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MODUL University Vienna: Essenzielle Zukunftsthemen verlangen neue Jobprofile

Die wachsende Komplexität von wirtschaftlichen Entwicklungen erfordert ein immer vernetzteres Fachwissen von Entscheidungsträgern diverser Branchen  – auf politischer, sozialer oder ökologischer Ebene. An der MODUL University Vienna beschäftigt man sich im Department Sustainability, Governance, and Methods mit diesen Zukunftsthemen – und bietet Studien an, die es in dieser Form noch nicht gab, jedoch am Arbeitsmarkt dringend gebraucht werden.

„Übersetzungsarbeit“ wird in der Wirtschaft immer wichtiger. Gemeint sind kommunikative, sprachliche Faktoren, jedoch nicht im wörtlichen Sinne: Es geht um das Zusammenführen verschiedener Stakeholder bei Entscheidungsprozessen und den Bedarf nach Wissen über die Organisation von Multi-Stakeholderforen, die zu einer gemeinsamen Entscheidungsfindung führen sollen. Die Steuerung von Konfliktmanagement, Kompromissfähigkeit, Zieldefinition und Interessensausgleich sind dabei der Schlüssel, schildert Dr. Sabine Sedlacek, Vizerektorin und Professorin des Department of Sustainability, Governance, and Methods an der MODUL University Vienna.

Gerade im Bereich komplexer Umweltprobleme werden daher sogenannte Governanceansätze immer wichtiger, da es viele verschiedene Betroffene bzw. involvierte Stakeholdergruppen gibt, die unterschiedliche Ziele verfolgen. Neutrale Experten, die alle Interessen zusammenbringen und den gemeinsamen Nenner finden, sind heute gefragt wie nie zuvor.“ International gibt es zahlreiche – unter anderem durch die UN – initiierte Governanceprozesse. Die prominentesten sind sicher die Klimakonferenzen, schildert Sabine Sedlacek: „Der Bereich der globalen environmental governancehat international schon eine lange Geschichte. So wurden bereits am Beginn des 20. Jahrhunderts NGOs in diese Entscheidungsprozesse mit eingebunden. Überall dort, wo es um komplexe Sachverhalte geht und Wissen aus unterschiedlichen Bereichen notwendig ist, um zu einer Entscheidungsfindung zu kommen, wird Governance praktiziert.“

Ökologische Entscheidungen auf politischer Ebene
Beispiele für die Nachfrage von Governance-Know-how gibt es in verschiedenen Bereichen, z.B. in der Umweltpolitik, wo große Containerschiffe in Flusssystemen verkehren. Sabine Sedlacek führt dieses Beispiel aus: „Hier müssen aus wirtschaftlichen und logistischen Gründen die Flussbette immer wieder vertieft werden, was sich als massiver Eingriff in das Flussökosystem herausstellt und auch die Küstenregionen sehr stark beeinflusst. Das wiederum hat großen Einfluss auf die Landwirtschaft und andere Landnutzungen. Befindet sich das Ganze dann auch noch in einem angrenzenden Naturschutzgebiet, kommt es auch noch zu Nutzungskonflikten. Um hier die richtige politische Entscheidung treffen zu können, sollten möglichst alle Interessensgruppen eingebunden werden. Dafür müssen die entsprechenden Strukturen geschaffen und auch geeignete Prozesse geplant und umgesetzt werden.“

Studienangebote in den Bereichen Sustainability und Governance

Die MODUL University Vienna hat daher vor vielen Jahren mit dem Department Sustainability, Governance, and Methods eine Organisationseinheit geschaffen, die Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen – unter anderem aus der Psychologie, Mathematik, Geographie, Umweltwissenschaften, Ökonomie, Politikwissenschaften und Statistik – ein geeignetes Arbeitsumfeld für die Erforschung dieser komplexen Probleme und Herausforderungen der Gesellschaft bietet. „Das Institut verfügt über die notwendigen Ressourcen, interdisziplinäre Forschungsergebnisse direkt in die Lehre einzubringen, unter anderem auch im Bereich der Nachhaltigkeits- und Governanceforschung. Daher bietet die MODUL University Vienna Governancemodule in verschiedenen Studienprogrammen an. Für unser BSc Programm International Management haben wir eine spezielle Vertiefung im Bereich „Entrepreneurship and Governance" entwickelt, die den Studierenden Grundkenntnisse über Governance und Leadership im Kontext von Management vermittelt. Denn Unternehmen agieren nicht im isolierten Raum des Marktes, sondern müssen sich im Kontext von Politik, Umwelt und Gesellschaft mit den Interessen der jeweils anderen Sektoren auseinandersetzen und sind demnach auch zahlreichen Zielkonflikten ausgesetzt.“

Dies wird insbesondere für Gründer und Manager immer wichtiger. In den angebotenen Masterprogrammen werden dann höher spezialisierte Governancemodule angeboten, die vor allem im Kontext der Nachhaltigkeit von besonderer Bedeutung sind. Die Vizerektorin schildert die Inhalte im Detail: „Die Masterstudierenden des MSc Programms ,Sustainable Development, Management and Policy' werden im Laufe ihres zweijährigen Studiums kontinuierlich mit dem Konzept der Governance konfrontiert. Einerseits, wenn es darum geht, Lösungen für komplexe Nachhaltigkeitsprobleme zu finden und andererseits um für die Analyse und Evaluierung von Politik in Folge von klassischem Marktversagen entsprechend gerüstet zu sein.“ Studierende dieses Programms sollen nach Beendigung des Studiums in der Lage sein,  ihr Wissen in unterschiedlichen Managementbereichen, der Politik, sowie auch im NGO und NPO- Umfeld anwenden zu können. „Darüber hinaus gibt es für alle Masterstudierenden (MBA und MSc) eine vertiefende Spezialisierung im Bereich ,Sustainable Management and Governance', die sich zum Ziel setzt, Studierenden aus den unterschiedlichen Bereichen (Management, Tourismus, IT, etc.) mit den komplexen Herausforderungen unserer Gesellschaft zu konfrontieren und Lösungen für die unterschiedlichen Bereiche zu erarbeiten, die dann direkt in das jeweilige Arbeitsumfeld in der beruflichen Karriere umgesetzt werden können“, erklärt Sabine Sedlacek.

Weiterführende Links:

MSc „Sustainable Development, Management and Policy“

Spezialisierung im MBA und im MSc Programm „ Sustainable Management and Governance

Spezialisierung im BSc Programm International Management - "Entrepreneurship and Governance"

Foto: Modul University

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