das Geschäft langfristig verdoppelt werden.“

Foto: Shutterstock

Versicherungsrisiko Homeoffice: Wer haftet bei Schäden durch Cyberkriminelle?

Das von der Bundesregierung empfohlene Homeoffice hilft zwar beim Kampf gegen das Coronavirus, macht die heimischen Unternehmen aber verletzlich für Cyberkriminelle. Das Problem: Es gibt nur wenige Versicherungen, die Teleworker und deren Arbeitgeber im Schadensfall absichern, da der heimische PC oft nur ungenügend abgesichert ist.

In Zeiten von Corona stellen viele Unternehmer ihre Mitarbeiter auf Homeoffice um. Während der IT-Sicherheit viel Aufmerksamkeit gewidmet wird, kommt der Versicherungsschutz oft zu kurz. „Wer zahlt bei Schäden, wenn der Heimcomputer gehackt und z.B. wertvolle Daten abgesaugt wurden? Wer haftet bei leichtsinnig angeklickten Phishing-Mails? Das sind alles Fragen, die sich jeder Unternehmer aber auch jeder Dienstnehmer stellen sollte“, erklärt Benedikt Seipt von Seipt & Partner aus Wien, mit mehr als 6000 Kunden einer der führenden Versicherungsmakler Österreichs.

Verursachte ein Arbeitnehmer, sei es durch ein unachtsam geöffnetes Mail-Attachment oder aufgrund einer unzureichenden Firewall am Heimrechner einen Schaden, müsste dieser eigentlich voll für diesen aufkommen. In der Praxis werden Mitarbeiter durch das im Arbeitsrecht verankerte „Haftungsprivileg“ geschützt. Während bei einer entschuldbaren Fehlleistung die Haftung entfällt, unterliegt die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit dem richterlichen Mäßigungsrecht bzw. kann überhaupt entfallen. Bei grober Fahrlässigkeit hingegen besteht nur die Möglichkeit der Mäßigung. „Das Mäßigungsrecht ist Sache des Richters und wird von Fall zu Fall entschieden. Nur bei Vorsatz haftet der Mitarbeiter in voller Höhe für den Schaden“, so Seipt.

360 Grad Cyberversicherung 

Unternehmer sind daher gut beraten, alle Eventualitäten mit einer 360-Grad Cyber-Versicherung abzusichern. Leider sind solche Angebote, die auch wirklich helfen, dünn gesät. Seipt: „Wir empfehlen unseren Kunden daher bedarfsorientierte Produkte von Spezialversicherern. Durch unsere Inhouse-Risikoanalyse können wir für jedes Unternehmen ein individuelles Angebot schnüren. Meines Wissens sind wir die einzigen Anbieter in Österreich, die so ein 360-Grad-Paket anbieten können, das einerseits zukunftssicher ist und gleichzeitig alle Cybergefahren abdeckt.“

Das Paket umfasst alle Arten von Cyber-Angriffen und Einbrüchen, den Schutz der Software, auch auf Mobilgeräten, IT- Systeme, und alle neuen Bedrohungsszenarien, die tagtäglich auftreten können. Seipt: „Anders ausgedrückt: Die Versicherungsbedingungen werden flexibel gestaltet. Der Deckungsschutz hält Schritt mit der sich täglich ändernden Gefahrenlage. Dank unserer Bestklausel kommen unsere Versicherungsnehmer in den Genuss einer tagesaktuellen Deckungsvariante“, betont Seipt.

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Kongressabsagen wegen Corona stürzen Wiener Hotellerie in die Krise

Verschiebung Radiologenkongress und mögliche weitere Kongressabsagen bedingen massive Umsatzeinbußen in der Wiener Hotellerie – betroffene Betriebe fordern finanzielle Unterstützung.

„Leider muss man sagen, dass die Wiener Hotellerie mehr und mehr vom Corona-Virus betroffen ist und den damit einhergehenden Hotelstornierungen“, so Dominic Schmid, Hotellerie-Obmann in der Wirtschaftskammer Wien. „Die Betroffenheit unter den Betrieben ist sehr unterschiedlich. Betriebe, die sehr viele chinesische Touristen beherbergt haben, leiden massiv. Auch in den Negativzahlen sind Betriebe, die sich speziell auf italienische Schüler- und Studentengruppen spezialisiert haben. Sie sind massiv mit Stornierungen konfrontiert. Eine Katastrophe für diese Hotelbetriebe“, so Schmid.

Was macht Stornos aus Ländern, die ein Ausreiseverbot haben, so dramatisch für die Hotelbetriebe? „In diesem Fall können keine Stornogebühren verrechnet werden. Auch die Weitervermittlung an andere Gäste ist nicht möglich. Somit stehen Zimmer leer und es handelt sich um einen Komplettausfall. Auch aktuell ein Problem: Private Veranstaltungen von Firmen, wie Firmenkongresse, Seminare etc. werden derzeit sehr kurzfristig storniert, da aufgrund interner Firmenvorgaben Reisetätigkeiten eingeschränkt oder sogar verboten werden“, so Schmid.
 
Der wertvolle Kongressgast
Für die Wiener Hotellerie spielen Kongresse, Messen und Tagungen eine zentrale Rolle. Denn der Tagungsgast ist ein besonders wertvoller für die Stadt Wien, gibt er doch mit über 500 Euro mehr als doppelt so viel aus wie ein „normaler“ Tourist und ist somit besonders wertvoll für die Wiener Wirtschaft. Die aktuelle Verschiebung des „European Congress of Radiology“ (Radiologenkongress) von März auf Juli trifft die Wiener Hotellerie hart, denn mit 30.000 Teilnehmer handelt es sich um einen der größten medizinischen Kongresse weltweit. 
„Eine Verschiebung ist natürlich besser als eine Komplettabsage, allerdings stellt diese die Betriebe trotzdem vor einen Umsatzentgang, da die stornierten Zimmer so kurzfristig nicht mehr vergeben werden können und dann oft zum neuen Kongresszeitpunkt keine Zimmer mehr verfügbar sind. Darüber hinaus muss man auch davon ausgehen, dass die Teilnehmeranzahl im Urlaubsmonat Juli geringer ausfällt als im März. Unterm Strich bleibt ein deutliches Minus“, so der Hotellerieobmann.
 
Förderungen für betroffen Betriebe notwendig
Die gestern vom Bund ausgesprochene Kreditgarantie für betroffene Betriebe in Höhe von 10 Millionen Euro ist für den Hotellerievertreter Schmid ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Er geht aber noch einen Schritt weiter: „Es ist definitiv notwendig, weitere Maßnahmen für finanzielle Unterstützungen betroffener Betriebe auszuloten. Dazu gibt es aktuell Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium, den Sozialpartnern und der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank“, so Schmid. „Der Tourismus ist derzeit die vom Corona-Virus am meisten betroffene Branche, ganz besonders in Wien. Wir brauchen dringend Unterstützung“, erklärt Schmid.

Foto: Shutterstock/r.claasen

 

 

Sieben „Überlebensstrategien“ für das Zusammenleben und Arbeiten in der Corona-Krise

In Zeiten von Covid-19 kommt es vor allem darauf an, aus der Angst in die Handlungsfähigkeit zu kommen. Statt in Ängsten festzustecken, muss man lernen, aus Liebe zum Leben zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu stärken. Dominik Borde, Österreichs meist zitierter Beziehungsexperte im deutschsprachigen Raum und Gründer von Sozialdynamik.at, zeigt in seinem neuen, kostenlosen Online-Beziehungs-Mentoring-Programm „Aus der Angst in die Handlungsfähigkeit“ sieben Überlebensstrategien, um stärker denn je aus der Corona-Krise zu kommen. 

