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Neuer Rekord in der Personal-entwicklung bei österreichischen KMU

Die gute Konjunktur schlägt sich auch in der Einstellungsbereitschaft der mittelständischen Betriebe nieder, wie eine aktuelle Creditreform-Umfrage unter 1.700 österreichischen Klein- und Mittelunternehmen im Frühjahr 2018 zeigt. Der heimische Mittelstand hat einen positiven Beschäftigungsbeitrag geleistet. Der Saldo aus mehr und weniger Personal beträgt derzeit plus 12,6 Prozentpunkte (Vorjahr: minus 5,4 Prozentpunkte) und liegt damit deutlich über dem Ergebnis der Vorjahre. Zuletzt hat es 2012 einen positiven Saldo gegeben. In den letzten Monaten hat jeder vierte mittelständische Betrieb (24,6 Prozent; Vorjahr: 14,2 Prozent) neue Mitarbeiter eingestellt. Bei jedem achten Unternehmen (12,0 Prozent; Vorjahr: 19,6 Prozent) verringerte sich im Vergleichszeitraum die Personaldecke.

Mehr Jobs im Dienstleistungsbereich, weniger im Bau

Am einstellungsfreudigsten zeigten sich die Wirtschaftsbereiche Dienstleistungen (28,4 Prozent; Vorjahr: 13,7 Prozent), Verarbeitendes Gewerbe (26,2 Prozent; Vorjahr: 20,8 Prozent) und Handel (25,0 Prozent; Vorjahr: 13,1 Prozent). Die Bauwirtschaft ist heuer der einzige Wirtschaftsbereich, bei dem der Anteil der Betriebe mit Personalzuwächsen (14,8 Prozent; Vorjahr: 8,6 Prozent) geringer war, als der Anteil mit Personalrückgängen (22,2 Prozent; Vorjahr: 32,1 Prozent). Der Beschäftigungssaldo beträgt hier somit minus 7,4 Prozentpunkte (Vorjahr: minus 23,5 Prozentpunkte). Am wenigsten von Personalrückgängen betroffen war in den letzten Monaten die Handelsbranche: Hier verringerte sich bei lediglich 7,1 Prozent der Befragten die Zahl der Mitarbeiter (Vorjahr: 16,1 Prozent). Somit erzielte dieser Wirtschaftszweig mit einem Personalsaldo von plus 17,9 Prozentpunkten (Vorjahr: minus 3,0 Prozentpunkte) nach der Dienstleistungsbranche (plus 18,1 Prozentpunkte; Vorjahr: minus 2,3 Prozentpunkte) den zweitbesten Saldo. Das Verarbeitende Gewerbe erreichte im Frühjahr 2018 plus 13,1 Prozentpunkte (Vorjahr: plus 2,0 Prozentpunkte).

KMU schaffen auch weiterhin Arbeitsplätze

Im nächsten Halbjahr wird die Beschäftigung im österreichischen Mittelstand weiter zunehmen. Nach plus 11,0 Prozentpunkten im Frühjahr 2017 beträgt der Erwartungssaldo aus mehr und weniger Personal heuer plus 22,1 Prozentpunkte.

In den kommenden Wochen wollen 26,7 Prozent der befragten Betriebe neue Mitarbeiter einstellen (Vorjahr: 20,0 Prozent) – bei 4,6 Prozent wird sich der Personalstock verringern (Vorjahr: 9,0 Prozent). Überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze werden die Betriebe der Dienstleistungsbranche (32,3 Prozent; Vorjahr: 18,3 Prozent), der Bauwirtschaft (32,1 Prozent; Vorjahr: 34,6 Prozent) und des Verarbeitenden Gewerbes (31,8 Prozent; Vorjahr: 18,8 Prozent) schaffen. Beim Handel werden 13,6 Prozent der Befragten neue Mitarbeiter einstellen (Vorjahr: 13,9 Prozent). 

Der Anteil der Mittelstandsfirmen, bei denen sich die Zahl der Beschäftigten verringern wird, ist relativ klein: Die meisten finden sich heuer bei der Dienstleistungsbranche mit 6,5 Prozent (Vorjahr: 20,7 Prozent) und beim Handel mit 6,4 Prozent (Vorjahr: 9,5 Prozent). Beim Verarbeitendem Gewerbe (1,9 Prozent; Vorjahr: 7,3 Prozent) und beim Bau (1,2 Prozent; Vorjahr: 7,4 Prozent) fallen sie kaum ins Gewicht. Den besten Erwartungssaldo erreichte somit die Baubranche mit plus 30,9 Prozentpunkten (Vorjahr: plus 27,2 Prozentpunkte). Knapp dahinter liegt das Verarbeitende Gewerbe mit plus 29,9 Prozentpunkten (Vorjahr: plus 11,5 Prozentpunkte). Der Erwartungssaldo der Dienstleistungsbranche beträgt plus 25,8 Prozentpunkte (Vorjahr: minus 2,4 Prozentpunkte) und beim Handel sind es plus 7,2 Prozentpunkte (Vorjahr: plus 4,4 Prozentpunkte).

Foto: Monkey Business Image/Shutterstock