Drucken
Kategorie: News/Industrie & Energie
portraitsabine-herlitschkapresse01-kopie

Dr. Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria: "Erfolg durch Innovation"

Die Lebensmittel- und Biotechnologin DI Dr. Sabine Herlitschka, MBA, kommt ursprünglich aus der Wissenschaft und steht heute an der Spitze von Infineon Austria. Ein Austrian Business Woman-Portrait.

Seit Sommer 2011 war Sabine Herlitschka bereits Vorstandsmitglied von Infineon Österreich – das war nicht ihre erste Führungsposition. Die Lebensmittel- und Biotechnologin sowie Wirtschaftstechnikerin war vor ihrem Eintritt bei Infineon Technologies Austria in wissenschaftlichen Bereichen. Herlitschka war im Büro für Internationale Forschungs-und Technologiekooperation (BIT) tätig und war dessen stellvertretende Direktorin von 2001 bis 2003. Später war sie einige Jahre Vizerektorin für Forschungsmanagement und Internationale Kooperation an der Med Uni Graz. Ab 2006 bis zu ihrem nunmehrigen Wechsel zu Infineon leitet sie den Bereich Europäische und Internationale Programme der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Im Rennen um das Rektorat der TU Graz war sie im Dreiervorschlag des Senats an dritter Stelle gereiht. Herlitschka wurde mehrfach ausgezeichnet. So erhielt sie bereits vor rund acht Jahren den Österreichischen Hochschulmanagement Preis 2007 der Donau Universität Krems für das Projekt "Strategisches Forschungsmanagement" an der Medizinischen Universität Graz. Vor rund dreieinhalb Jahren wurde ihr der Ordens "Chevalier dans l'Ordre du Mérite" der Republik Frankreich für Verdienste um die strategische Forschungskooperation zwischen Frankreich und Österreich verliehen.

An der Spitze

Vor mehr als einem Jahr, im April 2014, folgte ein weiterer Karriereschritt: Nachdem die Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich, Dr. Monika Kircher, nach 13 Jahren im Vorstand die Unternehmensführung verlassen hatte, folgte ihr Sabine Herlitschka, Vorstand für Technik und Innovation, als Vorstandsvorsitzende des Halbleiterproduzenten nach. Sie verantwortet die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Personal und Unternehmenskommunikation. Weiters leitet Herlitschka den Hauptsitz in Villach. Weitere Niederlassungen gibt es in Klagenfurt, Graz, Linz und Wien. Neben Deutschland ist Österreich der einzige Standort, an dem Infineon die Kompetenzen für Forschung und Entwicklung, Fertigung sowie globale Geschäftsverantwortung bündelt.

Erfolgsbilanz

Die erste Bilanz, die Herlitschka als Vorstandsvorsitzende ziehen konnte, sie fiel positiv aus. Der Umsatz von Infineon Technologies Austria belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 1.300,5 Millionen Euro, rund zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit(EGT) lag bei 149,1 Millionen Euro, was eine Steigerung um rund 68 Prozent bedeutet. Herlitschka, sieht die Erfolge bei Umsatz und Gewinn als Bestätigung der Unternehmensstrategie: „Wir gehen in unseren Innovationsaktivitäten konsequent den Weg vom Produktdenken hin zum Systemverständnis. Daher haben wir den Dia-log mit unseren Kunden intensiviert, um genau zu verstehen, welche Lösungen sie für ihren Markterfolg benötigen. Wir entwickeln heute mehr als Produkte, wir liefern Antworten auf die technologischen Bedürfnisse unserer Partner.“

Innovativ

Innovation ist bei Infineon Programm – so werden etwa 290 Millionen inVillachin eine Standorterweiterung sowie in Forschung und Entwicklung investiert. Herzstück des neuen, hochmodernen Gebäudeverbunds ist der „Pilotraum Industrie 4.0“, ein in Österreich neuartiges Konzept der vernetzten und wissensintensiven Fertigung. „Mit dem Pilotraum nimmt Infineon bei Industrie 4.0 eine Vorreiterrolle in Österreich ein und stärkt gleichzeitig mit wissensbasierten Produktionsmethoden seine Wettbewerbsfähigkeit in einem globalisierten Marktumfeld“, erklärt Herlitschka. Und unter der Leitung von Infineon Austria startete vor kurzem das Europäisches Forschungsprojekt PowerBase, es entwickelt die nächste Generation von Energiesparchips und macht diese reif für den industriellen Masseneinsatz in Smartphones, Laptops und vielen weiteren Anwendungen. Es ist das bisher größte aus Österreich koordinierte Mikroelektronik-Forschungsprojekt in Europa. „87MillionenEuro Projektvolumen und die Beteiligung von 39Partnern zeigen den hohen Stellenwert, den die PowerBase-Forschungsaktivitäten für die europäische Halbleiterindustrie und deren Erfolg im globalen Wettbewerb haben. Infineon Austria bringt aufgrund seiner weltweit führenden Expertise bei Leistungshalbleitern maßgeblich österreichisches Know-how bei der Koordination des Projekts sowie zur Erhöhung der Energieeffizienz in vielen elektronischen Anwendungen ein“, so Herlitschka.

Zur Person

Berufliche Laufbahn:

1990 Forscherin, Dissertantin und Post Doctoral Research bei Immuno AG

1996 Referatsleiterin und stv. Direktorin des BIT-Büros für Internationale Forschungs-und Technologiekooperation

2003 Internships bei der U.S. National Science Foundation, American Association for the Advancement of Science und Kooperation mit dem

Wissenschaftsberater im U.S. Department of State, Washington DC

2003 Vizerektorin für Forschungsmanagement und Internationale Kooperationen an der Medizinischen Universität Graz

2006 Bereichsleiterin Europäische und Internationale Programme der FFG-Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, Wien

2010 Fulbright Scholar ander George Washington University und Johns Hopkins University/School of Advanced International Studies,Washington DC

Ab August 2011 Vorstandsmitglied der Infineon Technologies Austria AG

Ab Jänner 2012 Vorstand für Technik und Innovation der Infineon Technologies Austria AG

Ab April 2014 Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG

 

Ausgewählte sonstige Funktionen:

Mitglied des Steirischen Forschungsrats

Stv. Vorsitzende des Universitätsratsder Technischen Universität Wien, Wien

Vizepräsidentin der Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Evaluatorin und Koordinatorin richtungsweisender Forschungsprojekte der Europäischen Kommission, sowie Mitglied in diversen ExpertInnen-Gruppen der Europäischen Kommission

Ehrensenatorin der Universität für Bodenkultur Wien