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Aufschieberitis besiegen: Der Kampf gegen den inneren Schweinehund

30 unbeantwortete Emails im Posteingang, 2 anstehende Telefonate und die Buchhaltung vom Vormonat sollte auch noch dringend erledigt werden.  Bei so einem schier unbewältigbaren Berg an Aufgaben würde man am liebsten die Decke wieder  über den Kopf ziehen und weiterschlafen. Doch das ist auf Dauer natürlich auch keine Lösung, die Arbeit wird ja nur noch mehr. Die gute Nachricht: Es gibt einen Weg hinaus aus dem Teufelskreis des Aufschiebens. 

1. Zeitlimits setzen

Eine mögliche Hilfe ist es, sich für die Durchführung unangenehmer Aufgaben Zeitlimits zu setzen. Denkt man sich „Ich werde meine Emails in nächster Zeit mal abarbeiten,“ dann macht man es höchst wahrscheinlich nie. Der Trick ist,  sich Zeitlimits zu setzten und stattdessen „Ich werde innerhalb der nächsten zwei Tage all meine Emails abarbeiten“ zu sagen. So konkretisiert man sein Vorhaben und wird sich viel eher bemühen, es innerhalb der vorgegebenen Zeit in die Tat umzusetzen.

2. In kleinen Schritten denken

Viele Menschen scheitern in ihren Projekten daran, in zu großen Schritten zu denken. Sei es “Ich werde einen Social Media Auftritt für mein Unternehmen gestalten” oder “Ich möchte mein eigenes Start-Up gründen”. Lässt man ein umfangreicheres Vorhaben als Ganzes vor sich stehen, scheint es meist langwierig, kompliziert und schwer umsetzbar-also fängt man lieber erst gar nicht damit an. Daher ist es empfehlenswert, eine größere Aufgabe in kleinere,  konkretere Teilaufgaben aufzusplitten. Beispielsweise nimmt man sich dann vor, erst mal eine Facebook Seite für sein Unternehmen zu erstellen oder vereinbart einen Beratungstermin zum Thema Start-Ups bei der Wirtschaftskammer. Setzt man sich Zwischenziele, scheint eine Aufgabe gleich viel leichter zu bewältigten und man ist motivierter, sie auch wirklich zu erledigen.

3. Sofort anfangen

Prokrastinieren…dieses Problem kennt wohl jeder nur zu gut. Hier muss man sich im Klaren darüber sein, dass man Prokrastination nicht generell verhindern kann und jeder von Zeit zu Zeit Dinge nach hinten schiebt. Doch manchmal hilft es schon, sich zu sagen “Ich habe jetzt Zeit, die nutze ich und bringe das hinter mich. Danach ist es vorbei und ich kann mich spannenderen Dingen zuwenden“. Das Credo lautet: Nicht nachdenken, einfach tun. Dieser Punkt schließt indirekt an den ersten an. Denn wenn man beispielsweise in einer Stunde Mittagspause hat, kann man versuchen, in der verbleibenden Zeit so viel wie möglich zu schaffen. Durch diese selbstgesetzte Deadline ist man dann meistens wirklich produktiv und im Nachhinein oft selbst überrascht, wie viele Punkte man in der Zeit von seiner “To do”-Liste abhaken konnte.

4. Alles aufschreiben

Der wohl wichtigste Punkt: seine Aufgaben aufschreiben oder jemandem darüber informieren. Dadurch, dass man seine Gedanken niederschreibt und ausformuliert, werden sie realer und konkreter. So ist es schon viel wahrscheinlicher, sie auch wirklich umzusetzen. Hierbei ist es egal, ob man es auf Papier oder nur in einer Notiz auf dem Handy tut: Hauptsache ist, dass man es überhaupt macht. Durch das Niederschreiben wird eine Aufgabe vom Gedanken zum Vorsatz. 

Wie bereits erwähnt: Aufschieben ist menschlich und wird das eine oder andere Mal vorkommen-auch bei der besten Gegenstrategie. Dennoch ist es wichtig, sich über den inneren Schweinehund im Klaren zu sein und ihn aktiv zu bekämpfen. Mit der Zeit wird das rasche Erledigen unangenehmer Aufgaben zur Gewohnheit werden und diese Tasks sind dann auf einmal auch weniger lästig.

Foto: Shutterstock/Sunti