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Die Angst vor dem klingelnden Wecker: Den drohenden Jetlag möglichst schnell überwinden, aber wie?

Sieben Uhr, der Wecker klingelt, aber Sie schaffen es kaum, sich in Ihrem Hotelbett aufzurichten und spüren im Nacken immer noch die Druckpunkte der unangenehmen Kopfstütze im Flugzeug? Jeder, der ab und zu – egal ob aus beruflichen oder privaten Gründen – eine Langstreckenreise tut, hat sich schon einmal mit ihm herumgeschlagen, dem Jetlag. Während der eine sich schnell umstellt, empfindet der andere die ersten Tage als sehr anstrengend und wacht nachts zu unmöglichen Zeiten auf. Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie sich möglichst rasch an die andere Zeitzone anpassen, damit Sie viel vom Urlaub haben beziehungsweise bei den geschäftlichen Verhandlungen und Konferenzen nicht alle fünf Minuten am starken Kaffee nippen müssen.

1 Zeitzone = knapp 1 Tag Anpassungsdauer

Nach dem Überqueren mehrerer Zeitzonen treten nicht nur Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus’ auf, auch andere Biorhythmen, die an den Tagesverlauf gekoppelt sind, geraten durcheinander, etwa Körpertemperatur, Blutdruck, Verdauung und Hormonausschüttung. Und es ist nicht unbedingt so, dass die Anpassung bei allen Körperfunktionen gleich schnell erfolgt. Die bekannte Faustregel lautet: Eine überflogene Zeitzone entspricht einer Anpassungsdauer von knapp einem Tag. Natürlich spielen auch Faktoren wie Alter und körperliche Fitness, aber auch die Flugrichtung eine Rolle.

Gen Westen fliegt es sich leichter

Flüge nach Westen, was einer Verlängerung des Tages entspricht, kommen unserer „inneren Uhr“ eher entgegen als Flüge nach Osten. Wenn Sie also beispielsweise von Wien nach Caracas fliegen und es dort 18 Uhr ist, beginnt zuhause zwar schon die Geisterstunde, aber trotzdem sollten Sie noch ein paar Stunden durchhalten, bevor Sie eine Bruchlandung ins Bett machen. In die andere Richtung, also nach Osten, fällt die Umstellung meist schwerer, denn wer geht schon gerne „ganz früh schlafen“, so oft man es den Kindern auch predigen mag?

Hunger widerstehen und ab ins Sonnenlicht

Die Grund-Parole lautet: Nicht vor dem Abend ins Bett, denn so finden Sie am schnellsten in den Rhythmus hinein. Es wird Ihnen umso leichter fallen, je mehr Sie sich tagsüber im Freien aufhalten – nämlich ganz einfach deshalb, weil Sonnenlicht die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. Und apropos Schlaf: Verspüren Sie plötzlich Heißhunger mitten in der Nacht? Versuchen Sie, wenn Sie zu ungewöhnlichen Zeiten (des Ziellandes) Hunger verspüren, nur wenig zu sich zu nehmen. Frühstücken Sie morgens lieber opulent, bevor Sie nachts Ihrem Hungergefühl nachgeben. Überlegen Sie sich außerdem nicht dauernd, wie spät es gerade zuhause ist – außer natürlich dann, wenn Sie Ihre Kollegen anrufen und ihnen die neusten Ergebnisse der Konferenz mitteilen wollen, denn Sie möchten sie bei aller Brisanz der Neuigkeiten doch lieber nicht mitten in der Nacht aus dem Ehebett klingeln, oder? 

Foto: Shutterstock/Rob Hyrons