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Kreditaufnahme: Warum Frauen oft die schlechteren Karten als Männer haben

Das Zinsniveau ist seit Jahren niedrig. Dank Mario Draghi und der lockeren Geldpolitik der EZB herrscht in Österreich seit Jahren ein Tief in Sachen Zinsen. Das freut all diejenigen, die einen Kredit aufnehmen wollen. Doch die Freude bleibt nicht bei allen ungetrübt. Eine Studie hat ergeben, dass Männer bei einer Kreditaufnahme oft bessere Zinsangebote erhalten als Frauen. Wie kann das sein?

Wer in Österreich einen Kredit beantragen möchte, profitiert momentan von niedrigen Zinssätzen, die im besten Fall bei etwa 3 Prozent liegen. Spätestens beim Blick ins Kleingedruckte fällt jedoch auf, dass es sich bei den Angeboten meist um bonitätsabhängige Zinssätze handelt. Das bedeutet: Wird die Bonität als schlecht eingestuft, sind auch Zinssätze von über 10 Prozent möglich – das macht sich vor allem bei höheren Summen stark bemerkbar.
Quelle: http://www.finanzer.at/online-kredit-oesterreich-anbieter-im-test/

Privat oder lieber gesetzlich versichern?

In der Online-Welt sind alle gleich – so die Theorie. Tatsächlich geht es jedoch längst nicht immer gerecht zu. Frauen haben häufig das Nachsehen. Das liegt zum einen an ihrem geringeren Verdienst. Das Problem ist in sämtlichen Hierarchieebenen bekannt. Im Schnitt können sich Frauen weniger Geld leihen als Männer. Auch beim Zinssatz geht es nicht gerecht zu: Frauen sind hier oft im Nachteil, da sie schlechtere Konditionen erhalten. Und mitunter bekommen sie sogar überhaupt keinen Kredit. Der Hauptgrund für die Schlechterstellung von Frauen bei der Kreditvergabe ist einzig und allein in ihrem geringeren Gehalt zu sehen. Schlechteres Gehalt bedeutet schlechtere Bonität. Für Banken ist das verfügbare Nettoeinkommen ein wichtiges Kriterium, um die Liquidität zu beurteilen. Wer wenig verdient, erhält speziell bei höheren Kreditsummen schwerer eine Zusage und muss öfter einen höheren Zinssatz zahlen. Stellt eine Frau eine Kreditanfrage, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese abgelehnt wird, fast um ein Drittel höher, als wenn ein Mann anfragen würde.

Was können Frauen für bessere Konditionen tun?

Trotz der Unterschiede können auch Frauen gute bis sehr gute Konditionen erhalten. Hier lohnt sich ein Anbietervergleich. Auch ein zweiter Kreditnehmer ist für günstigere Konditionen hilfreich. Aus Bankensicht verbessert dieser die Bonität, das Ausfallrisiko sinkt, dies bietet der Bank einen größeren Spielraum und die Möglichkeit, einen günstigeren Zins anzubieten. Viele denken beim zweiten Kreditnehmer oft an den Ehemann oder den Partner. Es bieten sich aber auch Eltern, Geschwister oder enge Freunde als Antragsteller an. Gerade für geschiedene Frauen mit Kreditwunsch ist dies eine hilfreiche Information.

Fotos: ©istock.com/Tempura, ©istock.com/dstaerk

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