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Fünf jungen Top-Forscherinnen erhalten Auszeichnung

Am 22. Oktober 2018 werden die L’ORÉAL Österreich Stipendien FOR WOMEN IN SCIENCE zum 12. Mal vergeben. Beim Festakt wird Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann anwesend sein.

Fünf Top-Wissenschafterinnen - fünf Beiträge zum wissenschaftlichen Fortschritt

Bereits zum zweiten Mal sponsert heuer auch die Österreichische Akademie der Wissenschaften ein Stipendium, daher können fünf (statt vier) Frauen ausgezeichnet werden. Es sind dies:

  • -  Daniela Hainberger, MSc, Immunbiologin, Med Uni Wien

  • -  Manuela-Raluca Pausan, MSc, Molekulare Mikrobiologin, Med Uni Graz

  • -  Joanna Plastira, MSc PhD, Neuroimmunologin, Med Uni Graz

  • -  DI Dr. mont. Barbara Putz, Werkstoffwissenschafterin, ÖAW, Leoben

  • -  Dr. rer. nat. Petra Sumasgutner, Zoologin, Naturhistorisches Museum, Wien

    Die geförderten Projekte beschäftigen sich mit der Entstehung von immunologischen Krankheiten, mit dem Transfer von Mikroorganismen zwischen Müttern und Kindern während und nach der Geburt, mit neuen therapeutischen Ansätzen für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson, mit der Entwicklung neuartiger Superisolatoren für Satelliten und Raumfahrzeuge und den Auswirkungen von Energie Infrastruktur auf den Lebensraum von Zugvögeln.

    Zielsetzung und Positionierung der L’ORÉAL Österreich Stipendien FOR WOMEN IN SCIENCE

    Die Stipendien nehmen eine Sonderstellung in der österreichischen Forschungsförderung ein, weil sie neben dem Projektsponsoring weitere Ziele verfolgen: Sie fördern Frauenkarrieren und tragen zum Abbau von gender-bedingten Karrierehürden in der Wissenschaft bei. Die öffentliche Auszeichnung drückt Wertschätzung aus, die auch andere Frauen ermutigen soll. Zudem bringt die Initiative einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung der Grundlagenforschung näher und verweist auf ihren Beitrag zur Lösung aktueller Probleme unserer Gesellschaft, wie etwa für häufige Krankheiten, Umweltfragen oder technische Herausforderungen. Schließlich soll das weibliche Gesicht der Forschung näher ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

    Die Stipendien wurden heuer zum zweiten Mal seit Einführung um je € 5.000 angehoben und liegen jetzt bei je € 25.000. Sie richten sich an Doktorandinnen und Post-Docs und sind sehr breit positioniert, um individuelle Karrieresituationen berücksichtigen zu können. Ihr Hauptverwendungszweck ist die Überbrückung kritischer Übergangsphasen, wie etwa Studien- oder Projektabschluss, Rückkehr aus dem Ausland oder Karenz. Gerade in diesen unsicheren Phasen geht viel weibliches Forscherpotenzial verloren, weil Frauen nicht nur die Hürde der fehlenden Finanzierung überwinden, sondern die an sich schon schwierige Karriereplanung zusätzlich mit Familienplanung vereinbaren müssen.

Die Stipendien sind eine Kooperation von L’ORÉAL Österreich mit der Österreichischen UNESCOKommission und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sie werden seit ihrer Gründung im Jahr 2007 vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung finanziell durch Verdoppelung der Mittel unterstützt. Heuer kommt wie erwähnt neuerlich ein fünftes Stipendium hinzu. Wir sind für die zusätzlichen Fördergelder für Forscherinnen sehr dankbar und stolz darauf, mit unserem Programm dafür den Anstoß gegeben zu haben. Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um zur Durchbrechung der gläsernen Decke beizutragen.

Jury und Auswahlverfahren

Die Auswahl der Bewerberinnen erfolgt durch eine Experten-Jury der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter Beiziehung ausländischer Gutachter. Kriterien sind Exzellenz der Antragstellerin sowie wissenschaftliche Relevanz und Realisierbarkeit des auszuführenden Projekts.

Ein internationales Programm

FOR WOMAN IN SCIENCE ist eine weltweite Partnerschaft von L’ORÉAL und UNESCO, die 1998 ins Leben gerufen wurde und bisher rund 3.000 Frauen aus allen Erdteilen mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet hat. Zwei der Preisträgerinnen erhielten in der Folge einen Nobelpreis. Die nationalen Stipendieninitiativen in zahlreichen Ländern orientieren sich, so wie in Österreich, am lokalen Bedarf.

L’ORÉAL ist mit jährlich sieben Milliarden verkauften Produkten das weltweit führende Kosmetikunter- nehmen und beschäftigt rund 4.000 MitarbeiterInnen in der Forschung, darunter 70% Frauen.

Foto: AndriyShevchuk/Shutterstock