Gerade in Zeiten von COVID-19 kommt es darauf an, kreative Lösungen zu finden und neue Wege zu gehen. Das betrifft sowohl die Beziehungsgestaltung für Eltern als auch für Paare und Unternehmer. „Viele stellen sich in Zeiten der Krise die Frage nach ihrer persönlichen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Sicherheit. Für viele ist die Lebenssituation eine außergewöhnliche Belastung der Beziehung. Die meisten fühlen sich durch die Mehrfachbelastung von Homeoffice und Bildungsauftrag für die Kinder zunehmend gestresst“, so Österreichs führender Beziehungsexperte Dominik Borde. In tausend Coaching-Stunden haben Borde und sein Team herausgefunden, wie man gestärkt durch die Krise kommt. Borde: „Am schlimmsten ist für Menschen das Gefühl, allein gelassen zu werden und keinen sozialen Rückhalt zu haben. Aber auch der wirtschaftliche Druck kann enorm belastend sein: Unternehmer und Selbständige haben in der Corona-Krise intensiv mit den aktuellen Herausforderungen zu kämpfen.“ 

Sieben Strategien: So kommt ihr sicher durch die Corona-Krise

#1: Krisen überwindet man nicht egoistisch und einsam, sondern altruistisch und gemeinsam

Zieh‘ mit deinem Partner an einem Strang. In Zeiten mentaler Belastung sorge dafür, euren Stress zu reduzieren, und pflege mit deinem Partner ganz bewusst und stets einen liebevollen Umgang. Bedenke: Es ist besser, in Liebe als im Recht zu sein. Auch Nachgeben ist Geben und Geben ist Liebe.

#2: Reduziere Stress für dich und deine Umgebung

Die Kinder sind jetzt laut, unterfordert und keiner ist da, um dir zu helfen? Bemühe dich ganz     bewusst, trotz dieser Umstände mit ihnen eine liebevolle Verbindung einzugehen und ihnen dabei Sicherheit zu vermitteln, auch wenn du selbst verunsichert bist.

#3:  Antidrama Lösungen für Konfliktsituationen

Zeiten der Krise sind Zeiten der Destabilisierung, Zeiten, in denen wie leichter unsere innere Balance und Ruhe verlieren. Bemühe dich jetzt ganz besonders um einen inneren Zustand der Ausgeglichenheit und triff ganz bewusst überlegte Entscheidungen. Meditation kann dabei helfen, aber auch Aufmerksamkeitstraining oder ein Spaziergang in der Natur.

#4: Schwierige Entscheidungen treffen

Besonders im Argen liegen in der Corona-Krise alle Geschäftsbeziehungen. Nimm dir einen Moment Zeit und überlege dir, welche Fähigkeiten und Eigenschaften du jetzt einsetzen kannst, um für deine Kunden, Mitarbeiter und Kollegen Dasein zu können. Bedenke, dass das Wohl aller davon abhängt, wie überlegt du nun schwierige Entscheidungen triffst.

#5: Handeln statt Verzögern

Die Angst hat etwas Lähmendes. Angst lässt einen erstarren. Ob der erschreckenden Nachrichten, die die Corona-Krise mit sich bringt, leben viele in Angst. Hier ist es wichtig, aus der Angst in die Handlungsfähigkeit zu kommen. Übernimm jetzt ganz bewusst die Haltung einer Person mit Vorbildfunktion. Fühle und überlege: Wie würde diese Person nun handeln? Wie würde sie agieren? Bleib durch diese Übung in deiner emotionalen Stabilität, denn diese Stabilität ist deine Stärke, die dich ins Handeln bringt und dich Entscheidungen treffen lässt, die deine Zukunft positiv beeinflussen, anstatt ohnmächtig vor Angst anderen die Entscheidung über dein Leben zu überlassen.

#6: Deine Abwehrkräfte stark halten trotz Krise

Achte in Zeiten der Corona-Krise ganz besonders auf deine Gesundheit. Wie hältst du dich sowohl körperlich wie auch mental fit? Nur im besten Zustand bleiben wir psychisch und physisch gesund und können unser Bestes geben und erreichen.

#7: Übernimm Verantwortung für dein Team oder deine Familie

Bleib selbst gesund, um anderen zu helfen. Teile dein Wissen mit anderen, damit noch mehr Menschen in Zeiten der Corona-Krise geholfen werden kann. Verbinde dich mit der außergewöhnlichen Welle der Solidarität, die uns in der Corona-Krise näher zusammengebracht hat und verbindet. Öffne dein Herz und lass Liebe durchströmen.

Kostenloses Online-Mentoring  

In einem kostenlosen Online-Mentoring Programm mit Live-Coaching, sowie kostenlosem Zugriff zur privaten Facebookgruppe und vier Online-Gruppencoachings pro Woche zeigt der Coach, wie man sicher aus der Krise kommt. Borde: „Es gilt in jeder Beziehung, Ruhe und Gelassenheit zu bewahren, um für die bevorstehenden Aufgaben im bestmöglichen Zustand zu sein. Denn nur im besten Zustand können wir unser Bestes geben und erreichen. Wer mit der Realität streitet und im Widerstand lebt, mit dem was ist, verliert! Deshalb ist der erste Schritt in die Zukunftsfähigkeit die möglichst dramafreie Annahme der Situation.“ Borde stellt sein Wissen und seine Expertise gratis zur Verfügung. Das kostenlose Online-Mentoring-Programm „Aus der Angst in die Handlungsfähigkeit!“ finden Sie hier https://bit.ly/2x1onIm oder auf www.sozialdynamik.at

Foto: Shutterstock/Roman Samborskyi

 

 

Austrian Business Woman-Herausgeberin Barbara Mucha zum Thema Corona

Das Corona-Virus hat den Alltag von uns allen aus der Bahn geworfen. Und die Wirtschaft frontal getroffen. Warum Verlegerin Barbara Muchatrotzdem positiv denkt, lesen Sie hier. 

(März 2020) Ich weiß sehr wohl, in welche Gefahr ich mich begebe, wenn ich bildhafte Vergleiche benutzte – das heißt, wenn ich mich nicht damit begnüge, sie ausschließlich zur Verdeutlichung zu verwenden, sondern auch Schlüsse aus ihnen ziehe, die auf den eigentlichen Gegenstand zu übertragen wären. Dennoch komme ich nicht umhin, mich ihrer zu bedienen, wenn ich nachfolgende Geschichte wahrheitsgemäß erzählen möchte: Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen, den Nachmittag mit einem bekannten Evolutionsbiologen verbringen zu dürfen. Eindringlich klärte er mich darüber auf, dass ausschließlich weltfremde Theoretiker auf menschliche Zukunftserwartungen setzen würden, diese aber niemals vorhersehbar seien. Er blickte dabei so griesgrämig wie der Hund unseres Tischnachbarn, der stumm da saß und jedes Wort zu verstehen schien. Ob Stürme, Brände, Erdbeben oder Epidemien, das ganze Leben, so der Wissenschafter, sei immer und zu jeder Zeit unkontrollierbares, niemals berechenbares Chaos. Damit müssten wir uns wohl oder übel abfinden. Auch sein Autounfall und die Scheidung seien in diese Kategorie einzuordnen. Mit den Begriffen Glück, Pech oder Schicksal konnte er nichts anfangen.

Damals hatte ich den Eindruck, dass dieser pessimistische Mensch durch seine Denkweise Negatives anziehen würde. Jüngst dachte ich wieder über seine Worte nach. Und zwar in Anbetracht der Ereignisse, die uns im erst jungen neuen Jahr überrascht haben. Als ich im Februar im Rahmen von ABW-Interviews mit zahlreichen Damen und einigen Herren sprach, schien die Welt so zu sein, wie sie den meisten von uns bislang vertraut war. Erfolgsmeldungen, positive Wachstumszahlen und günstige Prognosen dominierten die Gespräche. Doch die gewohnt laufenden Dinge wurden quasi über Nacht aus der Bahn geworfen.

Das neue Corona-Virus – zur Weihnachtszeit noch eine Randnotiz in den Medien – hat sich zu einer ernstzunehmenden Bedrohung (vor allem auch für die Wirtschaft) entwickelt. Dazu kommt das schreckliche Flüchtlingsdrama an Europas südlichen Außengrenzen, das in dieser Form nicht vorhersehbar war und dessen Folgen wir nicht kennen. Der Finanzmathematiker Nassim Nicholas Taleb spricht in diesem Zusammenhang vom so genannten „Schwarzer-Schwan“-Phänomen. Er machte den Begriff mit seinem vor zehn Jahren erschienen, gleichnamigen Bestseller salonfähig. Es handelt sich dabei um Zufälle der besonderen Art, die uns plötzlich und völlig unvorbereitet treffen und unsere sicheren Weltbilder erschüttern. Dennoch, oder vielleicht genau deshalb, verliere ich meine positive Sichtweise nicht und glaube noch immer an eine gewisse Berechenbarkeit der Zukunft. Ein Virus, so viel ist sicher, kann nichts von einem Menschen lernen. Ein Amerikaner von einem Franzosen, ein Russe von einem Deutschen etc. aber sehr wohl. Nur gemeinsam können wir Krisen und wichtige gesellschaftspolitische Fragen meistern – und uns ein kleines Bild von morgen machen. Davon bin und bleibe ich überzeugt. 

