Chancengleichheit als Wettbewerbsvorteil

Wien, 26. Februar 2025 – Frauen verdienen im Schnitt 12,5 Prozent weniger als Männer und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert – das ist der Status quo in Österreich. Die aktuelle Studie „Best Workplaces for Women™ 2025“ von Great Place To Work® zeigt, dass es auch anders geht: Unternehmen mit einer inklusiven Kultur sind nicht nur attraktiver für die besten Talente, sondern auch wirtschaftlich erfolgreicher.


Chancengleichheit als Wettbewerbsvorteil

Frauen sind heute so gut ausgebildet wie nie zuvor. Trotzdem verdienen sie weiterhin weniger und stoßen bei Beförderungen oft an unsichtbare Grenzen.

Laut EUROSTAT lag der Gender-Pay-Gap in Österreich 2022 bei 18,4 Prozent und hat sich erst durch regulatorische Maßnahmen leicht verringert: zuletzt bis auf 12,5 Prozent.

Die Studie „Best Workplaces for Women“ zeigt jedoch: Es geht auch ganz anders. 
Zertifizierte Unternehmen erhalten von Frauen signifikant höhere Zustimmungswerte in den Bereichen Gehalt, Karrierechancen und Wertschätzung.

Faire Erfolgsbeteiligung: Ein klarer Unterschied

  • Nur 29 % der Frauen in österreichischen Durchschnittsunternehmen fühlen sich angemessen entlohnt.
  • In den Best Workplaces for Women sind es 85 % – ein Unterschied von 
    56 Prozentpunkten. 

ots mailingtool

Mehr Frauen in Führung – mehr Unternehmenserfolg

Der Frauenanteil in Führungspositionen liegt in Österreich im Schnitt bei nur 34,5 %. Bei den Best Workplaces for Women hingegen sind 51,3 % der Führungskräfte weiblich.

ots mailingtool 2

Das hat direkte Auswirkungen: Studien zeigen, dass divers zusammengesetzte Teams kreativer sind, bessere Entscheidungen treffen und stärker auf Nachhaltigkeit achten. Unternehmen, die Gleichberechtigung ernst nehmen, sind nicht nur attraktiver für Talente, sondern auch wirtschaftlich erfolgreicher.

Psychische Gesundheit: Frauen besonders belastet

Psychische und emotionale Gesundheit am Arbeitsplatz ist besonders für alle Personen ein kritischer Faktor. Bemerkenswert ist aber, dass sich in österreichischen Durchschnittsunternehmen nur 52 % der Frauen in dieser Hinsicht unterstützt fühlen, während es in den Best Workplaces for Women satte 91 % sind.

„Unsere Daten zeigen: Wer ein Arbeitsumfeld schafft, das alle gleichermaßen fördert und unterstützt, erhält engagiertere Mitarbeitende und eine stärkere Innovationskraft“, so Spreitzer.

Einbindung in Entscheidungen: Ein zentraler Hebel

Frauen, die in Unternehmensentscheidungen einbezogen werden, bewerten ihre Karrierechancen signifikant besser:

  • In österreichischen Durchschnittsbetrieben bestätigen nur 44 %, dass sie in wichtige Entscheidungen eingebunden werden.
  • In den Best Workplaces for Women liegt dieser Wert bei 89 %.

ots mailingtool 1

Die Transparenz bei Entscheidungen und Beförderungen bildet die Grundlage für ein gerechtes Talentmanagement.

Die Daten belegen, dass Frauen Beförderungen 2,6-mal häufiger als fair empfinden, wenn sie aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Zertifizierung als Erfolgsfaktor

Die Best Workplaces for Women werden durch eine umfassende Mitarbeitendenbefragung ermittelt. Unternehmen, die an dieser Befragung teilnehmen und hohe Zufriedenheitswerte bei Frauen erzielen, profitieren mehrfach:

  1. Höhere Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt: Frauen bevorzugen Arbeitgeber, die faire Bedingungen bieten.
  2. Bessere Mitarbeitenden-Bindung: Zufriedene Mitarbeiter:innen bleiben länger im Unternehmen.
  3. Positive Auswirkungen auf die finanzielle Performance: Studien machen deutlich, dass Unternehmen mit hoher Geschlechtervielfalt profitabler sind.

„Die Zertifizierung ist nicht nur ein Siegel, sondern ein klares Bekenntnis zu einer fairen, transparenten und inklusiven Unternehmenskultur“, betont Spreitzer.

 
Jetzt Studie anfordern!

Studie Best Workplaces for Women 2025

Erfahren Sie in der vollständigen Studie mehr über die Best Workplaces for Women 2025 und darüber, welche Maßnahmen am effektivsten sind, um Frauen im Unternehmen zu fördern.

Foto: No-Mad/Shutterstock


Drucken   E-Mail