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Familienministerium startet Initiative "Unternehmen für Familien"

Das Bundesministerium für Familie und Jugend startet die Initiative "Unternehmen für Familien" - ein gemeinsames Bekenntnis starker Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft für mehr Familienfreundlichkeit in Österreich. Das Ziel ist, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Selbstverständlichkeit zu machen. Heute, Donnerstag, 16. April, präsentierten Dr. Sophie Karmasin, Bundesministerin für Familien und Jugend, und Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer die Initiative in der dm Zentrale in Wals.

Die Geburtenrate in Österreich liegt mit 1,4 Kindern im internationalen Vergleich im hinteren Drittel. Familien stehen zunehmend unter Druck, immer weniger verlassen sich auf nur ein Familieneinkommen und die Verpflichtungen in der Arbeitswelt mit mehr Tempo, mehr Flexibilität und Mobilität steigen. Der demografische Wandel und der Mangel an Fachkräften sind weitere Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Eine bessere Zukunft mit mehr Kindern in Österreich ist möglich - wenn Familienfreundlichkeit in Gesellschaft und Wirtschaft als entscheidender Faktor anerkannt und gelebt wird. Dazu braucht es den entschlossenen und kreativen Einsatz vieler Partner aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Gemeinsam Verantwortung tragen

Das Bundesministerium für Familien und Jugend ruft die Initiative "Unternehmen für Familien" ins Leben. Grundlage der Initiative ist ein gemeinsames Bekenntnis familienfreundlicher Unternehmen, Sozialpartner und Interessenvertretungen zu Familie und ihrem bedeutenden Stellenwert für unsere Gesellschaft. Ebenfalls ist sie Ausdruck der Verantwortung für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld. "Ich freue mich sehr über die breite Unterstützung durch unsere Partner. Mit 'Unternehmen für Familien' setzen wir uns gemeinsam für einen gesamtgesellschaftlichen Klimawandel ein - damit Österreich das familienfreundlichste Land Europas wird", so Bundesministerin Sophie Karmasin.

Online-Plattform mit Vernetzung, Austausch, Best-Practices, Wissenstransfer

Mit dem Beitritt zum Netzwerk "Unternehmen für Familien" bekennen sich Unternehmen und Gemeinden dazu, einen aktiven Beitrag für mehr Familienfreundlichkeit im eigenen Verantwortungsbereich zu leisten sowie Vorbild und Ansporn für andere zu sein. Die neue Online Plattform des Netzwerks www.unternehmen-fuer-familien.at bietet Wissenswertes rund um das Thema Familienfreundlichkeit in Unternehmen und Gemeinden, präsentiert vorbildliche Initiativen und Maßnahmen sowie Erfahrungsberichte von Unternehmen und Gemeinden und dient der Vernetzung untereinander. "Unternehmen für Familien" setzt sich dafür ein, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen Österreichs zu machen. Informationsveranstaltungen, Kommunikationsplattformen, begleitende nationale und internationale Studien etc. werden das Maßnahmenportfolio abrunden.

Land Salzburg fördert Vereinbarkeit von Familie und Beruf

"Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erhöhen, muss auf mehreren Ebenen angesetzt werden. Neben bedarfsgerechter Kinderbetreuung müssen auch neue Betreuungsformen und Arbeitsmodelle ermöglicht werden", sagte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer anlässlich der Präsentation der Initiative "Unternehmen für Familien".

"Ich begrüße die Initiative der Familienministerin und danke ihr für den Einsatz zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die dm drogerie markt GmbH mit der Zentrale in Salzburg zeigt eindrucksvoll vor, dass eine familienfreundliche Unternehmenspolitik für alle Beteiligten ein Gewinn ist. Auch das Land Salzburg ist bemüht, Familien bestmöglich zu unterstützen. Durch die Veränderungen der sozialen Strukturen und Lebensformen in der heutigen Zeit braucht es auch ein angepasstes Angebot. Allein im vergangenen Jahr konnten wir 1.000 neue Kinderbetreuungsplätze schaffen und für das laufende Jahr eine Erhöhung von mehr als elf Millionen Euro im Budget für Kinderbetreuung bereitstellen. Somit stellt das Land dieses Jahr in diesem Bereich insgesamt 57,8 Millionen Euro zur Verfügung. Im Moment arbeiten wir an einem neuen Kinderbetreuungsgesetz mit der Zielrichtung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erhöhen. Auch bei der schulischen Nachmittagsbetreuung haben wir das Angebot massiv ausgebaut. Nutzten im Jahr 2000 1.183 Schüler und Schülerinnen diese Möglichkeit, haben dieses im vergangenen Schuljahr bereits 4.332 Schüler und Schülerinnen in insgesamt 221 Gruppen an 94 Standorten in Anspruch genommen. Mit dem Förderungsprogramm "Wirtschaft fördert Arbeitswelten" des Wirtschaftsressorts des Landes fördern wir überdies Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf", so der Landeshauptmann.