 

Inspirierendes Role Model: TU-Frauenpreis 2020 für Katja Bühler

Jüngst wurde Katja Bühler (VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH) mit dem fünften Frauenpreis der TU Wien ausgezeichnet. Geehrt werden Absolventinnen, die durch ihren Werdegang Inspiration und Vorbild für Schülerinnen und Studentinnen sind. Die Auszeichnung erfolgreicher Role Models erfolgt seit 2015.

Jüngst wurde Katja Bühler (VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH) mit dem fünften Frauenpreis der TU Wien ausgezeichnet. Geehrt werden Absolventinnen, die durch ihren Werdegang Inspiration und Vorbild für Schülerinnen und Studentinnen sind. Die Auszeichnung erfolgreicher Role Models erfolgt seit 2015.

Das Klischee der Männerdomäne Technik gilt es auch 2020 weiter zu aufzubrechen. Diesem Ziel folgend, setzt die TU Wien verschiedenste Maßnahmen um. So wird seit 2015 der TU-Frauenpreis vergeben, um Role Models vor den Vorhang zu holen, an denen sich junge Frauen in der Ausbildungs- und Karriereplanung orientieren können. "Wir wollen zeigen, was Frauen leisten, und die nächsten Generationen an Technikerinnen inspirieren. Es geht um die Sichtbarkeit unserer erfolgreichen Absolventinnen mit ihren tollen Karrieren und Projekten", beschreibt Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender die Intention hinter dem Preis.

Preisträgerin Katja Bühler (links) und TU Wien Rektorin Sabine Seidler

 

Die Verleihung des fünften TU-Frauenpreises fand im Konferenzraum TUtheSky am Campus Getreidemarkt statt. Nach der Begrüßung durch Brigitte Ratzer, Leiterin der Abteilung Genderkompetenz, folgte die Laudatio von Gerti Kappel, Dekanin der Fakultät für Informatik. Sie betonte in ihrer Laudatio, dass Frauen wesentlich dazu beitragen, gerade in gesellschaftlich relevanten Bereichen wie der Informatik die Wahrnehmung von Technik in der Gesellschaft zu verändern.

"Der Frauenanteil in der Informatik stagniert. Ich freue mich daher, dass der Preis an eine Frau mit beeindruckender beruflicher Karriere geht, die engagiert in der Nachwuchsförderung ist und mit ihrem Team vorlebt, dass Frauenanteile aktiv gesteuert werden können. Daran können sich junge Frauen orientieren."

Preisträgerin Katja Bühler
Der fünfte TU-Frauenpreis geht an die gebürtige Deutsche Katja Bühler. Sie promovierte an der TU Wien in Informatik und absolvierte davor ein Studium der Mathematik am Karlsruhe Institute of Technology. Nach ihrer Studienzeit in Karlsruhe führte sie ihr beruflicher Werdegang als Forscherin über Caracas (Venezuela) und die TU Wien schließlich ans COMET Zentrum VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-Gmbh, wo sie seit rund 15 Jahren die Forschungsgruppe Biomedical Image Informatics leitet. Dort ist sie Expertin für Biomedizinische Bildverarbeitung und forscht mit ihrem Team, sowie Partnern aus Industrie und Wissenschaft, an Projekten mit den Anwendungsschwerpunkten Computational Radiology und Life Sciences.

Die von ihr und ihrer Forschungsgruppe entwickelten Lösungen helfen z.B. Radiolog_innen und Ärzt_innen weltweit, Diagnoseprozesse zu optimieren, und Neurowissenschaftler_innen, auf einfache Weise sehr große Datenmengen zusammenzuführen und zu analysieren, um so Einblicke in die Funktionsweise des Gehirns zu bekommen. Katja Bühler ist nicht nur eine der vielseitigsten Wissenschaftlerinnen im Bereich Bildinformatik und Data Science, neben ihrer regen Vortrags- und Publikationstätigkeit fördert sie auch den wissenschaftlichen Nachwuchs – zahlreiche Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen entstanden unter ihrer persönlichen Betreuung. Ebenso ist Mentoring im Rahmen von Praktika Katja Bühler ein großes Anliegen.

"Es freut mich ganz besonders, heute in den Kreis der eindrucksvollen Technikerinnen, die den Frauenpreis der TU Wien bereits verliehen bekommen haben, aufgenommen zu werden.", sagt Katja Bühler. "Mir ist es ein ganz großes Anliegen, junge Frauen zu ermutigen und darin zu fördern, eine Karriere in technischen Berufen, insbesondere in der Mathematik und Informatik, anzustreben und so digitale Technologien und Prozesse, die bereits heute weite Teile unseres Lebens beeinflussen, aktiv mitzugestalten. Der TU-Frauenpreis verleiht diesem Anliegen Sichtbarkeit und ich hoffe, dass ich so einen Beitrag dazu leisten kann, mehr Frauen für einen solchen Karriereweg zu begeistern."

Der TU-Frauenpreis
Seit 2015 zeichnet die TU Wien Absolventinnen aus, die in ihrem Berufsleben Projekte und Aufgaben durchgeführt haben, die von besonderer gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und/oder wissenschaftlicher Relevanz sind. Die Karriereoptionen eines technisch-naturwissenschaftlichen Studiums werden durch die individuellen Berufsbiografien greifbar. Die nominierten Frauen geben Berufsbildern ein Gesicht und sind Schülerinnen und Studentinnen Inspiration für die eigene Berufsplanung.
Die Preisträgerin wurde von einer hochkarätigen Jury aus Politik und Wirtschaft – Marion Gebhardt, Leiterin MA57, Martina Denich-Kobula, Landesvorsitzende "Frau in der Wirtschaft" Wien, Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung, Anna Steiger, TUW-Vizerektorin für Personal und Gender – ausgewählt.

Die Preis-Skulptur
Der Entwurf der Preis-Skulptur stammt von Helene Schauer, Architekturstudentin an der TU Wien. 2020 wurde die Skulptur mittels additiver Fertigung im Selective Laser Melting Verfahren am Institut für Fertigungstechnik und Photonische Technologien hergestellt. Das verwendete Material ist ein Metallpulver in Werkzeugstahlqualität, welches mittels Laser in Schichten von 40µm aufgeschmolzen und mit dem Untergrund verschweißt wird (Andreas Schütz). Ober- und Unterteil aus Edelstahl wurden gefräst (Abdulsamet Yüksel, Wiktor Motyl).

Foto: Luiza Puiu



 

Krisensicherer Job: Wiener Linien suchen MitarbeiterInnen

Während viele Menschen in der Krise ihre Arbeit verloren haben, bleiben die Wiener Linien ein verlässlicher Arbeitgeber und stellen auch jetzt neue MitarbeiterInnen ein. Gesucht sind vor allem BuslenkerInnen, StraßenbahnfahrerInnen und WerkstättenmitarbeiterInnen. 

Die rund 8.600 MitarbeiterInnen der Wiener Linien sorgen dafür, dass Wien mobil bleibt und die WienerInnen ihre wichtigen Wege jederzeit erledigen können. Auch in dieser herausfordernden Zeit suchen die Wiener Linien neue Öffi-MitarbeiterInnen in unterschiedlichsten Bereichen. Besonders gefragt sind BuslenkerInnen mit D-Schein.

