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Dr. Martina Salomon, Kurier, im ABW-Interview: "Studiert nicht Publizistik!"

Sie ist eine der besten Journalistinnen des Landes, ihre Arbeitsweise wird geschätzt, ihre schier unerschöpfliche Energie bewundert. Ein ABW-Interview mit Dr. Martina Salomon, ab 1. Oktober 2018 KURIER-Chefredakteurin, über Erfolg, Herausforderungen und die Medienlandschaft.

Was macht für Sie die Faszination „Zeitung“ aus?

In keinem anderen Job ist man so nah dran am Lauf der Welt. Kein Tag gleicht dem anderen.

Wie würden Sie Ihre Arbeitsweise beschreiben?

Strukturiertes Chaos.

Welche Themenbereiche finden Sie besonders spannend?

Immer das, womit ich mich gerade beschäftige: von Bildungspolitik bis Handelskrieg.

Worauf ist Ihre persönliche Erfolgsgeschichte zurückzuführen?

Herausforderungen nicht gescheut, Chancen ergriffen, die sich boten, auch wenn das manchmal (eher oft) ein ungemütliches Leben bedeutet.

Was ist für Sie die größte Herausforderung im Tagesgeschäft?

Die Motivation der Mitarbeiter trotz Branchenkrise und dauerndem Veränderungsprozess zu erhalten.

Dr. Martina Salomon, ab 1. Oktober 2018 KURIER Chefredakteurin

Was schätzen Sie an Ihren Mitarbeitern?

Loyalität, Kreativität, Fleiß.

Wie beurteilen Sie die Medienlandschaft Österreichs?

Sie ist vom Umbruch später betroffen, als in anderen Ländern, ein bisschen paddeln wir aber alle im Finstern.

Welche Medien zählen zu Ihren Favoriten?

Ich habe keine speziellen Favoriten und zieh mir alles rein: Newsletter, Facebook, Twitter, Blogs, Talk-Shows, Print-Zeitungen, E-Paper, Online-Ausgaben. Leider lese ich dadurch viel weniger Bücher als früher.

Sehen Sie in der Digitalisierung eine Gefahr für die Printmedien?

Es ist gleichgültig, auf welcher Plattform Journalismus erscheint. Das Problem ist nur, dass Journalismus online noch zu wenig bezahlt wird.

Print oder Online – was ist Ihnen lieber?

Wenn ich Zeit habe natürlich print. In der U-Bahn online.

Welche Tipps geben Sie jungen Frauen, die im Journalismus Karriere machen wollen?

Tu es nur, wenn du wirklich Leidenschaft für diesen Beruf hast. Studiere nicht Publizistik, sondern etwas Originelleres. Das Ressort Wirtschaft ist für eine Anstellung aussichtsreicher als Feuilleton/Kultur. 

Wo bzw. wie tanken Sie Kraft für das Business?

Beim Kochen für Freunde und Familie sowie beim Sport.

Ihr ganz persönlicher „Business“-Leitsatz?

Wenn Routine einkehrt, ist es Zeit für Neues.

Foto: Kurier