ABW Logo
ruhaca0759ok-kopie

Bank Austria–Vorstand Doris Tomanek Im ABW-Interview über Beratung auf Augenhöhe

Bank Austria–Vorstand Doris Tomanek über Veranlagungsmöglichkeiten und warum es so wichtig ist, sich Finanzwissen anzueignen.

Wie definieren Sie die Veranlagungsstrategie der Bank Austria?

Oberstes Ziel unserer Veranlagungsstrategie ist immer die Kaufkraft des uns anvertrauten Kundenvermögens zu erhalten. Daher stehen wir für sichere, nachhaltige, langfristige und konservative Veranlagungsstrategien. Ein kurzfristiges Kaufen und Verkaufen nur um mit enormem Risiko an einem Tag eine maximale Rendite zu erzielen, ist nicht unsere Herangehensweise.

Gibt es derzeit lukrative Alternativen zu Aktien?

Wir sehen derzeit wenig attraktive Alternativen zu Aktien. Einerseits verhindert das nach wie vor ultratiefe Zinsniveau zumindest kaufkrafterhaltende Renditen bei sehr sicheren Anlageformen, wie Sparbüchern und andererseits versprechen die anziehenden Konjunkturen in Europa und den USA steigende Renditeniveaus und damit fallende Kurse bei Anleihen.

Welche Veranlagungsstrategien empfehlen Sie unseren Leserinnen?

Eine allgemeine Anlageempfehlung ist sehr schwer abzugeben, da diese immer individuell auf die persönliche Risikoneigung, die Lebensumstände und das spezifische Portfolio jeder Kundin bzw. jedes Kunden abgestimmt werden muss. Grundsätzlich empfehlen wir aber besonders in einem volatilen Umfeld eine möglichst breite Streuung des Vermögens über verschiedene Assetklassen und Investmentprodukte sowie eine laufende Marktbeobachtung. Dies ist neben einem globalen Investmentansatz, der einen Home-Bias verhindert, für den Anlageerfolg entscheidend. Nur so ist man in der Lage, Schwankungen auszugleichen, Klumpenrisiken zu vermeiden und einen Wertzuwachs aus anderen Anlageklassen mitzunehmen. Wir machen in unserer professionellen Beratung keinen Unterschied ob es sich um eine Kundin oder einen Kunden handelt. Dennoch konnten wir feststellen, dass besonders Kundinnen bei ihrer Veranlagung nach nachhaltigen und ethischen Investments fragen. Daher bieten wir über einen unserer ausgewählten Fondspartner, Pioneer Investments, mehrere Fondsprodukte an, die speziell in nachhaltige und ethische Investments veranlagen. Zum Beispiel die Pioneer Funds Austria - Öko Garantie 9/2014, ein gemischter Fonds, der seinen Aktienanteil in Unternehmen, die sich durch umweltfreundliche Produktion auszeichnen oder Produkte bzw. Technologien entwickeln, die zum Schutz der Natur beitragen, investiert. Oder den Pioneer Funds Austria - Ethik Fonds, ebenfalls ein gemischter Fonds, der langfristig Kapitalzuwachs und laufende Erträge anstrebt und sich in erster Linie an Investorinnen und Investoren wendet, denen ethische Kriterien und ein ethisches Investment bei ihrer Anlageentscheidung wichtig sind.

Ihr ganz persönlicher Finanztipp?

Ich würde empfehlen, sich in einem ersten Schritt im Bereich Finanzwissen fit zu machen. Da wir bei der Bank Austria gerne mit informierten und mündigen Kunden zusammenarbeiten, fördern wir bereits an den Schulen die Finanzbildung ( http://finanz-bildung.at/finanzbildung/ ) und geben unseren Kunden die Möglichkeit zeitnah und direkt die Analysen unserer Expertinnen und Experten zu lesen. So können sie sich auf http://wirtschaft-online.bankaustria.at/# zur aktuellen wirtschaftlichen Situation informieren oder unserer Chefanalystin Monika Rosen auf Twitter folgen. Nur aktuell informiert können unsere Kunden mit unseren Beraterinnen und Beratern auf Augenhöhe über Veranlagungsmöglichkeiten diskutieren. In einem zweiten Schritt sollte man sich dann über das eigene Veranlagungsziel klar werden. Die wichtigsten Fragen, die man sich hier stellen sollte sind etwa „Was will ich mit dem veranlagten Geld eigentlich erreichen? Will ich mit in absehbarer Zeit dafür etwas kaufen, oder will ich meinen Lebensabend absichern?“ Auf diesen Informationen aufbauend, können unsere spezialisierten Anlageberaterinnen und -berater dann den individuell besten Veranlagungsmix erstellen.

Foto: Bank Austria