Online-Recruiting ermöglicht kontaktlose Job-Interviews

„Wien wächst, wir bauen laufend das Öffi-Netz aus. Dafür brauchen wir mehr FahrerInnen, die die WienerInnen sicher und umweltfreundlich an ihr Ziel bringen", erklärt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien. „Wir haben das Recruting komplett umgekrempelt und Job-Interviews auf Video-/Telefon-Recruting umgestellt. Die ersten Vorstellungsgespräche und das Feedback darauf haben gezeigt: Das ist genau der richtige Weg." Die Ausbildung für angehende Straßenbahn-, und U-Bahn-FahrerInnen finden derzeit ebenfalls statt. Statt im Klassenzimmer lernen die neuen MitarbeiterInnen mit Unterlagen zu Hause. 

Sicherer Arbeitsplatz mit super Aussicht – auch für QuereinsteigerInnen

Ausgeschrieben sind derzeit über 60 unterschiedlichste Jobprofile – von BauwirtschaftsexpertInnen über Küchenhilfen, SekräterInnen, ElektrikerInnen bishin zu Fahrpersonal. Besonders gesucht sind derzeit 70 BuslenkerInnen, die bereits einen D-Schein besitzen, aber auch zahlreiche Jobs für StraßenbahnfahrerInnen und WerkstättenmitarbeiterInnen sind ausgeschrieben.

„Wir bilden unsere StraßenbahnfahrerInnen selbst aus. Schon während der mehrmonatigen, spannenden Ausbildung bekommen die MitarbeiterInnen ihr Gehalt. Ein Quereinstieg ist daher jederzeit möglich“, betont Reinagl. 

MitarbeiterInnen im Fahrdienst profitieren von einer 37,5-Stunden-Woche, einem unbefristeten Arbeitsvertrag nach positivem Abschluss der Ausbildung, einem gratis Öffi-Ticket und vielfältigen Auf- und Umstiegschancen.

Offene Jobs mit Zukunftsperspektiven

„Die Summe aller unserer Beiträge macht uns zu dem, was wir – die Wiener Linien – sind: Mobilitätsmacher und Klimaschützer Nummer Eins in Wien. Unsere MitarbeiterInnen im Fahrdienst übernehmen die tragende Rolle der Wiener Linien: Sie machen Wien mobil", betont Reinagl. „Also: am besten gleich bewerben und Teil des "Wien bleibt mobil"-Teams werden!"

Alle Infos zur Bewerbung gibt es online: www.wienerlinien.at/karriere 

Alle ausgeschriebenen Jobs finden Sie unter: www.wienerlinien.at/jobs

Foto: Wiener Linien

 

 

Das BFC Summit 2020 – die Zukunftskonferenz von Frauen für Wirtschaft und Gesellschaft

Das BFC Summit 2020 ist das Weiterbildungsevent für Frauen und Männer in Kärnten, welche die Zukunft nicht warten lassen.

Internationale Keynote SpeakerInnen wie Dr. Tomas Chamorro-Premuzic, Psychologist Harvard University und Nicole Brandes, internationaler Motivationscoach und Fachpanels mit weiblichen CEOs wie Dorothee Ritz (CEO Microsoft), Maria Zesch (CEO Magenta), Eckart Reinke (Vorstand Deutsches Institut für Aufsichtsräte, Berlin) uvam. bieten neue Erkenntnisse in den Bereichen Innovation, Kreativität, ganzheitliche Gesundheit und Leadership für sich und das eigene Unternehmen.

Nutzen Sie die Chance und vernetzen sich in professionellen B2B Meetings branchenübergreifend und lernen Sie potenzielle Mitarbeiterinnen und Kundinnen in einem exklusiven Rahmen kennen. Tolle Side Events und New Future Food als Verpflegung sind inkludiert. Lassen Sie sich überraschen!

INNOVATION-WOMEN- HEALTH- LEADERSHIP

Wann: 13.bis 15. Mai 2020
Wo: Lakeside Science & Technology Park, Klagenfurt am Wörthersee

Nähere Infos unter www.bfcsummit.at

Seien Sie dabei, wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
First in, first served Tickets und Ticketkontingente unter: www.bfcsummit.at/tickets/

Über das Business Frauen Center (BFC)

Das Business Frauen Center (BFC) ist seit rund 20 Jahren ein ideologisch und politisch unabhängiges WIRTSCHAFTSNETZWERK für engagierte Frauen, Unternehmerinnen, weibliche Führungskräfte und jene, die es werden wollen. Es wurde von Daniela Stein gegründet. Das BFC ist ein LQW zertifizierter BILDUNGSTRÄGER und bietet mit seinen Expertinnen wirksame Weiterbildungsangebote für AufsichtsrätInnen, Führungskräfte und Unternehmerinnen an. Das BFC ist ein Entwicklungs– und Forschungsverein mit über 200 aktiven Mitgliedern. Das Netzwerk besteht aus 5000 Frauen und modernen Männern aus der Wirtschaft.

 

BFC-Gründerin und Geschäftsführerin Daniela Stein

 

Nach rund 20 Jahren erfolgreicher Arbeit im Bereich Frauen Empowerment war es mir als Gründerin ein Anliegen, nun grenzüberschreitend tätig zu werden. Der BFC Summit bietet den TeilnehmerInnen aus dem gesamten DACH- & Alpe-Adria-Raum eine interdisziplinäre Horizonterweiterung, exklusives Recruitung, High-Level Networking sowie den nötigen Motivationskick für alle ZukunftsgestalterInnen!

Warum engagieren wir uns?

Bei vielen etablierten Veranstaltungen werden die Bereiche Innovation und Zukunft größtenteils von Männern repräsentiert. Dabei gibt es viele Frauen, die bereits in der Wirtschaft und Gesellschaft einen großen Beitrag leisten und auch die Zukunft mitgestalten werden. Das ist unser Ziel, solche Frauen sichtbar zu machen und diese zu vernetzen. Besonders wichtig ist uns, die EntscheidungsträgerInnen der Zukunft miteinzubinden. Das bedeutet, sie erhalten den Zugang zu neuem Wissen und können ihre Kontakte ausbauen.

Foto: BFC

 

 

 

Dreifache Verstärkung für Milestones in Communication

Die PR-Agentur Milestones in Communication hat erneut ihr Team erweitert: Mit Melanie Strobl, Rudolf Stögerer und Fetije Genc erhält die nun 27-köpfige Mannschaft in Zukunft Unterstützung in der klassischen Kommunikation, im Social-Media-Bereich sowie im Verwaltungsmanagement des Unternehmens.

Die gebürtige Bayerin Melanie Strobl war schon immer fasziniert von der Sprache der Medien. 2017 entschied sie sich für ein Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. Erste berufliche Erfahrungen konnte sie im TV-, Hörfunk- und Online-Journalismus durch Praktika im Privat- und Rundfunkbereich sammeln. „Parallel zu meinem Studium ist die Arbeit bei Milestones in Communication ein optimaler Weg, mein Wissen auch im Bereich der PR anzuwenden und weiter auszubilden“, schildert Melanie Strobl. 

Mit Melanie Strobl, Rudolf Stögerer und Fetije Genc vergrößert die Full-Service-PR-Agentur Milestones in Communication ihr Team

 

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Rudolf Stögerer. Der Niederösterreicher studiert derzeit Philosophie und Geschichte an der Universität Wien. Nach seiner Tätigkeit bei Ploner Communications verstärkt er das Milestones-Team nicht nur in der klassischen PR und Social Media, sondern auch im Bereich der Medien- und Trendanalysen. „Schon ab dem ersten Tag war klar, dass Milestones mehr als eine gewöhnliche PR-Agentur ist“, erzählt Stögerer, vom Milestones'schen Mix an jungen Talenten und erfahren Wilden angezogen worden zu sein. 

Aufgrund der wachsenden Struktur der Agentur verstärkt seit Jahresbeginn Fetije Genc das Verwaltungsmanagement. Durch ihre langjährige Erfahrung als Kundenbetreuerin im Finanzwesen und ihr Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien ist sie in der Buchhaltung bei Milestones perfekt aufgehoben und schon jetzt, nach wenigen Wochen, eine große Unterstützung. 

Foto: MinC/Stefan Schett



 

Susanne Weigelin-Schwiedrzik: "Die Regierungen in Ostasien sind krisenerprobter"

"Wir müssen die Situation in China genau analysieren", so Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Dem Land ist es gelungen, COVID-19 großflächig einzudämmen. Was Europa daraus lernen kann und wie China heute gegen ein "anti-chinesisches Gefühl" kämpft, erzählt die Sinologin im Interview.

