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Infomesse für Gründer: Das war der Jungunternehmer-tag 2017

Auch heuer strömten über 2.000 Besucher zum Jungunternehmertag ins Congress Center der Messe Wien. In über 40 Vorträgen, Impulsreferaten und Workshops sowie bei mehr als 50 Fachausstellern konnten sich Interessierte über alle wichtigen Themen rund um die Selbstständigkeit informieren, einige Unternehmen wurde sogar vor Ort gegründet. 

Mit dem Jungunternehmertag fand bereits zum 27. Mal die größte Infomesse für GründerInnen und JungunternehmerInnen in Österreich statt. Mehr als 2.000 BesucherInnen konnten sich bei freiem Eintritt über alle wichtigen Themen rund um die Selbstständigkeit informieren. Gemäß dem heurigen Motto „SMART-MOBIL-DIGITAL – Move to success!“ lag ein Schwerpunkt auf den Entwicklungen des digitalen Wandels sowie den Chancen und Risiken für junge UnternehmerInnen. „Seit Jahren ist die Digitalisierung in aller Munde. Die meisten sprechen eher ängstlich über sie und warnen in erster Linie vor den Gefahren. Die Digitalisierung hat aber auch viel Positives bewirkt und sie ist vor allem eine Chance für junge Unternehmerinnen und Unternehmer“, eröffnete Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, die Infomesse. „Um unternehmerischen Erfolg zu haben, muss aber nicht alles digital und smart sein. Das Wichtigste ist, laufend in Bewegung zu bleiben und den Mut zu haben, die entscheidenden Schritte zu wagen und Chancen zu nutzen“, gab Jürgen Tarbauer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien, im Anschluss an die BesucherInnen im voll besetzten Vortragssaal weiter. Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, ergänzte: „Dank der technologischen Entwicklungen ist es heutzutage einfacher, Ideen umzusetzen. Dennoch braucht man als Unternehmerin und als Unternehmer wirtschaftliches Know-how, um erfolgreich zu sein. Das kann keine Technologie abnehmen.“

Nach den Eröffnungsworten der Veranstalter hieß es Bühne frei für Ali Mahlodji. Der Whatchado-Gründer, der auf einen bewegenden Lebenslauf zurückblicken kann und sich selbst als „Fehler im System“ bezeichnet, begeisterte die anwesenden Gäste mit einer inspirierenden und persönlichen Keynote. „Als ich meine Kindheitsidee vom Handbuch der Lebensgeschichten vor fünf Jahren endlich umsetzte und wir mit 17 Videos starteten, lachten mich die meisten aus. Niemand brauche das, meinten sie. Heute haben wir auf Whatchado über 6.000 Videos von Personen aus über 100 Ländern und geben so jährlich eine Million Menschen eine Orientierungshilfe“, sprach Mahlodji über die Gründungsphase und appellierte an die zukünftigen JungunternehmerInnen: „Findet und geht euren eigenen Weg. Lasst euch von Leuten, die euch eure Energie aussaugen, nicht runterziehen, sondern glaubt an euch. Jeder Mensch hat das Zeug dazu, es zu schaffen.“

Nach der Keynote von Ali Mahlodji gab es noch über 40 weitere Vorträge und Impulsreferate. Unter anderem gab Petra Haslinger vom Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit Clemens Helm vom österreichischen Start-up ChillBill im Gründungs-1x1 wertvolle Tipps für den Weg von der Idee zur Gründung. Auch für jene, die die Gründung bereits hinter sich haben, gab es zahlreiche interessante Themen, von Social-Media Marketing über den 1. Mitarbeiter bis hin zum Export in andere Länder. Ein Highlight des Jungunternehmertags stellte auch der Vortrag von Eric Demuth, CEO von Coinimal GmbH und Gründer der Bitcoin-Plattform bitpanda, dar, der in seinem Vortrag die BesucherInnen mit auf eine Reise in die Zukunft des Internets nahm. 

Networking und Unternehmensgründung vor Ort

Neben den zahlreichen Vorträgen von ExpertInnen und erfolgreichen JungunternehmerInnen gab es auch eine umfangreiche Fachausstellung mit über 50 Ausstellern. Hier konnten sich Gründungswillige nicht nur ausführlich informieren, sondern auch gleich vor Ort ihr Unternehmen gründen, ganz ohne bürokratische Hürden und Wartezeiten. 

In der Lounge der Jungen Wirtschaft Wien sowie beim innovativen Business Speed Dating von „pick.up CONTACTS“ hatten die BesucherInnen zudem die Möglichkeit, viele neue Kontakte zu knüpfen und ihr Netzwerk zu erweitern, um so den Grundstein für langfristige Partnerschaften zu legen.

Foto: Oreste Schaller