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Schutz vor zusätzlichen Kosten

SMS kommen im Urlaubsland im Vergleich zu Anrufen
günstiger, vor allem in Nicht-EU-Ländern. Zur Vorsicht rät die AK
beim Abhören der Mobilbox im Urlaub. Sie kann zur Kostenfalle werden.
Die AK Konsumentenschützer geben Tipps, was KonsumentInnen im Urlaub
beim Telefonieren beachten sollen.

Was UrlauberInnen wissen sollten, wenn sie mit dem Handy
telefonieren:

+ Ihr Handy wählt sich ins stärkste Gastnetz: Häufig, aber nicht
immer, sind die Preise in den untersuchten Urlaubsländern
Griechenland, Spanien, Italien, Kroatien und Türkei mittlerweile
netzunabhängig. Ein Anruf beim Anbieter schafft Klarheit. Überlassen
Sie die Netzwahl dem Handy, dann bucht es sich automatisch in das
stärkste Netz am Standort ein. Die AK Konsumentenschützer raten
dennoch, über die manuelle Netzwahl am Handy die Einwahl ins
günstigste Gastnetz zu programmieren. In der Bedienungsanleitung
steht, wie es geht.

+ Das Handy läutet, auch da heißt es zahlen: Wer im Urlaub angerufen
wird, zahlt auch. Der Anrufer aus Österreich zahlt nur den
österreichischen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz, da er nicht
wissen muss, dass das Handy gerade im Ausland ist. Der Angerufene
zahlt Gebühren für die Weiterleitung des Anrufs von Österreich in den
Urlaubsort (Passivgebühr). T-Mobile, Mobilkom (A1, Bob, Red Bull
Mobile), Orange, Tele.Ring, Drei und Yesss verrechnen im
Privatkundentarif in den untersuchten Urlaubsländern ab Juli
Passivgebühren von 0,096 bis 1,25 Euro pro Minute (Ausnahme Drei in
Italien: im Drei-Netz telefoniert man in Italien zu den gleichen
Konditionen wie zu Hause). Am teuersten sind die Passivgebühren in
den untersuchten Nicht-EU-Ländern meist bei Wertkarten-Handys
(Ausnahme Bob).

+ Manche Anbieter offerieren spezielle Roamingpakete mit inkludierten
Freiminuten auf monatlicher Basis. Achtung: Während bei A1 und Orange
sofort das volle Freiminutenkontingent bereitgestellt wird, steht
dieses bei T-Mobile und Drei im Buchungsmonat nur aliquot zur
Verfügung.

+ Mit SMS besser wegkommen: Vor allem in den untersuchten
Nicht-EU-Ländern (Kroatien, Türkei) rentiert sich smsen statt
telefonieren.

+ Achtung, Kostenfalle Mobilbox: Wer unter Palmen seine Mobilbox
abhören will, zahlt meist genau so viel wie bei einer Gespräch nach
Österreich. Ist das Handy so programmiert, dass der Anruf auf die Box
geht, wenn zum Beispiel nicht abgehoben wird, fallen doppelte Kosten
an: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um
festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur
Mobilbox umgeleitet, so fallen beim Angerufenen die Passivgebühr und
zusätzlich der Roamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen
Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. Um der Kostenfalle zu
entgehen: Mobilbox ganz abschalten!