ABW Logo
austrian-business-woman-barbara-mucha-media-auckenthalerjuliatiroler-versicherung

Julia Auckenthaler, Bereichsleiterin Veranlagung bei der Tiroler Versicherung, im ABW-Talk

Julia Auckenthaler ist Leiterin des Bereichs Veranlagung bei der Tiroler Versicherung. Ein ABW-Gespräch über ihren Karriereweg, männerdominierte Branchen und die vielen Vorteile ihres Jobs.

Welche beruflichen Schwerpunkte stehen 2018 für Sie im Fokus?

In der TIROLER ist das Thema Solvency II inzwischen vollständig im Alltag angekommen. In den letzten Jahren war die Implementierung von SII für die Versicherungsbranche eine große zusätzliche Herausforderung, vor allem, weil das Regulativ für das Geschäft nicht nur sinnvolle Vorgaben beinhaltet. 2018 gilt es für mich wie jedes Jahr, besonders kritisch auf externe Einflussfaktoren zu achten und zum Unternehmen passende, nachhaltige Veranlagungsentscheidungen zu treffen. 

MMag. Julia Auckenthaler, Leiterin Veranlagung bei der Tiroler Versicherung

Was schätzen Sie besonders an Ihrer Tätigkeit bei der Tiroler Versicherung?

Es wurden vom ersten Moment an Rahmenbedingungen geschaffen, die mir das Arbeiten erleichtern. Darunter fallen beispielsweise technische Hilfsmittel, die auf dem neuesten Stand sind. In meinem direkten Umfeld herrscht ein Klima des Vertrauens. Die Wege sind kurz und Diskussionen werden gefördert und sind erwünscht. Ich kann mich in meinem Rahmen frei bewegen und habe viele Kolleginnen und Kollegen, die ich fachlich sehr schätze und mit denen ich mich austauschen kann. Weiterbildung ist nicht nur eine leere Phrase, sondern wird intensiv gelebt – man muss es halt auch annehmen. Daneben wird aber auch das Thema Gesundheit stark forciert. Das sportliche Angebot ist sehr groß und auch Mitarbeiter untereinander organisieren sich immer öfters selbst, beispielsweise in einem wöchentlichen Lauftreff. Daneben gibt es z.B. Yoga und eine regelmäßige 10-Minuten-Aktivpause. Die Mischung aus all diesen Themen macht die Tiroler Versicherung für mich zu einem reizvollen Arbeitgeber. 

Bitte schildern Sie uns kurz Ihren Werdegang?

Noch während meiner Zeit im Gymnasium war ich überzeugt davon, mich in eine geisteswissenschaftliche Richtung zu entwickeln. Die relativ spontane Entscheidung, Wirtschaft zu studieren, wurde maßgeblich durch das verpflichtende Auslandsjahr im Bereich IWW beeinflusst. Die Studienwahl war also eher zufällig, aber es hat mir von Anfang an gefallen. Während meines Aufenthaltes in Florenz habe ich mich dann für den Bereich VWL begeistert und dieses Studium dazu genommen. Meine Spezialisierung erfolgte im Bereich Betriebliche Finanzwirtschaft, wo ich zum ersten Mal mit dem Thema Veranlagung in Berührung gekommen bin. Leider wurde dieses Wissen im Studium ausschließlich theoretisch vermittelt. Erst im Treasury in einer Bank entbrannte in mir das Feuer für dieses Thema. Dort konnte ich meine Ideen auch in der Produktentwicklung einbringen und schnell Erfolge erzielen. Seit über fünf Jahren leite ich nun den Veranlagungsbereich bei der Tiroler Versicherung, wo mir als Frau alle Karrierewege offen stehen. 

Welchen Tipp geben Sie jungen Frauen, die Karriere in der Versicherungsbranche machen möchten?

Ich habe mich mit einigen Kolleginnen und Kollegen unterhalten und zusammengefasst würde ich die folgenden Punkte nennen: Das Wichtigste ist, dass man sich nicht selbst unterschätzt und sich von Vornherein denkt: „Das kann ich sowieso nicht.“ Frauen sind oft sehr viel kritischer mit sich selbst und wenden bei sich einen extrem harten Maßstab an. Die Finanzwelt und insbesondere die Versicherungsbranche ist männlich dominiert. Das kann ich als Nachteil betrachten – letztlich ist es aber eine Riesen-Chance. Frauen in Führungspositionen fehlen hier an allen Ecken und Enden. Nütze die Chance als Frau: Bleibe ich „Frau“ oder kopiere ich „männliche Karrierewege“? Letzteres passiert viel zu oft – statt mit eigenem (weiblichen) Stil zu punkten. Und zu guter Letzt: Schau genau, wo Du hingehst. Fördert das Unternehmen Frauen - gibt es Führungskräfte, die Frauen echte Karrierechancen einräumen? Männer gehen in der Jobsuche – nicht immer, aber öfters als Frauen – sehr viel strategischer vor. Frauen fragen bei Bewerbungsgesprächen viel seltener nach Entwicklungsmöglichkeiten, nach der Zusammenarbeit mit der Führungskraft, nach Karrierewegen… 

Foto: Tiroler Versicherung