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Kategorie: Aktuell
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Leben OK vergibt sein erstes Gütesiegel „Infektionsschutz OK – Vorsorge mit Verantwortung“

Es war Anfang 2018 als Martin Prais den Verband Initiative Leben OK als Serviceeinrichtung für Selbsthilfegruppen, Patientenorganisationen und Institutionen im Bereich Gesundheit und Soziales ins Leben rief. „Wir unterstützen Sie bei der Durchführung von unterschiedlichen Projekten, die darauf abzielen, die Gesundheitskompetenz der Öffentlichkeit deutlich zu steigern“, führt Verbands-Präsident Prais aus. Denn: „Auch das beste staatliche Gesundheitssystem hat Schwächen. Eine davon ist der Zugang zu den Erfahrungen von Betroffenen.

Diese tragen jedoch wesentlich zum besseren und angstfreieren Umgang mit Erkrankungen bei, vor allem aber sind diese Erfahrungswerte ein wichtiger Faktor für eine effizientere Prävention“, ist Prais überzeugt und betont, dass Menschen mit hoher Gesundheitskompetenz „nicht nur weniger häufig erkranken, sondern zudem Krankheiten viel leichter überwinden und einen wichtigen Beitrag zur Volksgesundheit leisten. Darüber hinaus sind sie Opinion Leader und Influencer in der Bevölkerung“.

Begrenzte Ressourcen von Selbsthilfegruppen

Diese wichtige Aufgabe realisieren aktuell die Selbsthilfegruppen und -organisationen mit ihrem enorm hohen Engagement. „Allerdings ist deren Tätigkeit durch begrenzt zur Verfügung stehende Ressourcen stark eingeschränkt“, betont der Initiative Leben OK-Präsident. Aufgrund der mangelnden Budgets fehlen beispielsweise Mitarbeiter, aber auch einfaches Büroequipment und sonstiges Inventar, das eine ordnungsgemäße Bewältigung der Anforderungen ermöglichen würde“, so Prais. „Oftmals ist aber auch das entsprechende Know-how für Aufgaben abseits der persönlichen Beratung und Betreuung nicht vorhanden – etwa für Fundraising, Marketing oder Kommunikationsmaßnahmen.“

Genau hier setzt die Initiative Leben OK an. Wir helfen Gruppen und Institutionen im Selbsthilfebereich kostenlos bei Aufgaben, für die entsprechende Ressourcen nicht ausreichend zur Verfügung stehen“, so der Verbandspräsident. Zu den Serviceleistungen der Initiative Leben OK zählen etwa die Bereiche Vereinsmanagement, Marketing, Kommunikation, Produktion von Werbemitteln etc. Wir beraten und betreuen projektbezogen und bedarfsorientiert. Darüber hinaus organisieren und realisieren wir die notwendige Finanzierung für die gemeinsam konzipierten Projekte mit den interessierten Partnern und Sponsoren“, führt Prais aus.

Gütesiegel „Infektionsschutz OK – Vorsorge mit Verantwortung“

Als erste konkrete Maßnahme, die zur Förderung der Gesundheitskompetenz innerhalb der Bevölkerung und der Wirtschaft beitragen soll, präsentierte Martin Prais das Gütesiegel „Infektionsschutz OK – Vorsorge mit Verantwortung“. Nach dem Motto, vorbeugen ist besser als therapieren, wird dieses ab sofort an jene Unternehmen vergeben, die Ihre Verantwortung wahrnehmen und die Gesundheitskompetenz ihrer Mitarbeiter und Kunden entsprechend ausbauen. Als Kriterium für die Vergabe nennt Prais „die Implementierung von Maßnahmen zur effektiven Vorbeugung und Bekämpfung bakterieller und viraler Infektionen“. Denn: „Die Gefahr einer bakteriellen und viralen Infektion am Arbeitsplatz oder auch zu Hause ist nach wie vor enorm groß.“

Erstes Gütesiegel geht an die Tatortreinigung otc-kri7 gmbh/AK Tatortreinigung

„Die Wenigsten wissen, dass eine Wohnung oder ein Haus nach einem Schimmelpilz-Befall, nach Bränden oder nach einem Leichenfund nicht nur gereinigt, sondern auch von allen möglichen Krankheitserregern wie Viren und Bakterien befreit werden müssen“, schildert Andreas Karwas, Gründer der AK Tatortreinigung, ein weitverbreitetes Problem. „Oft werden herkömmliche Reinigungsfirmen zur Säuberung von sogenannten Tatorten gerufen, die das Objekt zwar oberflächlich gut reinigen, aber eben nicht fach- und sachgerecht desinfizieren.“ Das ist aber nicht nur für das Reinigungspersonal gefährlich, sondern kann in weiterer Folge auch gesundheitliche Beschwerden und sogar Erkrankungen der Bewohner dieser Objekte nach sich ziehen. Wir weisen immer wieder darauf hin, dass die Übertragung durch das Schuhwerk ins Auto und von dort ins Büro oder nach Hause erfolgen kann. Wenn dann kleine Kinder, alte immungeschwächte Menschen oder auch Hunde die Infektion an andere weitergeben, kann der Zusammenhang gar nicht mehr hergestellt werden“, betont Kamila Karwas, verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei der AK Tatortreinigung.

Die in Wien stationierte Firma rund um Familie Karwas hat sich auf die Reinigung von derart kritischen Objekten spezialisiert und sorgt dafür, dass diese Tatorte auch weiterhin ohne gesundheitliche Bedenken bewohnt werden können. Natürlich werden auch die eigenen Mitarbeiter vor möglichen Infektionen während ihrer Arbeit geschützt. Diese betreten die Fundorte ausschließlich in professionellen Schutzanzügen der Kategorie 4 ("tödliche Gefahren") und Typ 3 ("sprühdicht"), Einmalhandschuhen, Gummistiefeln und Atemschutz mit Kohlefiltermaske sowie einer Schutzbrille. Und natürlich kommen nur spezielle Reinigungsmittel bzw. -geräte unter Beachtung sämtlicher Vorschriften zum Einsatz. „Aufgrund unserer Spezialisierung verfügen alle unsere Mitarbeiter außerdem über eine enorm hohe Expertise in puncto Spezialreinigungen“, betont Andreas Karwas. Sämtliche zum Einsatz kommenden Reinigungsmittel sind umweltfreundlich und werden vor der Entsorgung neutralisiert (PH-Neutral).

„Zum Schutz unserer Mitarbeiter desinfizieren wir im Vorfeld die Wohnung mit einem Desinfektionsmittel und in ganz schlimmen Fällen auch mit Ozon“, gibt Kamila Karwas ein Beispiel aus der Praxis. „Zum Schluss desinfizieren wir die Wohnung erneut und neutralisieren den Geruch mit Ozon. Mit Lüften oder Duftspray allein kann der Geruch nicht beseitigt werden“, so Karwas weiter, die aber auch betont, dass ihr Unternehmen auch stets auf einen respektvollen Umgang mit allen Betroffenen und die nötige Diskretion achtet. Selbstverständlich wird auch der Müll von otc-kri7 umweltgerecht bei 1200°C in Wien Simmering verbrannt. „Organisches Material wird zur Gänze als potenziell infektiös eingestuft und als Sonderabfall entsorgt“, so Andreas Karwas.

Foto: otc-kri7 gmbh/AK Tatortreinigung