Drucken
Kategorie: Aktuell
Aktienkurs

Spar- und Kreditbeträge sinken

Rund ein Drittel (32%) sieht sich im gleichen Zeitraum mit größeren Anschaffungen konfrontiert und 12% derer, werden das auch mittels Kredit finanzieren. Als die besten Veranlagungsformen für einen langfristigen Vermögensaufbau sehen die ÖsterreicherInnen den Bausparer, das Sparbuch sowie Immobilien. Wertpapiere nehmen erst die Plätze vier bis sechs ein. Das ergab der aktuelle Spar- und Kreditmonitor, eine quartalsweise Integral-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen.

Weniger Sparvolumen
Die ÖsterreicherInnen gehen für die kommenden 12 Monate von einer Spar- und Veranlagungssumme von rund 4.700 Euro aus. Das sind 1.000 Euro weniger, als noch genau vor einem Jahr. "Auch in der Erste Bank sind die Spareinlagen, bedingt durch die niedrigen Zinsen leicht rückläufig", erklärt Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank. Aktuell wird mehr Geld in den Konsum gesteckt. Wie wird das Ersparte aber künftig veranlagt? 61% (-5) werden auf das gute alte Sparbuch zurückgreifen, mehr als jeder Zweite (54%, -1) vertraut dem Bausparen, und 37% (-3) wird mittels einer Lebensversicherung sparen. Aktien und Anleihen wollen, gleich wie im Vorjahr 11% bzw. 10% kaufen, Gold nur mehr 10% (-4) und Fonds sind für 16% (-2) interessant. Ein mehr oder weniger konstantes Drittel (-2) wird in eine Pensionsvorsorge einzahlen, und 15% (-3) können sich nach wie vor für Immobilien begeistern. Keine Geldanlage planen 17% (±0). Die Sparquote, also der Anteil des Ersparten am frei verfügbaren Einkommen, ist mit aktuell 6,4% Statistik Austria: 2012Q4 - 2013Q3 zwar sehr niedrig, die Tendenz geht aber wieder leicht nach oben.

Weniger Kreditfinanzierung als vor einem Jahr
Rund ein Drittel der ÖsterreicherInnen plant im kommenden Jahr eine größere Anschaffung wie z.B. eine Wohnung, neue Einrichtung oder ein neues Auto. Im Durchschnitt beziffern diese ÖsterreicherInnen ihren Kapitalbedarf mit rund 68.200 in den nächsten 12 Monaten. Das sind rund 10.000 Euro weniger als noch vor einem Jahr. Bei den niedrigen Kreditzinsen könnte man meinen, dass die Kreditlust steigt. Aber 8 von 10 wollen über eigene Ersparnisse finanzieren und 12% wollen sich dafür einen Kredit aufnehmen (-1). Die Zahl jener, wo z.B. die Verwandtschaft oder Freunde mitfinanzieren, hat sich von 12% auf 6% halbiert. Das Kreditvolumen privater Haushalte lag in Österreich per Ende November bei 138,5 Mrd. Euro, die Sparkassengruppe hält einen Anteil von 26,4 Mrd. "Die Nachfrage ist noch immer nicht brüllend, aber immerhin in der Sparkassengruppe relativ konstant", so Bosek.

Die Top Veranlagungsformen für langfristige Geldanlage
Was sind nach Meinung der ÖsterreicherInnen, die Top Produkte für einen langfristigen Vermögensaufbau über mindestens fünf bis zehn Jahre? 31% sehen den Bausparvertrag dafür als geeignet an, 23% das Sparbuch gefolgt von Immobilien mit 22%. Aktien sind auf Platz 4 mit 14%, Fonds finden 12% geeignet genauso viele wie eine Lebensversicherung. Nur 10% halten Gold für das Richtige, 7% können sich Anleihen dafür vorstellen und 5% eine Pensionsvorsorge. In Schmuck oder Kunst zu investieren, oder das Ersparte zu Hause aufzubewahren kommt nur für 1% in Frage. Rund 26% geben an, keine Ahnung zu haben.
Besonders im langfristigen Horizont kommt man im Moment aber z.B. an Wohnbauanleihen nicht vorbei. Denn aufgrund der Kest-Freiheit bis zu einer Kuponhöhe von 4% sind vergleichbare Renditen mit ähnlichen risikoarmen Formen nicht zu erzielen.