 

Sie sagen, das Misstrauen der chinesischen Bevölkerung gegenüber der Regierung sei groß. Wie hat diese es trotzdem geschafft, dass die restriktiven Corona-Maßnahmen so gut eingehalten wurden?
Susanne Weigelin-Schwiedrzik: Heute sehen wir, dass es dieses Misstrauen auch zwischen Bevölkerungen in Europa und ihren Regierungen gibt. Das ist ein Problem. Wie hat die chinesische Regierung dieses in den Griff bekommen? Zum einen ist sie sehr hart und scharf gegen die Bevölkerung vorgegangen, indem sie strenge und weitreichende Mittel eingesetzt hat, um die Ausgangssperre durchzusetzen. Auf der anderen Seite war die Gesellschaft zur Kollaboration bereit. In Abwägung der Gefahr durch das Virus hat sie mehrheitlich entschieden, sich den Regelungen der Regierung zu unterwerfen. 

Anfangs haben mich viele Journalist*innen gefragt: Wie ist das möglich? Meine Antwort war: In der Angst vor einer Ansteckung sind die meisten Menschen bereit, solche Einschränkungen hinzunehmen, wenn es dadurch eine größere Chance gibt, nicht angesteckt zu werden. Das haben die Leute damals in Europa nicht nachvollziehen können, ich glaube heute tun sie das. Doch die Regierungen in Europa sind weniger krisenerprobt als die Regierungen in Ostasien, wo ja erhebliche Naturkatastrophen quasi auf der Tagesordnung stehen, d.h. die verschiedenen Ebenen sind besser darauf eingespielt. In China gab es zudem vor einigen Jahren SARS und den starken Ausbruch der Schweinegrippe. Damals wurden ähnliche Maßnahmen gesetzt. Für uns ist das neu.

Was kann man sich von den ostasiatischen Ländern im Umgang mit der Krise abschauen?
ist wichtig, dass wir die Situation in China genau analysieren und verstehen: Was sind Maßnahmen, die in China bereits Konsequenzen zeigen und die wir auch ergreifen können? Was sind hingegen Maßnahmen, die wir aufgrund unseres gesellschaftlichen Lebens, unserer politischen und ökonomischen Strukturen nicht setzen können? Seit Ende Januar hat man sich in Europa und den USA darauf eingestimmt, sehr viele der chinesischen Maßnahmen als Ergebnis des autoritären Regimes zu betrachten. 

Dadurch haben wir Vorbereitungszeit verloren und wichtige Beobachtungen in dieser Phase versäumt. Zwar habe ich immer wieder erzählt, was in China passiert und wie die Menschen dort auf die Maßnahmen reagieren. Es war jedoch erstaunlich, dass die Leute das zwar interessant fanden, aber es so gar nicht auf unsere Gesellschaft beziehen konnten. Der chinesischen Regierung wurde vorgeworfen, zu zögerlich reagiert zu haben. Fakt ist aber, dass auch Entscheidungsträger*innen in Europa so lange wie möglich gewartet haben. 

Interessant ist auch die Tatsache, dass wir in China einen starken Ausbruch hatten, der mit Wuhan regional auf eine sehr große Stadt beschränkt war. Die Auswirkungen auf andere Gebiete im Land und in der Nachbarschaft sind verhältnismäßig klein. In Europa haben wir das große Problem, dass der Virus von Staat zu Staat springt. In Taiwan haben die Universitäten schon Anfang Februar geschlossen, was man auch an den Zahlen sieht. Selbst in Hongkong, wo die Grenzen lange Zeit offen waren, sind die Zahlen relativ niedrig. Was haben diese Länder gemacht, damit das exponentielle Wachstum gar nicht erst einsetzt?

China und Südkorea liefern gerade Millionen Schutzmasken, Laborkittel, Handschuhe, Sauerstoffmasken nach Europa – ein Zeichen der Solidarität oder steckt da Kalkül dahinter?
Das ist von China ausgegangen. In Europa sind besonders jene Länder betroffen – ich spreche es jetzt ganz bewusst offen aus –, in denen der Anteil der chinesischen Bevölkerung besonders hoch ist. Die chinesische Regierung versucht dem anti-chinesischen Gefühl, welches sich in der Welt verbreitet und das zum Beispiel auch Präsident Trump unterstreicht, indem er von einem China-Virus spricht, entgegen zu arbeiten. Sie sagt: "Wir wissen, dass die Krankheit bei uns zum ersten Mal ausgebrochen ist. Wir sind schon etwas weiter und helfen euch, die Konsequenzen zu minimieren und das besonders gefährdete ärztliche Personal zu schützen." Das ist ein Grund, warum China so handelt und das sollte nicht gleich als expansionistischer Kurs gedeutet werden. 

In Südostasien ist es im 20. Jahrhundert immer wieder zu schwerwiegenden Ausschreitungen gegen Chines*innen gekommen, in Amerika kauft sich die chinesische Bevölkerung bereits Waffen, weil sie der Meinung ist, dass das Land sie nicht schützen kann. Mit der Botschaft "Wir nehmen unsere Verantwortung wahr, wir schicken Ärzt*innen und Ausrüstung nach Italien und produzieren so viele Beatmungsgeräte wie möglich", zeigt die chinesische Regierung ein verantwortungsbewusstes Verhalten uns und der eigenen Bevölkerung gegenüber.

Der an COVID19 verstorbene chinesische Arzt oder der Bürgermeister von Wuhan warnten schon früh vor Corona, worauf die Regierung lediglich mit Verboten oder Verleumdung reagierte. Glauben Sie, dass Corona China in eine politische Krise stürzen könnte?
Die Frage wurde mir in den vergangenen Wochen oft gestellt. Weltweit denken die Regierungen darüber nach, wie sich die Krise auf die politische und soziale Stabilität auswirkt. Das ist in einem Land mit einer Einparteienherrschaft ein noch größeres Problem als in einem Land mit demokratischer Struktur, weil es ja keine Alternative zu dieser Partei gibt. Ist die Bevölkerung der Meinung, dass der Staat unter Führung dieser Partei unfähig ist, eine Krise zu meistern, dann kann das ganze System daran zerbrechen. Deshalb ist die Nervosität in China besonders groß. Dieses Einparteiensystem hat immer wieder Schwierigkeiten abzuwägen: Wie kann man Kontrolle ausüben und wie kann man Kontrolle abgeben? 

Wir denken, in einem autoritären Staat seien alle Menschen aufeinander abgestimmt und gehorchen. Das ist aber nicht der Fall. In einem autoritären System gibt es viele verborgene und nicht verborgene Konflikte. Das autoritäre System ist in einer solchen Krisensituation besonders gefährdet. Und diese besondere Gefährdung verhindert, dass das System rational und transparent reagiert. Stattdessen versucht es die Augen so lange wie möglich vor der eigenen Gefährdung zu verschließen. 

In der Provinz Hubei standen 60 Millionen Menschen zwei Monate lang unter Quarantäne. Was macht das mit den Menschen und vor welchen
Die Menschen reagieren sehr vielfältig. Es gibt Leute, die unheimlich ängstlich oder nervös geworden sind und es gibt solche, die dem chinesischen System kritisch gegenüber stehen. Wieder andere sagen: Sowas passiert, da muss man sich drauf einlassen und der Regierung mit ihren Maßnahmen folgen. In China konkurriert eine wissenschaftlich geprägte Vorgangsweise allerdings immer mit dem Aberglauben. Die Menschen denken, sie werden von irgendwelchen Kräften dafür bestraft, über ihre Verhältnisse gelebt zu haben. Das ist noch stark in der Gesellschaft verankert und führt dazu, dass sich die Leute damit arrangieren und sagen: "Wenn wir jetzt schon bestraft werden, dann sollten wir lieber brav sein und nicht aufmüpfig die Regierung stürzen." So sehr die einen an die Kraft der Wissenschaft glauben, so sehr halten andere am Aberglauben fest.

