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Viera Juzova, Country Managerin IKEA Österreich: "Ich habe die besten Mitarbeiter"

Viera Juzova ist seit etwas mehr als zwei Jahren Chefin von Ikea Österreich. Die Managerin über Ihre Ziele, Erfolgsrezepte und was sie an Österreich schätzt.

Wie lief es im Vorjahr geschäftlich?

Das Geschäftsjahr 2016, das bei uns mit 31.8. abgeschlossen war, ist für IKEA Österreich ein sehr erfolgreiches gewesen. Wir haben es geschafft, sowohl beim Umsatz (von 655,9 auf 704 Mio €) als auch bei den Besucherzahlen (um 700.000 auf über 13 Millionen; bei Onlinebesuchern von 24,2 auf 26,1 Mio) deutlich zuzulegen und sind in allen Kanälen gewachsen. Die Investitionen in ein besseres Kundenerlebnis und in die Sortimentsentwicklung wird von unseren Kunden gut angenommen. Wir haben an allen unseren Standorten investiert, eindeutiges Highlight ist die Erweiterung von IKEA Innsbruck. Dort hatten wir ein Jahr lang aus- und umgebaut und im Dezember ein Einrichtungshaus eröffnet, das – analog zu unserer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie - umwelttechnisch auf dem neuesten Stand ist (inklusive einer riesigen Photovoltaikanlage auf dem Dach) und gleichzeitig hell, großzügig und freundlich ist und damit den Kunden ein wirklich angenehmes Einkaufserlebnis bietet. Wir haben mit IKEA Kompakt in Sankt Pölten ein gänzliches neues Format im Markt eingeführt, das auf dem Prinzip „bestellen und abholen“ basiert. Und wir sind, wie gesagt, auch an den anderen Standorten nicht untätig gewesen. Erst im Juli haben wir den Umbau der Musterzimmer in Salzburg abgeschlossen, wo wir besonders marktrelevante Lösungen zeigen.

Was sind die Ziele für heuer?

Unter dem Motto „Alles fängt beim Essen an“ fokussieren wir heuer einmal mehr auf Küchen, Esszimmerlösungen, Geschirr und Kochutensilien sowie auf unser schwedisches Foodangebot. Essen ist ein emotionales Thema, das auch im Alltag die Menschen zusammen bringt. Wir setzen dabei neue Akzente, indem wir den Kauf von Küchen einfacher und noch leistbarer machen. Und wir haben während des Jahres die Küchenabteilungen in allen unseren Einrichtungshäusern umgebaut. Ziel ist es, die Kunden besser und auch persönlicher betreuen zu können.

Was ist das Erfolgsrezept von IKEA?

Wir haben die klare Vision, einen besseren Alltag für die vielen Menschen zu schaffen. Das leitet uns bei allem, was wir tun. Unsere Kunden sollen merken, dass wir ihre Bedürfnisse und Träume in den Mittelpunkt stellen. Nur so können wir Lösungen anbieten, die für sie leistbar und relevant sind. Ein anderer Erfolgsfaktor ist unser fantastisches Team an Mitarbeitern hier in Österreich. 


Nach zwei Jahren in Österreich: Was gefällt ihnen besonders und was vermissen sie (im Vergleich zu Italien)?

Beide Länder – Österreich wie Italien – bieten eine Menge, sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht. Am wichtigsten sind aber immer die Menschen. Ich habe in Italien viele feine und kompetente Menschen kennengelernt, die ich sehr vermisse. Gleichzeitig habe ich hier in Österreich die besten Leute, die ich mir wünsche, und das ist es, was ich wirklich schätze.  

Zur Person

Nach einem Hochschulstudium an der Technischen Universität Zvolen in der Slowakei im Bereich Holztechnik, Holzverarbeitung und Forstwirtschaft startet Viera Juzova ihre Karriere 1991 in der damals ersten Fabrik von Swedwood in Trnava – zuerst als Verkaufschefin, später als Einkaufsmanagerin, Commercial Director und Managing Director in der Slowakei. Ab 2006 war sie Business Area Managerin von Swedwood International und als solche verantwortlich für die Swedwood Fabriken in der Slowakei, in Ungarn, Schweden und Deutschland. 2013 verließ sie den Industriebereich und zog nach Italien, als stellvertretende Country Managerin von IKEA Italien. Seit etwas mehr als zwei Jahren ist Viera Juzova Chefin von Ikea Österreich.

Foto: Ikea