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ICT Austria: Digitale Transformation made in Austria

Die Digitalisierung betrifft alle Unternehmen, egal welcher Größe und in welcher Branche. Dahinter stehen tiefgreifende strategische Überlegungen und Änderungen, die so gut wie alle Geschäftsprozesse betreffen. ICT Austria, der Zusammenschluss von mittlerweile 14 heimischen IT-Anbietern, repräsentiert ein breites Portfolio an Dienstleistungen, Produkten und Innovationen aus Österreich, das alle Aspekte der Digitalisierung abdeckt. Durch die Bündelung der Kräfte sorgt die heimische Branche für Wertschöpfung auf zwei Ebenen: Zum einen profitieren Kunden von der Digitalisierung und zum anderen bleibt das Know-how im Land. Unternehmen legen Wert darauf, dass IT-Anbieter aus Österreich kommen: Eine Umfrage, die das Marktforschungsunternehmen IDC im Auftrag von ICT Austria durchgeführt hat, zeigt: 86 % der Befragten bevorzugen heimische Anbieter. 29 % legen sogar sehr großen Wert darauf, österreichische Unternehmen zu beauftragen.

Bei einer Veranstaltung im Wiener 25hours Hotel lieferten die Mitglieder von ICT Austria eine beeindruckende Leistungsschau der heimischen IT-Branche. Der Zusammenschluss ist seit seiner Gründung 2014 auf 14 Unternehmen angewachsen, die gemeinsam ein breites Spektrum bieten – von der Ausbildung über Infrastruktur und Outsourcing bis hin zu Speziallösungen etwa im Bereich Industrie 4.0 und E-Health. Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien, zeigte sich beeindruckt: „In Wien haben wir zahlreiche Initiativen, um den IT-und Innovationsstandort zu stärken. Getragen werden sie von Initiativen wie ICT Austria und ihren Mitgliedsunternehmen. Sie zeigen, was dabei am wichtigsten ist: Ein Umfeld zu schaffen, wo man unterschiedliche Player zusammenbringt und Neues ausprobieren kann.“ Jochen Borenich, Vorstand von Kapsch BusinessCom und Präsident von ICT Austria, ergänzt: „Wir haben enorm großes Potenzial in Österreich. Aber oft sind wir sehr vorsichtig beim Ausprobieren von Dingen. Unsere Mitglieder können als österreichische Unternehmen Entscheidungen schnell und unkompliziert treffen. Davon profitieren unsere Kunden und auch wir, weil wir gemeinsame Entwicklungen vorantreiben können.“ David Ostah, COO von PSA Payment Services Austria, kann das aus der Perspektive eines Kunden bestätigen: „Die Bankomatkarte am Handy, die wir mit österreichischen Partnern entwickelt haben, ist ein international viel beachtetes Service. Für solche Innovationen braucht es eine enge Partnerschaft und kurze Entscheidungswege.“ Hans-Peter Ziegler, stellvertretender Geschäftsführer COPA-DATA, weiß aus eigener Erfahrung, dass sich österreichische IT-Anbieter im internationalen Wettbewerbsumfeld durch eine seltene Kombination auszeichnen: „Wir sind ähnlich strukturiert und verlässlich wie unsere Mitbewerber aus Deutschland oder der Schweiz, werden aber besonders für unsere Flexibilität geschätzt.“

Heimische IT steht hoch im Kurs

Im Rahmen der „ICT Spending Survey Austria 2016“ im Auftrag vom ICT Austria hat das Marktforschungsunternehmen IDC einige Informationen zu den Ausgaben für österreichische Anbieter erhoben.* Demnach gibt knapp die Hälfte der befragten Unternehmen (48,6 %) an, dass sie 50 % und mehr von ihrem Budget an österreichische Unternehmen für reine IT-Dienstleistungen vergeben. Im öffentlichen Sektor sind es sogar 52,9 % der Befragten. 95,4 % der Befragten geben an, dass in Zukunft österreichische Unternehmen einen gleichbleibenden oder steigenden Anteil ihres Budgets für reine IT-Dienstleistungen haben werden. Die Zufriedenheit mit den Anbietern ist hoch: Heimische IT-Dienstleister werden hinsichtlich Qualität besser bewertet als internationale Anbieter. Eine positive Bewertung gibt es vor allem für die Vertrauenswürdigkeit, Flexibilität und Kundenorientierung, aber auch für Consulting, Umsetzungsqualität, technisches Know-how und den Preis. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir als ICT Austria eine gute und ausbaubare Basis vorfinden. Wir werden sie nutzen, um die Digitalisierung Österreichs durch Mitwirkung an Rahmenbedingungen sowie mit Innovationen und Bildungsmaßnahmen voranzutreiben“, so Wolfgang Horak, der Geschäftsführer von ICT Austria.

Bildung und Security als die großen Querschnittsthemen

In der Podiumsdiskussion kristallisierten sich zwei Themen heraus, die von übergeordneter Bedeutung sind. Das eine ist die Bildung. Wenn Österreich die Chancen, die die Digitalisierung bietet, wirklich nutzen will, braucht es digitale Skills bei den Anwendern, ein breites Verständnis der Technologie in allen Unternehmensfunktionen – vom Management bis hin zu den einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – und Spezial-Know-how, mit dem Lösungen konzipiert, implementiert und betrieben werden. ICT Austria hat hier einen Schwerpunkt gesetzt. Die Mitglieder halten etwa im Rahmen der „Smart Kids“-Initiative des Wiener Bildungsservers Workshops an Volksschulen und in Unterstufenklassen ab. Damit sollen schon die Jüngsten für Technik begeistert werden. Der zweite Schwerpunkt ist die Datensicherheit. Das Konzept „Hosted in Austria“ gewinnt angesichts der EU-Datenschutzverordnung, die ab 2018 gilt, und des für ungültig erklärten Safe-Harbor-Abkommens an Attraktivität. Da im Zuge der digitalen Transformation immer heiklere Daten verarbeitet und gespeichert werden, braucht es hier besondere Vorkehrungen. Die Mitglieder von ICT Austria verstehen die strengen Datenschutzregelungen durchaus als Chance für heimische Anbieter und Kunden.

* Die quantitative Online-Umfrage wurde im November 2015 unter heimischen IT-Managern und Managern in Fachabteilungen (N=150) durchgeführt.

Fotos: ICT Austria – Center for Business/Richard Tanzer