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Nach langer Büroarbeit fühlen sich Ihre Augen trocken an? Diese Tipps helfen

Experten kamen zu dem erschreckenden Ergebnis, dass bis zum Jahr 2050 weltweit jeder zweite Mensch kurzsichtig sein wird. Der Anstieg von Kurzsichtigkeit ist auch verbunden mit pathologischen Veränderungen der Netzhaut. Eine der Ursachen für diese Entwicklung wird in der häufigen Nutzung von Handys und Tablets gesehen. Dass das ständige Starren auf den Bildschirm anstrengend ist, werden sicher viele, die einem Bürojob nachgehen, bestätigen.

Trockene Luft und falsche Temperatur

Mediziner sprechen salopp von „Büro-Augen“. Obwohl man sich körperlich nicht anstrengen müsse, kann die Arbeit für die Augen belastend sein. Julia Rudorf von der „Apotheken Umschau“ kennt die Gründe dafür. Die Luft in Büros sei ihr zufolge oft trocken und meistens zu warm oder zu kalt temperiert oder eine Klimaanlage fehle gänzlich.

Die Blinzel-Frequenz verringert sich

So lange Zeit auf ein Bild in gleicher Distanz zu schauen, ist für unsere Augen unnatürlich. „Außerdem hat man herausgefunden, dass dann die Blinzel-Frequenz zurückgeht. Das heißt, wir benetzen das Auge nicht mehr so oft mit Tränenflüssigkeit, und dadurch fühlen die sich am Ende eines langen Arbeitstages besonders trocken an“, so Rudorf. Besonders wer Kontaktlinsen trägt, weiß wie unangenehm und sogar schmerzhaft sich trockene Augen anfühlen können.

Tipps, die helfen können

Was aber kann man dagegen tun? Es gilt ganz einfach, genau das zu vermeiden, was die Unannehmlichkeiten verursacht. Bewusst mehr zu blinzeln, ist daher ein guter Anfang. Nebenbei sollte man genug Wasser trinken, denn dies hat auch eine Auswirkung auf die Menge der Tränenflüssigkeit. Außerdem tut dem Auge ein bisschen Abwechslung gut. Nehmen Sie Ihre Brille hin und wieder ab, schauen sie manchmal aus dem Fenster oder tauschen Sie intensive Blicke mit dem neuen Kollegen auf der anderen Seite des Großraumbüros. – Letzterer Vorschlag bedarf allerdings einer bewussten Abwägung.

„Künstliche Tränen“

Wer dauerhaft unter trockenen Augen leidet, dem helfen unter Umständen sogenannte „künstliche Tränen“. Auf dem Markt sind sehr verschiedene Präparate, meistens sind es Tropfen oder Gele, die mehrmals täglich angewendet werden. „Da gibt es zum Beispiel konservierungsmittelfreie Präparate. Das ist für solche Menschen wichtig, die auf diese Stoffe empfindlich reagieren“, meint Rudorf. Ein weiteres Mittel gegen die trockenen Büro-Augen sei frische Luft, schreibt die „Apotheken Umschau“. Ein Spaziergang in der Mittagspause weckt die Lebensgeister und tut auch den Augen gut. 

Foto: Shutterstock/qoppi