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Elisabeth Perwanger, Steigenberger Hotel Herrenhof: Freude an Veränderung

Elisabeth Perwanger, General Manager Steigenberger Hotel Herrenhof und Area Manager Österreich im Austrian Business Woman-Gespräch über das gewisse Etwas von Spitzenhotels, Ihre Ziele für 2017, Erfolgsrezepte und schöne Momente.

 Was unterscheidet ein gutes von einem sehr guten Hotel? 

Sehr gute Hotels sind meines Erachtens unabhängig von Kategorie und Sternen. Sehr gute Hotels sind hinsichtlich ihrer Soft Skills außergewöhnlich, denn sie übertreffen die Erwartungen der Gäste. Die Mitarbeiter kümmern sich mit Herz und Begeisterung um das Wohl der Gäste. Sehr gute Hotels laden zum Wohlfühlen ein und sind ein Ort der Inspiration.

Wie behauptet man sich mit einem Haus in bester Citylage (Steigenberger Hotel Herrenhof) gegen die Konkurrenz?

Man darf nie aufhören, an sich zu arbeiten, sich weiterzuentwickeln, neue Trends zu setzen. Produkt und Leistung müssen stimmig sein. Die Seele des Steigenberger Hotel Herrenhof sind definitiv die Mitarbeiter – sie machen unser Haus zu einem besonderen Hotel. Wir alle arbeiten ständig daran, unsere Dienstleistung zu verbessern, für unsere Gäste unvergessliche Momente zu kreieren.  

Was schätzen Sie an Ihren Mitarbeitern?

Wir pflegen im Steigenberger Hotel Herrenhof einen sehr offenen Umgang miteinander. Ich schätze an meinen Mitarbeitern ihr hohes Engagement und dass alle echtes Interesse an Menschen zeigen – an Kollegen und Gästen gleichermaßen!

Was sind die angepeilten Ziele für dieses

Ich möchte die Marktführerschaft in unserem Wettbewerbsset halten und ausbauen. Unsere Corporate Responsibility Projekte haben bei mir oberste Priorität. Wir sind sehr erfolgreich mit unseren Green Meetings und möchten unsere Mitarbeiter weiter seinsibilisieren, Umwelt- und Ressourcen schonend zu agieren. Das Thema Energiemanagement in einem Hotel ist ein großes Zukunftsthema.  Mein Herz hängt  auch an unseren Bienenstöcken am Dach – wir produzieren mehr als 200 Kilo Honig für den Eigenbedarf und haben mit unserem Küchenchef einen Kräutergarten am Dach umgesetzt. Und unser Haus ist jetzt seit fast 10 Jahren erfolgreich am Markt – ich beginne mich mit den ersten Renovierungsmaßnahmen im Jahr 2018 auseinanderzusetzen. Dazu kommt dann noch die Arbeit für unseren Konzern, die Deutsche Hospitality, der immer internationaler wird. Ich beschäftige mich beispielsweise mit dem Thema „Cultural Awareness“. Denn die Erwartungen der Gäste variieren je nach Herkunft, und das müssen wir permanent mit unserem Credo in Einklang bringen.

Welche Vorraussetzungen muss man mitbringen, um in der Hotellerie Karriere zu machen?

Wer in der Hotellerie und Gastronomie arbeiten möchte, muss zuallererst ein Menschenfreund sein und benötigt ein großes Maß an Durchhaltevermögen. In einem Hotel zu arbeiten, heißt auch Freude an Veränderungen mitzubringen, und den Willen für lebenslanges Lernen.Genauso wichtig sind wirtschaftliches Denken und Handeln, Verständnis für Distribution...

Welche sind die schönsten Momente Ihres Jobs?

Es ist schön, Lob für mein Team zu bekommen, mitzuerleben, dass Gäste zu Stammgästen werden, weil sie sich bei uns einfach wohlfühlen. Erfolge zu feiern gehört natürlich auch den schönen Momenten.

Fühlen Sie sich als gebürtige Südtirolerin in Wien bereits heimisch?

Ja sehr, Wien ist eine wunderbare Stadt, bietet eine hohe Lebensqualität für mich und meine Familie. Wien ist ein kulturell interessanter und sicherer Platz zum Leben, der auch meinen Kindern eine große Selbständigkeit ermöglicht (ist nicht in allen Großstädten selbstverständlich)

Kind und Karriere – Ihr Erfolgsrezept?

Mein Erfolgsrezept: Alles was man tut,  mit Herz und Leidenschaft  tun. Gemeinsam ist man stärker – in der Familie und im Beruf.

Worauf achten Sie zuerst, wenn Sie privat ein Hotel betreten?

Ich achte auf die unsichtbaren Dinge: Flair, Ambiente, hat das Haus eine Seele - und auf die Dekoration  - sie kann alles gut, aber auch alles kaputt machen.

Was würden Sie als die „Seele“ eines Hotels bezeichnen?

Ganz klar die Mitarbeiter – sie sind der Schlüssel zu Allem was unsere Art von Hotellerie ausmacht. Jede(r) Einzelne ist ein wichtiges Rad im gesamten Uhrwerk – wenn ein Rädchen nicht richtig dreht, funktioniert auch das teuerste Meisterwerk nicht.

Foto: Steigenberger Hotels