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Eine gute Balance zwischen Privat- und Berufsleben schaffen - Wie familienfreundlich ist Ihr Unternehmen?

„Familienunternehmen sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft“, so Ministerin Sophie Karmasin beim Treffen des Netzwerks „Unternehmen für Familien“. Ein Erfolgsgeheimnis sieht sie in der innerbetrieblichen Familienfreundlichkeit, denn davon profitieren nicht nur die Mitarbeiter, sondern letztlich auch immer das Unternehmen.

Maßnahmen für mehr Familienfreundlichkeit

Die Vereinigung „Unternehmen für Familien“ zählt mittlerweile knapp 400 Partner und dient der Vernetzung von Unternehmen und Gemeinden, die sich gegenseitig zu neuen familienfreundlichen Maßnahmen inspirieren. Boehringer Ingelheim ist einer dieser Betriebe. Das führende forschende Pharmaunternehmen ist seit mehr als 130 Jahren in Familienbesitz. Innovation sei die Basis für langfristiges und nachhaltiges Wachstum, so Philipp von Lattorff, Generaldirektor des Boehringer Ingelheim RCV. Er betont die Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit: „Es sind ihr Engagement, ihre Kompetenz und Kreativität, die uns weiterbringen.“ Zur Gewährleistung einer guten Work-life-balance wurden daher zahlreiche Maßnahmen gesetzt: ein ganzjährig geöffneter Betriebskindergarten, Feriencamps, Gleitzeit und Telework sowie Karenzmanagement.

Positive Effekte auf den Unternehmenserfolg

Wie wichtig das Thema ist, zeigt eine Online-Befragung des Bundesministeriums für Familien und Jugend mit Familienunternehmen in Österreich. 93 Prozent der Befragten empfinden Familienfreundlichkeit demnach als wichtig für ihren Betrieb, denn sie wirkt sich umgekehrt positiv auf das Betriebsklima, die Mitarbeiterbindung und letztlich auf den Erfolg aus: „Über 75 Prozent geben an, dass Familienfreundlichkeit einen erkennbaren Beitrag für den Unternehmenserfolg leistet“, so Karmasin.

Ein Online-Tool zur raschen Einschätzung

Unabhängig von der Größe des Unternehmens kann überall etwas für mehr Familienfreundlichkeit getan werden. Mit dem Online-Tool „Wegweiser Familienfreundlichkeit“ werden einem nach der Beantwortung nur weniger Fragen individuell zugeschnittene Maßnahmen für mehr Familienfreundlichkeit vorgeschlagen. „So bunt und individuell wie Österreichs Familien sind auch die heimischen Unternehmen. Sie brauchen Lösungen, die ihrer Realität entsprechen“, so Ministerin Karmasin.

Foto: Shutterstock/Cookie Studio