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Christine Hafner 6/08, ABTA

Travelmanagement ist nicht nur ihre Profession, es ist Passion – und das seit Jahren: Die ABTA-Präsidentin über das Biz mit der Business Class und warum man es besser Experten überlassen sollte.

Was bietet die ABTA?
Wir sind ein Wissenspool, ein Reservoir an Know-how und eine Plattform für den Erfahrungsaustausch. 1993 zum Beispiel hatte ich ein großes Projekt in China, und traf bei der ABTA eine Dame: China, nichts leichter als das. Und ich habe an einem Abend bei der ABTA von ihr alles erfahren, was ich wissen musste. Das alles zusammen kann für die Mitglieder bares Geld bedeuten: Mitglieder erfahren von anderen Mitgliedern vieles, können Vergleiche ziehen und erfahren von uns, welcher Preis etwa bei einem Mietwagen marktkonform wäre. Und wir bieten in Zusammenarbeit mit der WKÖ eine Ausbildung zum Travelmanager an.
Zahlt sich das aus?
Speziell größere Firmen haben ohnehin ein eigenes Travelmanagement, aber es würde sich auch für kleinere Firmen rechnen. Die Ausbildung an der ABTA-Academy würde ich jedem ans Herz legen, auch zum Beispiel einer Chefsekretärin, die Travelmanagement in der Teilzeit betreibt. Denn viele, die jahrelang in dem Bereich tätig waren, trauen sich nicht nachzufragen, dabei entwickelt sich die Branche ständig weiter, es gibt nahezu jeden Tag etwas Neues. Es ist wichtig, alle Verknüpfungen zu kennen, die verschiedenen Abrechnungsmodalitäten oder Fachausdrücke. Diese Kurse kosten nicht die Welt. Das Wissen aber, das wir dabei vermitteln, spart Geld.
Wo kann man durch gutes Travelmanagement einsparen?
Eigentlich überall. Allein bei den Ticketkosten kann man rund 20 Prozent einsparen, auch bei den Prozesskosten ist einiges drin. In manchen Firmen wird vieles auch sehr umständlich gehandhabt, Genehmigungen werden fünf-, sechsmal erteilt. Das komplexe Gebiet der Reisekostenabrechnung hingegen nehmen viele auf die leichte Schulter, genau das aber wird von den Behörden genau geprüft.