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WKÖ-Leitl u. Schultz: Volle Unterstützung für Unternehmerinnen in Österreich

„Österreichs Wirtschaft wird immer weiblicher – ich bin stolz auf unsere Unternehmerinnen. Sie sind eine treibende Kraft und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die heimische Wirtschaft“, betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl heute Donnerstag bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit der WKÖ-Vizepräsidentin und FiW-Bundesvorsitzenden Martha Schultz, WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und Margit Angerlehner, Landesvorsitzender von FiW Oberösterreich. Damit gab er den Startschuss zum fünften Unternehmerinnenkongress von Frau in der Wirtschaft (FIW), der am 19. und 20. April mit zahlreichen prominenten UnterstützerInnen wie Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Staatssekretärin Karoline Edtstadler und Landeshauptmann Thomas Stelzer in Linz über die Bühne geht. 

 Mehr als jedes 3. Unternehmen in Österreich von einer Frau geleitet

 Mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich wird von einer Frau geleitet, bei den Unternehmensgründungen konnte mit 45% im Jahr 2017 der höchste Frauenanteil aller Zeiten erreicht werden und auch im EU-Vergleich liegt Österreich beim Frauenanteil unter den Selbständigen an sechster Stelle unter den EU-28 und damit über dem EU-Schnitt. „Unsere Unternehmerinnen leisten einen enormen Beitrag für die österreichische Wirtschaft - für Wohlstand und Arbeitsplätze in diesem Land - und tragen, quer durch alle Branchen, jeden Tag ihren Teil dazu bei, Österreich zu einem hochentwickelten und innovativen Wirtschaftsstandort zu machen“, unterstreicht Schultz. 

 Zudem sind die heimischen Unternehmerinnen top ausgebildet, wie eine aktuelle Studie der KMU-Forschung Austria belegt: Demnach verfügte ein Drittel der selbstständigen Frauen im Jahr 2016 über eine Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss, was einen deutlichen Anstieg seit 2006 (24%) bedeutet, ein Viertel hat seine Lehre erfolgreich abgeschlossen.

 FiW-Forderungen: Ausbau der Kinderbetreuung und flexiblere Arbeitszeitmodelle

 „Frauen sind also auf der Überholspur. Diese wirtschaftliche Realität muss nun auch endlich in unserem Alltag ankommen und in politischen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden“, betont Leitl. Mehr als die Hälfte der selbständigen Frauen hat Kinder und dementsprechend ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wesentliches Thema, pocht Schultz auf ihre wichtigsten Forderungen nach einem raschen und flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung in Österreich sowie Arbeitszeitflexibilisierung. „Die Kinderbetreuungssituation muss bundesweit verbessert werden – und zwar in quantitativer wie auch in qualitativer Hinsicht. Nur so kann die Basis dafür gelegt werden, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen,“ konkretisiert die Unternehmerinnen-Vertreterin.

 Auch flexiblere Arbeitszeiten würden berufstätigen Eltern bessere Chancen am Arbeitsmarkt bieten. Die Digitalisierung und die damit einhergehende Entwicklung von Homeoffice-Arbeitsplätzen schaffen gerade für Familien mit kleinen Kindern Möglichkeiten, die sowohl der Arbeitswelt als auch der Familienrealität besser entsprechen. Schultz: "Wir wissen, dass der Wunsch vieler Mütter, flexibel arbeiten zu können, ungebrochen ist. Als Arbeitgeber brauchen wir die gesetzliche Möglichkeit, individuelle Vereinbarungen zu treffen. Damit würden maßgeschneiderte Möglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Unternehmerinnen möglich und Frauen können dann arbeiten, wenn sie Betreuung haben“, hofft Schultz, dass die von der Regierung geplante Arbeitszeitflexibilisierung rasch umgesetzt wird. 

 Als Erfolgsgeschichte hoben Schultz und Leitl abschließend die Initiative „Zukunft.Frauen“ hervor, die gemeinsam von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Industriellenvereinigung (IV) ins Leben gerufen wurde, um qualifizierte Frauen auf ihrem Weg in die Führungsetage zu unterstützen und sie gezielt auf Aufsichtsrats- und Managementpositionen vorzubereiten. Insgesamt haben in 13 Durchgängen 287 Absolventinnen das Programm erfolgreich abgeschlossen. Eine Aufsichtsrätinnendatenbank, in die sich Aufsichtsrätinnen eintragen können, macht das Potential von topqualifizierten weiblichen Führungskräften sichtbar – Derzeit gibt es 606 Eintragungen in der Datenbank. 

 Frau in der Wirtschaft (FiW) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vertritt die Interessen der rund 120.000 österreichischen Unternehmerinnen. Diese leisten einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand in Österreich: Mehr als jedes dritte Unternehmen in Österreich (rund 37 Prozent) wird von einer Frau geleitet und bereits 45 Prozent der Unternehmensneugründungen erfolgen durch Frauen. 

Foto/Quelle: Shutterstock/fizkes