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Elise-Richter-Forschungsstipendium für Eleni M. Tomazou an der St. Anna Kinderkrebsforschung

Auch dieses Jahr zeichnet der österreichische Wissenschaftsfonds (FWF) Frauen aus, die sich durch ihre hervorragende wissenschaftliche Arbeit hervortun. Das Elise-Richter-Programm unterstützt die Karriereentwicklung von Wissenschaftlerinnen im wissenschaftlichen Bereich und bereitet exzellente Kandidatinnen auf eine universitäre Laufbahn im In- und Ausland vor. 2015 erhielten 19 Wissenschaftlerinnen die Förderung. 

Dr. Eleni Marina Tomazou von der St. Anna Kinderkrebsforschung wurde heuer mit der hoch dotierten Förderung ausgezeichnet. Tomazou erforscht das Ewing-Sarkom, eine Knochenkrebs-Erkrankung, die besonders bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Sie hat herausgefunden, dass epigenetische Veränderungen des Erbguts bei diesem Krebs eine große Rolle spielen.

„Mit neuen Technologien können wir die Epigenetik des Ewing-Sarkoms verstehen. Denn Krebs entsteht nicht nur durch genetische Fehler in der DNA, sondern auch durch Veränderungen der Steuerung, welche Gene aktiv sind und welche nicht. Diese ‚Zugangskontrolle‘ für Gene nennt man Epigenetik“ erläutert Dr. Eleni M. Tomazou.

„Es freut mich besonders, dass wir engagierte und großartige Forscherinnen wie Frau Dr. Tomazou bei uns an der St. Anna Kinderkrebsforschung haben. Das macht unsere Institution zu einem der führenden Forschungszentren auf dem Gebiet der pädiatrischen Onkologie“, ergänzt Univ.-Prof. Dr. Heinrich Kovar, wissenschaftlicher Leiter der St. Anna Kinderkrebsforschung. 

Foto: FWF/Michèle Pauty