Wie kann man sich den Rückgang zur Normalität in Hubei vorstellen? Was sind die ersten Schritte?
Wir haben bereits in den letzten Wochen die sogenannten Wanderarbeiter*innen beobachtet: Diese leben auf dem Land, arbeiten aber in den Städten und werden Schritt für Schritt mit großem organisatorischen Aufwand in die Städte zurück gebracht, um die Produktion wieder anlaufen zu lassen. Die Normalisierungsphase fing schon viel früher an, als wir das mitbekommen haben. Zudem sind viele Ärzt*innen und das Militär nach Wuhan gebracht worden, um die dortige Situation zu unterstützen. Auch diese Menschen werden jetzt sukzessive zurückgeführt. Hier müssen sie jetzt sehr vorsichtig sein, den Virus nicht versehentlich von Wuhan in die anderen Städte zu bringen.

Während China jetzt in den "Normalzustand" zurückgeht, wartet der Rest der Welt noch auf den Peak. Kann das nicht nach hinten losgehen?
Ja, es ist die große Sorge, dass die nächste Welle nach der gelungenen Eindämmung dadurch einsetzt, dass die Leute den Virus von außen wieder mitbringen. Vor allem weil sehr viele Chines*innen im Ausland leben. Daher werden drastische Vorkehrungsmaßnahmen getroffen: Einreisende werden sehr streng unter Quarantäne gestellt, sie werden in speziellen Gebäuden, zum Teil auch in Hotels untergebracht, wo sie warten müssen, ob sie innerhalb von zwei Wochen erkranken oder nicht. 

In China schätzen Expert*innen, dass die Maßnahmen für eine Einsparung von etwa 200 Tonnen CO2 gesorgt haben. Glauben Sie, dass solche Effekte nachhaltig sind oder kann es zu einem Rebound kommen?

Realistisch gesehen ist das nicht nachhaltig, im Gegenteil. Nachhaltig könnte es ja nur sein, wenn die Situation eine Systemveränderung hervorgebracht hätte, und in dem Fall fehlt die Möglichkeit dazu. Das bestehende System steht derart unter Stress, dass die Zeit fehlt, sich mit einer grundlegenden Veränderung auseinanderzusetzen. Realistisch gesehen können wir nur hoffen, dass die Wirtschaft in China allmählich wieder in Gang kommt, obwohl der Markt für viele chinesische Produkte in Europa und in Amerika momentan quasi brach liegt und China vor dem organisatorischen Problem steht, die Produktion wieder hochzufahren. 

Wir sehen aber in den Sektoren, in denen die Nachfrage in Europa und Amerika groß ist – bei den Masken, der Schutzkleidung, den Beatmungsgeräten –, wie es China innerhalb kürzester Zeit gelingt, so viel zu produzieren, dass wir entsprechend beliefert werden. Also ist auch der entsprechende CO2-Ausstoß sofort wieder da. Spannend ist jedoch die Frage, ob die erzwungene Veränderung der Lebensgewohnheiten der Menschen eine nachhaltige Veränderung bewirken kann. Vielleicht merken manche Menschen jetzt, dass es auch okay ist, mal zuhause zu sitzen, sich zu unterhalten oder Karten zu spielen. Man muss nicht unbedingt jeden Tag irgendwohin hetzen. Ein entschleunigtes Leben hat auch einen gewissen Charme. 

Foto: Universität Wien/Franz Pfluegl

Nur in jedem sechsten mittelständischen Chefsessel sitzt eine Frau

vTrotz wachsendem öffentlichem Diskurs ist die Gleichberechtigung in der Chefetage mittelständischer Unternehmen noch immer nicht angekommen. Im Mittelstand ist der Frauenanteil in Führungspositionen in den letzten zehn Jahren laut KfW nicht gewachsen, obwohl sie mehr als die Hälfte der Beschäftigten ausmachen. Unternehmen entgehen dadurch qualifizierte Führungskräfte und Senior-Chefs verpassen wertvolle Chancen, kompetente Nachfolger(innen) für ihr Unternehmen zu finden. Sage, der Markt- und Technologieführer für Cloud-basierte Unternehmenslösungen, zeigt die wichtigsten Gründe auf, warum mehr Frauen den Chefsessel besetzen sollten. 


1. Diversität fördert Umsätze 

Mit einem höheren Anteil an Frauen in der Führung steigt auch der Gewinn eines Unternehmens. Das belegt eine Studie des Peterson Instituts for International Economics. Unternehmen mit einem Frauenanteil von 30 Prozent in Führungspositionen können demnach ihre Rentabilität um 15 Prozent gegenüber Unternehmen ohne Frauen auf Managementebene steigern. Unternehmen profitieren somit von der Kompetenzvielfalt, die eine geschlechtergemischte Chefetage mit sich bringt.

2. Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte 

Junge Frauen stellen heutzutage über die Hälfte des akademischen Nachwuchses und damit die Mehrheit der zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Dieses enorme Potential wird beispielsweise im Kontext der Unternehmensnachfolge nach wie vor zu wenig genutzt. Eine Studie der bga(Bundesweite Gründerinnenagentur) hat ergeben, dass fast 90 Prozent der Unternehmer bei einer familieninternen Übergabe nach traditionellem Muster den ältesten männlichen Nachkommen als Nachfolger favorisieren. Dabei sind laut einer aktuellen KPMG Studie Frauen in der familieninternen Unternehmensnachfolge gleich erfolgreich oder sogar erfolgreicher als Männer.

3. Führungskompetenzen 

Frauen bringen eine ganze Reihe an Softskills mit, die für eine Führungsrolle wichtig sind. Einer Studie der Norwegian Business School zufolge verfolgen Frauen beispielsweise oft einen ganzheitlichen Ansatz, indem sie ihr Wissen mit dem Team teilen und dieses bei Entscheidungen auch häufig mit einbeziehen. Eine Studie von Harvard Business Review, die in 30 Jahren die Führungsqualitäten von Männern und Frauen anhand von 16 Kompetenzen verglich, kam zu dem Ergebnis, dass Frauen sehr gut darin sind, Beziehungen aufzubauen, andere zu inspirieren, zu motivieren und sich selbst weiterzuentwickeln.

Doch wo liegen die Gründe dafür, dass Frauen trotzdem bei der Beförderung oder der Nachfolge unberücksichtigt bleiben? Häufig sind es unterbewusste Vorurteile, die Frauen den Weg zur Führungsposition versperren. Stereotypen und veraltete Rollenbilder sorgen dafür, dass qualifizierte Frauen bei Einstellungs- und Beförderungsentscheidungen übergangen werden. Gestärkt durch das eigene Fachwissen und die genannten Softskills können sich Frauen jedoch genauso selbstbewusst präsentieren und auf ihre Führungskompetenzen verweisen. Genau an diesem Punkt knüpft Tijen Onaran, Gründerin von Global Digital Women, in einem Podcast an und ermutigt Frauen zum Netzwerken für eine erfolgreiche Karriere – gerade auch im Kontext der Unternehmensnachfolge.

„Um das volle Potenzial weiblicher Führungskräfte nutzen zu können, muss ein Umdenken der gesellschaftlich geprägten Geschlechterrollen stattfinden“, so Simone Seidel, Director People Central Europe bei Sage. „Außerdem ist es wichtig, Frauen individueller zu fördern sowie generell die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit sich Job und private Verpflichtungen besser vereinbaren lassen. Unsere digitale Welt macht mobiles und flexibles Arbeiten zu jederzeit und an jedem Ort möglich, so dass Teilzeitmodellen oder dem Arbeiten von Zuhause nichts im Wege steht – davon profitieren sowohl Inhaber als auch Arbeitnehmer.“

Foto: Shutterstock/FGC

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Die Millennium City sucht Lehrlinge. Tag der offenen Tür im Wiener „Erlebnisparadies“

Am Freitag, dem 13. März, informieren die Betriebe der Millennium City alle Schüler und ihre Eltern über die spannenden Lehrberufe in Wiens modernstem Entertainmentcenter. Der Eintritt ist frei. 

Was macht eigentlich ein Elektronikfachberater? Was zeichnet einen Systemgastronomiefachmann aus? Und wie „sieht“ der Arbeitstag eines Augenoptikers aus? Diese und viele weitere Fragen beantworten die Betriebe der Millennium City am 13. März beim Tag der offenen Tür. Schüler und ihre Eltern haben so die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die vielen spannenden Lehrstellen und Lehrberufe im „Erlebnisparadies“ am Handelskai 94-96, Wien 20 zu informieren.

