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Kulturschock vermeiden: Die wichtigsten Business-Tipps für die USA

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Mittelpunkt der Geschäftswelt. Viele erfolgreiche Business Ladies kommen im Lauf ihrer Karriere in Berührung mit Geschäftspartnern aus den USA oder fliegen für ein Meeting über den großen Teich. Obwohl man denkt, durch TV Serien und Nachrichtenberichte schon alles über das Land und seine Kultur zu wissen. Dennoch gibt es im Umgang mit Amerikanern einige kleine Feinheiten, die zu peinlichen kulturellen Missverständnissen führen können. Um so einen Fauxpas zu vermeiden, präsentieren wir die 5 wichtigsten Business Tipps für die USA.  

1. Die Sache mit dem Händeschütteln

Schon bei der Begrüßung erwartet einen ein möglicher Stolperstein. Zwar grüßt man sich bei Geschäftsterminen wie in Österreich mit einem Händeschütteln, bei den meisten etwas weniger formellen gesellschaftlichen Events wird jedoch darauf verzichtet. Bei Networking Veranstaltungen oder einfach nur in einer größeren Gruppe unterlässt man normalerweise den Handschlag und wirft ein einfaches „Hello“ in die Runde. Dasselbe gilt für Verabschiedungen. Will man hier dem Gegenüber die Hand schütteln, erntet man mit hoher Wahrscheinlichkeit nur einen schiefen Blick und peinliche Stille.  

2. „How are you?“

Die Amerikaner sind ein freundliches und offenes Volk. Typischerweise begrüßen sie einen mit „Hi, how are you?“. Doch obwohl die Frage es vermuten lässt, wollen sie im Normalfall nichts über deinen derzeitigen Zustand wissen und interessieren sich auch nicht dafür.  Die gebräuchliche Phrase „Hi, how are you?“ ist im Endeffekt nur eine längere Form von „Hallo“ und sollte mit einem schlichten „I’m fine, how are you?“beantwortet werden. Ansonsten riskiert man einen verwirrten Blick seines Gegenübers-kein guter Start in ein Meeting.

3. Höflichkeit und Etikette

Kommt man im deutschen Kulturraum gerne schnell auf den Punkt, so redet der Amerikaner bevorzugt etwas länger um den heißen Brei herum. Gerade in der Geschäftswelt ist es hier essentiell, viele schöne und höfliche Formulierungen im Gespräch einzubauen. Würde man in Österreich etwa ein simples „Könnten Sie bitte das Fenster öffnen?“ sagen, bekommt man in den USA in derselben Situation wahrscheinlich so etwas wie „Excuse me Sir, would you mind possibly closing the window please?“zu hören bekommen. Das Motto „Der Ton macht die Musik“ gilt hier stärker als in unserem Land. Diese Regel lässt sich auch auf den Email Verkehr übertragen: Kurze, prägnante Mails und Formulierungen werden hier als unhöflich betrachtet.  

4. Tabu-Themen und andere No-Go’s

Generell sind Amerikaner offener als Europäer und man kommt leicht mit ihnen ins Gespräch. Allerdings gibt es in den USA ein paar Tabu-Themen, auf die man die Menschen keineswegs ansprechen darf. Diese inkludieren natürlich Sexualität, Krankheiten, Religion und Politik. Wenn der Gesprächspartner eines dieser Themen nicht selber anschneidet, sollte man sie unbedingt vermeiden. Ansonsten lässt man sein amerikanisches Gegenüber sich sehr unwohl fühlen.  

5. Zigaretten und Alkohol

Während in Österreich Spritzer und Bier Teil der Kultur sind und nicht selten schon zum Mittagessen genossen werden, ist das Thema Alkohol in den USA ein deutlich sensibleres. Nicht nur darf man in den Vereinigten Staaten keinen Alkohol in der Öffentlichkeit konsumieren, generell sind Zigaretten und Alkohol in der Gesellschaft weniger akzeptiert. Bei einem Business Lunch oder Dinner ein alkoholisches Getränk zu bestellen ist unangebracht und wird bei den Geschäftspartnern auf wenig Gegenliebe stoßen. Ebenso verpönt ist es zu rauchen, auch wenn man in der Pause dafür vor das Gebäude geht. In den USA herrscht in Lokalen nämlich striktes Rauchverbot. Um bei seinen amerikanischen Kollegen einen guten Eindruck zu machen, empfiehlt es sich also, für die Zeit des geschäftlichen Aufenthalts die Finger von Alkohol und Zigaretten zu lassen.

Foto: Shutterstock/DenisFilm