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Wirtschaftsfaktor Strom

Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist eine Freude zu sehen, mit wie viel Kompetenz und wie motiviert unsere Leute an die Sache herangehen, die Dinge engagiert vorantreiben und sich voll mit den Projekten identifizieren – das erfüllt mich jedes Mal mit Stolz. Und dieser Einsatz bildet auch die entscheidende Basis für Erfolge. Nur so ist es uns auch heuer wieder gelungen, wichtige Projektfortschritte zu erreichen. Als Beispiele möchte ich die Einreichung des zweiten Teilabschnittes der 380-kV-Salzburgleitung zur Umweltverträglichkeitsprüfung und den Startschuss für ein umfangreiches  Effizienzsteigerungspaket des Donaukraftwerkes Ybbs-Persenbeug nennen.

Was lieben Sie an Ihrer Tätigkeit?

Die Abwechslung und Vielfältigkeit, denn jeder Tag sieht anders aus. Ich liebe aber auch die Herausforderungen, die Zusammenarbeit sowie den Austausch mit den unterschiedlichsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die langfristige Gestaltungsmöglichkeit und generell das Thema Strom, das ja entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein sehr komplexes und faszinierendes ist.


Was planen Sie bzw. welche Prognosen können Sie aufstellen?
Die gesamte europäische Energiewirtschaft durchläuft derzeit einen tief greifenden Transformationsprozess, der sehr viele Unsicherheiten, eine hohe Dynamik und große Herausforderungen mit sich bringt – technisch, wie auch wirtschaftlich. Kraftwerksprojekte, die der Markt vor rund fünf Jahren noch ökonomisch dargestellt hat, sind heute aufgrund vieler Einflussfaktoren nicht mehr rentabel. Wir sind derzeit einer enormen Volatilität ausgesetzt und müssen gleichzeitig Investitionsentscheidungen treffen, die weit in die Zukunft hineinreichen und die Stromversorgung langfristig absichern. Vieles würde einem Blick in eine  Glaskugel bedürfen, um konkret beantwortet werden zu können. Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Wir werden unsere Strategie weiter schärfen und noch stärker auf erneuerbare Energien setzen.

Haben Sie Ihre Entscheidung für die Energiewirtschaft je bereut?

Absolut nicht, sonst wäre ich auch nicht schon 20 Jahre in der Branche tätig – ich bin sozusagen eine „Strom-Infizierte“. Mit dem Thema Energie habe ich mich für den wirtschaftlich wichtigsten Schlüsselsektor entschieden. Die Versorgung mit Strom ist Grundvoraussetzung für eine funktionsfähige Volkswirtschaft. Ohne sie läuft in unserem Alltag gar nichts. Nachhaltiges Wachstum, Zukunfts- sowie Wettbewerbsfähigkeit, und nicht zuletzt die Lebensqualität jedes einzelnen Menschen können nur sichergestellt werden, wenn auch die Energieversorgung langfristig gewährleistet ist. VERBUND ist Österreichs führendes Stromunternehmen und vorne mit dabei, wenn die Weichen für die Zukunft gestellt werden, denn Strom wird in den kommenden Jahren noch stärker an Bedeutung gewinnen als bisher.

Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer ist Mitglied des Vorstandes der Verbund AG.