Interessierte könne sich beim Infopoint (Eingang Office Tower neben SATURN) melden und erhalten dort ein kostenloses Booklet über die teilnehmenden Shops. Unter dem Hashtag #MillenniumLehrlingsinitiative gewähren dann der Elektronikanbieter Saturn, die Phonewerkstatt Zeus, die Schuhspezialisten Deichmann und Humanic sowie zahlreiche Gastronomie- und Hotellerieunternehmen wie Nordsee und Harry´s Home Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Hineinschnuppern kann man zudem bei Pearle, Tchibo und dm. Initiativbewerbungen werden direkt in den jeweiligen Shops entgegengenommen.

Folgende Firmen informieren über ihre Lehrberufe:

  • Saturn: Der Elektronikfachmarkt informiert über die Ausbildung zum Elektro- und Elektronikfachberater (m/w) mit dem Schwerpunkt „Digitaler Verkauf“. In der dreijährigen Ausbildung zum Elektronikfachberater durchlaufen die Lehrlinge sämtliche Abteilungen, eignen sich Wissen über alle Produktgruppen an und erwerben Kompetenzen für die neuesten Technik-Trends.
  • Zeus Phonewerkstatt: Die Smartphone-Experten bieten nicht nur alles zum Thema Handy, sie reparieren auch die Produkte aller gängigen Hersteller. Lehrlinge (m/w) werden im Bereich Einzelhandel mit Schwerpunkt Telekommunikation ausgebildet.
  • Deichmann: Eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann (m/w) bei Europas Nr.1 im Schuhhandel umfasst den direkten Kundenkontakt, Warenkunde und -präsentation bis hin zur Kassenabrechnung.
  • Humanic: Gesucht werden Lehrlinge zum Einzelhandelskaufmann (m/w), die Interesse an der Kombination aus „klassischem“ und „digitalem“ Verkauf haben. Kundenservice und kreative Store-Gestaltung gehören ebenso zum Lehrplan wie die Abläufe einer modernen Filialorganisation.
  • Nordsee: Die Ausbildung zum Systemgastronomiefachmann (m/w) beträgt drei Jahre und findet im dualen System, also zum einen in der betrieblichen Praxis und zum anderen in der Berufsschule, statt. Bei dieser Mischung von kaufmännischen und praktischen Aufgaben kommt keine Langeweile auf!
  • Harry´s Home: Unter dem Konzept „We all are family“ bietet das Unternehmen eine Lehre als Hotel- und Gastgewerbeassistent bei flacher Hierarchie, gute Aufstiegsmöglichkeiten und zahlreiche Benefits wie Rabatte in Hotels und Restaurants.
  • Pearle: Hier lernen künftige Augenoptiker – und erstmals auch Einzelhandelskaufleute – ihren künftigen Beruf von der Pike auf. Der Lehrberuf Augenoptik umfasst die Beratung und Information der Kunden und das Bestellen und Anfertigen von Sehbehelfen.
  • Tchibo: Die Eduscho (Austria) GmbH vereint unter einem Dach die beiden Marken Tchibo und Eduscho. Gesucht werden Lehrlinge (m/w) für den Einzelhandel mit dem Schwerpunkt „digitaler Verkauf“! Mitarbeiterrabatte und Erfolgsprämien, sowie ein überdurchschnittliches Lehrlingsgehalt machen die Ausbildung besonders attraktiv.
  • dm: Bei dm werden junge Talente wertgeschätzt und durch individuelle Bildungspläne gefördert. Das Unternehmen sucht Lehrlinge in den Bereichen Drogist, Friseur und Kosmetiker & Fußpfleger (m/w). Ein umfangreiches Angebot an Kursen bietet viel Raum für die eigene Entfaltung.

Was: #MillenniumLehrlingsinitiative. Tag der offenen Tür in der Millennium City

Wann: Freitag, 13. März 2020 ab 9.00 Uhr

Wo: Infopoint Millennium City, Handelskai 94-96, 1200 Wien, Eingang Office Tower

Weitere Infos direkt beim Infopoint der Millennium City oder unter www.millennium-city.at

Foto: Pearle

Werbung mit gesellschaftlichem Mehrwert: IAA startet erstes webInAAr am Freitag

Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Verbreitung verändern die Mediennutzung und die Werbung. Im digitalen Expertentalk diskutieren Beatrice Cox-Riesenfelder, Thomas Kolster, Isa Kurata und Kyra Roest über sinnstiftende Kommunikationsstrategien.

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Proheten kommen. Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Verbreitung verbieten analoge Veranstaltungen mittlerweile in fast der gesamten Europäischen Union. Die International Advertising Association (IAA) bringt Experten aus ganz Europa trotzdem an einen digitalen Tisch, um gemeinsam Chancen, Potenziale und Möglichkeiten dieser herausfordernden Situation zu diskutieren und Marketern Insights aus unterschiedlichen Ländern zu geben. So viel steht jetzt schon fest: COVID-19 hat die Mediennutzung binnen weniger Tage grundlegend verändert; Digital, Radio und Fernsehen boomen, während Print, Out-of-Home und andere Mediengattungen mit dem „Social Distancing“ zu kämpfen haben.

Für viele Branche stellt die aktuelle Situation eine gute Möglichkeit dar, neue Kunden anzusprechen und von der hohen Aufmerksamkeit der Menschen zu profitieren. Sie können durch erhöhten Werbedruck gestärkt in die Recovery-Phase gehen. Nicht zuletzt ist Werbung Teil des guten Krisenmanagements und ein wichtiger Wirtschaftsimpuls, der sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken kann. Dabei kommt es auf die Botschaft an! Darüber sind sich alle Experten einig. Es geht um Mehrwert für die Menschen, Benefits für die Community und Haltung, die Marken im sozialen Gefüge beweisen. Sei es hierzulande der Lebensmitteleinzelhandel, der mit beeindruckendem Beispiel vorangeht, oder internationale Luxus-Konzerne wie Louis Vuitton, die statt Accessoires Schutzmasken produzieren und damit ihren Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Mit der richtigen Botschaft bauen Marken jetzt langfristige Beziehungen mit ihren Konsumenten und der Öffentlichkeit auf.

Beim ersten webInAAr der IAA diskutieren Experten unter der Moderation von Beatrice Cox-Riesenfelder (ORF-Enterprise), Secretary General der IAA Global, über richtige Kommunikationsstrategien in der COVID-19-Ausnahmesituation. Beim kostenlosen Webinar können sich IAA-Mitglieder und Teilnehmer aus Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und UK mit Thomas Kolster (Goodvertising Agency), Isa Kurata (ACT Responsible) und Kyra Roest (AD.BUSINESS und Cannes-Lions-Repräsentatin) austauschen.

Die Teilnahme am webInAAr ist nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostenlos.

Die Speaker beim ersten webInAAr zu „Advertising For Good“

Thomas Kolster ist ein Marketing-Aktivist mit der Mission, die Wirtschaft dazu zu bringen, die Menschen und den Planeten an die erste Stelle zu setzen. Als erfahrener Marken- und Nachhaltigkeitsexperte mit mehr als 18 Jahren Erfahrung hat er Fortune-500-Unternehmen, kleine Start-ups, Regierungen, Agenturen und gemeinnützige Organisationen beraten. Er ist der Gründer der globalen Goodvertising-Bewegung, die einen Wandel zum Besseren in der Werbung inspiriert hat. Er ist auch der Autor zweier Bücher: „Goodvertising“ (Thames & Hudson, 2012) und „Die Heldenfalle“ (2020). Er ist ein international anerkannter Keynote-Speaker, der in mehr als 70 Ländern bei Veranstaltungen wie TEDx, SXSW, D&AD und Sustainable Brands aufgetreten ist. Als Kolumnist schreibt Kolster für The Guardian, Adweek, The Drum und mehrere andere Publikationen. Als Juror ist bei internationalen Preisverleihungen wie Cannes Lions und D&AD tätig. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Change Agent hat er mehrere Wirkungsplattformen wie Cph:Change und Wheregoodgrows ins Leben gerufen. Seine Überzeugung ist einfach: Veränderung beginnt mit Ihnen!

