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Werbeindustrie verantwortet großes wirtschaftliches Wachstum in der Europäischen Union

Die World Federation of Advertising (WFA) publizierte heute mit der Unterstützung namhafter Mitglieder der Werbeindustrie wie dem iab europe und Deloitte die allererste EU weite Studie zum wirtschaftlichen und sozialen Beitrag, den die Werbeindustrie zum Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union leistet.  Die Studie zeigt auf, dass jeder Euro der in der EU in die Werbebranche fließt, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Gesamtwirtschaft um ein Siebenfaches steigert sowie Kreativität und Arbeitsplätze generiert. Die europäische Werbeindustrie ruft mit der Studie zu einem Moratorium für strengere Werberichtlinien und deren versteckte Kosten auf. Die von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte durchgeführte Studie zum Stellenwert der Werbeindustrie in der EU dokumentiert eine Vielzahl von Vorteilen für die wirtschaftliche Infrastruktur. Anhand eines ökonometrischen Modells wurde errechnet, dass die Werbeindustrie für rund sechs Millionen Arbeitsplätze und für 4,6 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts der EU verantwortlich zeichnet.

„Die Werbeindustrie ist ein leistungsstarker Wirtschaftsmotor, der Wettbewerbsfähigkeit und innovatives Denken in Unternehmen fördert und so von großem Nutzen für die Gesellschaft ist. Durch Werbeeinnahmen wird die Medienbranche gefördert und macht Dienstleistungen von Nachrichten bis Unterhaltung für die breite Masse zugänglich. Politische Entscheidungsträger müssen sich vor Augen halten, dass weitere Werberichtlinien auch signifikante wirtschaftliche, soziale und kulturelle Auswirkungen haben“, so Stephan Loerke, CEO der World Federation of Advertisers.

„Die Studie der WFA und Deloitte, die auf den gesammelten Daten der Advertising Association/WARC von 1998 bis 2014 aus 35 entwickelten Märkten aufsetzt, hebt klar hervor dass die Werbeausgaben in der EU, das BIP der Gesamtwirtschaft um das Siebenfache erhöhen. Daher müssen wir vom internet advertising bureau austria uns in Österreich und auch in Europa besonders für gleichbleibende Richtlinien in der Werbewirtschaft einsetzen“, stimmt iab austria-Präsidentin Martina Zadina Loerke zu.

Werbeindustrie stärkt die europäische Wirtschaft

92 Milliarden Euro, die 2014 in der EU für Werbung ausgegeben wurden, resultieren in einem Bruttoinlandsprodukt von 643 Milliarden Euro und machen 4,6 Prozent des Gesamt-BIPs der EU aus. Durch jeden Euro, der in die Werbung fließt, werden sieben Euro des BIP generiert. Laut der Studie von Deloitte trägt die Werbeindustrie zum Wachstum der Gesamtwirtschaft bei, indem sie die Wettbewerbsfähigkeit steigert und die Konsumenten mit Informationen zu Produkten und Dienstleistungen versorgt. Das umfangreiche Waren- und Dienstleistungsangebot führt wiederum dazu, dass Unternehmen mehr in die Entwicklung innovativer Produkte und Leistungen investieren um mit ihrem Mitbewerbern konkurrieren zu können, nicht nur in der EU sondern weltweit.

Werbeindustrie schafft gut bezahlte Arbeitsplätze

Rund sechs Millionen Arbeitsplätze, genau 2,6 Prozent der Gesamtbeschäftigung in der EU, werden durch die Werbeindustrie geschaffen. 16 Prozent der gesamt 5,8 Millionen in der EU sind direkt in der Werbebranche tätig. Zehn Prozent entfallen auf die Medien- und Onlinebranche wie Journalisten, Content-Produzenten, Out-of-Home sowie TV-Anbieter. Zu guter Letzt kommen noch 74 Prozent Jobs hinzu, die in der Gesamtwirtschaft durch Werbeaktivitäten wie Marketing und Sales oder verwandte Branchen wie Tourismus generiert werden. Das Durchschnittseinkommen in der Medien- und Werbeindustrie beträgt 34.000 Euro im Vergleich zum Durchschnittseinkommen von 22.000 Euro in der Gesamtwirtschaft in der EU.

Werbeindustrie erhöht Sozialleistungen

Die Werbeindustrie fördert die Medienbranche und Online-Dienstleistungen und stellt sicher, dass EU Bürger zu geringen Kosten oder umsonst von Kommunikationsmitteln von Nachrichten bis Unterhaltung profitieren. Die 92 Milliarden Werbeausgaben 2014 flossen direkt in die Content-Kreation jeglicher Medien. Außenwerbung, zum Beispiel, hat nicht nur einen wirtschaftlichen Nutzen sondern sorgt auch für ein verbessertes urbanes Umfeld. Weiters ersparen sich Interessenten auf der Suche nach aktuellen Informationen durch die Nutzung von Suchmaschinen Zeit und Geld.

Die Ergebnisse der Studie belegen, dass die Finanzierung von Medienkanälen wie Print, Online, TV und Radio ohne Werbeindustrie sehr schwierig wäre. Auch Großveranstaltungen im Kultur- und Sportsektor müssten ohne Werbeeinnahmen neue Mittel für ihre Finanzierung finden. Besonders online fördert die Werbeindustrie Dienstleistungen, die EU Bürger umsonst oder gegen geringe Kosten nutzen können wie zum Beispiel Email Dienste, die 70 Prozent aller EU Bürger regelmäßig  oder Social Media Kanäle, die weltweit beansprucht werden.

Moratorium für weitere Einschränkungen der Werbeindustrie

Die europäische Werbeindustrie ruft mit der Veröffentlichung dieser Studie zu einem Moratorium für weitere Auflagen für die Werbebranche auf, die in Zukunft zu schwerwiegenden Konsequenzen in der Gesamtwirtschaft führen könnten. Die aktuelle Neuauflage der revidierten EU-Datenschutzrichtlinien zu audiovisuellen Dienstleistungen und zum Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation wird zu weiteren Einschränkungen für die Branche führen, die die europäische Digitalwirtschaft schwächen und langfristig zu weniger Arbeitsplätzen führen wird.

„Die Werbeindustrie schafft nicht nur Arbeitsplätze, Innovationen, Kultur und Unterhaltung sondern nährt die Medienvielfalt und damit den demokratischen Freiheitsgedanken. Die Werbeindustrie spielt eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft, bringt große wirtschaftliche Vorteile und zieht sich seit ihren Anfängen durch alle Gesellschaftsschichten“, so Loerke abschließend.

Die Studie wurde von den Mitglieder der europäischen Werbeindustrie wie Advertising Association UK (AA), Association des Agences-Conseils en Communication (AACC), Association of European Radios (AER), European Association of Communications Agencies (EACA), European Broadcasting Union (EBU), The Association of television and radio sales houses (EGTA), Internet Advertising Bureau EU (IAB EU), Mainostajat Finland, Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM), Union des Annonceurs (UDA), Union des Entreprises de Conseil et Achat Media (UDECAM) und The World Federation of Advertisers (WFA) finanziert.

Foto: iab austria Präsidentin Martina Zadina, © iab austria