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Susanne Baumann-Söllner, IAKW-AG: Schutzschirm ist wichtiger Impuls für Kongress-standort Wien

Austria Center Vienna begrüßt Schutzschirm für Veranstalter: Wichtiger Beitrag zur Planungssicherheit für 2021.

Österreichs Veranstaltungsbranche wurde von den Folgen der Pandemie massiv getroffen. Seit März wurden allein im Austria Center Vienna rund 50 Veranstaltungen verschoben oder abgesagt, damit fiel heuer auch der für Wien so wichtige internationale Kongresstourismus fast vollständig aus. Der nun angekündigte Schutzschirm könnte für Veranstalter ein wichtiges Argument sein, trotz unsicherer Zeiten im Jahr 2021 Kongresse in Wien durchzuführen.

„2020 ist für Wien und die gesamte internationale Kongressindustrie ein absolutes Katastrophenjahr. Veranstalter sind daher massiv verunsichert, was die Planungen für 2021 angeht. Daher braucht es jetzt konkrete Maßnahmen, die Vertrauen schaffen und die Planungssicherheit auch in diesen schweren Zeiten spürbar erhöhen“, sagt Susanne Baumann-Söllner, Direktorin des Austria Center Vienna.

Veranstalterschutzschirm als Pluspunkt für Kongressstandort Wien

Der neue Veranstalterschutzschirm hat ein Volumen von 300 Mio. Euro und soll künftig die Planungssicherheit erhöhen. Falls ein Event eingeschränkt wird oder ausfallen muss, soll es einen Haftungsrahmen und damit eine Risikoeinschränkung von Seiten der Bundesregierung geben. „Bei Großveranstaltungen ist eine monatelange Planungsvorlaufzeit notwendig, dabei können kurzfristig notwendig gewordene Änderungen der Rahmenbedingungen schnell den wirtschaftlichen K.O. bedeuten“, so Baumann-Söllner.

„Wir begrüßen daher den angekündigten Schutzschirm, weil er den Veranstaltern Ausgaben ersetzt, welche nicht mehr stornierbar sind. Dieses Modell könnte für den angeschlagenen Kongressstandort Wien einen wichtigen Impuls bedeuten und auch international schnell Nachahmer finden.“

Rahmenbedingungen für Kongresse

Für eine gute Planungsbasis internationaler Kongresse sind neben dem Schutzschirm noch weitere Rahmenbedingungen zwingend erforderlich. „Die derzeitige Beschränkung auf maximal 1.500 Personen für Indoor-Veranstaltungen bedeutet ein Knock-Out-Kriterium für den Großteil unserer Veranstaltungen“, so Baumann-Söllner.

Spätestens ab dem Frühjahr müssten daher auch die Maximal-Teilnehmerzahlen deutlich nach oben gesetzt werden, sofern es die Entwicklung der Corona-Fallzahlen zulässt. Auch von der internationalen Entwicklung in Europa sowie in Übersee ist die Kongresswirtschaft so abhängig wie kaum eine andere Branche.

„Wir möchten unseren Beitrag leisten, dass Veranstaltungen 2021 mit höchstmöglichen Sicherheitsstandards und höchstmöglicher Teilnehmerzahl stattfinden können. Daher haben wir im September in Eigeninitiative das Schnelltest-Pilotprojekt auf den Weg gebracht, wo Teilnehmer in nur 10 Minuten getestet werden können. Der Einsatz von Schnelltests sowie der angekündigte Veranstalterschutzschirm sind wichtige Bausteine, die dem Kongressstandort Wien im Jahr 2021 wieder einen vorsichtigen Neustart ermöglichen können“, so Baumann-Söllner abschließend.

Foto: AKW-AG/Andreas Hofer

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