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Kategorie: News/Tourismus

Mag. Elisabeth Udolf-Strobl 6/08, BM für Wirtschaft und Arbeit

Mag. Elisabeth Udolf-Strobl, Sektionschefin (Tourismus und Historische Objekte), BM für Wirtschaft und Arbeit

Welche Rolle spielt der Tourismus für die Volkswirtschaft?Die Bedeutung des Tourismus für Österreich wird oft noch unterschätzt. Aber mit einem Anteil von knapp 9 % am Bruttoinlandsprodukt und über 5 % aller unselbstständig aktiv Beschäftigten (fast 170.000 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2007) zählt der Tourismus zu den wichtigsten Beschäftigungsmotoren.Was sind Strategien, auf die man setzen sollte?Der Wintertourismus mit Skifahren und der klassische Sommertourismus werden weiterhin die wichtigsten Standbeine im österreichischen Tourismus bleiben. Aber Themen wie Kultur, Gesundheit, Städtereisen und Lifestyle können neue Gästeschichten ansprechen und ein weiteres Wachstum unterstützen. Dabei muss Österreich aber immer auf Qualitätstourismus setzen – Qualität auf allen Ebenen.Wie ist die wirtschaftliche Lage der Betriebe?Unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren niedrigen Zinsen kann von einer weitge-hend stabilen Ertragskraft der österreichischen Hotellerie gesprochen werden. Weiters ist eine deutliche Verbesserung der Eigenkapitalsituation festzustellen. Bei der Auslastung zeigt sich, dass den 5/4-Sterne- und den 3-Sterne-Betrieben eine deutliche Steigerung der Vollbelegstage im Zeitablauf gelungen ist. Im Bereich der 2/1-Sterne-Betriebe war kaum eine Verbesserung zu verzeichnen. Dieser Umstand korreliert mit der Entwicklung der Anzahl der Betriebe in den einzelnen Kategorien, wobei vor allem im 5/4-Sterne-Bereich eine deutliche Zunahme zu registrieren ist. Sowohl die Entwicklung der Auslastung als auch die Entwicklung der Anzahl der Unternehmen in den einzelnen Kategorien zeigen, dass sich der Trend zum Qualitätstourismus in Österreich fortsetzt.