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Ein gutes Arbeitsklima ist für den Zusammenhalt des Teams immens wichtig – Welche Faktoren machen es aus?

Oft ist eine schlechte Arbeitsatmosphäre der Grund, warum Mitarbeiter nicht zufrieden mit ihrem Job sind, was mitunter schwerer wiegt als der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung. Über die finanziellen Angelegenheiten lässt sich zumindest verhandeln. Fehlende Motivation und Engagement unter den Mitarbeitern, höhere Kosten für neues Personal, der Ruf eines schlechten Arbeitgebers – wie lässt sich dem entgegensteuern?

Konkrete Antworten sind schwer zu geben, zumal jeder Mitarbeiter andere Faktoren für ein gutes Arbeitsklima für maßgeblich hält. Dennoch gibt es Übereinstimmungen:

  • Ein den erwarteten Leistungen entsprechend eingerichteter Arbeitsplatz ist eine Grundvoraussetzung. Ständige Ablenkung und störender Lärm setzen hingegen zusätzlich zu Deadlines und verlangten raschen Problemlösungen unter Druck.
  • Kommunikation und Kritikfähigkeit sind wesentlicher Einflussfaktor für die Atmosphäre. Wünschenswert ist ein Team, in dem miteinander kommuniziert wird, Konflikte offen angesprochen werden können und niemand Angst haben muss, seine Meinung oder einen Vorschlag zu äußern.
  • Gerade die Geschäftsführung sollte Werte und Erwartungen vorleben. Diese Authentizität oder „Ehrlichkeit“ spornt Mitarbeiter an, es den hartarbeitenden und fairen Chefs gleichzutun. Das Verhalten des Vorgesetzten beeinflusst ganz wesentlich die Atmosphäre am Arbeitsplatz.
  • Wertschätzung und Respekt sind Grundbedürfnisse aller Mitarbeiter. Lob, aber auch konstruktive Kritik, Weiterbildungsmöglichkeiten und Offenheit gegenüber neuen Ideen zeichnen eine gute Personalführung aus.
  • Gegenseitiges Vertrauen spiegelt sich wider in gewissen Freiräumen und Entscheidungsspielräumen, die Führungskräfte ihren Mitarbeitern übertragen, aber auch im Teilen wichtiger Informationen. Wenn einmal etwas schiefgelaufen ist, sollte der Vorgesetzte sich umgekehrt darauf verlassen können, dass ein Kollege das Problem meldet, bevor es schlimmere Folgen nach sich zieht.
  • Natürlich sind genau definierte Arbeitsabläufe manchmal unabdingbar und erleichtern einem das Leben (und die Arbeit), doch wo möglich sollten Unternehmen Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung und ‑einteilung ermöglichen.  
  • Ist einmal ein Fauxpas passiert, dann sollte nicht die Suche nach dem Schuldigen forciert, sondern der Blick nach vorne gerichtet werden. Heikle Themen sollten Vorgesetzte nicht vor anderen, nicht angesprochenen Mitarbeitern ausdiskutieren, sondern ein diskretes Vier-Augen-Gespräch vereinbaren, das von spürbarem, gegenseitigem Respekt geprägt ist. 

Foto: Shutterstock/Photographee.eu