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Gute Zahlungsmoral

Als unverändert gut schätzen 68 Prozent die Zahlungsmoral ein, 8,4 Prozent halten sie für höher als im Vorjahr und 12,7 Prozent glauben, die Bereitschaft Rechnungen zügig zu bezahlen, habe sich verschlechtert. Auch bei den Firmenkunden sieht es gut aus. Drei Viertel begleichen Rechnungen fristgerecht.

Gute Geschäftslage ausschlaggebend
Das überraschend gute Zahlungsgebaren der Unternehmen fußt auf der positiven Geschäftslage. Knapp die Hälfte der Unternehmen rechnen für die kommenden sechs Monate wie im Vorjahr mit prallen Auftragsbüchern. Die Zahlungsmoral der Privatkunden ist unverändert hoch: 82,9 Prozent der Kunden begleichen ihre Rechnungen innerhalb der ersten sechs Monate.
Dass Firmenkunden schnell bezahlen, glauben 60,8 Prozent der befragten Firmeninhaber. "Bei der Zahlungsmoral gibt es jedoch ein West-Ost-Gefälle", sagt KSV-Vorstandsmitglied Johannes Nejedlik auf Nachfrage von pressetext. Privatkunden in der Steiermark würden mit fünf Tagen Verzug am spätesten zahlen. "In Ballungszentren gibt es aufgrund des hohen Verwaltungsaufwandes Verzögerungen. Vorarlberg ist hingegen immer ein sehr schneller Zahler", weiß Nejedlik.

Obwohl die Verbraucher allgemein gut durch die Finanzkrise gekommen sind, hat die Krise die Zahlungsmoral etwas gedämpft, so der KSV. Die öffentliche Hand zeige eine leichte Tendenz zur besseren Zahlungsmoral. Laut den erhobenen Zahlen begleichen 74,8 Prozent der öffentlichen Kunden ihre Rechnungen innerhalb der vorgegebenen Frist. Das sind immerhin durchschnittlich 41 Tage.

2014 schlechtere Zahlungsmoral erwartet
Die guten Aussichten sind jedoch nicht von langer Dauer: Für das Jahr 2014 rechnen 34,8 Prozent der Unternehmer mit einer Verschlechterung der Zahlungsmoral, 16,5 Prozent glauben hingegen, sie werde gleichbleibend schlecht ausfallen. Laut der KSV-Prognose gehen nur 4,9 Prozent der Unternehmer davon aus, dass sich die Zahlungsbereitschaft 2014 verbessert. "Ein schlechterer Umsatz führt zu einer niedrigeren Einschätzung der Zahlungsmoral - da sehe ich einen Zusammenhang", erklärt Nejedlik abschließend.