Isa Kurata hat viele Jahre in der Kommunikations- und Werbebranche gearbeitet, hauptsächlich in kleinen Unternehmen, bevor sie ACT Responsible gegründet hat. Damit möchte sie das Beste aus Werbung und Kommunikation fördern, um wichtige Themen zu unterstützen. Verbände, NGOs und Freiwilligenorganisationen auf der ganzen Welt brauchen die Kraft der Kreativität, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Sie vertritt die Überzeugung, dass Werbefachleute diese Seite ihres Geschäfts fördern müssen und dass ACT Responsible eine Gelegenheit für den gesamten Sektor ist, seine Rolle und Verantwortung beim Aufbau einer besseren Welt zu zeigen. ACT Responsible ist eine globale Bewegung von kreativen Menschen, Agenturen, Unternehmen und Institutionen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen.

Kyra Roest spezialisiert sich als Werbeexpertin darauf, eine breite strategische Vision der Marketingkommunikation in den digitalen Bereich zu übertragen. Ihre Expertise ist die Definition von Visionen, Zielen, Möglichkeiten und der damit verbundenen Aktivitäten einer Organisation, um den geschäftlichen Nutzen digitaler Initiativen zu maximieren. Als Präsidentin des IAA Dutch Chapter (seit September 2013) intensivierte sie die Zusammenarbeit unterschiedlicher Verbände, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Von Juni 2016 bis Oktober 2018 war sie Vizepräsidentin der IAA Europe. Danach wurde sie zur Vizepräsidentin Global Creativity ernannt. Sie arbeitete bei mehreren Agenturen in der strategischen Kundenbetreuung, bevor sie ihre eigenen Agenturen mit Partnern gründete. Zuerst Bohemia Amsterdam, danach dare to difr. Zuletzt gründete sie sie AD.BUSINESS Amsterdam und die Botschaft der niederländischen Kreativität. Sie zeichnet für die Epica Awards in Amsterdam verantwortlich und ist Gastlektorin für Werbung und Psychologie an The New School in Amsterdam.

Foto: ORF



 

Leiner für alle – UniqueFessler startet neue Kampagne zum 110 jährigen Jubiläum

Anlässlich des 110 Jahre Jubiläums der großen Möbelhandels-Traditionsmarke Leiner startete dieser Tage die neue Werbekampagne der frischgebackenen Leiner-Werbeagentur UniqueFessler unter dem Motto „Leiner für alle“.

Ende 2019 lud Leiner mehrere Agenturen ein, sich Gedanken zu einer hochwertigen, aber nicht so elitären Positionierung der Marke Leiner zu machen. „Ziel war eine Öffnung der Marke für neue Zielgruppen bei gleichzeitigem Herausarbeiten der Qualitätsdimension der Marke Leiner im österreichischen Möbelhandel“, verrät Bettina Schuckert, die als Marketingleiterin seit dem Vorjahr die Verantwortung für die Marken Leiner und kika übernommen hat. „UniqueFessler hat uns durch Ihr professionelles Herangehen an die Aufgabe und einem stringenten Konzept bis hin zum neuen Prospekt-Layout überzeugt“, ergänzt Schuckert die Entscheidung zu Gunsten der neuen Leadagentur von Leiner.

„Der optische Auftritt gibt der Marke wieder Raum für Imageauftritte und eine emotionale Aufladung der Marke, ohne die Aktionskompetenz, die im Möbelhandel ein extrem wichtiger Treiber ist, zu vernachlässigen“, gibt UniqueFessler GF Jörg Fessler einen ersten Einblick in den neuen Markenauftritt. Dabei ging es vor allem im Hauptmedium Prospekt darum, neben dem Aktions-Charakter durch hochwertige Wareninszenierungen und emotionale Inszenierungen von Wohlfühlsituationen in den eigene vier Wänden Lust auf einen Besuch bei Leiner zu machen und sich inspirieren zu lassen.

Eine Qualität, die CEO Reinhold Gütebier seit seinem Amtsantritt immer wieder betont: „Möbelhäuser haben heute eine andere Aufgabe als nur Möbelstücke zu verkaufen. Wir sind Ideengeber, Berater, Planer und quasi ein Full-Service-Dienstleister, der individuelle Wohnträume realisiert.“

Auch UniqueFessler Co-Geschäftsführer Jürgen Colombini freut sich über den neuen Großkunden der Agentur: „Mit unserem Ansatz haben wir genau diesen Nerv getroffen und so unserem Kunden nicht nur Lust auf den neuen Markenauftritt von Leiner, sondern auch auf die Zusammenarbeit mit uns gemacht. Wir haben bewiesen, dass wir als Agentur wissen, worauf es im Möbelhandel ankommt.“

Die Kampagne spricht in allen Medien unter dem Motto, „Leiner für alle... Geburtstagskinder, ... für alle Feinschmecker, ... für alle Küchen-Chefs, etc.“ die unterschiedlichsten Zielgruppen ganz gezielt an. Und passend zum aktuellen 110-Jahre-Jubiläum ist Leiner natürlich „für alle, die gern mitfeiern“ das Möbelhaus mit den richtigen Angeboten.

„Diese Kampagne ist die ideale Kommunikations-Plattformum auch in Zukunft auf sehr sympathische und emotionale Art und Weise unsere Kunden anzusprechen und Leiner als DAS Möbelhaus für alle, die Wert auf beste Qualität zu einem attraktiven Preis legen, zu präsentieren“, ergänzt Leiner Marketingleiterin Bettina Schuckert. Im ersten Go wurden Ende Jänner eine Vielzahl von TV-Spots produziert, die im neuen Jahr nicht nur bestehende Leiner-Kunden ansprechen werdensondern auch all jene Menschen, die in Zukunft bei Leiner einkaufen werden.

Foto: Rudolf Leiner Ges.m.b.H.

 

 

10.000 Euro Spende: Kelly unterstützt Österreichische Krebshilfe

Kelly - der heimische Snack-Experte - launchte anlässlich des Pink Ribbon Monats im Oktober eine limitierte Popcorn-Edition und sammelte für die Österreichische Krebshilfe.
 

"Durch den Launch des Kelly Pink Ribbon Pop wollten wir das Bewusstsein der KonsumentInnen für das Thema Brustkrebs und -vorsorge stärken und uns als sozialbewusstes Unternehmen, BrustkrebspatientInnen solidarisch zeigen", erklärt Mag.(FH) Petra Trimmel, MU Marketing Director Österreich, Schweiz & Slowenien.

Gelebte Solidarität für BrustkrebspatientInnen 

Pro verkaufte Packung, des pinken Popcorns wurden 10 Cent an die Österreichische Krebshilfe gespendet. So konnten 10.000 Euro für die ordnungsgemäße Verwendung von psychoonkologischer Beratung und Begleitung, Aufklärung und Information zum Thema Krebsvorsorge, Soforthilfe und Brustkrebsforschung gesammelt werden.

Mag. Petra Trimmel, MU Marketing Director Österreich, Schweiz & Slowenien (re.) übergibt den Scheck an Doris Kiefhaber, Geschäftsführung & Projektleitung "Pink Ribbon" (li.)

 

In Summe wurden im Jahr 2019 662.400 Euro aus dem Verkauf limitierter Pink Ribbon Produkte gesammelt, womit rund 3.000 BrustkrebspatientInnen betreut, begleitet und ihnen und ihren Angehörigen und Kindern konkret geholfen werden konnte.

Außerdem fanden in ganz Österreich zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Brustkrebsvorsorge und -früherkennung statt. So wurde auch für die MitarbeiterInnen der Firma Kelly ein Informationsvortrag durch Frau Doris Kiefhaber, Geschäftsführung & Projektleitung "Pink Ribbon" ermöglicht, wo sich MitarbeiterInnen über dieses wichtige Thema informieren konnten.

Kelly freut sich, auch im Jahr 2020 wieder die Österreichische Krebshilfe mit einer neuen Pink Ribbon Pop Limited Edition unterstützen zu dürfen.

Foto: Kelly

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