Familienfreundliche Hochschule: FernFH vom Bundesministerium rezertifiziert

Mit familienbewussten Maßnahmen setzt die Ferdinand Porsche FernFH auf eine optimale Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Privatleben für ihr Team und ihre Studierenden. Dieses Engagement wurde nun mit der Rezertifizierung des staatlichen Gütezeichens „hochschuleundfamilie“ belohnt.

„Wir haben es geschafft, den Gedanken der Vereinbarkeit von Familie und Hochschule auf unterschiedlichen Ebenen zu verankern“, sagt Julia Tesar. Die Projektverantwortliche freut sich mit dem gesamten FernFH-Team über die Rezertifizierung des Audits „hochschuleundfamilie“ durch das Bundesministerium für Familien und Jugend.

Am 4. März fand die Zertifikatsverleihung mit Ministerin Susanne Raab virtuell statt. „Unsere Mitarbeiter_innen und Studierenden sollen ihr Familien- und Privatleben nicht aufgrund des Jobs beziehungsweise Studiums in irgendeiner Weise vernachlässigen müssen. Hierzu bieten wir entsprechende, familienbewusste Rahmenbedingungen“, sagt FernFH-Geschäftsführer Axel Jungwirth, der an der Online-Veranstaltung teilnahm. 

Die Vereinbarkeit von Betreuungspflichten von Kindern mit dem Job oder Studium an der Hochschule stand für das FernFH-Projektteam im Fokus der ersten Phase der Zertifizierung. So wurde unter anderem ein „Eltern-Kind-Büro“ eingerichtet, indem sich Studierende und Mitarbeiter_innen, die ihre Kinder im Bedarfsfall mit an den Campus nehmen, zurückziehen können. „Es gibt dort Spiel- und Ruhemöglichkeiten. Dieser Bereich ist räumlich getrennt vom Großraumbüro“, so Tesar. Außerdem gibt es ein eigenes Mobile Working-Konzept für das FernFH-Team, das flexibles Arbeiten ermöglicht.

Schwerpunktthema „Pflege“

In der nun angebrochenen zweiten, so genannten Auditphase steht das Thema „Pflege“ im Mittelpunkt. Einerseits bietet sich dieser Schwerpunkt an, da es an der FernFH den Studiengang „Aging Services Management“ gibt, der sich inhaltlich auch mit Aspekten der Pflege beschäftigt, andererseits werde laut Tesar das Thema „Pflege von Angehörigen“ in Zukunft immer wichtiger und oftmals akut.

Außerdem soll die Beschäftigung damit zu einer Enttabuisierung führen. „Wir wollen schwerpunktmäßig Maßnahmen im Sinne der Unterstützung von Studierenden und Mitarbeiter_innen mit Pflegeaufgaben setzen“, sagt Tesar. Es ist zum Beispiel eine digitale Plattform für Studierende und Mitarbeiter_innen, die Angehörige pflegen, geplant. Dort sollen Betroffene niederschwellig und schnell Infos bekommen und sich austauschen können. Das FernFH-Projektteam „Hochschule & Familie“ erarbeitet zudem gezielt Unterstützungsmöglichkeiten für Studierende, die aufgrund eines Pflegebedarfs bzw. von Betreuungspflichten ihr Studium unterbrechen müssen und dann wieder einsteigen.

Die Familienfreundlichkeit der FernFH zeigt sich auch in der Zusammensetzung ihres Teams. „Als Leiterin der Personalabteilung freut es mich, dass wir viele Frauen in Führungspositionen und in Vollzeitbeschäftigung haben, darunter einige mit Kindern“, betont Tesar.

Foto: Bundeskanzleramt