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Mag. Barbara Rolinek, Österreichischer Franchise-Verband: Gute Vernetzung ist alles

Sie kennt den Österreichischen Franchise-Verband bereits seit ihrer Zeit als aktives Mitglied, seit rund einem Jahr ist sie nun Generalsekretärin des ÖFV. Barbara Rolinek im Austrian Business Woman-Interview über ihren typischen Arbeitstag und die Kombination Frauen und Franchise.

Als Anker 2009 entschied, das Filialsystem teilweise auf Franchising umzustellen, war ich die verantwortliche Geschäftsführerin für den Filialvertrieb. Damals durfte ich mich erstmals mit dem Thema Franchising auseinandersetzen. Meine ersten Bedenken – ich war damals noch überzeugte Filialistin – wurden rasch ausgeräumt und ich begeisterte mich für Franchising als Vertriebskonzept“, so Barbara Rolinek. Als ihr Dkfm. (FH) Andreas Haider, Präsident des ÖFV und Geschäftsführer von Unimarkt, anbot, die Geschäftsführung des Verbandes zu übernehmen, sagte sie sofort zu. „Denn die Aufgabe im ÖFV ist eine wunderbare Ergänzung zu meiner selbständigen Tätigkeit als Trainerin und Coach mit meinem Unternehmen frei.spiel.“

Netzwerk der Wirtschaft

„Beim Österreichischen Franchise-Verband (ÖFV) stehen vor allem die Menschen im Mittelpunkt. Menschen, die sich selbst verwirklichen möchten, die Unternehmer werden wollen oder bereits sind“, sagt Rolinek. Seit 30 Jahren ist der ÖFV zentraler Repräsentant der Österreichischen Franchise-Wirtschaft und lebt dafür, Franchise-Geber, Franchise-Partner, Experten und Interessenten zu vernetzen. „Der Verband hat insbesondere die Aufgabe, die Interessen der Franchise-Wirtschaft wahrzunehmen, das seriöse Franchising zu fördern und als Informationsplattform zu dienen. „Der ÖFV stellt die Qualitätsgemeinschaft von Franchise-Systemen in Österreich dar und versteht sich als Verband für Franchise-Geber und Franchise-Partner und profitiert gleichzeitig von dem Know-how der angeschlossenen Franchise-Experten.“ Als Generalsekretärin führt Rolinek die Geschäfte des Verbandes. Die Öffentlichkeitsarbeit und Weiterentwicklung des Verbandes liegen bei ihr. Die Themen Organisationsentwicklung und Mitgliederbetreuung gehören zu den Kernaufgaben der Geschäftsführung. Was ihr an ihrer Tätigkeit am besten gefällt, ist die intensive Vernetzung mit den Mitgliedern und der regelmäßige Austausch mit diesen. 

Kein typischer Arbeitstag 

Den „typischen Arbeitstag“ gibt es nicht. „Gott sei Dank“, wie Rolinek betont. „Derzeit stecken wir in den Vorbereitungen zur Österreichischen Franchise-Convention und Gala mit der Verleihung der Franchise-Awards am 9. Juni. Das ist die größte Veranstaltung der Franchise-Szene und darauf fokussieren wir uns selbstverständlich mit all unseren Kräften. Darüber hinaus wollen aber auch allgemeine Anfragen unserer Mitglieder und potentieller Franchise-Partner beantwortet werden. Da wir auch für Franchise-Systeme im Aufbau eine kostenlose Erstberatung anbieten, sind unsere Arbeitstage sehr abwechslungsreich und kein Tag gleicht dem Tag davor.“

Franchise für Frauen

Selbstverständlich bietet Franchise auch Frauen sehr gute Chancen: „Laut unserer Studie – die wir 2015 herausgegeben haben – steigt der Frauenanteil bei den Franchise-Partnern stetig an. Waren 2010 erst ein Viertel der Franchise-Partner Frauen, so stieg der Anteil 2012 auf 29 Prozent und 2014 auf ein Drittel mit 33 Prozent. Es gibt einige Franchise-Systeme, die besonders Frauen ansprechen. Dies hängt dann mit dem Unternehmensgegenstand zusammen. Als Kundinnen werden Frauen bewusst angesprochen und daher ist in diesen Systemen der Frauenanteil unter den Franchise-Partnern selbstverständlich auch viel höher.“                                               

Foto: ÖFV