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Maria Wisur, Vizepräsidentin Fachakademie Finanzdienstleister: Das Geschäft mit Herz betreiben

Maria Wisur war Gründerin einer Kreditauskunftei, die sie viele Jahre mit großem Erfolg geführt hat, bis sie das etablierte Unternehmen lukrativ veräußerte. Nach einigen „privaten Jahren“ kehrte sie zurück und engagiert sich als Vizepräsidentin der Fachakademie für Finanzdienstleister. 

Maria Wisur startete ihre berufliche Laufbahn 1970 bei der Dun & Bradstreet Schimmelpfeng Ges.m.b.H. und gründete 1994 ihre eigene Kreditauskunftei. Die Wirtschaftsauskunftei Wisur war ein umfassender Dienstleister im Bereich hochqualitativer Recherchen für Österreichs größte Banken, Leasinggesellschaften, Versicherungen, Großindustrie sowie Klein- und Mittelbetriebe in den Geschäftsfeldern Wirtschafts- und Bonitätsauskünfte. 2002 startete sie eine Kooperation mit der Intrum Group International, damit konnte zudem das gesamte Produktportfolio von einem der größten Kreditmanager-Dienstleister in Europa angeboten werden. Maria Wisut engagierte sich auch in der Interessenvertretung auf verschiedenen Ebenen. 2004 wurde ihr der Titel Kommerzialrat durch den damaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel verliehen.

Vizepräsidentin

2007 verkaufte Wisur ihr Unternehmen: „Mein gut etabliertes Unternehmen lukrativ veräußern zu können, nachdem man mir ein exzellentes Angebot unterbreitete – das war eine reine Kopfentscheidung. Dass meine Mitarbeiter aufgrund ihrer Ausbildung und unseres guten Namens weiter Karriere machen konnten, hat mir die Entscheidung seinerzeit auch erleichtert. Dann war noch der Zeitpunkt perfekt, ich konnte dadurch eine neue (private) Richtung einschlagen und bin nun nach Jahren wieder ehrenamtlich in die Finanzbranche, den Bildungsbereich, zurückgekehrt.“ So übernahm sie vor einiger Zeit ehrenamtlich die Funktion der Rechnungsprüferin der Fachakademie für Finanzdienstleister, aktuell ist sie Vizepräsidentin. In der FAF ist sie für die Finanzen sowie in Zusammenarbeit mit dem erweiterten Präsidium für die strategische Ausrichtung der FAF zuständig. „Beides kommt mir aufgrund meiner Unternehmerinnentätigkeit sehr entgegen“, so Wisur. 

Erfahrung weitergeben

Die FAF zählt zu den renommiertesten Bildungsinstitutionen im Finanzdienstleistungssektor. An der Weiterentwicklung eines seit nunmehr 20 Jahren bestehenden und anerkannten Bildungsinstituts mitwirken und Dinge im spannenden Umfeld des Finanzdienstleistungsbereichs bewegen zu können, das mache ihr große Freude, sagt Wisur. „Fort- und Weiterbildung bzw. Bildung ist in jeder Lebenslage und Branche wichtig – aus meiner Sicht unabdingbar, um beruflich erfolgreich sein zu können. Ich genieße es, meine langjährige Erfahrung als Unternehmerin und Kennerin der Finanzbranche weitergeben zu können. Dies lag mir immer schon am Herzen, und nun, nach vielen nur privaten Jahren freue ich mich, wieder aktiv tätig sein zu können.“

Vorsprung für Frauen

Die Branche bietet Frauen durchaus Chancen, meint Wisur: „Wir Frauen sind Spezialisten in der Beratung sowohl geschäftlich als auch privat. Deshalb bietet die Finanzdienstleistungsbranche bzw. generell die Dienstleistung Frauen einen gewissen ‚Vorsprung‘.“ Zu den Eigenschaften, um erfolgreich sein zu können, zählen für sie „Strebsamkeit, Durchhaltevermögen, die Fähigkeit Visionen zu haben, sich Ziele zu setzen, diese auch erreichen zu können und vor allem auch zu leben – das Geschäft mit Herz zu betreiben. Am erfolgreichsten war ich immer, wenn Gegenwind auftauchte. Widerstände ausräumen, das ist für mich die beste Motivation!“

Foto: APA/Wolfgang Wolak