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Fortuna vertrauen

Sie arbeiten seit 22 Jahren bei den Österreichischen Lotterien und haben eine eindrucksvolle Karriere gemacht – wie viel Glück gehört dazu?

Danke für die Blumen, es gibt aber Frauen mit viel eindrucksvolleren Karrieren. Nun, das Quäntchen Glück braucht man immer. Aber man muss auch aktiv etwas dafür tun, das Glück also suchen. Wer nur wartet, dass es, wie das Sprichwort sagt, wie ein Vogerl bei einem landet, wird es nicht weit bringen.

Spielen Ihre Kunden in Krisenzeiten mehr oder sind sie sparsamer geworden?


Unsere Kunden sind sehr bedachte und vernünftige Menschen. Sie spielen vor allem dann, wenn sie es sich leisten können oder es nur, wie etwa im Lotto, um kleine Einsätze geht. Generell gilt für unsere Breiten, dass Glücksspiel eine zyklische Branche ist, die sich mit dem Auf und Ab der Wirtschaft bewegt. In südlichen Ländern ist das mitunter aber anders.

Ihre Prognosen für die heimischen Casinos – welche Veränderungen wird es 2013 geben?

Kontinuität und Verlässlichkeit sind zwei unserer zentralen Attribute. Für uns gilt deshalb auch: Im Großen und Ganzen wird sich nichts verändern, wir werden unsere Produkte und Services mit der gewohnten Professionalität und Sorgfalt anbieten und unsere Casinos weiterhin als Orte der Begegnung und der Tischkultur – in jeder Hinsicht – positionieren.

Wie definieren Sie Mitarbeiter-Loyalität?

Zu definieren ist sie vermutlich in wenigen Sätzen kaum. Ich glaube, wenn man seine MitarbeiterInnen in die Entscheidungen einbezieht und diese transparent macht, wenn also jeder weiß, warum welche Schritte gesetzt werden, dann darf man auch Loyalität vom Team erwarten – und wird sie auch bekommen. Wer aus strategischen Entscheidungen ein Geheimnis macht, kann auf diese Loyalität wohl schwer setzen.